Neuer Generalmusikdirektor für Heidelberg: Empfehlung für Mino Marani

Einstimmig haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Bildung sowie des Haupt- und Finanzausschusses in einer gemeinsamen, nichtöffentlichen Sitzung am 6. Juli 2023 für den 37-jährigen Mino Marani als neuen Heidelberger Generalmusikdirektor (GMD) ausgesprochen. Die Findungskommission unter Leitung von Bürgermeister Wolfgang Erichson hat Mino Marani aus über 120 Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt. Zuletzt war die Auswahl nach einem mehrstufigen Auswahlverfahren auf insgesamt drei Personen eingegrenzt worden, wovon die Kandidatin Yura Yang aus Karlsruhe ihre Bewerbung am 22. Juni zurückgezogen hat. Die Empfehlung wird nun an den Gemeinderat weitergegeben, der am 20. Juli 2023 endgültig entscheiden wird. Die Stelle des Generalmusikdirektors des Philharmonischen Orchesters Heidelberg wird mit Beginn der Spielzeit 2024/25 neu besetzt.

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Die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Bildung sowie des Haupt- und Finanzausschusses haben sich für den 37-jährigen Mino Marani als neuen Heidelberger Generalmusikdirektor (GMD) ausgesprochen. (Foto: Matthias Baus)

Oberbürgermeister Eckart Würzner sagte im Anschluss an die Sitzung: „Ich freue mich, dass wir mit Mino Marani einen hervorragenden Musiker für die Stelle des Generalmusikdirektors gewinnen konnten. Während des Vordirigates hat er bereits sein Können und sein gutes Zusammenwirken mit dem Orchester unter Beweis gestellt. Damit hat er nicht nur die Auswahlkommission, sondern auch die Heidelbergerinnen und Heidelberger überzeugt.“

Intendant Holger Schultze ergänzte: „Mit Mino Marani haben wir sowohl für das Philharmonische Orchester, als auch für die Oper eine gute Wahl getroffen. Ich freue mich auf spannende künstlerische Projekte und eine gute Zusammenarbeit mit einem außergewöhnlichen Musiker hier am Theater und Orchester Heidelberg.“

Mino Marani ist derzeit Erster Kapellmeister am Staatstheater Braunschweig. Der 37-Jährige wurde im italienischen Cesena geboren. Er studierte Dirigieren in Mailand sowie Kammermusik, Komposition und Klavier in Bologna. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Peter Eötvös, Sylvain Cambreling, Johannes Schlaefli und Peter Gülke. Sein erstes Engagement in Deutschland beim Staatstheater Mainz führte ihn zum Theater Osnabrück und schließlich als Erster Kapellmeister und stellvertretender GMD zu den Theatern in Pforzheim und Koblenz, bevor er 2021 ans Staatstheater Braunschweig wechselte. In der kommenden Spielzeit dirigiert er dort „Tosca“, „La Bohème“, „Il barbiere di Siviglia“, „Salome“ und „Blaubarts Burg“, sowie das 4. Sinfoniekonzert.

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