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Campus Im Neuenheimer Feld: Partner haben gemeinsame Umsetzungsvereinbarung erarbeitet

Bürgerbeteiligung ist fester Bestandteil bei Entwicklung / Gremienläufe starten Ende September

Das Land Baden-Württemberg, die Universität Heidelberg und die Stadt Heidelberg haben eine Umsetzungsvereinbarung zur Entwicklung des Universitätscampus Im Neuenheimer Feld/ Neckarbogen erarbeitet. Sie legen darin fest, weiterhin eng bei der Campus-Entwicklung zusammenzuarbeiten. Die Vereinbarung gründet auf den gemeinsamen Ergebnissen des Masterplanprozesses und macht diese für alle Projektpartner verbindlich. Der Heidelberger Gemeinderat hatte den Masterplanprozess im vergangenen Jahr abgeschlossen. Mit der Unterzeichnung wollen die drei Projektpartner ein gemeinsames Fundament für die weitere Entwicklung des Campus-Areals bis zur Schaffung neuen Planungsrechts legen.

Bei der Bauleitplanung Im Neuenheimer Feld werden Bürgerinnen und Bürger auch in der Umsetzungsphase beteiligt. Die Beteiligung wird im Sinne der Leitlinien für mitgestaltende Bürgerbeteiligung der Stadt Heidelberg ausgerichtet.
 
Die Vereinbarung sowie das Beteiligungskonzept gehen ab Ende September 2023 zum Beschluss in den öffentlichen Gremienlauf der Stadt Heidelberg: Bezirksbeirat Neuenheim am 28. September, Stadtentwicklungs- und Bauausschuss am 17. Oktober, Bezirksbeirat Handschuhsheim am 30. November und Gemeinderat am 14. Dezember 2023. Parallel durchläuft die Vereinbarung auch die zuständigen Entscheidungsgremien der Universität Heidelberg und des Landes Baden-Württemberg.

Was sind die nächsten Schritte?

Mit dem Masterplanbeschluss aus dem Jahr 2022 hat der Gemeinderat zentrale Lösungsansätze anhand zweier Entwürfe definiert. Vieles muss anhand der Entwürfe der Planungsteams Astoc und Höger nun weiter konkretisiert werden. Wo können künftig Gebäude stehen? Wie genau gestaltet sich der Straßen- und der Straßenbahnverlauf? Im Zuge der Weiterentwicklung des Campus wird das Vorgehen konkreter: Fragen mit Blick auf den Standort von Gebäuden, die Gestaltung von Freiflächen oder das Angebot an Stellplätzen betreffen viele Institutionen und Akteurinnen und Akteure.
 
Im Verlauf der Jahre 2023 und 2024 werden zahlreiche Gutachten, Studien und Untersuchungen erstellt, beispielsweise für den Verkehr, für Freiräume und Umwelt sowie eine klimaneutrale Wärmeversorgung. Aufgrund derer werden Teilbebauungspläne erarbeitet. Gemäß Gemeinderatsbeschluss werden die Vorentwürfe des jeweiligen Teilbebauungsplans in der Öffentlichkeit diskutiert. Erste Beteiligungsformate sind für 2024/25 geplant, wenn die Planungen etwas konkreter werden.
 
Mit dem Beschluss des Gemeinderates vom 13. Oktober 2022 zur Aufstellung des Bebauungsplans Neuenheim/Handschuhsheim – Campus Im Neuenheimer Feld wurde das städtebauliche Verfahren begonnen, an dessen Ende ein Bebauungsplan für das Areal südlich des Klausenpfades steht. Dieser wird aus mehreren Teilbebauungsplänen entwickelt, zunächst für die Verkehrsflächen, insbesondere die neue nördliche Straße und den Straßenbahnring. Die ersten Teilbebauungsplan-Entwürfe werden für das Jahr 2025 erwartet. Vertretende von Land, Universität und Stadt Heidelberg werden regelmäßig zur Beratung im Stadtentwicklungs- und Bauausschuss hinzugezogen.

Hintergrund: Masterplanverfahren mit Beschluss des Gemeinderats beendet

Forschen, therapieren und heilen, arbeiten, studieren und campusaffines Wohnen – das Neuenheimer Feld ist der Mittelpunkt für zahlreiche renommierte Einrichtungen und der Arbeitsplatz tausender Menschen. Ihre Entwicklungsperspektive bis ins Jahr 2050 sichert der Masterplan Im Neuenheimer Feld, den der Heidelberger Gemeinderat vergangenes Jahr beschlossen hat. Damit wurde das Masterplanverfahren abgeschlossen. Projektträger waren das Land Baden-Württemberg, die Universität Heidelberg und die Stadt Heidelberg. Öffentlichkeit, Interessenvertretungen, Nutzer aus dem Gebiet, Nachbarn und Expertinnen und Experten haben sich im Laufe des Planungsprozesses mit vielen Ideen engagiert beteiligt. Der gemeinsam getragene Beteiligungsprozess hat bundesweit große Anerkennung erhalten.
 
Der Masterplan sieht unter anderem vor, das bauliche Entwicklungspotential auf dem Campus auf insgesamt 868.000 Quadratmetern auszuweiten. Als Planungsziel gilt Innenentwicklung vor Außenentwicklung. Hierfür wird die bauliche Dichte auf Flächen erhöht und gleichzeitig werden die Freiflächen und Platzbereiche aufgewertet und miteinander vernetzt. Der Masterplan legt zugleich die Grundlage für eine bessere Erreichbarkeit des Neuenheimer Feldes, unter anderem durch die Verlagerung des Autoverkehrs auf eine neue nördliche Straße zwischen der heutigen Straße Im Neuenheimer Feld und Klausenpfad und den Bau einer Straßenbahn.

Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/masterplan