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Betriebshof zieht auf den Großen Ochsenkopf

Gemeinderat beschließt Zukunftskonzept Bergheim / OB Würzner: „Bewohner von Bergheim-West profitieren“

Der rnv-Betriebshof zieht auf den Großen Ochsenkopf. Der Gemeinderat hat am 20. Dezember 2018 mit 26 Ja-Stimmen, 15 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen das Zukunftskonzept Bergheim beschlossen – ein Bündel verschiedener Maßnahmen aus den Bereichen Verkehr, Freiraum und Städtebau. Kernstück ist der Neubau des Betriebshofs auf eine Teilfläche des Großen Ochsenkopfs. Das Zukunftskonzept soll entsprechend den Änderungen und Ergänzungen des SPD-Antrags umgesetzt werden. 

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Ich bin froh, dass wir endlich eine gute Lösung für den Betriebshof gefunden haben. Darauf haben die rnv und ihre Mitarbeiter lange gewartet. Mit dem Großen Ochsenkopf haben wir nun einen zukunftsfähigen Standort, um die Straßenbahnen, Busse und Elektrobusse für unser wachsendes ÖPNV-Netz unterzubringen und zu warten. Gleichzeitig schaffen wir am Altstandort neuen preiswerten Wohnraum und eine attraktive Grün- und Freifläche den Stadtteil. Davon werden die Bewohnerinnen und Bewohner von Bergheim-West erheblich profitieren.“ 

Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Für Bergheim ist die Verlagerung des Betriebshofs ein echter Glücksgriff. Damit erhalten wir die Möglichkeit die zentral gelegene Fläche an der Bergheimer Straße für die Bürgerinnen und Bürger zu entwickeln. Wo bisher der Betriebshof als abgeschlossenes Areal das Quartier zerschneidet, werden bezahlbare Mietwohnungen und wohnungsnahe Grün- und Freiflächen entstehen – eine einmalige Chance für Bergheim. Die Weiterentwicklung der Rittel-Anbindung bringt weitere Vorteile, dadurch wollen wir die Verkehrsbelastung im Stadtteil reduzieren.“ 

Martin in der Beek, technischer Geschäftsführer der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv): „Uns ist mit der Entscheidung des Gemeinderats für den Betriebshofstandort Ochsenkopf ein Stein vom Herzen gefallen. Das ist die Entscheidung, auf die wir über Jahre hingearbeitet haben. Nun haben wir im wahrsten Sinne des Wortes Planungssicherheit und werden im kommenden Jahr 2019 nochmal all unsere Kräfte bündeln, um bis Ende des Jahres eine genehmigungsfähige Planung einreichen zu können. Die Stadträtinnen und Stadträte setzen mit Ihrer Entscheidung großes Vertrauen in uns. Dem möchten wir gerecht werden und für Heidelberg den Betriebshof bauen, den der weiter wachsende Bahn- und Busbetrieb in dieser Zeit der Verkehrswende dringend benötigt.“ 

Das nun beschlossene Zukunftskonzept Bergheim sieht vor, den Betriebshof auf einer Teilfläche des Großen Ochsenkopfs mit einem begrünten und teilweise begehbaren Dach zu realisieren. Sowohl die Straßenbahnen als auch die Busse und die Werkstätten sollen hier Platz finden. Dadurch kann der zukunftsfähige Betrieb und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Heidelberg sichergestellt werden. 

Für das Gelände des heutigen Betriebshofs an der Bergheimer Straße soll unter Beteiligung der Bürgerschaft ein Nutzungskonzept erarbeitet werden: Auf rund der Hälfte der Fläche soll eine ökologisch hochwertige und öffentlich zugängliche Grün- und Freifläche entstehen. Auf der anderen Hälfte sollen zu hundert Prozent bezahlbare Mietwohnungen entstehen, welche vollständig im Bestand der Gesellschaft für Grund- und Hausbesitz mbH Heidelberg (GGH) bleiben, und nach dem wohnungspolitischen Konzept des ehemaligen US Hospitals (Subjektförderung) vermietet werden. Die GGH soll einen entsprechenden Zuschuss der Stadt erhalten. 

Daneben soll ein Freiraumkonzept entwickelt werden, um die bestehenden und neu entstehenden Grün- und Freiflächen im Stadtteil aufzuwerten und zu entwickeln. Sie sollen eine hohe ökologische Vielfalt bieten und die Aufenthaltsqualität verbessern. Außerdem soll ein Verkehrskonzept entwickelt werden, um insbesondere Bergheim-West vom Autoverkehr zu entlasten. Besonderes Augenmerk soll dabei auf dem westlichen Stadteingang und der Weiterentwicklung der „Rittel“-Anbindung liegen. 

Außerdem soll ein Verkehrskonzept entwickelt werden, um insbesondere Bergheim-West vom Autoverkehr zu entlasten. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf zwei Projekten: dem Vollanschluss der Gneisenaustraße an die B 37 und der Weiterentwicklung der „Rittel“-Anbindung. 

Wie geht es weiter?

Die rnv wird nun mit Hochdruck die Planungen für die Verlagerung des Betriebshofs finalisieren. Ziel ist es, Ende 2019 das Planfeststellungsverfahren einzuleiten. Voraussichtlich 2021/22 kann dann der Neubau starten. Die notwendige Abstimmung mit dem Nachbarschaftsverband Heidelberg-Mannheim zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans erfolgt parallel. 

Für die Entwicklung der Fläche an der Bergheimer Straße wird die Stadt Heidelberg nächstes Jahr mit den vorbereitenden Untersuchungen für ein Sanierungsgebiet starten. Daneben laufen die Planungen, um durch verkehrliche und bauliche Maßnahmen die Verkehrsbelastung am Stadteingang zu reduzieren. Zur Finanzierung sollen vor allem Mittel der Städtebauförderung und Fördermittel aus dem Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz eingesetzt werden.