Bergheim: Neue Freifläche entsteht

Abschnitt in Emil-Maier-Straße ab Dienstag, 9. April, für den Verkehr gesperrt

In der Emil-Maier-Straße im Stadtteil Bergheim entwickelt die Stadt Heidelberg eine neue Freifläche: Hier können sich die Menschen im Quartier künftig treffen, aufhalten und ihre eigenen Ideen zur Gestaltung einbringen. Ab Dienstag, 9. April 2024, wird der Abschnitt zwischen Bergheimer Straße und Alte Eppelheimer Straße für den Verkehr gesperrt. Um die Umgestaltung der Fläche zu ermöglichen, entfallen Stellplätze im öffentlichen Raum. Anschließend wird das Areal mit rund 20 Bäumen und Sträuchern begrünt. In den kommenden Monaten soll es mit Stadtmöbeln weiter ausgestattet werden. Zudem sind Akteurinnen und Akteure aus Bergheim und darüber hinaus aufgerufen, Mitmach-Aktionen und kleinere Veranstaltungen vorzuschlagen und dort zu realisieren.

Dauerhafter Park ab 2030 – bis dahin soll Fläche bereits genutzt werden

Hintergrund ist, dass der Heidelberger Gemeinderat kürzlich das Konzept für den neuen Betriebshof der Rhein-Neckar-Verkehr (rnv) GmbH beschlossen hat. Im Zuge des Neubaus am aktuellen Standort in Bergheim sollen die Emil-Maier-Straße und die angrenzenden Parkplätze rückgebaut und entsiegelt werden. So kann ab 2030 auf rund 4.000 Quadratmetern ein neuer Park entstehen. Bis es soweit ist, soll der künftige Park in der Emil-Maier-Straße jetzt schon als Freifläche gestaltet und genutzt werden. Finanziert wird die Realisierung eines solchen „vorläufigen Parks“ aus Mitteln des Förderprogramms „Mittendrinnenstadt“ der Stadt Heidelberg.

Von Tischtennis-Turnier über Open-Air-Kino und Kinderflohmarkt bis hin zum Konzert

Ein erster Schritt ist die Begrünung der Fläche – unter anderem mit Schwarzkiefern, Pagoden-Hartriegeln, Zimtahorn, Zierkirschen und weiteren bis zu fünf Meter hohen Bäumen in Kübeln. Neben dem bereits bestehenden Parklet in der Emil-Maier-Straße sollen weitere Stadtmöbel auf dem Areal installiert werden. Die Fläche ist als Experimentierraum konzipiert, der Schritt für Schritt Ergänzungen erleben wird. Damit die neue Freifläche zum lebendigen Ort der Begegnung wird, können Vereine, Initiativen, Gruppen und Einzelpersonen eigene Aktionen vorschlagen und umsetzen. Denkbar sind beispielsweise Turniere wie Tischtennis oder Schach, kleinere Live-Konzerte, Open-Air-Kinoabende, Kinderflohmärkte und vieles mehr. Wer Ideen für Aktionen hat, kann sich beim Nachbarschaftsbüro Westliches Bergheim telefonisch unter 06221 7282182 oder per E-Mail an kontakt@hd-bergheim.de melden.

Hintergrund

Das westliche Bergheim ist ein Stadtteil in Bewegung. In den nächsten Jahren wird sich das Quartier durch mehrere große Bau- und Stadtentwicklungsprojekte wandeln. Dazu gehören der Bau der Gneisenaubrücke, die Umgestaltung des rnv-Betriebshofs und der Emil-Maier-Straße sowie die Schaffung einer Radverbindung über den Neckar ins Neuenheimer Feld. Dabei will die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die Attraktivität des Stadtteils weiter steigern. Ziel ist es, ein kreatives, gerechtes, offenes, grünes und aktives Quartier zu schaffen. Dafür hat die Stadt das „Integrierte Handlungskonzept westliches Bergheim – Perspektive 2034“ erarbeitet. Dieses dient als Rahmenkonzept für die künftige Entwicklung des Stadtteils.

„Mittendrinnenstadt“ fördert Vielfalt in Heidelbergs Innenstadt

Die Stadt Heidelberg entwickelt ihre Innenstadt weiter: Unter dem Titel „Mittendrinnenstadt“ wird das Stadtzentrum von der Altstadt über Bergheim bis zum Hauptbahnhof bis 2025 mit einem Förderprogramm von 5,5 Millionen Euro gestärkt, darunter Bundesförderung aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Ministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.vielmehr.heidelberg.de > Mittendrinnenstadt.