Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Bei Fragen und im Falle von Diskriminierungen wenden Sie sich bitte an:

Danijel Cubelic
Beauftragter Antidiskriminierung
Telefon 06221 58-15550
Fax 06221 58-49160

Heidelberg setzt Zeichen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung

Die Stadt ist der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO beigetreten ​

Logo "ECCAR"
Logo "European Coalition of Cities Against Racism"

Heidelberg will künftig noch konsequenter gegen Diskriminierung, Vorurteile und Ausgrenzung vorgehen und das friedliche Zusammenleben seiner Einwohnerinnen und Einwohner weiter fördern. Jüngster Meilenstein der Antidiskriminierungspolitik der Stadt ist der Beitritt zur Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO (European Coalition of Cities against Racism „ECCAR“). Durch den Beitritt verpflichtet sich Heidelberg zur Umsetzung eines Aktionsplans mit zehn Punkten. Die offizielle Übergabe der Beitrittsurkunde zur Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus findet am 13. März 2015 im Spiegelsaal des Prinz Carl statt. Zu dieser Veranstaltung wird auch die baden-württembergische Integrationsministerin Bilkay Öney erwartet. Vom 16. bis 29. März 2015 finden in Heidelberg außerdem die „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ statt.

„Unser Beitritt zur Städtekoalition gegen Rassismus setzt einen wichtigen Impuls“, betonte Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner. „Denn es zeigt sich immer mehr, dass es die Städte sind, die erfolgreich Lösungen für globale Probleme erarbeiten. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Klimaschutz. Die Nationen reden – die Kommunen handeln. Wir werden uns nun gemeinsam mit Städten aus aller Welt auch im Kampf gegen Rassismus und Ausgrenzung engagieren“.

Geeignete Strategien zur Überwindung von Diskriminierung entwickeln ​

Mit dem Beitritt zur Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO bekennt sich die Stadt Heidelberg klar dazu, dass niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauung, seiner Behinderung, seiner sexuellen Identität oder seines Alters benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Gemeinsam mit anderen Städten wird sich Heidelberg am internationalen Austausch zum Thema beteiligen und geeignete Strategien zur Überwindung von Diskriminierung entwickeln.
 
Die europäische Städtekoalition gegen Rassismus der UNESCO besteht seit 2004. Das Konzept basiert auf der Einsicht, dass Diskriminierung vor Ort entsteht und demnach auch vor Ort bekämpft werden muss. Die UNESCO kooperiert mit derzeit über 100 Kommunen aus 24 Ländern und in sechs Weltreligionen, um geeignete, lokal angepasste Strategien zur Rassismusbekämpfung zu entwickeln. Potsdam koordiniert die Zusammenarbeit der europäischen Städte, die sich einmal jährlich zu Konferenzen treffen. Aus Deutschland sind 21 Städte Mitglied in der europäischen Koalition, darunter Berlin, Celle, Erlangen, Halle, Hannover, Karlsruhe, Kiel, Köln, Leipzig, München, Nürnberg, Potsdam, Saarbrücken, Siegen und Wolfsburg.

Der Zehn-Punkte-Aktionsplan

Durch den Beitritt verpflichten sich die Städte zur Umsetzung eines Aktionsplans mit folgenden zehn Punkten:

  • Verstärkte Wachsamkeit gegenüber Rassismus: Aufbau eines Beobachtungs- und Solidaritäts-Netzwerkes
  • Bewertung der örtlichen Situation und der kommunalen Maßnahmen: Aufbau einer Datensammlung, Formulierung erreichbarer Ziele und Entwicklung von Indikatoren, um die Wirkung der kommunalen Maßnahmen bewerten zu können
  • Bessere Unterstützung für die Opfer von Rassismus und Diskriminierung
  • Bessere Information der Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte und Pflichten, über Schutzmaßnahmen und über Sanktionen für rassistisches Verhalten
  • Förderung gleicher Chancen auf dem Arbeitsmarkt
  • Die Stadt verpflichtet sich, als Arbeitgeberin und Dienstleisterin Chancengleichheit und Gleichberechtigung zu gewährleisten und zu fördern
  • Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Bekämpfung von Diskriminierung bei Vermittlung und Verkauf von Wohnungen
  • Entwicklung von Maßnahmen gegen ungleiche Bildungs- und Erziehungschancen; Förderung von Toleranz und interkultureller Verständigung durch Bildung und Erziehung
  • Förderung der kulturellen Vielfalt in den Kulturprogrammen, im öffentlichen Raum und im städtischen Leben
  • Entwicklung oder Unterstützung von Maßnahmen zum Umgang mit rassistischen Gewalttaten und Förderung des Konfliktmanagements.

Weitere Infos

Europäische Städtekoalition gegen Rassismus