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Für Passanten bietet der Siegerentwurf von POLA Landschaftsarchitekten vom Querbahnsteig des Hauptbahnhofs kommend einen direkten Weg über den Bahnhofsplatz Süd zum neuen Konferenzzentrum. (Foto: POLA Landschaftarchitekten)

Neugestaltung des Europaplatzes (Bahnhofsplatz Süd)

Südlich des Hauptbahnhofes zwischen dem Querbahnsteig und dem Czernyring soll in zentraler Lage ein belebtes Quartier mit einem öffentlichen Platz und mehreren Gebäuden entstehen. Die Gustav Zech Stiftung möchte das Areal rund um den künftigen Europaplatz in der Bahnstadt zeitnah entwickeln. Geplant ist eine direkte, barrierefreie Anbindung des Platzes an den Czernyring und den Querbahnsteig. 

In den Gebäuden sind vorwiegend Büros, aber auch Wohnungen sowie im Erdgeschoss Geschäfte, Gastronomie und Dienstleistungen vorgesehen. Ein Hochhaus soll einen markanten Punkt bilden. Darin ist das Vier-Sterne-Konferenzhotel geplant, ergänzend zum neuen Konferenzzentrum auf der gegenüberliegenden Seite des Czernyrings. Des Weiteren sind eine Tiefgarage, eine neue Fernbushaltestelle sowie Taxistände am nördlichen Max-Planck-Ring angedacht. Dieser soll vom Czernyring ausgehend einmal um das neue Quartier herumführen. 

Bürgerbeteiligung

Die Bürgerinnen und Bürger sind von Beginn an in die Planungen eingebunden: Bei einer Beteiligungsveranstaltung im Oktober 2016 wurden zunächst Ideen und Vorschläge zu den Themen „Vernetzung“, „Platzgestaltung“ sowie „Nutzungen und Erschließung“ gesammelt. Die Anregungen flossen in die Ausarbeitung der Aufgabenstellung für den Wettbewerb ein.

Im Mai 2018 wurde nun das Büro POLA Landschaftsarchitekten aus Berlin als erster Preisträger beim freiraumplanerischen Wettbewerb zur Gestaltung des Europaplatzes in der Heidelberger Bahnstadt ausgezeichnet. Eine Jury hat den Entwurf unter 24 eingereichten Arbeiten ausgewählt.

Attraktiver Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität

Der erste Preis sieht südlich des Hauptbahnhofs zwischen Querbahnsteig und dem geplanten neuen Konferenzzentrum am Czernyring einen attraktiven Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität vor. Er soll als „urbaner Schmuckplatz“ wahrgenommen werden – mit locker angeordneten Bäumen auf Schmuckbeeten und Rasenkissen. Seine Lebendigkeit erhält der Platz durch eine belebte Erdgeschosszone mit Außengastronomie, Sitzgelegenheiten und weiteren Aufenthaltsmöglichkeiten. Über eine auf dem Platz liegende Rampe gelangen Radfahrer in die Tiefgarage, wo circa 1.000 Fahrrad-Stellplätze für eine öffentliche Nutzung vorgesehen sind. Für Autos sind etwa 200 Kurzzeit-Parkplätze geplant. Die Stadt Heidelberg hat den Wettbewerb gemeinsam mit der Gustav Zech Stiftung ausgelobt, die die Gebäude rund um den Platz entwickeln wird.

Ausblick

Die Platzgestaltung erfolgt im Einklang mit dem Gebäudeensemble rundherum, zu dem Mitte 2017 ein Wettbewerb stattgefunden hat. Der Gemeinderat hat die Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens beschlossen. Die Gustav Zech Stiftung möchte mit dem Bau der Gebäude im Frühjahr 2019 beginnen, die Fertigstellung ist im Frühjahr 2021 vorgesehen. Im Anschluss soll der dazwischenliegende Europaplatz realisiert werden.

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