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Für Passanten bietet der Siegerentwurf von POLA Landschaftsarchitekten vom Querbahnsteig des Hauptbahnhofs kommend einen direkten Weg über den Bahnhofsplatz Süd zum neuen Konferenzzentrum. (Foto: POLA Landschaftarchitekten)

Baustart am Europaplatz

Dieser Ort wird zur neuen Visitenkarte Heidelbergs: Vom Europaplatz (ehemals Bahnhofsplatz Süd) am südlichen Ausgang des Hauptbahnhofs unternehmen viele Zugreisende künftig erste Schritte durch die Stadt. Entstehen soll dort ein lebendiges Stadtentree mit Geschäften und Gastronomie, einem Hotel, Büros und Mietwohnungen. Die Gustav Zech Stiftung entwickelt das Areal rund um den künftigen Europaplatz in der Bahnstadt und hat im Oktober 2019 mit den Bauarbeiten begonnen. 

Insgesamt 300 Millionen Euro werden investiert, um ein städtebauliches Meisterstück zu schaffen, das – wie für die Bahnstadt üblich – in Passivhausbauweise errichtet wird. Neben dem markanten, elfgeschossigen Vier-Sterne-Plus-Konferenzhotel mit etwa 300 Zimmern, das direkt gegenüber dem geplanten Konferenzzentrum liegen wird, sind ein Wohngebäude mit Ladenlokalen auf Platzebene sowie drei weitere Gebäude für Büros, Dienstleistungen, Geschäfte und Gastronomie geplant. Auf insgesamt 8000 Quadratmetern entstehen 105 Mietwohnungen – 29 davon werden als geförderte Wohnungen angeboten. Das sind 20 Prozent der Wohnfläche. 

Eine zweigeschossige Tiefgarage bietet Platz für knapp 1.900 Fahrräder und 900 Autos. 160 Stellplätze für Autos können öffentlich genutzt werden. Der Großteil ist Anwohnern und Beschäftigten der angrenzenden Büros und Geschäfte vorbehalten. Um den Umstieg auf das Rad weiter zu fördern, gibt es in der neuen Tiefgarage 1000 öffentliche Fahrradstellplätze für Pendler und Anwohner, die über eine Rampe vom Europaplatz aus erreicht werden. 870 Fahrradgaragen können gemietet werden. 

Attraktiver Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität

Der erste Preis sieht südlich des Hauptbahnhofs zwischen Querbahnsteig und dem geplanten neuen Konferenzzentrum am Czernyring einen attraktiven Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität vor. Er soll als „urbaner Schmuckplatz“ wahrgenommen werden – mit locker angeordneten Bäumen auf Schmuckbeeten und Rasenkissen. Seine Lebendigkeit erhält der Platz durch eine belebte Erdgeschosszone mit Außengastronomie, Sitzgelegenheiten und weiteren Aufenthaltsmöglichkeiten. Die Stadt Heidelberg hat den Wettbewerb gemeinsam mit der Gustav Zech Stiftung ausgelobt, die die Gebäude rund um den Platz entwickelt.

Bürgerbeteiligung

Die Bürgerinnen und Bürger waren von Beginn an in die Planungen eingebunden: Bei einer Beteiligungsveranstaltung im Oktober 2016 wurden zunächst Ideen und Vorschläge zu den Themen „Vernetzung“, „Platzgestaltung“ sowie „Nutzungen und Erschließung“ gesammelt. Die Anregungen flossen in die Ausarbeitung der Aufgabenstellung für den Wettbewerb ein.

Im Mai 2018 wurde nun das Büro POLA Landschaftsarchitekten aus Berlin als erster Preisträger beim freiraumplanerischen Wettbewerb zur Gestaltung des Europaplatzes in der Heidelberger Bahnstadt ausgezeichnet. Eine Jury hat den Entwurf unter 24 eingereichten Arbeiten ausgewählt.

Ausblick

Insgesamt plant die Gustav Zech Stiftung eine Bauzeit von etwa drei Jahren. Die Fertigstellung der ersten Gebäude ist 2021 vorgesehen – dann soll auch der direkte Übergang vom Querbahnsteig zum Czernyring möglich sein, der einen bequemen und barrierefreien Weg zum Hauptbahnhof bietet. Im Anschluss soll der dazwischenliegende Europaplatz realisiert werden.

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