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Georg Salvamoser Preis – HEG mit einem der wichtigsten Umweltpreise ausgezeichnet

Die Heidelberger Energiegenossenschaft (HEG) wurde im Mai 2019 für ihre Quartiersversorgung, die 130 Personen in der Heidelberger Südstadt mit Erneuerbaren Energien versorgt, als Heldin der Energiewende geehrt. Sie konnte mit ihrem Konzept für die Versorgung eines Wohnquartiers mit insgesamt 45 Mietwohnungen durch Solarenergie überzeugen. Dieses umfasst neben einer Photovoltaikanlage, deren Strom im Mieterstrom-Modell direkt von den Bewohnerinnen und Bewohnern im Quartier genutzt wird, einen optimierten Stromspeicher, dynamische Lastverlagerung sowie Elektromobilität. Die Auszeichnung des Georg Salvamoser Preises ist mit 10.000 € dotiert. „Das Preisgeld werden wir in weitere innovative Projekte und Entwicklungen investieren, um die soziale und bürgernahe Energiewende voranzutreiben“, erklärt HEG-Vorstand Nicolai Ferchl.

Andreas Gißler und Melanie Mártinez-Ramírez von der HEG innerhalb des ausgezeichneten Wohnprojekts. (Foto: Dominik Sackmann/lichtwerk)
Andreas Gißler und Melanie Mártinez-Ramírez von der HEG innerhalb des ausgezeichneten Wohnprojekts. (Foto: Dominik Sackmann/lichtwerk)

Durch den Stromspeicher und die Ladesäule für Elektroautos kann Solarstrom vom eigenen Dach auch in Zeiten geringen Verbrauchs für die Nutzung innerhalb des Quartiers gespeichert werden. Die Genossenschaft hat zudem erreicht, dass der lokale Carsharing-Anbieter Stadtmobil Rhein-Neckar die Ladesäule als Stellplatz für eines seiner Elektroautos nutzt – denn besonders wichtig ist ihr, dass Dinge innerhalb des Quartiers gemeinsam genutzt und damit Ressourcen gespart werden. Die Genossenschaft verbindet so bestehende technische Lösungen miteinander und bezieht darüber hinaus die Mieterinnen und Mieter in die Energiewende vor Ort ein.

„Die Heidelberger Energiegenossenschaft zeigt, dass Klimaschutz und kostengünstiger Wohnraum sich nicht widersprechen. Mutig und in vorbildhafter Weise setzen sie auch technische Neuentwicklungen wie Stromspeicher und Elektromobilität ein und beweisen, dass die mieterfreundliche urbane Energiezukunft im Quartier beginnt“, so die Jury in ihrer Begründung.
 
Nachdem die HEG im Frühjahr bereits den Umwelt- und Nachhaltigkeitspreis der Stadt Heidelberg erhielt, sieht sie die weitere Auszeichnung als klaren Auftrag, ihren Weg weiter zu beschreiten. „Wir sehen uns bestärkt, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern hier vor Ort Projekte zu entwickeln und umzusetzen“, erläutert Nicolai Ferchl. Durch das Mieterstrom-Modell kann quasi jedes Gebäude unabhängig von der Eigentümerstruktur für Solaranlagen genutzt werden. Entsprechend realisiert die Genossenschaft aktuell vier weitere Mieterstrom-Projekte in Heidelberg und Umgebung, teils in Kombination mit Speichern und Elektro-Ladesäulen. Jeder kann Mitglied der Genossenschaft werden, sich an der Finanzierung der Projekte beteiligen und so auch finanziell von der lokalen Energiewende in Bürgerhand profitieren. Weitere Informationen unter https://www.sonnenstadt-heidelberg.de/.

Bezug zum Masterplan 100 % Klimaschutz: Maßnahme EE14 solar auf großen Mehrfamilienhäusern und EE12 Erhöhung Eigenverbrauch