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Jürgen Endress bei einer Gebärdenperformance. (Foto: ...)

Jürgen Endress

Gebärden-Poeme

Samstag, 18. Mai 2019, um 15 Uhr im Spiegelzelt auf dem Uniplatz

Die Gebärdensprachpoesie hat ihre eigene Ausdrucksweise. In der Veranstaltung werden in Gebärdensprache verfasste Poeme präsentiert und anschließend von einem Dolmetscher für Hörende übersetzt.
Im Anschluss um 16.30 Uhr findet ein Schnupper-Workshop für Kinder, Jugendliche und interessierte Erwachsene statt.

Gebärdensprachpoesie ist als eine Mischung aus Gebärdensprache und Oberkörper-Pantomime zu einer eigenständigen Kunstform geworden ist. Sie ist rein visuell und entwickelt sich im
Raum zwischen dem Poeten und dem Publikum. Ein visuell schönes Gedicht ist ein wie Zum-Augenschein-Bringen der eigenen Interpretation. Es ist ein Ausdruck in bildlichen Darstellungen
schöner Gebärden und ein lebendiges, impulsives Spiel mit Reimen, mit Rhythmus und Gefühlsausdrücken.

Jürgen Endress ist Gebärdensprachkünstler und -poet. Er wurde 1974 geboren und ist in vierter Generation gehörlos. In seiner Kindheit spielte er oft Theater und entdeckte 1996 beim 3. Berliner Gebärdensprachfestival seine Begeisterung für die Gebärdensprachpoesie. Seitdem hat er verschiedene Preise gewonnen, u. a. 1999 den ersten Preis beim 1. Internationalen Gebärdensprachfestival in Basel und den ersten Preis „Goldene Hand“ beim 4. Berliner Gebärdensprachfestival, 2006 den ersten Preis „Goldene Hand“ beim 6. Berliner Gebärdensprachfestival in der Kategorie „Profis“ und den ersten Platz mit seiner neu gegründeten Theatergruppe beim 4. Deutschen Gebärdensprachtheater-Festival. 2015 gewann er die Goldene Krone (Kunstpreis der Gehörlosen) für besondere Leistungen als Gebärdensprachpoet in Leipzig. Jürgen Endress trat bisher über 250 Mal im deutschsprachigen Raum und International auf. Er war Darsteller im Film „Lautlose Flucht – The Last Deaf“ von Rainer Mertz (2010 – 2013).