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Brückentor: Außensanierung vor dem Abschluss

Großer Giebelfußstein wird am 6. Dezember eingesetzt / Gerüstabbau auf der Südseite noch vor Weihnachten

Die Sanierung von Fassaden und Dach am Tor der Alten Brücke geht in den Endspurt: Am Donnerstag, 6. Dezember, wird auf der Nordseite des weltbekannten Heidelberger Wahrzeichens ein rund 2,7 Tonnen schwerer Giebelfußstein im Mittelbau eingesetzt. Der rund zwei Meter lange, einen Meter breite und 1,20 Meter hohe Block aus Neckartäler Hartsandstein wurde im Spätsommer in einem Steinbruch in Eberbach geschnitten und anschließend von einem Steinmetz exakt nach den Vorgaben des schadhaften Originals ausgearbeitet. Zum Einbau des neuen Steins wird in der Parkbucht neben der B 37 am 6. Dezember ein Kran aufgestellt. Das Parken ist dort an diesem Tag von etwa 9 bis 13 Uhr leider nicht möglich. 

Im Anschluss an den Einbau des neuen Giebelfußsteins können die Gerüste am Brückentor (noch vor Weihnachten) und unter der Alten Brücke (ab Januar) sukzessive abgebaut werden. Im Frühjahr folgen dann Reparaturarbeiten am Sockelmauerwerk, hierfür wird nur noch ein kleineres Arbeitsgerüst aufgestellt werden. 

Die Stadt Heidelberg führt seit Herbst 2017 am barocken Brückentor der Alten Brücke eine handwerklich anspruchsvolle Außensanierung zur Substanzerhaltung durch. Mit der Planung und der Bauleitung wurde als Spezialistin für denkmal­gerechte Sanierungen die Landauer Architektin Sonja Behrens beauftragt. Die denkmalpflegerisch diffizilen Naturwerksteinarbeiten an der Fassade, Klempnerarbeiten an den Türmen und der Dachbekrönung, sowie Putz- und Malerarbeiten wurden von bundesweit renommierten Spezialbetrieben ausgeführt. 

Der Schwerpunkt lag bei den Steinmetzarbeiten. In sehr großer Stückzahl mussten Sandsteine ausgewechselt oder Vierungen eingebaut werden. Für den Giebelfußstein, der jetzt versetzt wird, wurden im Steinbruch acht Blöcke geschnitten; sieben Blöcke wiesen Risse auf, erst der achte war fehlerfrei und konnte bearbeitet werden. Trotz Mehrarbeit belaufen sich die Kosten der Maßnahme auf unter 750.000 Euro. 

Aus Brückenbanner werden Taschen

Um den Besuchern der Stadt auch während der Bauzeit den Blick auf das Heidelberger Wahrzeichen im Herzen der Altstadt zu ermöglichen ließ die Stadt die Gerüstplanen auf den beiden Schauseiten bedrucken. Das Banner zeigt die jeweilige Ansicht des Brückentors in Originalgröße und bietet damit für die Zeit der Sanierung einen schöneren Anblick als die sonst üblichen grauen Gerüstplanen. Am Ende der Sanierungsarbeiten soll das Banner eine neue Verwendung bekommen: Heidelberg Marketing wird aus dem Material Tragetaschen für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste in Heidelberg entwerfen. Die Taschen sollen in einer Werkstatt angefertigt werden, in der Menschen mit Behinderungen arbeiten.