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Teilhabe behinderter Menschen verbessert

Der Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb) feierte sein zehnjähriges Bestehen

Banner des bmb im Vordergrund. Zwei Frauen daneben. Eine von ihnen ist im Rollstuhl. (Foto: Medienbüro Rhein-Neckar)
Bmb-Vorsitzende Sabine Wonka (rechts) bei Ihrer Festansprache zum zehnjährigen Bestehen des bmb im Bürgerhaus B³. (Foto: Medienbüro Rhein-Neckar)

Rund 20.000 Menschen mit Behinderungen leben in Heidelberg. Für sie gibt es seit zehn Jahren eine kontinuierliche kommunale Interessenvertretung: den Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb). Am 7. Dezember 2018 feierte der bmb sein zehnjähriges Bestehen mit einem großen Fest im Bürgerhaus B³ in der Bahnstadt.

Mit Gründung des bmb 2008 gab es erstmals eine Interessenvertretung von Menschen mit Behinderungen und chronisch Kranken auf kommunalpolitischer Ebene. Zu den bahnbrechenden Erfolgen des Gremiums aus Ehrenamtlichen gehören beispielsweise die Neuauflage des Grundsatzbeschlusses des Gemeinderats zum barrierefreien Bauen, die Forcierung des barrierefreien Aus-und Umbaus von Straßenbahn- und Bushaltestellen, der vermehrte Einsatz von Gebärdendolmetschern und Höranlagen bei städtischen Veranstaltungen oder das Online-Infoportal „Heidelberg hürdenlos“, ein Stadtführer für Behinderte, der europaweit Beachtung fand.

„Der bmb ist vor zehn Jahren mit dem Anspruch angetreten, die Möglichkeit der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben zu verbessern. Diesem Anspruch ist er mehr als gerecht geworden“, sagte Sozialbürgermeister Dr. Joachim Gerner. So habe er beispielsweise große Bauprojekte, wie die Theatersanierung oder das Bahnstadt-Kino begleitet, sei eng in die Bestellung der Behinderten-Beauftragten eingebunden gewesen und derzeit etwa aktiv mit dabei bei der Erarbeitung der Kulturleitlinien.

Bmb-Vorsitzende Sabine Wonka wünschte sich für die Zukunft eine frühe Beteiligung des bmb bei Bauprojekten, große Fortschritte bei der Eingliederung behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt und einen Paradigmenwechsel in der Kultur. Menschen mit Behinderung sollten hier nicht nur Konsumenten, sondern selbst Kulturschaffende sein.

Neuwahl 2019

Im kommenden Jahr steht die Neuwahl des bmb an. Ab 1. April 2019 sind Interessierte aufgerufen, sich um das Ehrenamt zu bewerben. Der bmb ist ein ehrenamtliches Gremium, das die Interessen der Menschen mit Behinderungen in Heidelberg vertritt. Er setzt sich zusammen aus 16 Menschen mit Behinderung und einem Vertreter/einer Vertreterin der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Die Amtszeit des bmb dauert fünf Jahre. Im Beirat sollen nach Möglichkeit Menschen mit allen Arten von Behinderung vertreten sein, auch Menschen, die Kommunikationsassistenz benötigen.

Weitere Informationen

www.bmb.heidelberg.de

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