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Eine Visualisierung des Ankunftszentrums am Standort Wolfsgärten

Verlagerung des Ankunftszentrums für Geflüchtete
Stadt und Land werben gemeinsam für ein NEIN beim Bürgerentscheid. Sie treten dafür ein, sowohl den Neubau auf den Wolfsgärten als auch die beschlossene Entwicklung eines ökologisch wegweisenden Stadtteils auf PHV zu ermöglichen. mehr dazu auf www.heidelberg.de/wolfsgärten

„Ich sehe am Standort Wolfsgärten nur Vorteile“

Leiter des Landesankunftszentrums Markus Rothfuß zu Gast beim ersten „Digitalen Gespräch“

Sind die Wolfsgärten ein geeigneter Standort für das Ankunftszentrum des Landes Baden-Württemberg für Geflüchtete? Um diese und andere Fragen drehte sich das erste „Digitale Gespräch“, zu dem die Stadt Heidelberg am Mittwoch, 24. März 2021, eingeladen hatte. Mit der Reihe möchte die Stadt Heidelberg zu einer fundierten Informationsgrundlage vor dem Bürgerentscheid am 11. April beitragen. Zu Gast in der ersten Ausgabe war Markus Rothfuß, der Leiter des Landesankunftszentrums für Geflüchtete in Heidelberg. Er sprach mit der Moderatorin Susan Weckauf darüber, was die Aufgaben des Ankunftszentrums sind, wie das Ankunftszentrum arbeitet und was er sich von einem Neubau auf den Wolfsgärten verspricht. Bürgerinnen und Bürger konnten das Gespräch live im Internet verfolgen und Fragen einreichen. Rund hundert Zuschauerinnen und Zuschauer nutzten das Angebot.

„Ich sehe an dem Standort Wolfsgärten für uns nur Vorteile“, so Markus Rothfuß im Gespräch. „Wir haben dort eine dauerhafte Perspektive und können baulich das umsetzen, was zu unseren Prozessen und unserem Konzept passt.“ Im Ankunftszentrum des Landes Baden-Württemberg seien das Registrierungsverfahren und die Unterbringung eng miteinander verzahnt. Die Engmaschigkeit des Prozesses, die kurzen selbsterklärenden Wege für die Flüchtlinge und die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit aller Institutionen seien wichtige Merkmale und Erfolgsfaktoren des Konzepts.

„Für uns ist es an der Zeit, einen Wechsel zu vollziehen“

Am aktuellen provisorischen Standort auf Patrick-Henry-Village mache aber die bauliche Struktur Probleme. „Ich bin sehr dankbar, dass wir 2015 in der mannigfaltigen Krise der Migration diese Einrichtung hatten“, so Rothfuß: „Allerdings haben wir die Gebäude seitdem nur provisorisch ertüchtigen können und die Wohnungen sind im Sinne einer Gemeinschaftsunterkunft nur schwer nutzbar. Der Gebäudezuschnitt ist nicht günstig, wir haben entweder Leerstand oder eine zu dichte Belegung. Da ist der Leidensdruck schon da. Für uns ist es an der Zeit, einen Wechsel zu vollziehen.“

Von einem Neubau des Ankunftszentrums auf den Wolfsgärten erhofft sich Rothfuß eine „gut durchdachte, auf unseren Prozessen aufbauende Baustruktur“. Zudem könne auf den Wolfsgärten auch die Anbindung der untergebrachten Menschen an die Stadt gewährleistet werden, dank der nahen S-Bahn-Haltestelle und dem schon zugesagten Shuttle-Bus. Der provisorische Charakter des jetzigen Standorts hänge wie ein Damoklesschwert über den rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ankunftszentrums. „Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir diese dauerhafte Perspektive in der Stadt angeboten bekommen.“

Das nächste „Digitale Gespräch“ findet am Freitag, 26. März 2021, ab 18 Uhr mit Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain statt. Hier wird es um die Aspekte Umwelt und Klimaschutz bei der Verlagerung des Ankunftszentrums gehen. Am Dienstag, 30. März 2021, um 19 Uhr gibt es ein „Digitales Gespräch“ mit dem Ersten Bürgermeister und Baudezernenten Jürgen Odszuck. Die Gespräche werden live im Internet übertragen, Interessierte gelangen unter www.heidelberg.de über den Link zur Veranstaltung. Die Videos werden im Nachgang unter www.heidelberg.de/wolfsgärten sowie auf dem Youtube-Kanal der Stadt zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen zum Bürgerentscheid: www.heidelberg.de/wolfsgärten