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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie
Klimaschutz und Energie
Prinz-Carl, Kornmarkt 1
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-18000 und -18010
Fax 06221 58-4618000

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Wasserkraftwerke in Heidelberg

Insgesamt werden in Heidelberg am Neckar 6,7 Megawatt (mit Schwabenheim 14,2 Megawatt) an umweltfreundlichem Strom durch Wasserkraft produziert.

Laufwasserkraftwerk Schwabenheim (Foto: Neckar AG)
  • Wasserkraftwerk Karlstor, Leistung 3 Megawatt (Neckar AG)
  • Wasserkraftwerk Wieblingen Mitte, Leistung 400 Kilowatt (Privatbesitz)
  • Wasserkraftwerk Wieblingen Süd, Leistung 800 Kilowatt (Neckar AG)
  • Wasserkraftwerk Ziegelhausen/Neckargemünd, Leistung 2,5 Megawatt (Neckar AG)
  • Schwabenheim, Leistung 7,5 Megawatt (Neckar AG)

Wasserkraftwerk Karlstor

Wasserkraftwerk Karlstor (Foto: Neckar AG)

Am Karlstor in Heidelberg wurde im Jahr 2000 ein neues Wasserkraftwerk in Betrieb genommen, das ein technisches Novum ist und eine beachtliche Menge umweltfreundlich erzeugten Strom liefert. Die Energiemenge reicht rechnerisch aus, um zum Beispiel den Stadtteil Ziegelhausen vollständig mit Elektrizität zu versorgen.

Die Staustufe am Karlstor in Heidelberg wurde in den Jahren 1926 bis 1929 errichtet. Damals wurde auf den Bau des Wasserkaftwerks verzichtet und die Pläne erst erneut im Jahre 1989 aufgenommen. Bauherr und Betreiber der Anlage ist die Neckar AG, eine Tochtergesellschaft der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, die bereits Wasserkraftwerke an den Staustufen des Neckars betreibt. Die Neckar AG erstellte freiwillig eine Umwelt­verträg­lich­keitsprüfung und einen land­schaftspfle­gerischen Begleitplan und zeigte sich auch Änderungswün­schen gegenüber koopera­tiv.

Nach den Sprengungen im harten Granitgestein des Flussbettes wurden im Frühjahr 1996 die zwei in der Fluss­sohle versenkten Turbinen mit einem Durchmesser von je 3,35 Metern und einer Leistung von je 1,6 Megawatt eingebaut. Durch sie strömen pro Sekunde 140 Ku­bikmeter Wasser bei einer Fallhöhe von 2,6 Metern und jährlich rund 16,8 Millionen Kilowatt­stunden Strom um­weltfreundlich produzieren. Die Fallhöhe und die Wassermenge bestimmen die Menge der erzeugten Energie, aber auch den verwendeten Turbinentyp. Im Ver­gleich zur Strompro­duktion in einem mo­dernen Steinkohle­kraftwerk spart das Was­ser­kraftwerk am Karlstor 17.000 Tonnen Kohlendi­oxid pro Jahr ein.