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Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Christina Reiß (Foto: Fotostudio Schwetasch)
Christina Reiß
Behinderten-beauftragte
Bergheimer Str. 69
69115 Heidelberg
Telefon 06221 58-15590
Fax 06221 58-49160

Weitere Infos
www.heidelberg.de/
behindertenbeauftragte

Kontakt und Leistungen/Befugnisse

Projekte aus dem Büro der Kommunalen Behindertenbeauftragten

Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"

Titelbild der Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"
Titelbild der Broschüre "Leben mit Hörbehinderung"

Die Kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadt Heidelberg haben gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe die Broschüre „Leben mit Hörbehinderung“ erstellt. Diese Broschüre kann im Büro bestellt werden oder als Download (4,65 MB)bezogen werden.

Häufige Fragen in der Beratung

Antworten auf „Häufige Fragen“ in der Beratung bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten werden neuerdings auf der Website zur Verfügung gestellt.  mehr dazu

"Wie gewohnt?!?" - Fachtag zum Inklusiven Wohnen verschoben

Nach der UN-Behindertenrechtskonvention haben Menschen mit Behinderungen ein Recht darauf, selbst zu bestimmen, wo und wie sie wohnen wollen. Noch stehen ihnen aber kaum Wahlmöglichkeiten zur Verfügung. Wer auf Pflege und Assistenz angewiesen ist, hat es schwer, wenn er oder sie nicht in einer „Sonderform“ mit ausschließlich behinderten Menschen oder in einem Seniorenheim leben möchte. In inklusiven Wohngemeinschaften, inklusiven Wohnprojekten oder Mehrgenerationen-Wohnen kann selbstbestimmtes Wohnen umgesetzt werden.

Die Kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Heidelberg plant daher gemeinsam mit dem Beirat von Menschen mit Behinderungen (bmb) und dem Kommunalen Behindertenbeauftragten des Rhein-Neckar-Kreises einen Fachtag zu diesem Thema. Coronabedingt kann dieser jedoch nicht wie geplant am 29. Juli 2020 stattfinden. Ein Ersatztermin wird angestrebt.

Beim "Inklusionslabor" im März 2019 war die häufigste Forderung im Themenbereich Wohnen, mehr inklusive Wohnangebote zu schaffen. Der Fachtag soll dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen.

Hier die Übersicht zum geplanten Ablauf. Wegen der Verschiebung können Änderungen notwendig werden.

„Bunt und munter – gemeinschaftlich Wohnen“ - Best-Practise-Beispiele 
Thomas Schmitt von Wohngenossenschaft Pro gemeinsam bauen und leben eG
„Gewusst wie“ - Rechtliche Rahmenbedingungen inklusiver Wohnprojekte
Fachstelle ambulant unterstützte Wohnformen (FaWo) beim KVJS Baden-Württemberg
„Wege ebnen - Barrierefreiheit und Fördermittel“
Reingard Cuba-Ramos von der Fachstelle barrierefreies Planen, Bauen, Wohnen beim Amt für Baurecht und Denkmalschutz der Stadt Heidelberg
„Wie gewohnt?!?“ - Gesprächsinseln zu den Fragen: Wie will ich wohnen – was hindert mich daran – wie kann es gelingen? und anschließende Ergebnispräsentation
 
Angebot und Nachfrage zusammenbringen - Vorstellung der Wohnbörse Wohn-Sinn, Tipps zur praktischen Umsetzung einer inklusiven Wohngemeinschaft sowie wichtige rechtliche Änderungen in Behindertenhilfe und Wohnwesen
Tobias Polsfuß , Wohn:Sinn 
After-Work-Party mit Chair-Dancing
BiBeZ e.V. und DJ-Kollektiv ZENA KOLLEKTIV

Der Veranstaltungsort ist für Mobilitätseingeschränkte zugänglich,  eine Induktionshöranlage steht zur Verfügung und es wird in Schrift sowie Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht.

Theaterstück "Rosa B. beinah vergessen": Aufführung in Heidelberg geplant

Die Kommunale Behindertenbeauftragte plant, das Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen.“ am 2. Oktober 2020 im Theater im Karlstorbahnhof zu zeigen. Noch ist unklar, ob zu diesem Zeitpunkt coronabedingt wieder Veranstaltungen dieser Art stattfinden können. 

Es geht in dem Stück um die Ermordung von Menschen mit Behinderungen durch das nationalsozialistische Terrorregime. Diese Ermordung nannten die Nationalsozialisten „Euthanasie“. In Heidelberg wurden einige Stolpersteine verlegt, die an diese Opfer erinnern. Auf dem Gelände der Psychiatrischen Klinik Heidelberg gibt es ein Mahnmal. Verschiedene Heidelberger Institutionen erforschen die Euthanasie. Im Jahr 2019 waren in Heidelberg zwei Ausstellungen zum Thema zu sehen.

Und jetzt noch ein Theaterstück? Ja!

Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs wurden getötet, weil sie eine Behinderung hatten. Aber wer genau? Es gibt keine umfassende Übersicht der durch Euthanasie getöteten Bürgerinnen und Bürger Heidelbergs. Insofern droht auch diesen Opfern das Vergessen. Stellvertretend möchte ich daher durch das Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen“ eine Begegnung mit den Opfern der Euthanasie ermöglichen. Im Idealfall regt dies dazu an, die Heidelberger Opfer systematisch und wissenschaftlich fundiert zu erforschen.

"Rosa B. beinah vergessen" ist ein Theaterstück über Rosa B., Patientin in der Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster von 1932 – 1946. Das Stück basiert auf der realen Biografie von Rosa B. und den Ereignissen in der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Klingenmünster, recherchiert von der Enkelin Gabriele Bußmann. Im Theaterstück „Rosa B. beinah vergessen“ wird der Rechercheprozess der Enkelin von heute verflochten mit dem Schicksal von Rosa B., die Kaiserreich, Weimarer Republik und die Zeit des Nationalsozialismus durchlebt hat und schlussendlich Opfer der nationalsozialistischen Rassenideologie wurde. Das Theaterstück ist ein  Projekt der Theatergruppe WeibsBilder; und eine Produktion des Herxheimer Dorftheater e.V. in Zusammenarbeit mit der Gedenkarbeit des Pfalzklinikums. 

Das Stück begleitet die Spurensuche der Enkelin und zeigt in vielen Rückblenden den Lebensweg einer Frau. Ihr ganzes Leben lang hat Rita ihre Großmutter Rosa bewundert, obwohl sie sie nie gekannt hat. Rosa sei als junge Frau nach Amerika ausgewandert und habe dort mit ihrem Mann Gottlieb, ihr Glück gemacht. Doch dann entdeckt Rita einen Sterbeschein: Rosa B. gestorben 1946 in Klingenmünster. Rita beginnt zu recherchieren und vor ihr bricht ein Lügengebäude zusammen, das in der Familie fast 70 Jahre aufrechterhalten worden war. Rita entdeckt die Lebensgeschichte einer jungen Frau, welche mit ihren Wünschen und Bedürfnissen so gar nicht in ihre Zeit gepasst hat. Was als harmloser Ausflug in die Familiengeschichte beginnt, nimmt eine dramatische Wendung. Rosa kehrt 1932 aus Amerika zurück nach Landau. Doch das Leben in der Kleinstadt ist ihr zu eng geworden. Sie fühlt sich kontrolliert, beobachtet und beäugt. Rosa rebelliert, sucht die Konfrontation mit Eltern, Nachbarinnen, ihrer Umwelt. Sie wird in die Anstalt Klingenmünster eingewiesen. Dort trifft sie auf Erika, Elisabeth, Hedwig, Klara - Patientinnen der Anstalt, die jede für sich einen je eigenen Lebens- und Leidenskosmos darstellen. Es entwickelt sich eine Freundschaft zu Ottilie, einer Mitpatientin; eine Freundschaft, die so vielleicht nur in existentiell bedrohlichen Lebenssituationen entstehen kann. Die beiden Frauen versuchen mit kleinen Listen der Ohnmacht ein letztes Stück eigene Identität und Würde zu wahren. Dass dies nicht gelingen kann, wissen sie vielleicht beide von Anfang an. Ottilie wird auch zur Sterbe-Begleiterin für Rosa.

Piktogramm: Es wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.
Es wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Kommunale Behindertenbeauftragte legt Jahresbericht 2019 vor

Der Jahresbericht 2019 (5,561 MB) über die Arbeit der Kommunalen Behindertenbeauftragten liegt vor. Sie hat ihn in der Sitzung des Ausschusses für Soziales und Chancengleichheit des Gemeinderats am 10. März 2020 vorgestellt. Die Ausschuss-Sitzung fand von 19 bis 22 Uhr im Neuen Sitzungssaal, Zimmer 0.06 des Rathauses Heidelberg statt.

Archiv

Aktion „Hürdenlos rein“: Stadt wirbt bei Geschäften und Lokalen für die Anschaffung mobiler Rampen

Initiiert von der Kommunalen Behindertenbeauftragten läuft  - unterstützt vom Amt für Wirtschaftsförderung, Pro Heidelberg und Heidelberg Marketing - die Kampagne "Hürdenlos rein". Bei Inhaberinnen und Inhabern von Geschäften und Lokalen wird dafür geworben, mobile Rampen einzusetzen.
mehr dazu

Im Zuge der Spendenaktion “Tausendundeine Rampe" der Sozialhelden e.V.  hat der Eine-Welt-Laden in der Heugasse in Heidelberg 2018  eine mobile Rampe erhalten. Die Kommunale Behindertenbeauftragte hatte diesen auf die Spendenkampagne aufmerksam gemacht und freut sich, dass die gemeinnützige Einrichtung berücksichtigt wurde.
Im Vorfeld des Welttags der Menschen mit Behinderungen testete Ute Wlodek die Rampe und Karsten Mosny brachte den Hinweisaufkleber an der Tür an, den die Kommunale Behindertenbeauftragte Christina Reiß überbracht hatte. mehr dazu

Pictogramm der Kampagne "Hürdenlos rein"

Alle Geschäfte und Lokale, die über eine mobile Rampe verfügen, sind am Aufkleber mit dem Piktogramm zu erkennen und in der Online-Übersicht heidelberg.huerdenlos.de aufgeführt.

Im Dezember 2019 gab es sowohl in Heidelberg Aktuell als auch in der Weihnachtsbeilage der Rhein-Neckar-Zeitung Anzeigen zu der Kampagne. In 2020 erfolgen ebenfalls Anzeigenschaltungen. Außerdem wurde ein Flyer erarbeitet, um damit Läden und Lokale auf diese Möglichkeit aufmerksam machen zu können. Der Flyer ist im Büro erhältlich oder als Download (528 KB).

„Mobil-AtLaS“: hürdenfreie Wege in der Innenstadt, Routenplaner in einfacher Sprache

Ohne Hürden ans Ziel kommen - in Leichter Sprache

Eine neue App der Stadt Heidelberg wird Mobilitätseingeschränkten wie Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen oder mit Kinderwagen und Gepäck unterwegs sind, künftig hürdenfreie Wege in der Innenstadt aufzeigen. Damit noch mehr Personen das Angebot nutzen können, wird es ergänzt – um eine zusätzliche App-Version in einfacher Sprache mit Lernprogramm in Leichter Sprache („Mobil-AtLaS“). Der offizielle Startschuss für das Projekt fiel Anfang April. Das Vorhaben wurde am Donnerstag, 13. Juni 2019, um 17 Uhr im Neuen Sitzungssaal des Heidelberger Rathauses, Marktplatz 10, vorgestellt. Bei der Veranstaltung wurden erste Arbeitsergebnisse präsentiert.
Interessierte waren herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Insbesondere Menschen mit Lernschwierigkeiten, einer Lese- und Rechtschreibschwäche sowie Hörbehinderte mit geringer Lautsprachkompetenz konnten ihre Anregungen einbringen. Daneben richtete sich das Angebot aber auch an ältere Bürgerinnen und Bürger sowie Menschen mit eingeschränkten Deutsch-Kenntnissen. Auch Menschen mit körperlichen Einschränkungen waren herzlich eingeladen, sich zu beteiligen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten zunächst eine Einführung zum aktuellen Projektstand und zum Umgang mit der Routenplaner-App für Mobilitätseingeschränkte. Dabei erfuhren sie von Vertretern der Stadt, des Büros für Leichte Sprache der Lebenshilfe Heidelberg e.V. und des Dienstleisters Erdmännchen & Bär Näheres zum neuen Zusatzangebot in einfacher Sprache sowie zum Lernangebot in Leichter Sprache. Anschließend konnten die Teilnehmenden die aktuelle Routenplaner-Version auch noch einmal in Kleingruppen testen. 
 
Die Stadt möchte damit weitere Verbesserungsvorschläge für das Zusatzangebot sammeln. Konkrete Bedürfnisse und Erwartungen von Menschen mit körperlichen sowie insbesondere Lern- und geistigen Behinderungen sollten ermittelt werden. Dadurch sollen die App und das Zusatzangebot möglichst gut auf die Bedürfnisse der künftigen Nutzer zugeschnitten werden. Die gewonnenen Ergebnisse fließen in die weitere Umsetzung ein.

Sowohl das neue App-Modul in einfacher Sprache als auch das ergänzende Lernangebot sollen nach der Fertigstellung über die gängigen App-Stores beziehungsweise die Internetseiten der Stadt Heidelberg frei verfügbar sein. Das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg unterstützt die Stadt bei dem Vorhaben „Mobil-AtLaS“ mit einer Fördersumme in Höhe von rund 18.000 Euro im Rahmen seines Programms „Impulse Inklusion 2018“.

Serviceangebot der Kommunalen Behindertenbeauftragten: Verleih der mobilen Induktionshöranlage

Bei der mobilen Induktions- / FI-Anlage erhalten Hörgeschädigte ein Empfangsgerät, das die Tonsignale direkt auf ihr Hörgerät (Voraussetzung: T-Spule) oder CI-Gerät sendet. Wer keine individuelle Hörtechnik nutzt, kann einen Kopfhörer aufsetzen.

Die Entleihe ist kostenfrei, es fallen jedoch 20 € / Stunde für eine betreuende Servicekraft an. Frühzeitige Terminvereinbarung empfohlen.

Informationen zur sicheren Arzneimitteleinnahme: Jetzt auch in Einfacher Sprache

MeinPlan ist ein Projekt zur sicheren Arzneimittelanwendung. Das heißt: MeinPlan will erklären, was man beim Nehmen von Medikamenten beachten muss.

Dabei muss man auf vieles achten. Es wird jetzt - auf Anregung und finanziert von der Kommunalen Behindertenbeauftragten Heidelbergs - nun auch in Einfacher Sprache erklärt, was man beachten sollte, wenn man Medikamente nimmt.

Schülerpraktikum: Eine Win-Win-Situation

Schülerinnen und Schüler müssen heute während ihrer Schulzeit die unterschiedlichsten Praktika machen. Für die meisten ist die Suche nach einem Praktikumsplatz nicht einfach, weil viele Firmen oder Einrichtungen den Betreuungsaufwand für so wenige Tage scheuen. Eine Unterstützung bietet allerdings die Heidelberger Praktikumsdatenbank.

Die Kommunale Behindertenbeauftragte möchte mit diesem Bericht dazu ermuntern, auch Jugendlichen mit unterschiedlichsten Behinderungen einen Praktikumsplatz anzubieten. Sie berät und vermittelt gern Informations- und Unterstützungsangebote, um den Praktikumsbetreuenden die eventuell bestehenden Unsicherheit oder Befürchtungen zu nehmen.

Als die Anfrage einer Mutter kam, die händeringend einen Praktikumsplatz für ihren14jährigen Sohn mit Asperger-Autismus suchte, wurde deutlich: Schwierigkeiten für Jugendliche mit Handicap gibt es bei der Praktikumssuche nicht nur wegen baulicher Barrieren! Diese zu überwinden lohnt sich für beide Seiten! 
mehr dazu

Informationen zur Kommunalen Behindertenbeauftragten in Leichter Sprache

Die Aufgaben der Kommunalen Behindertenbeauftragten sind vielfältig und ergeben sich aus dem Landesbehindertengleichstellungsgesetzt. Hier werden sie in Leichter Sprache erläutert (226,5 KB).