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Sanierung der Stadthalle: OB Prof. Würzner dankt Großspendern für einzigartiges Engagement

Kosten von 28 Millionen Euro können über Spenden finanziert werden / Sanierungskonzept beschlossen

Mehrere Großspender haben sich bereit erklärt, die Kosten für die Sanierung der Heidelberger Stadthalle in Höhe von voraussichtlich 28 Millionen Euro zu übernehmen. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Freitagabend, 13. April 2018, im Rathaus den Großspendern seinen Dank für ihr enormes Engagement ausgesprochen. Die Großspender sind Wolfgang Marguerre, Dr. Manfred Lautenschläger, Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Dr. Renate Keysser-Götze, Günter Reimann-Dubbers und Achim Wessendorf.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (4.v.r.) dankte gemeinsam mit Mathias Schiemer (l.), Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, und Thorsten Schmidt (r.), Geschäftsführer des Heidelberger Frühling, den Großspendern Günter Reimann-Dubbers (v.l.), Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Wolfgang Marguerre, Dr. Manfred Lautenschläger und Dr. Renate Keysser-Götze. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (4.v.r.) dankte gemeinsam mit Mathias Schiemer (l.), Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, und Thorsten Schmidt (r.), Geschäftsführer des Heidelberger Frühling, den Großspendern Günter Reimann-Dubbers (v.l.), Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Wolfgang Marguerre, Dr. Manfred Lautenschläger und Dr. Renate Keysser-Götze. (Foto:Dittmer)
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (4.v.r.) dankte gemeinsam mit Mathias Schiemer (l.), Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, und Thorsten Schmidt (r.), Geschäftsführer des Heidelberger Frühling, den Großspendern Günter Reimann-Dubbers (v.l.), Dr. Jobst Wellensiek, Prof. Dr. Dietrich Götze, Wolfgang Marguerre, Dr. Manfred Lautenschläger und Dr. Renate Keysser-Götze.
 

„Ich danke allen Spendern – auch im Namen des Gemeinderats – herzlich für diese außergewöhnliche Unterstützung. Meinen Dank möchte ich insbesondere Wolfgang Marguerre aussprechen, der einen besonders großen Anteil beiträgt. Heidelberg kann sich glücklich schätzen, solch engagierte Bürger zu haben. Es ist bundesweit einzigartig, dass eine Stadt ein öffentliches Veranstaltungshaus dieser Größe für die Bürgerinnen und Bürger über Spenden sanieren kann. Durch das Engagement der Großspender können wir die Stadthalle im Inneren auf den neuesten Stand bringen und zugleich den ganz besonderen Charme der ,Guten Stube Heidelbergs‘ als Konzert- und Festivalhaus beibehalten. Ihr Engagement ist ein großer Glücksfall für unsere Stadt“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner bei dem Empfang, an dem auch Thorsten Schmidt, Geschäftsführer des Musikfestivals Heidelberger Frühling, und Mathias Schiemer, Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, teilnahmen.
 
Die Stadthalle wird im Inneren umfassend saniert: Der Haupt- und Finanzausschuss des Gemeinderats hat zuletzt bereits mit großer Mehrheit dem Sanierungskonzept des renommierten Architektenbüros Waechter + Waechter aus Darmstadt zugestimmt. Die Bauarbeiten werden durch die städtische Bau- und Servicegesellschaft (BSG) erfolgen und sollen Mitte 2019 beginnen. Sie werden circa zwei Jahre dauern. Auf Anregung eines Experten- und Nutzerkreises wird das renommierte Ingenieurbüro Müller-BBM GmbH mit dem Akustikgutachten beauftragt. Es zählt zu den weltweit führenden Büros in der Raumakustik und zeichnet sich unter anderem für die Akustik im Bolschoi-Theater in Moskau und im Opernhaus Sydney verantwortlich.

Bessere Akustik- und Sichtbedingungen sowie Nutzungsmöglichkeiten

Die Fassade der Stadthalle bleibt unangetastet. Die Arbeiten im Inneren gehen lediglich mit geringfügigen Veränderungen einher. Die Stadthalle wird sich wieder stärker an den Originalzustand annähern. Etliche Einbauten aus den 70er und 80er Jahren sollen zurückgebaut werden. Die Bühne behält ihren Ort an der Stirnseite bei. Eine nachträglich eingezogene Rückwand soll entfernt werden, so dass die ursprüngliche Tiefe für ein großes Orchester wieder ermöglicht wird. Sowohl die Bühne als auch die Sitzreihen sind auf Hubpodien gelagert. Dadurch sind verschiedene Bühnengrößen möglich. Der Zuschauerraum kann wie heute als flaches Parkett oder mit ansteigenden Sitzreihen genutzt werden.
 
Der Meriansaal und der Ballsaal können künftig unabhängig vom Großen Saal und damit flexibler genutzt werden. Der Säulengang hin zum Neckar soll verglast und die historisch vorhandenen Öffnungen innerhalb der Fassade freigelegt werden. Zwei neue Aufzüge ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu den Garderoben und zum Saalniveau. Auch zwei behindertengerechte Toilettenanlagen sind vorgesehen.
 
Die 1903 eröffnete Stadthalle ist dringend sanierungsbedürftig: Unter anderem müssen die Toilettenanlage erneuert sowie barrierefreie Zugänge und getrennte Umkleidekabinen geschaffen werden. Zudem ist eine grundsätzliche infrastrukturelle Ertüchtigung nötig, etwa im Hinblick auf die Brandschutzvorgaben, die Veranstaltungstechnik, die Akustik und die Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten insgesamt.
 
Die Stadthalle wird künftig mehrere Funktionen erfüllen können: als Konzerthaus nach international erstklassigen Standards, als Ort für ein breites gesellschaftliches Veranstaltungsangebot – vom Jugendtanztag über gesellschaftliche Bälle, Feste und Empfänge bis hin zu Fastnachtsveranstaltungen – und als Anbieter von Abendveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem neuen Konferenzzentrum in der Bahnstadt.

Experten- und Nutzerkreis begleitet die Sanierung

Die Stadthalle soll so saniert werden, dass alle bisherigen Nutzer die „gute Stube Heidelbergs“ auch in Zukunft in gewohnter Weise nutzen können. Ein Experten- und Nutzerkreis, der durch die Heidelberg Marketing GmbH eingerichtet wurde, hat die Planung bereits intensiv begleitet. Ihm gehören an: Mitglieder des Philharmonischen Orchesters, Vertreter der Interessensgemeinschaft Karneval- und Brauchtumsveranstaltungen, Kulturhaus Karlstorbahnhof, Interessengemeinschaft Kultur- und Konzerthaus Stadthalle, Enjoy Jazz, Klangforum, Bürgerstiftung Heidelberg, Internationales Musikfestival Heidelberger Frühling gGmbH, Haus der Jugend, Stadtteilverein Altstadt/Verein Alt-Heidelberg. Mit Vereinen und Veranstaltern diskutiert Heidelberg Marketing auch bereits Möglichkeiten für alternative Veranstaltungsorte während der Umbauzeit der Stadthalle.

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