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Ein sattes „Ja“ für Jugendbeteiligung

Gemeinderat stimmte für neuartiges Beteiligungsverfahren zur Sanierung des Hauses der Jugend

Das Haus der Jugend, Heidelbergs ältester Freizeittreff für junge Menschen, muss dringend generalsaniert werden. Wie das künftige Raumkonzept aussehen soll, bestimmen Heidelberger Jugendliche mit. Am 25. Juni 2015 sagte der Heidelberger Gemeinderat einstimmig „Ja“ zu einem Beteiligungsverfahren, das den jungen Heidelbergerinnen und Heidelbergern noch vor Ausschreibung des Architektenwettbewerbs die Möglichkeit zur Mitgestaltung gibt.

Die mehr als 60 Jahre, die das Haus der Jugend auf dem Buckel hat, sind dem Gebäude heute anzusehen: In den 1950er Jahren in einfacher Bauweise errichtet, wirkt das Gebäude heute baulich marode. Die Generalsanierung will die Stadtverwaltung nun nutzen, um das Haus auch an die Erfordernisse einer zeitgemäßen offenen Kinder- und Jugendarbeit anzupassen. Das Besondere: Jugendliche sollen in einem Bürgerbeteiligungsverfahren ihre Ideen und Vorstellungen einbringen, noch bevor die Architekten sich ans Werk machen. Für die Erstellung des Beteiligungskonzepts hat die Verwaltung die Firma Squirrel & Nuts beauftragt, die bereits Erfahrungen mit einem Jugendhaus-Projekt in Biberach gesammelt hat. „Wir möchten Jugendliche unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Schularten zu Wort kommen lassen und neue, jugendgerechte Wege in der Beteiligung gehen“, erklärt Bürgermeister Dr. Joachim Gerner.
 
Und so sieht die Beteiligung aus:

  • Den Beginn macht ein Workshop mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Jugendhauses;
  • diesem Workshop folgt im Oktober eine große Auftaktveranstaltung mit rund 200 Jugendlichen, die an allen Heidelberger Schulen gewonnen werden sollen;
  • daran schließt sich eine dreimonatige Online-Diskussion an, voraussichtlich über Facebook und moderiert von Squirell & Nuts“;
  • parallel zur Online-Diskussion tagt ein Kolloquium mit Akteuren der Jugendhilfe und des Jugendgemeinderates, die die Online-Diskussion aufgreifen und konkrete Realisierungsvorschläge daraus ableiten;
  • am Ende steht eine Abschlussveranstaltung mit den beteiligten Jugendlichen, bei der die Ergebnisse präsentiert und von den Jugendlichen bewertet werden.

Die Ergebnisse fließen dann in den Architektenwettbewerb ein.