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Heidelberger Kitas sind wieder für alle Kinder geöffnet

OB Prof. Würzner besuchte Altstadt-Kita zum Start des „Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen“

Erleichterung bei den Heidelberger Eltern: Seit dem heutigen Montag, 29. Juni 2020, ist an den Kitas ein „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“ gestartet. Auch wenn der Betrieb anders als vor der Coronakrise läuft, ist die wichtigste Botschaft: alle Kinder in den rund 130 Heidelberger Kitas werden wieder regelmäßig betreut. „Das ist ein dringend notwendiger Schritt gerade für berufstätige Eltern, die auf eine verlässliche Betreuung angewiesen sind. Aber auch für die Kinder, die den sozialen Kontakt zu Freunden und Erzieherinnen und Erziehern und eine geregelte Tagesstruktur brauchen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Er besuchte zum Start des Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen am 29. Juni die Kindertageseinrichtung „Kanzleigasse“ in der Heidelberger Altstadt.

„Seit heute sind nahezu alle unsere 70 Kinder wieder an Bord“, freut sich Götz Schweizer, Leiter der städtischen Kindertageseinrichtung Kanzleigasse. „Die Eltern sind erleichtert, dass ihr Alltag wieder planbarer ist. Für die Kinder wird die größte Veränderung die feste Gruppenstruktur sein. Gruppenübergreifende Projekte wird es in nächster Zeit nicht geben können. Um es in ein Bild zu fassen: Früher waren wir eine große Kita mit vier Gruppen. Jetzt sind wir sozusagen vier kleine Kitas unter einem Dach“, so Schweizer.

Grundlage für die vollständige Öffnung der Kitas sind die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der vier baden-württembergischen Universitätskliniken zum Infektionsgeschehen bei Kindern. Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen gelten strenge Vorgaben. Oberste Priorität hat der Infektionsschutz. Jede Kita benötigt ihr eigenes Hygienekonzept. In den Einrichtungen dürfen nur gesunde Kinder ohne Symptome von SARS-CoV-2 betreut werden. Auch Personal, Eltern und sonstige Personen, die das Kind zur Betreuung bringen, müssen gesund sein. Für Kinder gibt es keine Abstandsregelung. Erwachsene untereinander sollen aber die Abstandsregel von 1,5 Metern einhalten.

In Kindertageseinrichtungen ist aufgrund des Wegfalls der Abstandsregelungen allerdings auf eine möglichst stabile und konstante Zusammensetzung der Gruppen zu achten. Die Betreuungsgruppen sollen im Gebäude und Außenbereich möglichst getrennt werden. Um die Betreuung gut ermöglichen zu können, hat das Land einige Erleichterungen geregelt: so können beispielsweise zusätzliche geeignete Räumlichkeiten genutzt und auch zeitweise Zusatzkräfte eingesetzt werden. Auch vom Mindestpersonalschlüssel kann im Einzelfall abgewichen werden, solange die Aufsichtspflicht uneingeschränkt wahrgenommen werden kann. Neuaufnahmen von Kindern und deren Eingewöhnung können wieder erfolgen. Mit dem Übergang in den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen entfällt die bisherige Notbetreuung.

„Was die Personaldecke angeht, haben wir im Bereich der städtischen Kitas keine größeren Personalausfälle aufgrund von Risikobewertungen zu verzeichnen. Auch freie und privatgewerbliche Träger haben uns signalisiert, dass sie den Übergang in die Regelbetreuung unter Pandemiebedingungen angehen. Dass das Land für einen größeren Zeitraum Flexibilität beim Mindestpersonalschlüssel und Freiräume bei der Ausgestaltung der Betreuung gewährt, ist sehr wichtig, um auch perspektivisch eine verlässliche Betreuung gewährleisten zu können“, sagt Myriam Lasso, Leiterin des Kinder- und Jugendamts der Stadt Heidelberg.
Weiter Infos zu den Kinderbetreuungseinrichtungen in Heidelberg gibt es unter www.heidelberg.de/famile.