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Startseite / Projekte / Routenplanung

Wie entwickelt sich Heidelberg zur digitalen Stadt?
Welche smarten, intelligenten Lösungen gibt es bereits heute? Und welche Vorteile bieten sich für die Bürgerinnen und Bürger? Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben die Besucherinnen und Besucher beim 2. Forum „Digitale Stadt“ am 25. Juli 2018, im Dezernat 16  erhalten. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

OB-Referat - Digitale Stadt
Rathaus, Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-10000
Fax 06221 58-4618000

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Person mit Rollstuhl an einem abgesenkten Bordstein (Foto: www.gesellschaftsbilder.de/ Weiland)

Hürdenlose Routenplanung (Hürdenlos-Navi)

Einfache Wege für Menschen mit Behinderung

Ein beispielhaftes Projekt im Bereich Open Data ist die Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte (Hürdenlos-Navi) in Heidelberg. Als eines von neunzehn wegweisenden kommunalen Digitalisierungsprojekten wird es im Rahmen des Programms „Städte und Gemeinden 4.0 – Future Communities 2017“ vom Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg gefördert. Das Land unterstützt das Vorhaben mit knapp 42.000 Euro. Bei der Realisierung des Projekts arbeitet die Stadt Heidelberg eng mit dem Bereich Geoinformatik (GIScience) der Universität Heidelberg, der Kommunalen Behindertenbeaufttragten sowie den Gremien und Verbänden der Menschen mit Behinderungen zusammen.

Angesichts des demografischen Wandels wird das Thema „Barrierefreiheit“ immer wichtiger. Die Menschen werden älter und sind auf ein barrierefreies Umfeld angewiesen. Doch nicht nur Menschen mit einer Behinderung profitieren von einem barrierefreien Umfeld. Auch Personen mit Kinderwagen oder Gepäck gelten als mobilitätseingeschränkt. 

Prozessdarstellung des Projektes "Routenplanung für Mobilitätseingeschränkte" (Foto: Stadt Heidelberg)

Das Projekt soll es Nutzerinnen und Nutzern auf ihren mobilen Endgeräten (Smartphones) künftig ermöglichen, ihre Wege im Stadtgebiet besser zu planen und ihnen damit auch die Möglichkeit bieten, trotz ihrer Einschränkung, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Hierzu werden die bereits existierenden digitalen Dienste der Stadt Heidelberg um eine zusätzliche Anwendung ergänzt.

Ähnlich wie beim Anbieter „GoogleMaps“ wird eine Wegeplanung vom Start- zum Zielpunkt berechnet. Das Projekt konzentriert sich in einem ersten Schritt auf die Heidelberger Altstadt und den Innenstadtbereich bis zum Hauptbahnhof. Der Bereich Geoinformatik des Geographischen Instituts der Universität Heidelberg hat mit dem Forschungsprojekt „Open Routservice“ bereits eine grundlegende Lösung für eine intelligente Routenplanung für mobilitätseingeschränkte Personen entwickelt, auf der sich aufbauen lässt. Die bisherige Datengrundlage besteht aus noch unvollständigen, von Freiwilligen erfassten geographischen Daten zu abgesenkten Bordsteinen, Straßenbelägen, etc., die bereits als offen lizenzierte Daten, als Open Data, zur Verfügung stehen. Diese werden durch die Stadtverwaltung um systematische und vollständig erhobene Daten ergänzt.

Gleichzeitig soll die Reichweite des bisherigen digitalen Angebots des Geographischen Instituts deutlich erhöht und einem weiteren Nutzerkreis erschlossen werden. Bürgerinnen und Bürgern soll es zudem ermöglicht werden, über eine Eingabemaske zusätzliche Informationen zur Barrierefreiheit zu erfassen und somit die Datengrundlage für die Berechnung der Routenplanung nachhaltig zu verbessern. Das Projekt verknüpft die vorhandenen Synergien aus Wissenschaft, öffentlicher Verwaltung und Bürgerschaft und ist künftig auch auf andere Kommunen übertragbar. Die Fertigstellung ist zum ersten Halbjahr 2019 geplant.

Damit künftig noch mehr Menschen von dem Angebot profitieren, soll die App im Rahmen des Folgeprojekts "Mobil-AtLaS" bis Ende 2019 um eine zusätzliche Version in einfacher Sprache mit ergänzendem Lernprogramm in Leichter Sprache erweitert werden. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt das Vorhaben im Rahmen des Förderprogramms "Impulse Inklusion 2018" mit rund 18.000 Euro.