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Stadt für Engagement bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet

Agentur für Arbeit würdigt erfolgreiche Inklusion

In seinem Büro sitzt Stefan Möll im Rollstuhl. Neben ihm überreicht Jochen Weber, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit,  Susanne Hipp, Ausbildungsleiterin der Stadt Heidelberg (links), ein Zertifikat für erfolgreiche Inklusion. (Foto: Stadt Heidelberg)
Jochen Weber, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit (Mitte), überreichte Susanne Hipp, Ausbildungsleiterin der Stadt Heidelberg (links), ein Zertifikat für erfolgreiche Inklusion. Stefan Möll (rechts) ist seit September Auszubildender bei der Stadt Heidelberg. (Foto: Stadt Heidelberg)

Die Agentur für Arbeit Heidelberg hat die Stadt Heidelberg für ihr vorbildliches Engagement bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet. Gewürdigt wird vor allem die große Hilfestellung, die die Stadt ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Behinderungen anbietet. Jochen Weber, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Heidelberg, übergab die Auszeichnung in Form eines Zertifikats am Montag, 3. Dezember 2018, an Susanne Hipp, Ausbildungsleiterin der Stadt Heidelberg. 

Gegebenheiten am Arbeitsplatz werden an den Menschen angepasst

Der 20-jährige Stefan Möll macht eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten in der Kämmerei der Stadt Heidelberg und hat eine Schwerbehinderung, weshalb er einen elektrischen Rollstuhl benötigt. „Ich bin froh, dass ich mich für diese Stelle entschieden habe. Ich fühle mich hier sehr wohl und werde auch als Mensch akzeptiert, das hat sich schon im Bewerbungsgespräch gezeigt. Auch die technischen Anforderungen sind erfüllt worden“, so Stefan Möll. Der Auszubildende benötigt neben seinem Assistenten zum Beispiel einen höhenverstellbaren Schreibtisch und elektrische Bürogeräte. Jochen Weber lobte seine Beschäftigung als besonders gutes Beispiel. 

„Wir freuen uns riesig über die Auszeichnung. Wir freuen uns aber genauso, dass wir Stefan Möll als Mitarbeiter gewinnen konnten. Schon jetzt hat sich gezeigt, dass seine Einstellung die richtige Entscheidung war: er ist äußerst wissbegierig und hat sich super in das Team eingefügt. Genau solche Menschen brauchen wir. Wir können ihm heute auch zur erfolgreichen Probezeit gratulieren“, so Susanne Hipp, Ausbildungsleiterin der Stadt Heidelberg. Insgesamt haben rund acht Prozent der Auszubildenden bei der Stadt Heidelberg eine Behinderung. „Wenn sich jemand qualifiziertes auf eine Stelle bewirbt, der eine Behinderung hat, stellen wir nicht die Einstellung in Frage, sondern passen die Gegebenheiten an“, erklärte Susanne Hipp weiter. 

Hintergrund: Der 3. Dezember wurde 1992 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen ausgerufen. An diesem Tag werden von der Agentur für Arbeit Heidelberg alljährlich zwei Betriebe für ihr Engagement bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet. In diesem Jahr wurde neben der Stadt Heidelberg der Handwerksbetrieb Ruchti in Oftersheim gewürdigt. Die Agentur für Arbeit möchte damit andere Arbeitgeber motivieren, sich ebenfalls für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. 

Anlässlich des Internationalen Tages für Menschen mit Behinderungen führt die Bundesagentur für Arbeit außerdem noch bis Sonntag, 9. Dezember 2018, eine Aktionswoche durch. Arbeitgeber können sich in den Agenturen für Arbeit und in den Jobcentern über die Chancen informieren, die Menschen mit Behinderungen für ein Unternehmen bieten und dazu Fördermöglichkeiten kennenlernen. 

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