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Im Einsatz für die jüngsten Heidelbergerinnen und Heidelberger

Zum 25. Jubiläum würdigte Oberbürgermeister Prof. Würzner das Engagement der Kinderbeauftragten

Gruppenfoto vor Torte
Eine Geburtstagstorte zum 25. Jubiläum: Ihren Einsatz für ein kinderfreundliches Heidelberg feierte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (3.v.r.) mit Kinderbeauftragten aus 25 Jahren bei einem Empfang im Prinz Carl am 13. Mai. Mit dabei war auch Rainer Loss (4.v.r.), der neben der 1997 verstorbenen Dr. Annelene Pundt-Höpfner zu den Hauptinitiatoren der Kinderbeauftragten in Heidelberg zählt. (Foto: Bäcker)
 

Seit einem Vierteljahrhundert vertreten sie verlässlich die Interessen der jüngsten Heidelbergerinnen und Heidelberger: die ehrenamtlichen Kinderbeauftragten. Zwei davon gibt es in jedem Heidelberger Stadtteil. Rund 120 Personen haben das Ehrenamt in den vergangenen 25 Jahren übernommen und vor allem in Sachen Verkehrssicherheit und Spielflächengestaltung Handlungsbedarfe aufgezeigt und viele Verbesserungen angestoßen. Ihr Engagement im Interesse der jüngsten Heidelbergerinnen und Heidelberger würdigte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner im Rahmen eines Empfangs, bei dem auch viele Kinderbeauftragte der ersten Stunde anwesend waren.

„Seit 25 Jahren geben die Kinderbeauftragten wertvolle Impulse in die Verwaltung. Die meisten von ihnen sind selbst Mütter und Väter und kennen die Bedürfnisse der Kleinsten aus erster Hand. Wir können uns keine besseren Augen und Ohren für Kinderinteressen in den Stadtteilen wünschen. Als zuverlässige Ansprechpersonen vor Ort, als unsere Antennen in den Stadtteilen, als Vermittelnde zwischen Kinder- und Erwachseneninteressen und als beratende Mitglieder in den Bezirksbeiräten geben sie ihre Ideen in die Kommunalpolitik – eine wunderbare Form der Beteiligung“, sagte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Dass insgesamt 75 Prozent der Befragten bei der aktuellen Heidelberg-Studie mit der Familienfreundlichkeit sehr zufrieden oder zufrieden sind, sei mit auf das Engagement der Kinderbeauftragten zurückzuführen.

Die Anfänge in den 90er Jahren

Gruppenfoto Weitwinkel vor Torte
Eine Geburtstagstorte zum 25. Jubiläum: Ihren Einsatz für ein kinderfreundliches Heidelberg feierte Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (7.v.r.) mit Kinderbeauftragten aus 25 Jahren bei einem Empfang am 13. Mai. (Foto: Bäcker)

Die Geschichte der Kinderbeauftragten reicht vor das Gründungsjahr 1997 zurück: Seit Mitte der 80er Jahre gab es bundesweit immer wieder Forderungen nach einer eigenen Interessenvertretung für Kinder. Mit der Einrichtung des städtischen Kinderbüros in Heidelberg 1993 rückten Beteiligungsprojekte wie die Spielraumgestaltung, die Stadtteilerforschung oder Kinderfreundlichkeitsprüfungen in Bezug auf den Verkehr in Heidelberg in den Fokus. Vor allem Dr. Annelene Pundt-Höpfner, Mitbegründerin der offenen Arbeitsgemeinschaft „Forum Kinderfreundliches Heidelberg“, setzte sich seinerzeit zusammen mit Rainer Loos sehr für die Einrichtung von Kinderbeauftragten ein. Kurz nach dem ersten Arbeitstreffen der neubestellten Kinderbeauftragten 1997 starb Annelene Pundt-Höpfner. Posthum wurde ihr für ihren unvergleichlichen Einsatz für Kinder und Jugendliche die Bürgerplakette 2002 verliehen.

Am 22. September 1997 wurden die ersten Kinderbeauftragten im Prinz Carl offiziell in ihr Amt eingeführt. Heidelberg war seinerzeit damit die erste Kommune, die Ehrenamtliche als Kinderbeauftragte mit Anbindung an kommunalpolitische Gremien eingerichtet hatte. Seither übernehmen in jedem Stadtteil Heidelbergs jeweils zwei Bürgerinnen und Bürger die ehrenamtliche Aufgabe. Im Dialog mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadtteile begleiten die Kinderbeauftragten eine kindgerechte Stadtentwicklung mit dem Ziel, kinder- und familienfreundliche Lebenswelten zu schaffen. Sie werden offiziell vom Gemeinderat eingesetzt. Unterstützt werden sie bei ihrer Arbeit vom Kinder- und Jugendamt der Stadt.

Erfolge bei der Verkehrsplanung und Spielflächengestaltung

Beachtlich ist die Bilanz des ehrenamtlichen Engagements aus 25 Jahren: So haben die Kinderbeauftragten unter anderem die ersten „Leitlinien Kinderfreundliche Verkehrsplanung“ mit dem Amt für Verkehrsmanagement erarbeitet, aktiv am Sicherheitsaudit der Stadt mitgewirkt, Verkehrsdisplays realisiert, die zu langsamem Fahren aufrufen, Kinderwegepläne erstellt, Spielflächen zusammen mit dem Landschaftsamt geplant, Spielplatzbegehungen initiiert, Aktionen zum Weltkindertag vorbereitet und vor Ort als Ansprechpersonen in Schulen, Kindergärten und bei Veranstaltungen Gesicht gezeigt.

Dass sie auch heute lebhafte Erinnerungen an die Anfangszeit haben und gerne engagiert mitreden, zeigten die ehemaligen Kinderbeauftragten in einer Talkrunde mit zwei aktuell amtierenden Kolleginnen und Kollegen sowie dem Oberbürgermeister. Moderiert wurde die gesamte Veranstaltung von Stefanie Ferdinand. Sie hatte viele Jahre als städtische Mitarbeiterin die Kinderbeauftragten begleitet. Musikalisch wurde der Jubiläumsempfang vom Flötenensemble der Musik- und Singschule und den Rappern des Kinder- und Jugendtreffs City Cult bereichert. Und weil das bei keinem richtigen (Kinder-)Geburtstag fehlen darf, gab’s am Ende noch eine Torte vom Oberbürgermeister. Informationen zu den Kinderbeauftragten gibt es unter www.heidelberg.de/kinderbeauftragte.
 

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