Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Ältere Informationen zum Coronavirus

Informationen vom 25. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 111 (Dienstag) auf 118 am Mittwoch gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 336 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 118 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 15 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Mittwoch aber auch die ersten beiden Todesfälle aus seinem Zuständigkeitsbereich bestätigt. Es handelt sich demnach um zwei über 70 Jahre alte Männer mit Wohnorten im Rhein-Neckar-Kreis. Sie starben in einer Klinik in Heidelberg beziehungsweise in einer Kreisklinik.

Offensive für die Wirtschaft
Die Stadt Heidelberg bietet Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern Hilfe in der Corona-Krise an. Die Angebote reichen von der Vermittlung von Bundes- und Landesgeldern über die Stundung von Abgaben und Pachten an die Stadt bis hin zu Gesprächen mit Vermietern.

Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner erklärt: „Wir müssen alles unternehmen, um unseren Betrieben und Selbständigen durch die Krise zu helfen. Für unsere Kleinbetriebe in Heidelberg stehen insgesamt mehr als 120 Millionen Euro bei Bund und Land bereit. Ich kann alle Betriebe nur ermuntern, dieses Angebot zu nutzen. Wir flankieren das mit städtischen Maßnahmen und suchen auch nach individuellen Lösungen. Unsere Wirtschaftsförderung hat eine Task Force gegründet, die sich um jeden Fall kümmert. Allein in der vergangenen Woche konnten wir mehreren Hundert Betrieben helfen. Wenn Sie als Unternehmen oder Selbstständiger ein Problem haben und Unterstützung benötigen – melden Sie sich bitte bei uns. Ein Anruf reicht.“

Die städtische Wirtschaftsförderung steht Unternehmern und Selbstständigen für Fragen und Beratung unter der E-Mail-Adresse wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de und der Telefonnummer 06221 58-30000 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de.

Die Stadt hat mit der „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Unternehmen, Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen erarbeitet. Es wird im Gemeinderat am morgigen Donnerstag, 26. März, beraten. Es umfasst unter anderem das Angebot an Betriebe, dass alle direkten Forderungen der Stadt bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet werden. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer und Mieten. 

Neues Portal: Heidelberg kauft lokal
Auf der neuen Internetseite www.heidelberg.de/heidelbergkauftlokal erhalten Interessierte einen Überblick über Geschäfte in Heidelberg, die ihre Produkte trotz Ladenschließung liefern. Mit der Internetseite greift die Wirtschaftsförderung eine Initiative der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) auf, die unter www.rnz.de/einzelhandel die Übersicht erstellt hatte.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Vor allem kleine Betriebe und inhabergeführte Geschäfte in Heidelberg kämpfen derzeit um ihre Existenz. Helfen Sie mit: Bestellen Sie vor Ort! Unterstützen Sie Ihr Geschäft um die Ecke! Viele Einzelhändler und Gastronomen bieten ihre Produkte trotz der Schließungen weiterhin online und zur Lieferung an.“

Heidelberger Geschäfte, die Lieferservice anbieten und noch nicht online in der Übersicht aufgenommen sind, können sich mit Informationen zu ihrem Firmeneintrag per E-Mail an das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft (newsletter.wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de), wenden. Die Wirtschaftsförderung ergänzt die städtische Liste ab sofort auch um gastronomische Angebote in Heidelberg, die Take-Away-/Mitnahme- oder Lieferservice anbieten. Die Wirtschaftsförderung und die Rhein-Neckar-Zeitung tauschen sich zu den Einträgen aus.

Oberbürgermeister besucht Aufbauarbeiten bei Abstrichzentrum
Auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim entsteht aktuell ein neues Abstrichzentrum. Dort können voraussichtlich ab Ende der Woche Personen getestet werden, bei denen ein Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten. Betreiber des Zentrums ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Mittwoch, 25. März, die Aufbauarbeiten besichtigt und allen Beteiligten gedankt.


„Es ist sehr wichtig, dass wir in der momentanen Situation genügend Testkapazitäten aufbauen. Je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser können Patienten behandelt werden. Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir bei der Standortsuche für ein weiteres Abstrichzentrum helfen und mit dem Messplatz in Kirchheim nun auch ein geeignetes Gelände zur Verfügung stellen. Die ganze Region arbeitet im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eng zusammen und ich bedanke mich bei allen, die hier anpacken und helfen“, erklärt Prof. Würzner.

Das Test-Center besteht aus fünf Containern samt mobiler Toilettenanlage. Zutritt erhalten nur Personen, die nach vorheriger telefonischer Zuweisung des Gesundheitsamtes einen Code erhalten haben. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, erreicht die Hotline des Gesundheitsamts täglich von 7.30 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 06221/522-1881.


Informationen vom 24. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 108 (Montag) auf 111 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises 306 Personen in Quarantäne. Von den 111 gemeldeten Infizierten sind mittlerweile schon 15 Personen vollständig gesundgeworden.

Gemeinderatssitzung am 26. März
Die Stadt Heidelberg hält an der Notwendigkeit einer Gemeinderatssitzung fest, um dringend benötigte Hilfspakete beschließen zu können. Die Tagesordnung wurde deutlich verkürzt. Themen, die in einem Umlaufverfahren behandelt werden können, wurden abgesetzt und diskussionsintensive Punkte vertagt. Zu den verbleibenden Themen zählen insbesondere die Hilfspakete sowie Auftragsvergaben durch die Stadt. Der Stadt kommt in dieser Situation als Auftraggeber eine besondere Bedeutung zu, um Betriebe und Beschäftigung zu sichern.

„Das Signal, eine voraussichtlich einstündige Sitzung abzusagen, halten alle Bürgermeister und ich angesichts von tausenden Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt, die in ihrem Beruf deutlich mehr und intensiveren Kontakten ausgesetzt sind, für nicht vermittelbar. Wir sind in einer besonderen Situation. Wir müssen als gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft sicherstellen, dass die Stadt schnell und unbürokratisch helfen kann“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Die Sitzung wird unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen abgehalten. Dazu zählt ein Mindestabstand zwischen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 1,5 Metern. Der Sitzungssaal ist für Zuschauer gesperrt. Die Öffentlichkeit der Sitzung wird durch eine Videoübertragung in den Neuen Sitzungssaal hergestellt. Auch dort sind alle Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet. Eine Gemeinderatssitzung per Video-Konferenz abzuhalten ist rechtlich nicht möglich.

Arbeiten für Abstrichzentrum auf Kirchheimer Messplatz
Auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim haben die Aufbauarbeiten für ein weiteres Abstrichzentrum begonnen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, möchte dort Ende der Woche den Betrieb aufnehmen. Auf dem Areal sollen von Personen, bei denen ein Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, Abstriche genommen werden. Es können nur Personen getestet werden, die vom Gesundheitsamt für die Testung zugelassen sind. Für die Allgemeinheit ist das Zentrum nicht zugänglich.

Info-Blatt für Seniorinnen und Senioren
Mit einem Infoblatt (194,3 KB), das die Kontakt-Telefonnummern des Pflegestützpunkts und aller Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen listet, will die Stadt ältere Menschen kompakt auf das Unterstützungsangebot in den Stadtteilen hinweisen. Denn telefonisch sind die Einrichtungen zu den gewohnten Zeiten erreichbar, trotz der aktuellen Schließungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten Fragen zur Essensversorgung und bieten Hilfe bei drängenden Problemen. Der Pflegestützpunkt der Stadt Heidelberg steht ebenso telefonisch als Ansprechpartner für Informationen und Fragen rund um die Themen Krankheit und Pflege im Alter zur Verfügung. Er ist zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen, kranke und ältere Menschen und ihre Angehörigen.

„Dass wir stadtweit dieses Hilfsangebot für Seniorinnen und Senioren aufgebaut haben, kommt uns allen gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit zugute. Bitte nutzen Sie diese Unterstützung“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Das Infoblatt soll in den nächsten Tagen bei Bäckern, Metzgern, Apotheken und überall dort ausgelegt werden, wo ältere Menschen derzeit oft noch unterwegs sind. Darüber hinaus gibt es stadtweit eine Vielzahl ehrenamtlicher Unterstützungsangebote

Jugendverbände bieten Einkaufsdienste an
Eine praktische Hilfe für alle Seniorinnen und Senioren, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr selbst einkaufen gehen möchten: Ein Zusammenschluss von Jusos Heidelberg, der Grünen Jugend, der Linksjugend, der Jungen Union und der Jungen Liberalen hat gemeinsam mit dem Stadtjugendring Heidelberg eine schnelle und unkomplizierte Vermittlungsplattform geschaffen. Unter www.heidelberg-solidarisch.de können sich Menschen melden, die zu keiner Risikogruppe gehören und gerne helfen wollen. Über die Telefonnummer 06221 3218203 können Menschen, die bei Einkäufen oder ähnlichen Aktivitäten Hilfe brauchen, die Plattform „Heidelberg solidarisch“ von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr erreichen. Eine Gruppe Freiwilliger der Jugendverbände vermittelt dann die Helferinnen und Helfer nach den jeweiligen Stadtteilen.

Aktionen des Stadtjugendrings
Der Stadtjugendring – ein Zusammenschluss der Jugendverbände und Jugendgemeinschaften in Heidelberg – reagiert auf die weitgehenden Kontaktbeschränkungen mit den neuen Formaten „Wissen@home" und „stay@home". Das Online-Fortbildungsprogramm „Wissen@home“ richtet sich an Ehrenamtliche und Freiwillige aus Vereinen und Verbänden. Die Kurse sind kostenlos, umfassen ein breites Spektrum an Themen und werden grundsätzlich montags bis freitags über Video-Chat oder Telefonkonferenz angeboten. „Wir legen großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Jugendarbeit,“ erklärt Vorsitzender Steffen Wörner, „deshalb ist es für uns wichtig, uns auch in diesen besonderen Zeiten weiter für die Ehrenamtlichen und Freiwilligen zu engagieren und neue Formate zu schaffen.“

Bei „stay@home“ werden fortlaufend verschiedene Links aus den Bereichen Unterhaltung, Fortbildung und Wissen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammengestellt.


Informationen vom 23. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 104 (Sonntag) auf 108 am Montag gestiegen. 206 enge Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat zudem mitgeteilt, dass von den gemeldeten Infizierten bereits 8 Personen vollständig gesundgeworden sind.

Offener Brief des Oberbürgermeisters
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat sich in einem offenen Brief an die Heidelbergerinnen und Heidelberger gewandt. Er dankt darin allen, die an der Bewältigung der Krise mitarbeiten und bittet die Bürgerinnen und Bürger sich an die Regeln zu halten: „Bleiben Sie zu Hause. Vermeiden Sie Kontakte, wo es nur geht. Halten Sie Abstand. Halten Sie Kontakt zu Bekannten, Freunden, Eltern, Großeltern – aber bitte per Telefon oder Soziale Medien“, appelliert Prof. Würzner und fügt hinzu: „Helfen Sie Menschen, die Unterstützung benötigen. Wir leben in einer starken Gemeinschaft. Gemeinsam kommen wir am besten durch diese schwierige Zeit.“ Der vollständige Brief kann hier (584,9 KB) gelesen werden.

Neue Verordnung in Kraft
Bund und Länder haben sich am Sonntagabend auf neue Leitlinien im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus geeinigt. Das Land Baden-Württemberg hat die Leitlinien umgehend in eine Rechtsverordnung umgesetzt, die am Montag, 23. März, in Kraft getreten ist. Der Volltext kann hier (80,4 KB) nachgelesen werden.

Neu hinzugekommen ist ein weitgehendes Kontaktverbot. In der Öffentlichkeit sind künftig Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Die Maßnahme gilt ab dem heutigen Montag, 23. März 2020, für mindestens zwei Wochen. Familien oder Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben, können weiter zusammen auf die Straße. Polizei und Stadt werden diese Regelung streng kontrollieren und bei Nichtbefolgung sanktionieren. Wer sich im öffentlichen Raum bewegt, muss einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Grundsätzlich sollte das Haus nur noch für Notwendiges verlassen werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen verboten. Ausgenommen von dem Verbot sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs erforderlich ist. Außerdem gilt das Verbot auch nicht für Ansammlungen, wenn die teilnehmenden Personen in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen oder Partner.

Die Regelungen zur Gastronomie bleiben in Heidelberg wie bereits bekannt bestehen: Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art ist untersagt. Ausnahmen gibt es nur für Gaststätten, die ausschließlich einen Take-Away-Service / Mitnahme-Service anbieten.

Die nun auch bundesweit geltende Schließung von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnlichen Betrieben mit nahem Körperkontakt, galten in Heidelberg bereits seit der vergangenen Woche.

Hilfsprogramme der Stadt
Die Stadt Heidelberg hat ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Heidelberger Wirtschaft geschnürt, um die Folgen der Corona-Krise für Heidelberger Unternehmen, Einzelhändler, Gastronomen und Selbstständige zu vermindern. Die „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ wird am Donnerstag, 26. März 2020, im Gemeinderat vorgestellt und beraten. Zu dem Paket gehört unter anderem eine finanzielle Entlastung von Heidelberger Betrieben. Alle direkten Forderungen der Stadt Heidelberg an Betriebe werden demnach bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer, Mieten. Mit einem weiteren Hilfspaket will die Stadt Heidelberg auch verschiedenen Heidelberger Einrichtungen und Privatpersonen in der Corona-Krise helfen. Es richtet sich beispielsweise an eine Vielzahl an kulturellen und sozialen Einrichtungen in der Stadt. Angedacht sind eine unter anderem eine vorzeitige Auszahlung von Zuschüssen, eine Fortsetzung von Abschlagszahlungen (auch wenn die Leistungen aktuell nicht erbracht werden können) oder eine zinslose Stundung von Forderungen der Stadt.

Beratungen sozialer Einrichtungen
Von der Schuldnerberatung über die Hilfe für Suchtkranke oder die Unterstützung von Frauen in Notsituationen: Viele soziale Einrichtungen in Heidelberg haben wegen der Coronavirus-Pandemie zwar die direkte Beratung vor Ort eingestellt, sind aber weiterhin für Menschen mit Beratungsbedarf telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Über die derzeitigen Angebote zahlreicher Kooperationspartner der Stadt im Sozialbereich informiert das Amt für Soziales und Senioren auf der Homepage der Stadt Heidelberg unter www.heidelberg.de/coronavirus. 

Neues Risikogebiet
Das Robert Koch-Institut hat in seine Liste der Risikogebiete das ganze Land Ägypten aufgenommen. Die jeweils aktuelle Liste ist hier abrufbar: www.rki.de


Informationen vom 22. März 2020

Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen über das Wochenende von 66 (Freitag) auf 104 (Sonntag) gestiegen. 224 enge Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Erstmals hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises auch die Zahlen von genesenen Personen genannt. Demnach sind in Heidelberg bereits 8 Erkrankte wieder gesund.


Aktuelle Informationen vom 21. März 2020

Das Land Baden-Württemberg hat eine neue Verordnung bekanntgegeben, die ab Samstag, 21. März, gilt. mehr dazu

Demnach sind landesweit jegliche Ansammlungen von mehr als 3 Personen auf öffentlichen Plätzen verboten. Ausgenommen von dieser Regelung sind Eltern mit ihren Kindern. Bei den Gaststätten hat das Land die Regelung übernommen, die Heidelberg, Mannheim und der Rhein-Neckar-Kreis bereits unter der Woche beschlossen hatten. Demnach gilt nun landesweit, dass bei Gaststätten jede Bewirtung vor Ort, egal ob drinnen oder draußen, untersagt ist. Erlaubt ist nur noch ein Mitnahme-Service (Take-away).
 
Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz zum Arbeitsplatz, zum Wohnort zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie. Frisöre müssen schließen.


Aktuelle Informationen vom 20. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 57 Personen am Donnerstag auf 66 am Freitag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 152 enge Kontaktpersonen.

Neue Allgemeinverfügung – starke Kontrollen
Die neue Allgemeinverfügung der Stadt Heidelberg gilt seit dem heutigen Freitag. Demnach sind Ansammlungen und sonstige örtliche Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, zum Beispiel in Schulhöfen oder öffentlichen Grünflächen, mit über fünf Personen untersagt. Bei Ansammlungen unter fünf Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Ausnahmen gibt es nur für Gaststätten, die ausschließlich einen Take-Away-Service / Mitnahme-Service anbieten.

Polizei und Stadt werden die neuen Bestimmungen intensiv kontrollieren und alle Personalressourcen dafür ausschöpfen. Die Allgemeinverfügung wird durchgesetzt und festzustellende Verstöße und Straftaten werden konsequent geahndet. „Unser Ziel ist es, durch flächendeckenden Kontrolldruck dafür zu sorgen, dass Menschenzusammenkünfte unterbleiben und die Regeln der Verfügungen beachtet werden“, sagt der Präsident des Polizeipräsidiums Mannheim, Andreas Stenger. „Wir müssen alles tun, um die Infektionsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Das hat oberste Priorität. Zudem sind sichtbare Polizeipräsenz und konsequentes Einschreiten nötig, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in den hoffentlich menschenleeren öffentlichen Räumen zu bewahren. Die formelle Sozialkontrolle ist in der Krise ein wichtiger Faktor, um den wir uns mit aller Energie kümmern“, so Stenger.

Stadt startet Plakatkampagne: „Gemeinsam gegen Corona“
„Gemeinsam gegen Corona!“ Diesen Aufruf startet nun die Stadt Heidelberg und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, dazu beizutragen, dass sich das Corona-Virus weniger schnell verbreitet. Diese Botschaft transportieren ab Freitag, 20. März 2020, verschiedene Plakatmotive ins ganze Heidelberger Stadtgebiet. Plakatiert wird auch in englischer und türkischer Sprache.
„Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf: Bleiben Sie zu Hause! Treffen Sie keine Freunde oder Verwandte und gehen Sie wirklich nur dann einkaufen, wenn es nötig ist. Leider setzen einige das im Alltag nicht um. Doch ich kann nur betonen: Die Lage ist ernst und es müssen alle – wirklich alle – mithelfen, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Die neuen Plakate sollen das den Menschen in Heidelberg ins Gedächtnis rufen – immer und immer wieder“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.
Die Stadt Heidelberg verbreitet die Motive auch über ihre Social-Media-Kanäle und bietet die Plakate zum Download an. Unter www.heidelberg.de/coronavirus lassen sich die Motive herunterladen, um sie selbst auszudrucken und aufzuhängen – in Wohnhäusern, etwa an Fenstern, in Treppenhäusern und Tiefgaragen, oder in Läden (Schaufenster). „Bitte unterstützen Sie die Aktion“, ruft Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner alle Bürgerinnen und Bürger auf .

Nahverkehr fährt seltener
Der Nahverkehr in der Region fährt im Zuge der Coronakrise sein Angebot zurück. Auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH passt ab Montag, 23. März, ihre Fahrpläne an. Der neue Fahrplan soll laut rnv der Aufforderung des Landes nach einer Einschränkung der Aktivitäten im öffentlichen Raum Rechnung tragen und gleichzeitig gewährleisten, dass all diejenigen zügig und pünktlich zur Arbeit kommen, die aktuell zur Bewältigung der Krise gebraucht werden. Zudem sorgt die Angebotsreduktion dafür, dass die rnv auch bei einer Ausweitung der Krise langfristig einen stabilen und verlässlichen Verkehr anbieten kann. Mehr Informationen unter www.rnv-online.de/coronavirus/

Regelungen für Sonntagsverkauf
Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit hat die in der Landesverordnung vom 17. März grundsätzlich erlaubten Öffnungszeiten an Sonntagen in Einrichtungen für den alltäglichen Bedarf konkretisiert. Demnach dürfen Einrichtungen wie beispielsweise Lebensmittelmärkte, Drogerien, Reinigungen oder Waschsalon, die bislang sonntags geschlossen haben mussten, zwischen 12 und 18 Uhr öffnen. Die Beschränkung gilt nur bei den Verkaufsstellen, bei denen eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen nicht ohnehin schon zulässig war. So können beispielsweise Tankstellen oder Bäckereien weiterhin in gewohntem Umfang an Sonn- und Feiertagen öffnen, auch außerhalb von 12 bis 18 Uhr.

Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren
In den Heidelberger Seniorenzentren gibt es eine große Solidarität und Hilfsbereitschaft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Jetzt haben Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, in den Seniorenzentren in Wieblingen, Rohrbach, Pfaffengrund, Weststadt und Ziegelhausen nach vorheriger telefonischer Anmeldung vor Ort Mittagessen abzuholen. Hochaltrigen und mobilitätseingeschränkten Senioren kann das Essen auch nach Hause gebracht werden.
Auch im Seniorenzentrum Altstadt ist geplant, nach Möglichkeit eine Essensausgabe zu starten. Alle anderen Zentren sind mit ihren Dauernutzerinnen und -nutzern des Mittagstischs im Gespräch und suchen nach Bedarf individuelle Lösungen. Die Kontaktdaten der Seniorenzentren in den Stadtteilen sind zu finden unter www.seniorenzentren-hd.de.

Auf der Homepage der Stadt Heidelberg gibt es auch eine Übersicht über nachbarschaftliche Hilfsangebote.

Müll vermeiden – Recyclinghöfe geschlossen, Sperrmüll ausgesetzt
Die Stadt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, keinen zusätzlichen Müll zu produzieren. Derzeit nutzen viele die Zeit zu Hause, um Heim und Garten auf Vordermann zu bringen. Doch Sperrmüll, der bei privaten Baumaßnahmen oder Aufräumaktionen anfällt, muss momentan selbst zwischengelagert werden. Das betrifft auch Abfälle aus Gartenarbeiten. Diese können aktuell nicht abgeholt werden. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung muss sich aktuell auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Abholen der Müllbehälter. Die Sperrmüllabfuhr wird ab Montag, 23. März 2020, auf unbestimmte Zeit eingestellt. Die städtischen Recyclinghöfe sind bereits geschlossen. Zu welchem Termin sie wieder öffnen, steht noch nicht fest. 


Aktuelle Information vom 19. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 47 Personen am Mittwoch auf 57 am Donnerstag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 130 enge Kontaktpersonen.

Neue Allgemeinverfügung
Die Stadt Heidelberg hat am Donnerstag eine neue Allgemeinverfügung (621,8 KB) erlassen. Sie gilt ab dem 20. März. Die bisherige Allgemeinverfügung vom 16. März 2020 ist aufgehoben.
Demnach sind Ansammlungen und sonstige örtliche Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, zum Beispiel in Schulhöfen oder öffentlichen Grünflächen, mit über fünf Personen untersagt. Bei Ansammlungen unter fünf Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Gaststätten sowie sonstige Gastronomieeinrichtungen und Personalrestaurants und Kantinen dürfen nur für den externen Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen und/oder Getränke eingerichtet wird. Ein Verzehr im Lokal oder im Bereich der Außenbewirtschaftung ist untersagt. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse buergeramt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Die Betreiber der Gastronomieeinrichtungen müssen dafür sorgen, dass die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden, der Zutritt gesteuert wird und Warteschlangen vermieden werden. Dabei erwartet die Stadt von den Betreibern, dass genügend Personal dafür bereitsteht, zu jedem Zeitpunkt den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Wartenden einzuhalten. Bei Nichtbeachtung dieser Vorgaben droht die Festsetzung eines Zwangsgeldes in Höhe von 2.000 Euro.

Über die durch die Landesverordnung genannten Einrichtungen hinaus dürfen in Heidelberg explizit auch diese Einrichtungen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden:

  • Seniorentreffpunkte
  • Nagelstudios, Sonnenstudios, Kosmetikstudios und ähnliche Einrichtungen (nicht Frisöre)
  • Infostände
  • Camping- und Mobilhome-Anlagen.

Unterstützung für Unternehmen in der Corona-Krise: Wirtschaftsförderung gibt Überblick
Von den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ist auch in Heidelberg eine große Zahl an unterschiedlichen Branchen, Unternehmen, Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen betroffen. Die Situation stellt Bund, Land und Kommunen vor eine große Herausforderung. Gemeinsam mit diesen und vielen weiteren Akteuren arbeitet auch die Stadt Heideberg intensiv an Lösungen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg hat auf ihrer Internetseite für Unternehmen eine Übersicht zu Ansprechpartnern und Informationsangeboten zusammengestellt, die in der derzeitigen Situation Hilfe bieten können.

Der GVD bleibt wachsam
Offenbar gibt es in der aktuellen Situation einige Pkw-Halter, die meinen, die Verkehrsregeln würden nicht mehr gelten. Der Gemeindevollzugsdienst ist aber weiter unterwegs. Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Die Verkehrsregeln gelten nach wie vor, auch während der Coronavirus-Pandemie. Es kann nicht sein, dass Einzelne glauben, sich in der aktuellen Lage darüber hinwegsetzen zu können und zum Beispiel Kreuzungen oder Rettungswege blockieren. Sie gefährden damit sich und andere. Und auch für die Müllabfuhr sind Falschparker ein echtes Problem. Wir werden verkehrsbehinderndes und gefährdendes Verhalten in der Stadt deshalb weiter konsequent ahnden und auch Fahrzeuge abschleppen. Die Verkehrssicherheit steht dabei ganz oben.“

Online-Lesung Heidelberger Autoren zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins
Hölderlin im Livestream: Die ursprünglich zum Hölderlin-Jubiläumswochenende der UNESCO-Literaturstadt geplante Lesung Heidelberger Autorinnen und Autoren auf dem Beethoven-Musikfrachter wird vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Eigenregie der Autoren am Freitag, 20. März 2020, von 20 bis 21.30 Uhr online veranstaltet. Geplant ist der Livestream auf YouTube Live (www.youtube.com/live) und auf dem Facebook-Profil der „Literaturstadt Heidelberg“ (www.facebook.com/LiteraturstadtHeidelberg). Als Mitwirkende sind belmonte, Gerhard Drokur, Tzveta Ilieva, Juliane Sophie Kayser, Klaus Kayser, Claudia Kiefer, Olga Kovalenko, Gerhild Michel und Sofie Steinfest angekündigt.

Stadtbücherei Heidelberg: Angebote online von zuhause aus nutzbar
Dass die Stadtbücherei auch mit digitalen Services bestens aufgestellt ist, bewährt sich in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Trotz der Schließung des Büchereigebäudes in der Poststraße 15 und der Stilllegung des Bücherbusses können die Büchereinutzerinnen und -nutzer nun alternativ auf die digitalen Angebote zugreifen und zuhause lesen und lernen, Filme gucken, Musik und Hörbücher hören.

Die gemeinsame elektronische Zweigstelle der Bibliotheken der Metropolregion Rhein-Neckar, die metropolbib.de, bietet über 54.000 Bücher und Medien zum Herunterladen an: Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur, Schule und Lernen, Sach- und Ratgeberliteratur. Für alle Altersgruppen sind interessante eBooks, eAudios (Hörbücher), eMagazines (Zeitschriften) und ePapers (Zeitungen) dabei. Der PressReader hält 7.500 internationale Zeitungen, Zeitschriften und Magazine aus 130 Ländern weltweit in 60 Sprachen bereit.

Solange die Schulen geschlossen sind, gewährt die NE GmbH | Brockhaus über die Metropol-Card-Bibliotheken kostenfreien Zugang zum Schülertraining. Es handelt sich um multimedial aufbereitete Lerninhalte und interaktive Übungen zur Prüfungsvorbereitung für Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik in den Klassenstufen 5 bis 10.

Über die Homepage und via Instagram hält die Stadtbücherei Kontakt zu ihren Kunden und hält sie auf dem Laufenden. Die Homepage der Stadtbücherei kann unter www.stadtbücherei.heidelberg.de abgerufen werden, auf Instagram ist sie unter @stabue_heidelberg präsent. Über die Service-Telefonnummer 58 36 180 und per E-Mail stadtbuecherei.information@heidelberg.de ist die Stadtbücherei von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 16 Uhr für die Fragen der Leserinnen und Leser erreichbar.


Aktuelle Information vom 18. März 2020

18 Uhr

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 41 Personen am Dienstag auf 47 am Mittwoch gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 105 enge Kontaktpersonen.

Neue Landesverordnung
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst. Die neuen Regelungen wurden spätabends am Dienstag, 17. März, verkündet und gelten damit ab Mittwoch, 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden demnach Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen, die nicht dem dringenden Bedarf der Bürgerinnen und Bürger dienen. Öffnen dürfen laut Landesregierung nur noch folgende Geschäfte:

  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Frisöre
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Hofläden
  • Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der
  • Großhandel

Diese Verkaufsstellen können jetzt auch am Sonntag und Feiertag geöffnet werden. Sie haben sicherzustellen, dass die erforderlichen Hygienestandards eingehalten, der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden.

Weitere Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Heidelberg: Sonderregelungen für Gastronomie
Die Stadt Heidelberg geht mit einer eigenen Allgemeinverfügung über die Landesregelung hinaus. Das betrifft Bestimmungen für die Gastronomie. Wie bereits in der Landesregelung festgehalten, ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen grundsätzlich untersagt. Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind ausnahmslos zu schließen. Ausnahmen gibt es in Heidelberg nur für Speisegaststätten, die Speisen ausschließlich zum Mitnehmen abgeben können. Jegliche Bewirtung vor Ort, drinnen und draußen, ist untersagt. Für Abhol- und Lieferdienste ist gemäß der Landesregelung ein Betrieb nach 18 Uhr möglich. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse corona.ordnungsamt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärt: „Bei all unseren Maßnahmen steht ein Ziel über allem: Soziale Kontakte reduzieren und jegliche Menschenaufläufe vermeiden. Das muss endlich bei jedem ankommen und ich appelliere da nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie wann immer möglich zu Hause. Wenn Sie nach draußen gehen, vermeiden Sie alle Zusammentreffen mit Personen, die nicht in Ihrer Wohnung leben. Es liegt in Ihrer Hand, ob wir auch in Deutschland eine Ausgangssperre bekommen oder nicht. Wenn sich weiter tausende Menschen bei schönem Wetter draußen treffen und Plätze, Flussufer und Straßen bevölkern, wird es zu Maßnahmen wie in Frankreich und Italien kommen müssen. Das Coronavirus ist da, die Infektionszahlen gehen steil nach oben und unserem Gesundheitssystem droht der Kollaps, wenn wir jetzt die Ausbreitung nicht verlangsamen. Also, helfen Sie bitte alle mit und handeln Sie verantwortlich!“

Weitere Regelungen in der Landesverordnung:
 
Schulen, Kitas, Hochschulen
Landesweit bleiben bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April, alle Schulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen. Das betrifft alle Einrichtungen, also private und öffentliche Schulen, städtische Kindertageseinrichtungen genauso wie Einrichtungen freier Träger. Aus Gründen des Infektionsschutzes können auch keine allgemeinen Notangebote für Schülerinnen und Schüler oder Kita-Kinder aufrechterhalten werden.

Eine Notbetreuung wird lediglich für die Kita-Kinder, Kinder in der Tagespflege und Schulkinder bis einschließlich Klassenstufe 6 eingerichtet, deren Erziehungsberechtigte in kritischen Infrastrukturen tätig sind und daher an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. In der Landesverordnung neu als Berufsfelder der kritischen Infrastrukturen hinzugekommen sind unter anderem Polizei und Feuerwehr (auch Freiwillige), Beschäftigte der Betreiber beziehungsweise Unternehmen für den ÖPNV und den Schienenpersonenverkehr sowie Beschäftigte der lokalen Busunternehmen, sofern sie im Linienverkehr eingesetzt werden, Personal der Straßenmeistereien und Straßenbetriebe sowie Bestatter. Ausgeschlossen von der Notbetreuung bleiben Kinder, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet befanden, ferner Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhter Temperatur zeigen. Die Notbetreuung findet in der jeweiligen Einrichtung, die das Kind bisher besuchte, durch deren Personal in möglichst kleinen Gruppen statt.

Der Studienbetrieb an den Universitäten und Hochschulen wird ebenfalls bis zum 19. April 2020 ausgesetzt.

Verbot von Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen
Alle Versammlungen und sonstige Veranstaltungen sind untersagt. Das gilt auch für Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen. Auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind verboten.
 
Bereits mit Verordnung vom 16. März wurden beschlossen, dass der Betrieb in folgenden Einrichtungen bis zum 19. April 2020 untersagt wird:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien, Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen,
  • Kinos,
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,
  • alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios sowie Tanzschulen, und ähnliche Einrichtungen,
  • Jugendhäuser,
  • öffentliche Bibliotheken,
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen,
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
  • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte, Wettannahmestellen, und ähnliche Einrichtungen,
  • alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den Verkaufsstellen des dringenden Bedarfs der Bürgerinnen und Bürger gehören, insbesondere Outlet-Center,
  • öffentliche Spiel- und Bolzplätze.

Weitgehendes Besuchsverbot in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen
Zum Schutz besonders gefährdeter Personen dürfen Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken sowie teilstationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen einschließlich Kurzzeitpflege grundsätzlich nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden. Ausgenommen sind Fachkrankenhäuser für Psychiatrie mit Ausnahme der Fachkrankenhäuser für Ge-rontopsychiatrie, psychosomatische Fachkrankenhäuser sowie kinder- und jugendpsychiatrische Fachkrankenhäuser jeweils einschließlich der zugehörigen Tageskliniken. Zu weiteren Ausnahmen und Sonderregelungen können die jeweiligen Einrichtungen eigene Bestimmungen treffen. Auch stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften dürfen grundsätzlich nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden. Betreuungs- und Unterstützungsangebote im Vor- und Umfeld von Pflege werden, soweit sie als Gruppenangebote durchgeführt werden, aufgrund einer erhöhten Ansteckungsgefahr einstweilen eingestellt.

8 Uhr

Die Landesregierung hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst. Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, den 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen. Mehr dazu

Darüber hinausgehend gilt für die Stadt Heidelberg:
Grundsätzlich ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen untersagt. Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind ausnahmslos zu schließen. Ausnahmen gibt es in Heidelberg nur für Speisegaststätten, die zwischen 6 und 18 Uhr Speisen ausschließlich zum Mitnehmen abgeben können. Jegliche Bewirtung vor Ort, drinnen und draußen, ist untersagt.


Aktuelle Information vom 17. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 34 Personen am Montag auf 41 am Dienstag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 123 enge Kontaktpersonen.

Einschränkungen bei Abfallentsorgung und Straßenreinigung
Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus wird sich die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ab sofort auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Priorität hat die Abholung der Müllbehälter. Aus diesem Grund gelten folgende Maßnahmen:

  • Alle städtischen Recyclinghöfe sind ab Mittwoch, 18. März 2020, bis auf Weiteres komplett geschlossen.
  • Die Sperrmüllabfuhr wird ab Montag, 23. März 2020, bis auf unbestimmte Zeit eingestellt. Haushalte, die bereits Sperrmüll angemeldet haben, werden entsprechend informiert.
  • Alle öffentlichen Toilettenanlagen im Stadtgebiet sind ab sofort geschlossen.

Der telefonische Kundenservice der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr oder per E-Mail an abfallwirtschaft@heidelberg.de für Notfälle zu erreichen.

Die reguläre Müllabfuhr findet weiterhin statt. Zur Unterstützung der Mitarbeiter der Müllabfuhr werden die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Haushalte gebeten, die Behälter am Entsorgungstag selbst an den Fahrbahnrand zur Leerung bereitzustellen und im Anschluss an die Leerung wieder an ihren Platz zurückzuziehen. Aktuelle Informationen werden auf der Internetseite der Stadt und des Amtes unter www.heidelberg.de/abfall veröffentlicht.

Auch Außenbewirtschaftung für Gastronomiebetriebe ist verboten
Die Stadt Heidelberg weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass auch die Außenbewirtschaftung von Gastronomieeinrichtungen seit dem heutigen Dienstag, 17. März 2020, verboten ist. Mit ihrer Allgemeinverfügung hat die Stadt geregelt, dass der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art grundsätzlich untersagt wird. Ausnahme: Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes sowie Personalrestaurants und Kantinen können für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen eingerichtet wird. Ein Bewirten vor Ort ist untersagt – das gilt auch für jegliche Außenbewirtschaftung. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse buergeramt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Seniorenzentren bleiben telefonisch erreichbar
Die Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen haben ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie seit heute, 17. März, eingestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenzentren bleiben aber weiterhin für ältere Menschen, die Fragen zur Essensversorgung, zum Einkauf oder anderen drängenden Problemen in der aktuellen Situation haben, telefonisch zu den gewohnten Zeiten erreichbar. „Auch, wenn wir derzeit den laufenden Betrieb in den Seniorenzentren einstellen müssen, lassen wir die Heidelberger Seniorinnen und Senioren jetzt nicht alleine, sondern unterstützen wohnortnah mit Rat und Tat“, sagt Bärbel Fabig vom Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg. Infos zu Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen unter www.seniorenzentren-hd.de.

Sitzungen des Gemeinderats
Mit Ausnahme des Konversionsausschusses am 18. März und des Gemeinderats am 26. März 2020 werden die kommunalpolitischen Gremien bis 30. April nicht mehr tagen. Das gilt für die Bezirksbeiräte, den Jugendgemeinderat, den Migrationsbeirat, den Beirat für Menschen mit Behinderungen sowie die gemeinderätlichen Ausschüsse (Bau- und Umweltausschuss, Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss, Ausschuss für Bildung und Kultur). Bereits versandte Einladungen sind damit gegenstandslos. Die Sitzung des Konversionsausschusses am 18. März und die des Gemeinderats am 26. März 2020 finden mit reduzierter Tagesordnung statt.

Standesamt für die Meldung von Sterbefällen geöffnet
Das Standesamt der Stadt Heidelberg, Markplatz 10, 69117 Heidelberg, ist für die Anzeige von Sterbefällen weiterhin geöffnet. Bestatter können sich telefonisch voranmelden unter der Telefonnummer 06221 58-18550.

Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“: alle Termine bis 30. April abgesagt
Die Stadt Heidelberg und ihre Kooperationspartner sagen aufgrund der Coronavirus-Pandemie alle Termine der Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“ bis 30. April 2020 ab. Auch die Reservierung der Heidelberger Grillhütten wird bis zum 30. April nicht möglich sein. Veranstaltungen, die in diesem Zeitraum bereits gebucht sind, werden vom Buchungsbüro „Natürlich Heidelberg“ in Kürze storniert. Die Kundinnen und Kunden müssen keine Nutzungsgebühr bezahlen.

Kultur- und Kreativwirtschaft: Umfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus und Hilfsangeboten für Kultur- und Kreativschaffende
Die Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg ruft alle Kultur- und Kreativschaffenden auf, sich bis 31. März 2020 an der derzeit laufenden, bundesweiten Kurzumfrage zur Erfassung von Rückmeldungen von Selbständigen und Unternehmen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf die Kultur- und Kreativwirtschaft zu beteiligen. Durch abgesagte Messen, ausgefallene Festivals, verschobene Konzerte und stornierte Aufträge an kreative Dienstleister sind insbesondere auch Klein- und Kleinstunternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie künstlerisch oder publizistisch tätige Freiberuflerinnen und Freiberufler von den wirtschaftlichen Auswirkungen stark betroffen. Die Kurzumfrage für Kultur- und Kreativschaffende ist bis Ende März frei geschaltet, um Auswirkungen sowie mögliche weitere Hilfsangebote bundesweit zu bündeln. Hier können sich Kreative an der Umfrage beteiligen.
Mehr Infos unter www.heidelberg.de/presse

Veranstaltungsabsagen wegen Pandemie
Wegen der Coronavirus-Pandemie werden folgende Veranstaltungen abgesagt:

  • Girls‘ und Boys‘ Day 2020: Die Stadt Heidelberg und die externen Kooperationspartnerinnen und -partner haben alle Halbtagspraktika des Girls‘ und Boys‘ Day am 26. März 2020 abgesagt.
  • Workshop Öffentlichkeitsarbeit am IZ: Das Interkulturelle Zentrum der Stadt Heidelberg hat seinen Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit für Vertreterinnen und Vertreter von Heidelberger Vereinen im April abgesagt.
  • Selbstbehauptungskurse für Frauen: Die Selbstbehauptungskurse im März und April, die die Stadt Heidelberg gemeinsam mit dem Verein „Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen Heidelberg“ anbietet, entfallen.

Aktuelle Information vom 16. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 20 Personen am Sonntag auf 34 am Montag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 130 enge Kontaktpersonen.

Neue Verordnungen und Allgemeinverfügung
Die Stadt Heidelberg schränkt das öffentliche Leben in der Stadt weitgehend ein. Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern und damit vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Die Stadt schließt bis auf wenige Ausnahmen alle eigenen Einrichtungen, darunter die Verwaltungsgebäude, Stadtbücherei, den Zoo und die Schwimmbäder. Die Stadt untersagt außerdem den Betrieb von Bars, Clubs, Diskotheken, Kinos, Museen, Fitnessstudios, sowie die Benutzung von Spielplätzen und Sportanlagen. Kitas und Schulen sind nach den Vorgaben der Landesregierung ab Dienstag, 17. März 2020, bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Die Stadt betreibt gemeinsam mit freien Trägern und dem Land eine Notfallbetreuung für Kinder, deren Eltern beide in systemrelevanten Bereichen arbeiten – also in Berufen, die für die Aufrechterhaltung besonders kritischer Bereiche zwingend nötig ist.

„Wir müssen jetzt alle zwischenmenschlichen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Wir schließen deshalb so gut wie alle Einrichtungen, Institutionen und Orte, wo sich üblicherweise viele Menschen treffen. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie, wo immer es möglich ist, zuhause. Handeln Sie verantwortungsvoll! Das Coronavirus wird vor allem von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb müssen wir unseren Alltag für eine Zeit komplett umstellen. Jeder muss jetzt seinen Beitrag dazu leisten, dass wir Infektionsketten unterbrechen und unser Gesundheitssystem nicht durch zu viele Erkrankte auf einmal belastet wird“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.  

Die Maßnahmen im Einzelnen:
 
Ab Dienstag dem 17.März sind über eine Verordnung der Landesregierung (33,1 KB) und eine Allgemeinverfügung Stadt Heidelberg (182,5 KB) geschlossen:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen und Theater
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, Akademien und Fortbildungseinrichtungen (unter anderem Volkshochschule, Akademie für Ältere, Musik- und Singschule)
  • Stadtbücherei und andere öffentliche Bibliotheken
  • Bars, Clubs, Diskotheken, Tanzschulen
  • Kinos
  • Zoo
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder und Saunen
  • Fitnessstudios
  • Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen sowie für so genannte Indoorspielplätze.
  • Öffentliche Spielplätze unter freiem Himmel inklusive der „alla hopp“-Anlage
  • Alle Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, alle Jugendhäuser
  • Alle Seniorenzentren
  • Spielhallen und Prostitutionsstätten

Sonderregelung für Gastronomie und Kantinen
Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes sowie Personalrestaurants und Kantinen dürfen nur für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen eingerichtet wird. Ein Bewirten vor Ort innerhalb der jeweiligen Betriebsräumlichkeiten für Gäste ist untersagt.

Notfallbetreuung für Kinder 
Von Dienstag, 17. März 2020, bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, (Ende der Osterferien) findet an den baden-württembergischen Schulen kein Unterricht sowie an den Kindertageseinrichtungen kein Betrieb statt. Schülerinnen und Schüler müssen in dieser Zeit dem Unterricht und jeglichen sonstigen Veranstaltungen fernbleiben. Eine Notbetreuung wird für Kita-Kinder, Kinder in der Tagespflege und Schulkinder bis einschließlich Klassenstufe 6 eingerichtet.
 
Voraussetzung der Notbetreuung ist, dass die Erziehungsberechtigten der Kinder in kritischen Infrastrukturen tätig sind und daher an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Ausgeschlossen von der Notbetreuung bleiben Kinder, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet befanden, ferner Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhter Temperatur zeigen.
 
Die Felder kritischer Infrastruktur sind laut einer Verordnung des Landes:

  • Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr,
  • die gesamte Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung einschließlich der zur Aufrechterhaltung dieser Versorgung notwendigen Unterstützungsbereiche, der Altenpflege und der ambulanten Pflegedienste
  • Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen sowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge
  • Notfall- /Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz
  • Rundfunk und Presse.

An den Standorten von Notbetreuung werden kleine Betreuungsgruppen gebildet, damit sich die negativen Auswirkungen der Ansteckung von betreuten Kindern durch infizierte andere Kinder oder Betreuungskräfte in möglichst engen Grenzen halten. Die Kinder können Betreuung deshalb nur in jener Schule oder Kindertageseinrichtung erhalten, die sie besuchten. Die Einteilung der Kinder sowie die Auswahl und Einteilung des Personals für die Notbetreuung obliegt der jeweiligen Einrichtungsleitung. Eltern erhalten die notwendigen Informationen und Anmeldeformalitäten dazu von den Einrichtungen, die ihre Kinder bislang besuchen.

Verwaltung schränkt Betrieb ein
Die Stadtverwaltung Heidelberg schließt grundsätzlich alle städtischen Verwaltungsgebäude. Geöffnet bleiben nur die Bürgerämter in den Stadtteilen – mit Ausnahme der Bürgerämter im Rathaus und im Bürgeramt-Mitte, Bergheimer Straße 69. Persönliche Besuche sind ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Stadt stockt dafür ihren telefonischen Bürgerservice unter Telefon 06221 58-10580 personell auf. Bürgerinnen und Bürger erfahren dort, welche Leistungen sie nach wie vor auf welchem Weg erhalten können. Die Bürgerinnen und Bürger werden grundsätzlich gebeten, sich nur noch mit unaufschiebbaren Angelegenheiten an die Verwaltung zu wenden. Diese sollen per Telefon, E-Mail oder Post erledigt werden. 

Veranstaltungen und Versammlungen
Die zulässige Größe von Veranstaltungen und Versammlungen wird auf 50 Personen reduziert. Die Vorgabe gilt sowohl für geschlossene Räume als auch für Veranstaltungen und Versammlungen im Freien. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind untersagt.
 
Alle Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl bis 50 Personen sind anzeigepflichtig unter Vorlage einer Risikobewertung bei der Stadt Heidelberg, Bürger- und Ordnungsamt. Für Versammlungen unter freiem Himmel sowie Veranstaltungen im privaten oder familiären Bereich (wie etwa Hochzeiten, Trauerfeiern und vergleichbare Veranstaltungen) kann auf schriftlichen Antrag unter Vorlage unter Vorlage einer Risikobewertung eine Ausnahmegenehmigung für bis zu 100 Teilnehmende beantragt werden.
 
Bei Trauungen im Standesamt der Stadt Heidelberg gilt die Regelung, dass zusätzlich zum Brautpaar und den Trauzeugen nur ein weiterer Gast zugelassen werden kann.
 
Bei Bestattungen gilt, dass nur noch der engste Freundes- und Familienkreis an der Bestattung teilnehmen kann – hier gilt eine Obergrenze von 10 Personen.


Aktuelle Information vom 15. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg liegt aktuell bei 20 (Stand Sonntag, 14 Uhr). Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. In allen Fällen werden die betroffenen Personen und enge Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt. Aktuell befinden sich in der Stadt Heidelberg 124 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne.

Ausweitung der Risikogebiete
Das Robert-Koch-Institut hat die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Risikogebiete eingestuft.


Aktuelle Information vom 14. März 2020

Das Robert-Koch-Institut hat am Samstag, 14. März die Stadt Madrid und das Bundesland Tirol in Österreich als Risikogebiete eingestuft. 

Die Risikogebiete werden stets aktuell beim Robert-Koch-Institut geführt. Waren Sie in einem der Risikogebiete, folgen Sie bitte den Hinweisen, die das Sozialministerium Baden-Württemberg veröffentlicht hat. 

Die Stadt Heidelberg hat zudem eine Verfügung erlassen. Demnach dürfen Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr folgende Einrichtungen nicht betreten:

  • Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken und Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit den genannten medizinischen Einrichtungen vergleichbar sind, sowie
  • stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie von einem Anbieter verantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG).
  • Diese Regelungen gelten auch, wenn das Gebiet binnen 14 Tagen seit der Rückkehr neu als Risikogebiet oder besonders betroffenes Gebiet eingestuft wird.

Besuchsverbot am Universitätsklinikum Heidelberg, um das Infektionsrisiko für Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren
Aufgrund der allgemeinen Lage wird ein Besuchsverbot im gesamten Universitätsklinikum Heidelberg erlassen, um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen.

Hierbei gelten folgende Ausnahmen:

  • Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
  • Angehörige von Patienten der Palliativstation (1 Person pro Tag)
  • Begleitperson, welche die Schwangere unter der Geburt begleitet
  • Vater, welcher das Neugeborene und seine Partnerin besuchen möchte
  • Mutter/Vater eines kranken Kindes
  • Begleitperson eines Patienten, der in der Notaufnahme eingeliefert wird
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen oder dementen Patienten
  • aus dringenden medizinischen Gründen – dies muss der Angehörige/Besucher telefonisch mit dem Stationsteam klären.

Besucher sind gebeten, sich an den Pforteneingängen der Kliniken zu melden; die Seiteneingänge werden geschlossen.
 
Mit diesen Maßnahmen trägt das Universitätsklinikum dazu bei, das Infektionsrisiko und die Weiterverbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren.

Weitere Informationen des Universitätsklinikums


Aktuelle Informationen vom 13. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg liegt aktuell bei 13 (Stand Freitag, 14 Uhr). Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. In allen Fällen werden die betroffenen Personen und enge Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt. Aktuell befinden sich in der Stadt Heidelberg 108 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne.

Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten
Das baden-württembergische Kultusministerium hat entschieden, dass landesweit ab Dienstag, 17. März, bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April, alle Schulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen bleiben. Das betrifft alle Einrichtungen, also private und öffentliche Schulen, städtische Kindertageseinrichtungen genauso wie Einrichtungen freier Träger. In Heidelberg sind 54 Schulen und rund 140 Kindertagesstätten betroffen. Aus Gründen des Infektionsschutzes können auch keine allgemeinen Notangebote für Schülerinnen und Schüler oder Kita-Kinder aufrechterhalten werden. Das Land hat angekündigt, dass es nur für Kinder, deren Elternteile beide in systemrelevanten Berufsfeldern arbeiten, Betreuungsangebote geben soll. Zu diesen Berufsfeldern zählen laut Kultusministerium etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr sowie Energie- und Wasserversorgung. Details zu den Notfallbetreuungen müssen in Absprache mit den kommunalen Landesverbänden noch geklärt werden. Ansonsten müssen Eltern für die eventuell notwendige Betreuung ihrer Kinder auf private Netzwerke zurückgreifen.

Allgemeinverfügung zu Veranstaltungen
Die Stadt Heidelberg hat zu Veranstaltungen im Stadtgebiet eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie tritt am Sonntag, 15. März, in Kraft.

  • Veranstaltungen ab 100 Personen: Im gesamten Stadtgebiet Heidelberg sind öffentliche und/oder private Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit einer Teilnehmerzahl ab 100 Personen verboten; sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien. Wochenmärkte gelten nicht als Veranstaltungen.
  • Tanzveranstaltungen und Konzerte: Alle Tanzveranstaltungen oder Konzerte in geschlossenen Räumen sind in Heidelberg untersagt – unabhängig von der Teilnehmerzahl.
  • Ausnahmegenehmigungen: Im Einzelfall kann das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Heidelberg öffentliche und/oder private Veranstaltungen und Zusammenkünfte ab einer Teilnehmerzahl von 100 bis maximal 1.000 Personen genehmigen.

Schutz von Risikogruppen – Betretungsverbote in Krankenhäusern und Heimen
Die Stadt Heidelberg hat in einer Allgemeinverfügung folgende Regelungen erlassen: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben (der aktuelle Stand ist online abrufbar unter www.rki.de), dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder dem besonders betroffenen Gebiet folgende Einrichtungen nicht betreten:

  • Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken und Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit den genannten medizinischen Einrichtungen vergleichbar sind, sowie
  • stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie von einem Anbieter verantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG).
  • Dies gilt auch, wenn das Gebiet binnen 14 Tagen seit der Rückkehr neu als Risikogebiet oder besonders betroffenes Gebiet eingestuft wird. Die Übersicht über Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete findet sich tagesaktuell online unter www.rki.de.

Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen noch weiter einschränken zu wollen, um Risikogruppen besonders schützen zu können. Die Stadt wird entsprechende Empfehlungen und Weisungen umsetzen.

Weitere Bestimmungen
Die Stadt Heidelberg hat das Jubiläumswochenende zum Hölderlin-Jahr vom 20. bis 22. März 2020 abgesagt. Geplant waren Veranstaltungen rund um die Alte Brücke in der Heidelberger Altstadt und auf dem Musikfrachter der Beethoven Jubiläums Gesellschaft (BTHVN2020 Musikfrachter). Die Absage des Jubiläumswochenendes zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin erfolgt als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Ausbreitung des Coronavirus.

Bei Trauungen des Standesamtes der Stadt Heidelberg dürfen neben dem Brautpaar und den Trauzeugen nur noch maximal 10 Gäste mit ins Trauzimmer.

Die Sportkurse der Stadt Heidelberg auf der „alla hopp!“-Anlage am Harbigweg in Kirchheim entfallen bis 19. April 2020.

Das Jobcenter Heidelberg in der Speyerer Straße 6 schränkt seinen Publikumsverkehr ein. Kunden werden nur noch telefonisch beraten, teilt die Geschäftsführung mit. Die Antragstellung wurde so organisiert, dass Kunden keine Nachteile entstehen. In der Eingangszone stehen den Kunden Kopierer zur Verfügung, damit sie Unterlagen vervielfältigen und direkt einwerfen können.


Aktuelle Information vom 12. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg ist am Donnerstag (Stand 15 Uhr) um einen Fall auf neun gestiegen. Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. Bei dem neuen Fall handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus dem Skiurlaub. Zudem befinden sich aktuell 74 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne. Außerdem wurde bei einer Frau aus dem Rhein-Neckar-Kreis, die an der Gregor-Mendel-Realschule in Heidelberg unterrichtet, das Virus nachgewiesen. Zwei Klassen der Schule bleiben vorsorglich zuhause, bis alle Kontaktpersonen ermittelt sind und dann in Quarantäne geschickt werden können.

Schulschließungen
Das baden-württembergische Kultusministerium hat Forderungen nach einer flächendeckenden Schließung von Schulen und Kitas zurückgewiesen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenman sagt dazu: „Zum jetzigen Stand sind flächendeckende und pauschale Schließungen von Schulen und Kitas nach wie vor nicht das Gebot der Stunde. Dass der Philologenverband nun den Ausnahmezustand ausruft, halte ich für unverantwortlich. Unser Kurs ist, dass wir weiterhin besonnen, lageorientiert und auf Basis der Einschätzung der Gesundheitsämter vor Ort agieren. Da es sich beim Coronavirus aber um ein dynamisches Szenario handelt, beobachten wir die Entwicklung in Abstimmung mit den Fachleuten der Gesundheitsbehörden sehr genau.“

Schließung des Theaters, Absage „Heidelberger Frühling“ und weitere Absagen

Das Theater und Orchester Heidelberg wird auf Anordnung der Stadt ab Freitag, 13. März, schließen und vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April keine weiteren Vorstellungen mehr zeigen. Für alle Fragen rund um Kartenrückgaben ist die Theaterkasse unter 06221 58 20-000 erreichbar.

Die Leitung des Heidelberger Frühling und die Stadt Heidelberg haben sich verständigt, das gesamte Festival abzusagen. Das Festival hat sowohl unter seinen Künstlern als auch im Publikum einen sehr hohen Anteil internationaler Besucher. Dazu kommt ein hoher Anteil älterer Menschen unter den Besuchern. Veranstalter und Stadt haben sich deshalb gemeinsam entsprechend der Richtlinien des Robert Koch-Instituts entschlossen, aus Verantwortung gegenüber allen Akteuren, Zuschauern und deren Umfeld das Festival abzusagen.

Die Stadt Heidelberg hat sich entschieden, die Frühjahrsputzwoche 2020 komplett auf Herbst zu verschieben. Der genaue Termin im Herbst wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Die städtische Musik- und Singschule hat das Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ am Sonntag, 15. März 2020, abgesagt.

Städtische Ämter und Dienststellen
Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus trifft auch die Stadt Heidelberg Vorkehrungen, um den Dienstbetrieb für die Bürgerinnen und Bürger sicherstellen zu können. Aktuell sind alle Dienststellen der Verwaltung regulär geöffnet. Die Stadt bittet aber Bürgerinnen und Bürger, persönliche Besuche und Vorsprachen bei Ämtern und Dienststellen auf das Notwendigste zu beschränken. Wo immer es möglich ist, sollten Angelegenheiten schriftlich, telefonisch oder auf digitalem Weg erledigt oder besprochen werden und Unterlagen nicht persönlich, sondern per Post oder Mail eingereicht werden. Diese Vorsichtsmaßnahme dient dem Schutz von Bürgerinnen und Bürgern und auch den Mitarbeitenden der Verwaltung.

Ein großer Teil der Dienstleistungen kann bereits über Online-Services in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht findet sich online unter www.heidelberg.de/formulare.

Bei Fragen hilft der telefonische Bürgerservice unter der Nummer 06221 58-10580 oder per Mail buergerservice@heidelberg.de weiter.
Speziell zum Coronavirus hat die Stadt Heidelberg auch eine Informationshotline eingerichtet. Sie ist unter 06221 321-8212 rund um die Uhr erreichbar.    


Aktuelle Information vom 11. März 2020

20 Uhr

Die Oberbürgermeister der Städte Mannheim und Heidelberg und die Landräte des Rhein-Neckar-Kreises und des Neckar-Odenwald-Kreises geben folgende gemeinsame Erklärung zu den vom Stadtvorstand der Stadt Ludwigshafen heute, Mittwoch, 11. März 2020, angeordneten Maßnahmen ab:

Derzeit besteht keine Veranlassung von der bundeseinheitliche Regelungen, den Empfehlungen des Robert-Koch-Institues sowie den Vorgaben der Landesregierung Baden-Württemberg abzuweichen. Diese sind fachlich begründet und der jetzigen Situation angemessen.

Von besonderer Bedeutung in dieser Situation ist ein abgestimmtes und einheitliches Vorgehen der verantwortlichen Entscheidungsträger.

Die Behörden und Einrichtungen der Städte Mannheim, Heidelberg, des Rhein-Neckar-Kreises und des Neckar-Odenwald-Kreises bleiben daher grundsätzlich geöffnet.

17. Uhr

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg ist am Mittwoch (Stand 14 Uhr) um zwei auf nun acht gestiegen. Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. Zudem befinden sich 70 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne. Zu den neu bestätigten Fällen gehört eine Schülerin des Englischen Instituts. Der Schulbetrieb muss nicht eingestellt werden. Die Schulleitung hat in engem Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen der Schülerin nach Hause geschickt. Der zweite Fall betrifft das Ankunftszentrum des Landes auf Patrick-Henry-Village. Die betroffene Person wurde im Zentrum isoliert untergebracht.

Neue Risikogebiete
Das Robert Koch-Institut hat am Mittwoch, 11 Uhr, das Gebiet Grand Est (dazu gehören Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) in Frankreich als neues Risikogebiet eingestuft.
Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Reise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat ebenfalls mehrfach darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Mehr Informationen zu Risikogebieten auch in unseren FAQ

Termine und Veranstaltungsabsagen
Das baden-württembergische Sozialministerium als oberste Gesundheitsbehörde hat mit einem Erlass am 11. März festgelegt, dass im Land keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern mehr durchgeführt werden dürfen. Bei derartigen Veranstaltungen seien keine effektiven Schutzmaßnahmen gegen eine nicht mehr kontrollierbare Ausbreitung des Infektionsgeschehens möglich. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden sei weiterhin eine individuelle Einschätzung notwendig, welche Risiken bestehen und ob diesen mit infektionshygienischen Maßnahmen begegnet werden kann.

Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium hat den Beginn des Sommersemesters an allen baden-württembergischen Hochschulen bis nach Ostern verschoben.

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus finden ab dem 18. März diverse Veranstaltungen statt – einen laufend aktuellen Überblick über Absagen oder Einschränkungen gibt es unter www.iz-heidelberg.de. So wurde beispielsweise die Auftaktveranstaltung auf 80 Gäste begrenzt.

Der Verein Neckarorte hat das für Sonntag, 15. März, geplante „Anbaden“ am Neckarufer abgesagt.

Die Partner Stadt Heidelberg, Medien- und Filmgesellschaft und SAS haben das „MFG-Gastspiel Art/ficial Intelligence“ am 19. März abgesagt.

Der Sommertagszug durch die Altstadt am 22. März ist abgesagt.


Aktuelle Information vom 10. März 2020

Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Stadt Heidelberg ist am Dienstag auf nun 6 gestiegen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, bestätigte einen weiteren Fall. Es handelt sich um die Kontaktperson einer Reiserückkehrerin aus Südtirol. Im Stadtgebiet Heidelberg befinden sich laut Gesundheitsamt außerdem aktuell 60 Kontaktpersonen in Quarantäne.

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag das ganze Land Italien und das ganze Land Iran zu Risikogebieten erklärt. Bislang waren nur einzelnen Regionen oder Städte betroffen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Reise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat ebenfalls mehrfach darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Bei den Veranstaltungen in der Stadt Heidelberg wird weiterhin jeder Einzelfall im engen Einvernehmen zwischen Veranstalter und Gesundheitsamt betrachtet und geprüft. Heidelberg Marketing hat sich nach Absprache mit dem Gesundheitsamt entschieden, den zentralen Sommertagszug am 22. März, 15 Uhr, durch die Altstadt abzusagen.


Aktuelle Information vom 9. März 2020

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg ist bis Montagnachmittag (Stand: 16 Uhr) bei fünf geblieben. Aktuell befinden sich im Stadtgebiet Heidelberg 65 Personen in Quarantäne. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 13 Fälle bestätigt, 121 Personen befinden sich in Quarantäne. Das teilte das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist.

Bei den Veranstaltungen in der Stadt Heidelberg wird weiterhin jeder Einzelfall im engen Einvernehmen zwischen Veranstalter und Gesundheitsamt betrachtet und geprüft. Abgesagt sind die Formate „Sporteln am Sonntag“ am 15. März (Veranstalter TSG 78 Heidelberg und Sportkreis Heidelberg) sowie die beiden Termine der Stadtschulmeisterschaften im Turnzentrum für die Grundschulen am 25. März sowie für die weiterführenden Schulen am 1. April 2020. 

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner betonte am Montag, dass man die Situation sehr ernst nehme und eine Ausbreitung des Virus in Heidelberg aktuell in Grenzen halten könne. Er appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil dazu beizutragen: Dazu gehöre regelmäßiges und richtiges Händewaschen, ein Auskurieren aller Krankheitssymptome zu Hause und eine 14-tägige Quarantäne nach einer Rückkehr aus einem Risikogebiet.


Aktuelle Information vom 7. März 2020

11.30 Uhr

Das Gesundheitsamt hat am Samstagmorgen einen weiteren Corona-Fall in der Stadt Heidelberg bestätigt. Es handelt sich um ein Familienmitglied eines bereits bestätigten Falles. Entsprechend war die Person auch bereits in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt weitere Kontaktpersonen. Diese bleiben dann ebenfalls in Quarantäne. Die Zahl der bestätigten Fälle von Corona im Stadtgebiet Heidelberg liegt damit nun bei 5. 


Aktuelle Information vom 6. März 2020:

14.30 Uhr

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Freitagmorgen zwei weitere Personen in der Stadt Heidelberg bestätigt, bei denen der Coronavirus nachgewiesen wurde. Damit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg nun bei 4. Bei den beiden neuen Fällen handelt es sich um bereits bekannte Kontaktpersonen (Ehefrau und Neffe) des am Mittwoch, 4. März, positiv getesteten Reiserückkehrers aus Südtirol. Die Ehefrau stand bereits seit Urlaubsrückkehr unter freiwilliger Quarantäne; der Neffe hat bis zum Auftreten erster leichter Symptome die Schule besucht. Der Neffe ist Schüler am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium. Der Schulbetrieb muss nicht eingestellt werden. Bis das Gesundheitsamt die direkten Kontaktpersonen ermittelt hat, ist die gesamte Kursstufe, die der Schüler besucht hat, aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Schulleitung hat diese Entscheidung in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getroffen.

Das Robert-Koch-Institut hat am späten Donnerstagabend nun auch Südtirol in Norditalien in die Liste der Risikogebiete aufgenommen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Italienreise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat am Freitagmorgen ebenfalls darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Die Stadtverwaltung Heidelberg hat die Regelung analog für ihre Beschäftigten übernommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, bleiben demnach zu Hause. Bislang betraf das nur 5 Personen. Durch die Einstufung von Südtirol als Risikogebiet durch das RKI wird sich die Zahl sicherlich verändern.
Vor dem Hintergrund des Corona-Virus wird auch die Ehrung von Heidelbergs Sportlerinnen und Sportler des Jahres nicht wie geplant am 20. März 2020 im Casino der Stadtwerke Heidelberg stattfinden. Die Sportlerehrung durch die Stadt Heidelberg und den Sportkreis Heidelberg wird verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.


Aktuelle Information vom 5. März 2020:

18 Uhr

Am heutigen Donnerstag wurde kein weiterer Corona-Fall aus Heidelberg bekannt. Aus dem Rhein-Neckar-Kreis hat das Sozialministerium einen weiteren Fall bestätigt. Damit gibt es nun fünf bestätigte Corona-Fälle in Heidelberg (2) und dem Rhein-Neckar-Kreis (3), dem Zuständigkeitsgebiet des Kreisgesundheitsamtes. Alle fünf Personen sind in Quarantäne. Sie zeigen laut Universitätsklinikum Heidelberg nur milde Symptome. Das Gesundheitsamt steht zudem in täglichem Kontakt zu aktuell 32 engen Kontaktpersonen der positiv Getesteten, die gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ebenfalls in Quarantäne sind. Davon sind 19 aus dem Rhein-Neckar-Kreis und 13 aus Heidelberg.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamts gibt es weiterhin keine Auswirkungen auf das Infektionsrisiko an Schulen und Kindergärten. Die aktuellen Regelungen bleiben unverändert, Schulen und Kindergärten sind regulär geöffnet. Ebenso erfolgen keine grundsätzlichen Absagen von Veranstaltungen. Die Stadt Heidelberg prüft in Abstimmung mit den jeweiligen Veranstaltern und dem Gesundheitsamt, ob gegebenenfalls Auflagen zu erlassen sind.

Das Gesundheitsamt weist nachdrücklich darauf hin, die gängigen Hygienemaßnahmen wie insbesondere das gründliche Händewaschen mit Seife und anschließender Desinfektion regelmäßig zu praktizieren.

Ebenso bittet das Gesundheitsamt Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu folgen: Menschen, die nach ihrer Einreise aus Gebieten, die vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet aufgelistet sind, innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zuhause bleiben und sich an das Info-Telefon des Gesundheitsamts wenden.

Bei allen medizinischen Fragen ist das Info-Telefon des Kreisgesundheitsamtes unter Telefon 06221 522-1881 täglich von 7:30-21:00 Uhr erreichbar.

Die Stadt Heidelberg informiert unter www.heidelberg.de fortlaufend über den Stand in Sachen Corona, gibt Verhaltenstipps und beantwortet häufige Fragen. Die Info-Hotline der Stadt Heidelberg ist rund um die Uhr unter 06221 321 8212 geschaltet. 

Das Universitätsklinikum hat vor allem in den sozialen Medien immer wieder darauf hingewiesen, dass für den privaten Gebrauch weder Mundschutz, Schutzkittel noch das Horten von Händedesinfektionsmittel nötig seien. Diese Materialien werden dort gebraucht, wo es um die Krankenversorgung geht. Zudem bittet das Klinikum darum, Besuchszeiten und-frequenzen von Patienten auf ein notwendiges Maß zu reduzieren – dies diene dem Schutz von Beschäftigten und Patienten.


Aktuelle Information vom 4. März 2020:

17 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat am Mittwochnachmittag drei weitere Fälle des Coronavirus in Heidelberg bestätigt. Am Universitätsklinikum Heidelberg sind drei Personen positiv auf das Virus getestet worden. Dabei stammen mit zwei Fällen zum ersten Mal betroffene Personen aus Heidelberg, der dritte Fall kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis.

Beim ersten Heidelberger Fall handelt es sich um einen Mann, der aus dem Iran zurückkehrte. Er hat eine milde Symptomatik und ist derzeit isoliert. Die Ermittlung eventueller Kontaktpersonen läuft bereits. Ein anderer Mann aus Heidelberg hatte sich bereits am Sonntag nach seinem Ski-Urlaub in Südtirol in „Eigenquarantäne“ begeben. Er entwickelte Symptome und wurde daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet. Er befindet sich ebenfalls in angeordneter Quarantäne.

Beim dritten Fall handelt es sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er war Mitglied der Ski-Reisegruppe des Mannes (ebenfalls Rhein-Neckar-Kreis), der bereits am 27. Februar positiv getestet worden war. Als direkte Kontaktperson war er seitdem in Quarantäne und wurde jetzt nach der Entwicklung von Symptomen positiv getestet.

Die Zahl der positiv getesteten Personen im Gebiet des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar, das sowohl für den Rhein-Neckar-Kreis als auch für Heidelberg zuständig ist, beträgt damit nun vier. Alle vier positiv getesteten Personen weisen nur leichte Symptome auf, es sind keine schweren Krankheitsverläufe dabei.

Die neuen Fälle haben nach Einschätzung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar keine Auswirkungen auf das Infektionsrisiko an Schulen und Kindergärten. Die aktuellen Regelungen bleiben unverändert.

Die Stadt bewertet in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt laufend, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Mehrere Veranstalter haben bereits aus eigener Initiative heraus Veranstaltungen abgesagt, auch weil oftmals die Besucheressonanz stark zurück gegangen war. Für die nächste große Veranstaltung, den Pfennigbasar, hat sich die Stadt mit den Organisatoren auf zusätzliche Hygienemaßnahmen verständigt. Dazu zählen beispielsweise Desinfektions-Spender und gezielte Verhaltens-Tipps für die Besucher durch Aushänge und Ansprechpartner.


Aktuelle Information vom 3. März 2020:

18 Uhr

Es wurde bislang keine weitere Person in Heidelberg positiv auf den Corona-Virus getestet (Stand Dienstag, 17.00 Uhr). Damit bleibt es bei einem Patienten, der im Universitätsklinikum Heidelberg untergebracht ist. Er kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Ein Mann, der vor kurzem in Mannheim positiv getestet wurde, hatte einzelne Kontakte in Heidelberg. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen informiert. Sie bleiben demnach zu Hause in Quarantäne. Abmeldungen von Kindern, Schülern und Beschäftigten an Kitas, Schulen und bei der Stadtverwaltung durch Rückkehrer aus Krisengebieten oder Verdachtsfälle sind weiterhin auf wenige Einzelfälle beschränkt. Das baden-württembergische Kultusministerium hat Hinweise zum Umgang mit Schüleraustauschen, Studien- oder Klassenfahrten gegeben. Sie sind beim Ministerium abrufbar


Aktuelle Informationen vom 2. März 2020:

17 Uhr

In Heidelberg gibt es weiterhin einen Corona-Fall. Es handelt sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er ist im Universitätsklinikum Heidelberg in Quarantäne. Der Mann weist laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises weiterhin nur leichte Symptome auf. Der Fall wurde am vergangenen Donnerstag, 27. Februar positiv getestet. Mehrere Kontaktpersonen des Mannes sind vorsorglich in Quarantäne. Eine Kontaktperson aus Mannheim ist infiziert und ist in häuslicher Quarantäne untergebracht.

In ganz Baden-Württemberg liegt die Zahl der bestätigten Fälle laut Sozialministerium bei 25 (Stand, 2. März, 16 Uhr). Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein.

Es gibt aktuell keinen Hinweis, dass durch die bislang bestätigten Corona-Fälle ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko in Schulen, Kitas oder städtischen Einrichtungen in Heidelberg besteht. Sie bleiben daher regulär geöffnet.

Rückkehrer aus Risikogebieten sollen nach einer Mitteilung das baden-württembergischen Kultusministeriums weiterhin nicht in Schulen oder Kindertagesstätten gehen. Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten beziehungsweise Tätigen. Zu den Risikogebieten zählt das RKI nun auch die italienische Region Emilia Romagna, zudem in Italien die Region Lombardei und die Stadt Vo.

Aktuelle Liste der Risikogebiete unter www.rki.de

Die Vorgabe des Kultusministeriums, dass Rückkehrer aus Risikogebieten Schulen und Kitas meiden sollen, hat in Heidelberg nach Kenntnisstand der Stadtverwaltung nur sehr geringe Auswirkungen gehabt. An den städtischen Kindertagesstätten liegt die Zahl der Kinder und Erzieherinnen/Erzieher, die wegen Rückkehr aus einem Risikogebiet zuhause geblieben sind, im niedrigen einstelligen Bereich. An den Schulen waren Abmeldungen aus diesem Grund nach aktuellem Informationsstand die absolute Ausnahme. Auch die Betreuungsangebote an den Grundschulen über den Träger Päd-aktiv e.V. sind am Nachmittag völlig regulär verlaufen. Die Stadtverwaltung hat die Regelung des Kultusministeriums für Rückkehrer aus Risikogebieten auf alle ihre rund 2.800 Beschäftigten angewandt. Auch hier waren die Auswirkungen überschaubar: 5 Beschäftigte haben deshalb am Montag ihren Dienst nicht wie geplant angetreten.

Die Stadt Heidelberg ist in permanentem Kontakt zum Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und weiteren Behörden. Sie hat einen Arbeitsstab gegründet, der die Lage laufend beobachtet und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ergreift.

Stark nachgefragt werden die Informationsangebote der Stadt Heidelberg. Auf der Webseite www.heidelberg.de hatte die Info-Seite zum Coronavirus seit Freischaltung am vergangenen Mittwoch rund 17.000 Zugriffe. Die seit Freitag erreichbare Info-Hotline der Stadt Heidelberg (06221 321 8212) wählten bis Montagnachmittag über 500 Personen.  


Aktuelle Informationen vom 28. Februar 2020:

17 Uhr

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat am Freitagnachmittag zusätzliche Hinweise zum Schul- und Kita-Besuch in Baden-Württemberg veröffentlicht. Die Hinweise betreffen in erster Linie Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten des Corona-Virus. Die Regelungen des Ministeriums lauten wörtlich:

  • Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.
  • Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, u.a. bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause. Diese Personen setzen sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung oder nehmen Kontakt mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 auf.
  • Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

Das Kultusministerium betont: „Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten beziehungsweise Tätigen.“

Die Stadt Heidelberg übernimmt die Regelung für seine Beschäftigten in allen städtischen Ämtern. Die Öffnungszeiten der Ämter bleiben unverändert.

Was sind Risikogebiete?

Die Risikogebiete des Coronavirus werden vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert: www.rki.de

Aktuell (Stand 28. Februar) umfasst die Liste folgende Gebiete:

  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang.
  • Im Iran: Provinz Ghom
  • In Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

12.30 Uhr

Im Universitätsklinikum Heidelberg wurde ein Patient positiv auf das Corona-Virus getestet. Es handelt sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er hatte seinen Urlaub in Norditalien verbracht. Der betroffene Patient befindet sich in Quarantäne. Er hat nur leichte Krankheitssymptome. Das Gesundheitsamt Rhein-Neckar recherchiert sämtliche Kontakte des Patienten seit seiner Ansteckung. Es kontaktiert diese Personen und untersucht sie auf ihren Gesundheitszustand. Das Ansteckungsrisiko in der Öffentlichkeit ist durch diesen Fall nach Einschätzung des Gesundheitsamtes nicht erhöht. Es gibt aktuell keinen Hinweis, dass durch den Corona-Fall ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko in Schulen, Kitas oder städtischen Einrichtungen in Heidelberg besteht.

Die Kindertagesstätten in Heidelberg sind entsprechend ihrer jeweiligen regulären Öffnungszeiten geöffnet. Auch die Schulen sind geöffnet. Alle städtischen Behörden und Einrichtungen sind zu ihren regulären Öffnungszeiten geöffnet.

Die Stadt steht zur Beobachtung der Lage in permanentem Kontakt zum Gesundheitsamt Rhein-Neckar. Sollte sich die Bewertung der Situation ändern, ist die Stadt vorbereitet, sofort zu reagieren und beispielsweise einzelne Einrichtungen zu schließen, falls dies nach Einschätzung des Gesundheitsamtes erforderlich wäre.

Das Gesundheitsamt empfiehlt auch zum Schutz vor der Grippewelle die folgenden Maßnahmen:

  • Hände waschen. Die Hände sind die häufigsten Überträger von ansteckenden Infektionskrankheiten. Deshalb: Hände regelmäßig und gründlich (mindestens 20 bis 30 Sekunden) waschen, danach sorgfältig abtrocknen. Wichtiger als die Wassertemperatur sind die Dauer des Händewaschens und das gründliche Einseifen der Hände.
  • Hust- und Niesetikette beachten. Einfache Hygieneregeln schützen andere vor Ansteckung: Beim Niesen und Husten nicht die Hand vor Mund und Nase halten, sondern in die Armbeuge oder noch besser in ein Taschentuch niesen und husten. Mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen. Danach gründlich die Hände waschen.
  • Abstand zu erkrankten Menschen halten. Enge Körperkontakte vermeiden, nach dem Kontakt zu Erkrankten gründlich die Hände waschen und im Krankheitsfall auf das Händeschütteln verzichten.
  • Das Gesundheitsamt empfiehlt, mit seinem Arbeitgeber die Möglichkeit zu klären, das Infektionsrisiko auch in Bezug auf die Grippewelle zu minimieren, beispielsweise durch Nutzung eines Homeoffice.