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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Klimaschutz und Energie
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18000 und 58-18010
Mobiltelefon Energie-Hotline: 06221 58-18141
Fax 06221 58-4618000

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Strom aus Heidelberger Sonne

Solardachkataster Heidelberg zeigt geeignete Heidelberger Sonnendächer

Die Sonne über Heidelberg schickt jedes Jahr eine Energiemenge von umgerechnet 100 Litern Heizöl auf jeden Quadratmeter in Heidelberg. Diese Energie soll zukünftig noch besser genutzt werden. Deswegen hat die Klimaschutzkommune Heidelberg gemeinsam mit den Stadtwerken Heidelberg und der Sparkasse Heidelberg alle Heidelberger Dachflächen auf solare Eignung untersuchen und das Solardachkataster Heidelberg erstellen lassen. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte von Heidelbergs Dächern ist für Photovoltaikanlagen geeignet.

Ziel 2015: Solarstrom für 7.000 Heidelberger Haushalte

Kooperationspartner Stadtwerke Heidelberg

Ziel ist, möglichst viele Heidelbergerinnen und Heidelberger dafür zu gewinnen, selbst zum Stromerzeuger zu werden und damit zur CO2-Reduzierung beizutragen. Beim Start des Solardachkatasters Heidelberg Anfang des Jahres 2012 wurden umgerechnet 3.000 Haushalte mit Strom aus der Sonne über Heidelberg versorgt. Und es werden immer mehr. Die erste Zieletappe ist erreicht: Ende des Jahres 2015 waren es bereits über 7.100 Haushalte.

Der heidelberg ENERGIEDACHRECHNER der Stadtwerke Heidelberg zeigt Verbrauchern, ob sich eine Anlage für sie rentiert. Bei der Berechnung wird auch ermittelt, was ökonomisch sinnvoller ist: die Einspeisung des erzeugten Stroms ins örtliche Stromnetz oder die Nutzung im eigenen Haus.

Einfamilienhaus mit Solaranlage: Strom für sechsköpfige Familie

Kooperationspartner Sparkasse Heidelberg

Mit einer Photovoltaikanlage auf einem durchschnittlichen Einfamilienhaus können die Kohlendioxid-Emissionen um rund vier Tonnen pro Jahr gemindert und 7.000 Kilowattstunden Solarstrom erzeugt werden. Das entspricht dem Strombedarf einer sechsköpfigen Familie im Jahr. Bei einer solarthermischen Anlage reichen sogar schon wenige Quadratmeter Dachfläche, um eine sechsköpfige Familie im Sommer mit warmem Wasser zu versorgen – und so pro Jahr rund 300 Liter Heizöl einzusparen.

Wie funktioniert das Solardachkataster?

Das Solardachkataster Heidelberg errechnet, ob ein Haus für eine Photovoltaik- oder eine Solarthermieanlage geeignet ist. Bei der Berechnung wird auch ermittelt, was ökonomisch sinnvoller ist: die Einspeisung des erzeugten Stroms ins örtliche Stromnetz oder die Nutzung im eigenen Haus.

So funktioniert es:

  • Adresse in das Suchfeld eingeben und schon erscheint die entsprechende Dachansicht.
  • Durch die farbige Markierung ist auf einen Blick zu erkennen, ob sich die Dachfläche für eine Photovoltaik- oder Solarthermieanlage anbietet.
  • Rot bedeutet, sie ist sehr gut geeignet, Orange steht für gute und Gelb für bedingte Eignung.

Das Online-Tool bietet zudem Informationen über:

  • die Größe der geeigneten Dachfläche,
  • den möglichen Ertrag,
  • die CO2-Einsparungen, die mit der Anlage erzielt werden können und
  • wie hoch die voraussichtlichen Investitionskosten in etwa sind.

Widerspruchsrecht / Rechtliche Hinweise

  • Widerspruchsrecht
    Gegen die Veröffentlichung Ihrer Gebäudedaten - bezogen auf die Eignung für den Betrieb von Solaranlagen - können Hauseigentümer Widerspruch bei der

    Stadt Heidelberg
    Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
    Kornmarkt 1
    69117 Heidelberg

    einlegen. Die dem Widerspruch entsprechenden Daten werden dann nicht veröffentlicht.
      
  • Keine kommerzielle Nutzung der Daten
    Die hier vorliegenden Daten des Solardachkatasters Heidelberg stehen nur für die private Information der Bürger/-innen der Stadt Heidelberg zur Verfügung. Jegliche kommerzielle Nutzung der Daten stellt einen Missbrauch dar und wird von der Stadt Heidelberg urheberrechtlich verfolgt.
       
  • Keine Gewährleistung für Richtigkeit oder Genauigkeit der Daten
    Die Stadt Heidelberg weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei den Ergebnissen der Analyse um Modellrechnungen sowie -ergebnisse und nicht um exakte Messdaten und Schlussfolgerungen handelt. Die Modellrechnungen und -ergebnisse unterliegen insbesondere der Beeinflussung von beispielsweise Dachgauben, Schornsteinen, Satellitenschüsseln, Antennen, Lüftungsschächten, Dachfenstern etc. Aus den tatsächlichen Gegebenheiten, etwaigen baulichen Störfaktoren und sonstigen Faktoren können sich Abweichungen ergeben.

    Die Analysedaten dienen der Information. Eine Weiterverwendung für weitere Berechnungen z. B. zur Effizienz, oder für Verfahren z. B. Genehmigungsverfahren, statische Berechnungen, etc. erfolgt auf eigene Gefahr.

    Aus o.g. Gründen kann die Stadt Heidelberg keine Gewähr für die Richtigkeit oder Genauigkeit der Daten übernehmen.

Lohnt sich die Investition? / Steuerliche Aspekte

Ob sich die Investition in eine Solaranlage auf einem Dach lohnt, zeigt der Wirtschaftlichkeitsrechner. Die Ergebnisse der Berechnungen geben erste Orientierung, bevor es in die genaue Planung geht.

Mit den eingegebenen Daten beantwortet das Programm folgende Fragen:

  • Wie viel Geld kostet eine Solaranlage für das angegebene Dach?
  • Wie viel Geld bringt die Sonne in den nächsten 20 Jahren ein?
  • Welcher Modultyp bringt welchen Ertrag?
  • Mit welchen laufenden Kosten muss pro Jahr in etwa gerechnet werden?

Solaranlagen gelten nach der Landesbauordnung Baden-Württemberg als verfahrensfreie Vorhaben. Vor Einbau einer Solaranlage sind jedoch die Statik des Gebäudes, der Sanierungszustand des Daches und eventuelle Auflagen zum Denkmalschutz zu beachten.


Solaranlagen und Denkmalschutz

Bei denkmalgeschützten Gebäuden oder Gebäuden innerhalb der Gesamtanlagenschutzsatzung (GASS) ist vor der Errichtung einer Solaranlage generell die Zulässigkeit durch die zuständige Denkmalschutzbehörde zu prüfen. Aufgrund der besonderen Schutzwürdigkeit der Heidelberger Altstadt, für die die Gesamtanlagenschutzsatzung gilt, ist der Einsatz von Solaranlagen dort nur in engen Grenzen möglich. Der Beirat zur Gesamtanlagenschutzsatzung hat hierzu folgende (empfehlende) Beschlüsse gefasst:

  • Einbau und Einrichtung von Solaranlagen im Gebiet, für das die Gesamtanlagenschutzsatzung (GASS) gilt
    Die Erteilung einer Genehmigung zur Anbringung von Solaranlagen im GASS-Gebiet ist nur im besonderen Ausnahmefall (s.u.) möglich, da mit einer Anbringung einer Solaranlage grundsätzlich eine Veränderung und eine deutliche Störung der Dachlandschaft (der 5. Fassade Heidelbergs) einhergeht. Dies gilt grundsätzlich auch für moderne Neubauten im GASS-Gebiet. Der Beirat empfiehlt der zuständigen Genehmigungsbehörde zum Schutz der gewachsenen historischen Dachlandschaft und deren optischen Erscheinungsbildes, grundsätzlich die Anbringung bzw. den Einbau von Solaranlagen auf Dächern nicht zuzulassen. Die Thematik der Genehmigungspraxis wird erneut aufgegriffen, wenn von Seiten der Industrie Solarzellenmodule entwickelt werden, die sich in Form und Farbe in die bestehende historische Dachlandschaft (besser) einfügen.
       
  • Ausnahmen können zugelassen werden, wenn
  1. die Anlage optisch nicht, auch nicht von den umgebenden historischen Aussichtspunkten und den Hängen des Schlossberges und des Heiligenberges, sichtbar ist (äußeres Erscheinungsbild), und die Anlage nicht zu einer Beeinträchtigung des (Gesamt-) Erscheinungsbildes bezogen auf das betroffene Grundstück, Ihre Anlagen und die direkte Umgebung führt,
  2. ein höherrangiges öffentliches Interesse besteht, welches das öffentliche Interesse am Schutz des GASS-Gebietes übersteigt.

Förderprogramm für Stromspeicher

Seit 1. Mai 2013 unterstützt die Bundesregierung den Einbau von Solarstromspeichern, die gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage an das elektrische Netz angeschlossen sind. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat dazu das Programm "Erneuerbare Energien - Speicher“ (Programmnummer 275) aufgelegt. Begleitet wird die Fördermaßnahme von einem Tilgungszuschuss des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Gefördert wird, mit zinsgünstigen Darlehen von der KfW, die Neuerrichtung einer Photovoltaikanlage in Verbindung mit einem stationären Batteriespeichersystem oder ein stationäres Batteriespeichersystem, das nachträglich zu einer nach dem 31. Dezember 2012 in Betrieb genommenen Photovoltaik-Anlage installiert wird. Dabei darf die Leistung der Photovoltaikanlage 30 kWp nicht übersteigen.

Das Programm der KfW richtet sich an natürliche Personen und Unternehmen, die sich mehrheitlich in privatem, kommunalem oder karitativem Besitz befinden. Ausgenommen sind die öffentliche Hand und Hersteller förderfähiger Anlagen.

Bedingung für die Unterstützung ist die Einhaltung einer maximalen Leistungsabgabe der Photovoltaikanlage am Netzanschlusspunkt von 50 Prozent der installierten Leistung der Photovoltaikanlage. Diese Begrenzung gilt für die gesamte Lebensdauer der Anlage, mindestens aber 20 Jahre.

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Ansprechpartner

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