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Gnawa Deutschland (Foto: pirvat)

Gnawa Deutschland in Concert

Live-Musik aus dem Maghreb am Donnerstag, 16. Mai um 23 Uhr im Spiegelzelt (Eintritt frei*)

Die vier Künstler der Band „Gnawa Deutschland“, Rachid Lamouri, Habib Belk, Zakaria Izoubaz und Rabiie Rezgaoui erwecken mit ihrer Bühnen-Performance die jahrhundertealte Gnawa-Musik zum Leben und fesseln das Publikum mit Trance-Musik, traditionellen Instrumenten, Gesang und akrobatischem Tanz.

„Gnawa Deutschland“ wurde 2017 gegründet. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen Städten Deutschlands: Habib Belk aus Düsseldorf (Guimbri und Gesang), Rachid Lamouri aus Bonn, Zakaria Izoubaz aus Heddesheim, Rabiie Rezgaoui aus Bad Salzuflen (alle Karkabou, Tanz und Gesang). Seit den 1980er Jahren hat sich die in Marokko fest verwurzelte Gnawa Musik auch weltweit verbreitet, z. B. in Brüssel, London, New York und Tokio.

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Ein neuer Sound Afrikas

Die Gnawa sind Nachfahren von Westafrikanern, die ab dem 11. Jahrhundert aus dem Gebiet der heutigen Staaten Mauretanien, Senegal, Niger, Mali, Guinea und Sudan über Timbuktu verschleppt und im Maghreb versklavt wurden. Mit ihrer rhythmusbetonten Musik erneuerten sie nicht nur den Sound Nordafrikas, sondern übten auch großen Einfluss auf die internationale Entwicklung des Jazz aus. Seit den 1960er Jahren interessierten sich renommierte US-Jazzmusiker wie Archie Shepp, Pharaoh Sanders und Randy Weston für diese Musik und traten zusammen mit Gnawa-Meistern auf. Auch Rockstars wie Jimi Hendrix, Led Zeppelin oder Carlos Santana ließen sich von der Trance-Musik inspirieren.

Zum Gnawa- und Musik-der-Welt-Festival in der marokkanischen Hafenstadt Essaouira kommen seit 1998 jährlich fast eine halbe Million Besucher. Heute ist die „Gnawa-Community“ weltweit verbreitet.

*Besuch einer Veranstaltung am Donnerstag, 17. Mai ab 17 Uhr. Andernfalls Eintritt 5 Euro.