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Internationaler Tag gegen LSBTTIQ-Feindlichkeit (IDAHOBIT*): Heidelberg macht mit

Digitale Aktionswoche vom 11. bis 17. Mai – Online-Kundgebung am 17. Mai

Anlässlich des IDAHOBIT* findet in Heidelberg am Sonntag, 17. Mai 2020, eine digitale Kundgebung statt. An diesem Tag wird seit 2004 jährlich weltweit der „International Day Against Homophobia, Biphobia, Inter*phobia and Trans*phobia“ (IDAHOBIT*) begangen, der Internationale Tag gegen die Feindlichkeit gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren (kurz: lsbttiq) Menschen.

Ziel des Aktionstages ist es, auf die Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen aufgrund sexueller oder geschlechtlicher Identität aufmerksam zu machen sowie Respekt und Akzeptanz einzufordern. Der Tag findet mittlerweile in über 130 Ländern statt. Das Datum wurde in Erinnerung an die Streichung von Homosexualität aus der Liste psychischer Krankheiten durch die Weltgesundheitsorganisation WHO im Jahr 1990 gewählt. Gleichzeitig erinnert der 17. Mai an den Paragraf 175 des StGB. Dieser stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern in Deutschland seit 1872 unter Strafe und wurde erst 1994 gänzlich aufgehoben.

Heidelberg will Ausgrenzung und Benachteiligung entschieden entgegenwirken

Seit 2015 wird der Tag auch in Heidelberg begangen. Immer noch müssen LSBTTIQ weltweit um ihre Sicherheit fürchten. In manchen Ländern droht die Todesstrafe. Doch auch in Deutschland sind LSBTTIQ noch mit Diskriminierung im Alltag konfrontiert. Um Ausgrenzung und Benachteiligung entschieden entgegenzuwirken, hat die Stadt Heidelberg den „Runden Tisch sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ ins Leben gerufen. Die Stadt fördert unter anderem Maßnahmen in den Themenfeldern Jugend, Schule und Gewaltschutz.
 
Dieses Jahr findet der IDAHOBIT* aufgrund der Coronavirus-Pandemie als digitale Aktionswoche vom 11. bis 17. Mai statt. Passend zur Bewerbung der Stadt Heidelberg um die Aufnahme in das „Rainbow Cities Network“ steht der IDAHOBIT* 2020 hier unter dem Motto #MyRainbowCity. Das Rainbow Cities Network ist ein internationaler Zusammenschluss von Städten, die sich der Akzeptanz von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren Menschen verpflichten. Im Zuge der Bewerbung setzt sich die Stadt Heidelberg zum Ziel, den Diskriminierungsschutz und die Sichtbarkeit von LSBTTIQ-Menschen weiter zu stärken – wie bei der IDAHOBIT*-Aktionswoche. Als deutlich sichtbares Zeichen der Wertschätzung von Vielfalt werden am Heidelberger Rathaus auch 2020 die Regenbogenfahnen gehisst.

Aktionstag unter dem Motto #MyRainbowCity

Als Höhepunkt der Aktionswoche findet am Sonntag, 17. Mai 2020, von 16.30 bis 17.30 Uhr eine digitale Kundgebung statt, unter anderem mit Redebeiträgen von Bürgermeister Wolfgang Erichson, Vertretungen des Queeren Netzwerks und weiteren Stimmen aus der Heidelberger LSBTTIQ-Community. In Anlehnung an das IDAHOBIT*-Datum findet um 17.05 Uhr ein digitaler „Rainbow-Flash“ mit Konfetti vor den heimischen Computern statt. Ein Live-Auftritt der Band Leopold rundet die Veranstaltung ab.
 
Die Kundgebung ist online zu finden über die Facebook-Seite des Queeren Netzwerks unter www.facebook.com/QueerHD und über deren Website www.queeres-netzwerk-hd.de. Eine Einwahl ist auch per Telefon unter der Nummer 0695 050-2596 möglich (Meeting-ID: 790 5274 9047, Passwort: 496205).

Das Queere Netzwerk Heidelberg organisiert die Aktionswoche anlässlich des IDAHOBIT* 2020 in Kooperation mit dem Amt für Chancengleichheit der Stadt Heidelberg und Mosaik Deutschland e.V. aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.