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Stadt Heidelberg ehrte ehrenamtlich Engagierte mit Bürgerplakette

27 Auszeichnungen für außergewöhnlichen Einsatz für die Mitmenschen und das Gemeinwohl

Die Geehrten der Bürgerplakette
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (vorne r.) mit den Preisträgerinnen und -trägern der Bürgerplakette 2020 (Gruppe 1). Vorne v. l: Manfred Riehl, Gerhard Schrade, Barbara Schenk, Michael Falk, Lilly Edler, Doris Seigerschmidt; 2. Reihe v. l.: Ellen Möller, Gisela Lasser, Dorothea Betz; 3. Reihe v. l.: Wolfgang Bittmann, Ulrike Jessberger, Erika Lochner-Eichler; 4. Reihe v. l.: Dr. Steffen Pauly, Werner Blei, Gustav Wödl, Jürgen Eichler. (Foto: Philipp Rothe)

Herausragendes bürgerschaftliches Engagement für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl – das zeichnet die Personen und Gruppen aus, die am Mittwochabend, 13. Oktober 2021, mit der Bürgerplakette 2020 der Stadt Heidelberg geehrt wurden. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner überreichte die 27 Auszeichnungen im Großen Rathaussaal. „Die Corona-Pandemie hat uns allen umso deutlicher gezeigt, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement im Alltag ist. Bürgerinnen und Bürger haben für ihre Mitmenschen eingekauft und ihnen Essen gebracht, ihren Nachbarn geholfen, Unterstützung organisiert und vieles mehr“, sagte Oberbürgermeister Prof. Würzner.

Er würdigte das große Engagement aller Preisträgerinnen und Preisträger der Bürgerplakette 2020: „Bürgerschaftliches Engagement ist eine zentrale Säule unserer Gesellschaft. Sie stärken diese Säule jeden Tag, indem Sie Ihre Mitmenschen in den Mittelpunkt stellen. Sie setzen sich für Ihren Stadtteil und die vielen Vereine in unserer Stadt ein. Sie engagieren sich für Erkrankte und Menschen mit Behinderungen. Sie unterstützen Geflüchtete und andere bedürftige Menschen. Im Namen der Stadt Heidelberg, des Gemeinderates und der gesamten Stadtgesellschaft möchte ich Ihnen herzlich für Ihren außergewöhnlichen Einsatz danken.“

Die Geehrten der Bürgerplakette
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (vorne r.) mit den Preisträgerinnen und -trägern der Bürgerplakette 2020 (Gruppe 2). Vorne v. l.: Dr. Regine Buyer, Heide Hertzberg, Heidi Barth, Anna-Maria Lindemann; 2. Reihe v. l.: Waltraud Al-Karghuli, Ursula Bappert, Nora Schönberger, Daniela Micol, Detlev Bork, Dagmar Trippo, Manfred Heuser; 3. Reihe v.l.: Kuno Hug, Dr. Roger Michelbach, Alexander Walter, Bernhard Scheitler, Evein Obulor; 4. Reihe v.l.: Thorsten Röver, Ilse Erbe, Jimmy Kneipp, Frank Kratzer. (Foto: Philipp Rothe)

Die Geehrten

Mit der Bürgerplakette 2020 wurden in den Stadtteilen ausgezeichnet: Lilly Edler, Gisela Lasser und Ellen Möller (Altstadt), Michael Falk (Bergheim), Ulrike Jessberger (Boxberg), Barbara Schenk (Emmertsgrund), Wolfgang Bittmann, Dr. Steffen Pauly, Manfred Riehl (Handschuhsheim), Erika Lochner-Eichler und Jürgen Eichler (Kirchheim), Gerhard Schrade, Daniela Vogt (Neuenheim), Doris Seigerschmidt (Pfaffengrund), Dorothea Betz, Werner Blei, Gustav Wödl (Rohrbach), Heidi Barth (Schlierbach), Johannes Kirsten (Südstadt), Dr. Regine Buyer (Wieblingen), Ilse Erbe (Wieblingen/Kirchheim), Kuno Hug (Ziegelhausen).

Gesamtstädtisch oder als Gruppen wurden geehrt: Team der Gaststätte Fandango (stellvertreten durch Jimmy Kneipp), heidelberger tafel e.V. (stellvertreten durch Manfred Heuser), Kinderbeauftragte (stellvertreten durch Daniela Micol, Dagmar Trippo, Detlev Bork, Nora Schönberger, Thorsten Röver, Frank Kratzer), Anna-Maria Lindemann, Evein Obulor, Rhein-Neckar-Journal Heidelberg (stellvertreten durch Waltraud Al-Karghuli, Ursula Bappert, Dr. Roger Michelbach, Heide Hertzberg), Bernhard Scheitler, Alexander Walter.

Die Verleihung war ursprünglich für den Herbst vergangenen Jahres geplant, musste wegen der Pandemie aber verschoben werden. Die Übergabe wurde coronabedingt auf zwei Gruppen aufgeteilt, damit sich nicht zu viele Personen gleichzeitig in einem Raum aufhielten.

Anerkennung bürgerschaftlichen Engagements

Die Stadt Heidelberg hat vor 20 Jahren mit der Bürgerplakette eine Ehrung geschaffen, um den Einsatz von engagierten Menschen für das Gemeinwesen in besonderer Weise anzuerkennen. Menschen, die sich durch ehrenamtlichen, persönlichen Einsatz für das Gemeinwohl verdient gemacht haben, können ausgezeichnet werden – unabhängig von ihrem Alter und von der Dauer des freiwilligen Engagements. Es können Einzelpersonen oder Gruppen geehrt werden. Seit 2013 werden maximal 27 Bürgerplaketten in einem Jahr verliehen – ein Großteil geht an engagierte Menschen aus den Stadtteilen, die übrigen Bürgerplaketten sind für gesamtstädtische Vorschläge reserviert. Neben Heidelbergerinnen und Heidelbergern können auch Menschen mit der Bürgerplakette ausgezeichnet werden, die nicht in Heidelberg leben, sich aber hier ehrenamtlich engagieren. Bei der Verleihung der Bürgerplaketten 2021 – geplant ist die Veranstaltung im Frühjahr 2022 – können erstmals 29 Auszeichnungen verliehen werden.

Mitglieder der Stadtteilvereine, der Bezirksbeiräte, des Gemeinderats und der Stadtverwaltung schlagen jedes Jahr Personen vor. Aus der Zivilgesellschaft können über diese Gremien ebenfalls Empfehlungen ausgesprochen werden. Der Gemeinderat entscheidet über die vorgeschlagenen Kandidaten.

Die Trägerinnen und Träger der Bürgerplakette 2020:

Ausgezeichnete Bürgerinnen und Bürger aus den Stadtteilen

Lilly Edler, Gisela Lasser und Ellen Möller (Altstadt)

Durch ihr besonderes Engagement gelang es ihnen zu Beginn der Corona-Pandemie, über 1.000 Alltagsmasken zu nähen und damit zunächst vor allem ältere Menschen in der Altstadt zu versorgen. Durch die erbetenen Spenden für die Masken kamen weit über 5.000 Euro zusammen, die sie wiederum gemeinnützigen Zwecken zukommen ließen. Neben der zeitaufwändigen Näharbeit kam es bei den Anfragen nach Masken zu wertvollen Gesprächen und zwischenmenschlichen Kontakten.

Michael Falk (Bergheim)

Der Geehrte setzt sich in besonderem Maße für das friedliche Zusammenleben aller Religionen und Menschen ein. Er engagiert sich gegen Antisemitismus und für die Sicherheit der Synagoge in Heidelberg. Nach dem Anschlag in Halle vermittelte er den Kontakt zwischen der Jüdischen Kultusgemeinde, dem Polizeipräsidium sowie der Landesregierung, so dass sich die Besucherinnen und Besucher der Synagoge sicherer fühlen konnten. Darüber hinaus engagierte er sich als Mitglied im Beirat von Menschen mit Behinderungen.

Ulrike Jessberger (Boxberg)

Sie engagiert sich seit vielen Jahren für ihren Stadtteil und dessen Menschen – als Mitglied im Stadtteilverein, im Vergabebeirat des Boxberger Stadtteilmanagements und Vorstandsmitglied im Kulturkreis Emmertsgrund-Boxberg. Auch bei der „Tafel“ im evangelischen Gemeindezentrum bringt sie sich ein und ist Mentorin für „Shared Reading“ im Seniorenzentrum Boxberg-Emmertsgrund. Zudem ist sie an weiteren Aktivitäten in den Bergstadtteilen beteiligt und seit fast 20 Jahren als Bezirksbeirätin aktiv.

Barbara Schenk (Emmertsgrund)

Die Geehrte leistet einen wesentlichen Beitrag für die Erhaltung und Pflege der schönen Landschaft auf dem Emmertsgrund. Barbara Schenk befreit in Eigeninitiative Wald, Spazierwege, Weinberge und Rastbänke von dem dort gedankenlos hinterlassenen Müll und entsorgt diesen sachgerecht. Insbesondere nach Sonn- und Feiertagen geht sie durch das Gelände und sammelt die Hinterlassenschaften ein, um die Sauberkeit des Stadtteils und dessen Umgebung zu erhalten.

Wolfgang Bittmann (Handschuhsheim)

Wolfgang Bittmann ist Gründungsmitglied des Vereins Handschuhsheimer Feldkultur e.V. und war dort längere Zeit im Vorstand tätig. Er engagiert sich für den Erhalt der Vielfalt des Handschuhsheimer Feldes und begeistert mit seinen Fotografien der dortigen Tier- und Pflanzenwelt. Er veranschaulicht damit deren Schönheit und weist zugleich auf deren Kostbarkeit und Verletzlichkeit hin. Zahlreiche Veranstaltungen von Handschuhsheimer Vereinen hat er mit seinen Bildern mitgestaltet.

Dr. Steffen Pauly (Handschuhsheim)

Er ist Mitbegründer und Vorsitzender der AG „Handschuhsheim hilft“, die verschiedene Angebote in der Unterkunft „Im Weiher“ gestaltet. Zum umfangreichen Unterstützungsangebot für Menschen auf der Flucht zählen Behörden- und Arztbesuche, Hilfeleistung rund um die jeweiligen Arbeitsstellen, Sprachförderung, Übersetzungen und Nachhilfe sowie die Gestaltung verschiedener Freizeitangebote. Dr. Pauly führt auch zahlreiche Gespräche und ist Mittler zu lokalen Unternehmen und der Nachbarschaft.

Manfred Riehl (Handschuhsheim)

Der Geehrte setzt sich im Bereich des Schützensports insbesondere für die Jugendarbeit ein und engagiert sich hierfür bis hin auf Landes- und Bundesebene. Mit seinem Verein, der Schützengilde 1954 Heidelberg e.V., bereichert er seit Jahrzehnten vorbildlich die unterschiedlichsten Aktivitäten des Stadtteils und beteiligte sich auch bei der 1200-Jahr-Feier in besonderem Maße. Zudem übte er zahlreiche soziale und ehrenamtliche Aktivitäten innerhalb der Deutschen Polizeigewerkschaft aus.

Erika Lochner-Eichler und Jürgen Eichler (Kirchheim)

Seit Jahren engagieren sich Erika Lochner-Eichler und Jürgen Eichler in der Heidelberger Arbeitsgemeinschaft der Rheuma-Liga Baden-Württemberg e.V. Sie unterstützen Betroffene darin, einen selbstbestimmten Umgang mit der Krankheit zu erlernen sowie bei der partizipativen Krankheits- und Alltagsbewältigung. Im Rahmen einer eigens dafür eingerichteten Sprechstunde organisieren sie Trainingsgruppen für Betroffene. Im Sprecherratsteam der Heidelberger Rheuma-Liga sind die beiden fest eingebunden.

Gerhard Schrade (Neuenheim)

Der Geehrte macht sich unermüdlich und in uneigennütziger Form besonders in seinem Stadtteil Neuenheim verdient und bringt sich als Umwelt- und Naturschützer ein. Er setzt sich mit seinen Tätigkeiten auf verschiedensten Gebieten ein: So sammelt er Flaschen und Unrat im Bereich der Theodor-Heuss-Brücke und entsorgt diese sachgerecht. Am Neckarufer kümmert er sich um Pflanzen und Tiere und ist auch bei Aktionen des NABU zum Amphibienschutz aktiv. Darüber hinaus engagiert er sich beim „Tafel-Frühstück im Winter“.

Daniela Vogt (Neuenheim)

Daniela Vogt war die Ideengeberin des Projekts zur Sammlung historischer Aufnahmen des Stadtteils Neuenheim und setzte dieses bis zur Veröffentlichung von „Neuenheim im Wandel –Eine Sozialgeschichte in Bildern von 1870 bis 1950“ um. Gleichzeitig setzt sie sich seit vielen Jahren für die Belange des Stadtteils und seiner Bevölkerung ein und ist Mitorganisatorin zahlreicher Aktivitäten. So wurde auch „Neuenheim swingt" durch ihre maßgebliche Mitwirkung ins Leben gerufen und über viele Jahre durch sie organisiert.

Doris Seigerschmidt (Pfaffengrund)

Sie engagiert sich seit Jahrzehnten in vorbildlicher Weise sowohl für den TSV 1949 Pfaffengrund e.V. als auch für die Pfaffengrunder Karneval Gesellschaft 1954 e.V. In beiden Vereinen nahm sie verschiedenste Funktionen wahr, von der Übernahme permanenter Aufgaben bis hin zur Organisation von Sonderprojekten. Noch immer engagiert sie sich und bringt sich in ihren ehrenamtlichen Funktionen als Organisatorin, Koordinatorin, Trainerin, Sportlerin und Entertainerin zum Wohl beider Vereine ein.

Dorothea Betz (Rohrbach)

Dorothea Betz engagiert sich seit Jahren in vielfältiger Weise in ehrenamtlicher Funktion im Seniorenzentrum Rohrbach. Durch die Übernahme zahlreicher Aufgaben ermöglicht sie wertvolle Angebote des Zentrums, welche ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zugutekommen. So leitet sie eigenverantwortlich den Frauenstammtisch, hilft bei Festen wie dem Sommerfest und ist seit zwölf Jahren als „Oma“ in der U3-Kindergruppe tätig.

Werner Blei (Rohrbach)

Der Geehrte ist seit über 40 Jahren Mitglied im MGV Liederkranz 1904 Heidelberg Rohrbach e.V. Von Anfang an war er stets tatkräftig bei allen Festivitäten des Vereins im Einsatz und wechselte 1980 in die aktive Mitgliedschaft, wo er bis heute den ersten Tenor gibt. Auch bei der Freiwilligen Feuerwehr in Rohrbach sowie im Stadtteilverein ist er als Mitglied engagiert. Bei der TSG Rohrbach war er Mitbegründer der Volleyball-Abteilung, deren Abteilungsleiter und zeitweise stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins.

Gustav Wödl (Rohrbach)

Er übernimmt seit vielen Jahren zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten in Rohrbach, wie Smartphone-Einsteigerkurse für Ältere im Seniorenzentrum Rohrbach und die Pflege der Blumenanlage auf dem Vorplatz des Hasenleiser-Zentrums. Zudem beteiligt er sich regelmäßig an Veranstaltungen des Quartiersmanagements Hasenleiser. Daneben restauriert Gustav Wödl Wegweiser- und Gedenksteine im Stadtgebiet und führt Wanderungen zu diesen durch, die er auch mit Erzählungen untermalt.

Heidi Barth (Schlierbach)

Heidi Barth engagiert sich seit Jahrzehnten für die Entwicklung Schlierbachs. Dort hat sie in allen Vereinen ehrenamtliche Tätigkeiten übernommen und prägte auch als 2. Vorsitzende des Stadtteilvereins das Miteinander und die Verständigung. Seit Jahrzehnten setzt sie sich für die Reaktivierung des Leinpfades ein und leistet unzählige Stunden Arbeit bei der Pflege der Zugänge zum Fluss. Bis heute übernimmt sie Aufgaben bei traditionellen Veranstaltungen und schreibt regelmäßig Beiträge für die Stadtteilzeitung.

Johannes Kirsten (Südstadt)

Der Geehrte engagiert sich seit fast 30 Jahren in der Südstadt. Auch dank ihm konnte das „Südstadtfest“ wachsen und den Zusammenhalt im Stadtteil fördern. Für alle technischen Fragen rund um die Durchführung des Festes trägt er die Hauptverantwortung. Darüber hinaus ermöglicht er seit vielen Jahren ehrenamtlich und mit hohem persönlichen Einsatz Vermietungen im Markushaus. Johannes Kirsten hat in der Südstadt Integration nicht nur zwischen den Konfessionen, sondern auch im gesamten Stadtteil verwirklicht.

Dr. Regine Buyer (Wieblingen)

Sie leitet seit vielen Jahren die Gruppe Heidelberg-Wieblingen des BUND. Der Erhalt des Naturschutzgebietes Unterer Neckar/Altneckar und der Neckarwiese in Wieblingen sind ihr dabei eine Herzensangelegenheit. Sie war wesentlich an der Verwirklichung des Naturlehrpfades beteiligt und lädt regelmäßig Interessierte zu Exkursionen und Vorträgen ein. Dr. Regine Buyer engagiert sich zudem in der Arbeitsgemeinschaft Unterer Neckar, steht in Kontakt mit dem Wasserschifffahrtsamt und ist Mitglied des Bezirksbeirates.

Ilse Erbe (Wieblingen/Kirchheim)

Die Geehrte engagiert sich seit 1977 im Heidelberger Carneval Club Blau Weiß 1960 e.V. Auch im Vorstand war sie aktiv, ihr Steckenpferd war aber stets die Tanzjugend, die mit ihrer Hilfe zahlreiche sportliche Erfolge errungen hat. Bis heute ist Ilse Erbe in der Tanzsportabteilung aktiv und kümmert sich um alle Anliegen. Auch über die Vereinsgrenzen hinaus engagiert sie sich, wie beim Lebendigen Neckar oder Stadtteilfesten. Seit mehr als 40 Jahren steht sie unermüdlich im Dienste des Brauchtums und des Ehrenamtes.

Kuno Hug (Ziegelhausen)

Kuno Hug engagiert sich seit fast 50 Jahren im Vorstand des MSC Ziegelhausen sowie seit Jahrzehnten beim ADAC Nordbaden. Er organisierte zahlreiche Veranstaltungen in und um Heidelberg, wie die ADAC-Prüfungsfahrt „Schloss Heidelberg“ und die ADAC-Rallye „Schloss Heidelberg“ für Automobile sowie die Fahrrad-Trial-Weltmeisterschaftsläufe in Heidelberg. Er gründete die Oldtimer-Rallye Nordbaden Classic, die unter seiner Leitung später als „Heidelberg Historic“ bekannt wurde. Heute ist er hier noch immer beratend tätig.

Ausgezeichnete Bürgerinnen und Bürger und Gruppen aus gesamtstädtischen Vorschlägen

Team der Gaststätte Fandango (stellvertreten durch Jimmy Kneipp)

Das Fandango-Team hat in der Corona-Krise kräftig ehrenamtlich angepackt. Es hat sofort nach Beginn der Krise großflächig in Rohrbach Hilfe angeboten und sich auch in die Initiative #rohrbachhältzusammen von Stadtteilverein und Quartiersmanagement eingebracht. Mittagessen wurden nach Hause geliefert, Einkäufe vorgenommen, Wohnungen für Menschen der Hochrisikogruppe gefunden, Masken genäht und zahlreiche weitere kleine Hilfstätigkeiten, wie der Gang zur Post und zur Apotheke, erledigt.

heidelberger tafel e.V. (stellvertreten durch Manfred Heuser)

Die heidelberger tafel hat mit ihren gewachsenen ehrenamtlichen Strukturen ein Liefernetzwerk aufgebaut, das Bedürftige jederzeit mit günstigen Lebensmitteln versorgt. Die derzeit mehr als 60 Ehrenamtlichen sammeln pro Jahr mehr als 150 Millionen Tonnen Lebensmittel ein, beispielsweise bei Supermärkten und Bäckereien. Diese werden an Bedürftige und an Einrichtungen zur Kinderbetreuung und der Obdachlosenhilfe abgegeben.

Kinderbeauftragte der Stadt Heidelberg (stellvertreten durch Daniela Micol, Dagmar Trippo, Detlev Bork, Nora Schönberger, Thorsten Röver, Frank Kratzer)

Die Kinderbeauftragten sind eine Institution unserer Stadtgesellschaft. Jeweils zwei Beauftragte pro Stadtteil setzen sich ehrenamtlich für die Interessen der Jüngsten ein. Sie sind bei Spielplatz- und Verkehrsbegehungen dabei und nehmen die Umwelt mit den Augen der Kinder wahr. Ihre Leitlinien für einen kinderfreundlichen Verkehr wurden bundesweit als vorbildliche Handhabung bei städtischen Planungen bekannt.

Anna-Maria Lindemann

Die Geehrte setzt sich schon seit Jahrzehnten für ein gleichberechtigtes Zusammenleben in Heidelberg ein. Seit 2014 ist sie für den Asylarbeitskreis aktiv, war vier Jahre lang dessen Vorsitzende und engagiert sich in weiteren Bündnissen wie der Seebrücke Heidelberg. Sie ist Mitgründerin des Bündnisses für Ankunftszentrum, Flüchtlinge und Flächenerhalt und spielt eine zentrale Rolle in der Unterstützung und Beratung von Geflüchteten und Asylsuchenden, wie auch in der Koordination von zivilgesellschaftlichem Engagement.

Evein Obulor

Das Engagement von Evein Obulor erstreckt sich auf die Bereiche Menschen auf der Flucht, Integration, politische Bildung, Geschlechtergerechtigkeit und Kunst bis hin zur Studierendenvertretung und -beratung. Sie gründete im Oktober 2016 den Verein „Migration Hub Heidelberg“ und war dessen erste Vorsitzende. Sie setzt sich außerordentlich für eine tolerante und vielfältige Stadtgesellschaft sowie für einen friedlichen und konstruktiven Gesellschaftsdiskurs ein und ist für junge Menschen ein Vorbild.

Rhein-Neckar-Journal Heidelberg (stellvertreten durch Waltraud Al-Karghuli, Ursula Bappert, Dr. Roger Michelbach, Heide Hertzberg)

Für die Hörzeitung „Rhein-Neckar-Journal Heidelberg“ wählt das ehrenamtliche Team Artikel aus der Rhein-Neckar-Zeitung aus, liest diese vor, zeichnet sie auf und schickt sie an eine zentrale Vervielfältigungsstelle für Blindenhörzeitungen. Dadurch können sich auch blinde und sehbehinderte Menschen informieren und am gesellschaftlichen Leben in Heidelberg und in der Umgebung teilhaben.

Bernhard Scheitler

Der Geehrte ist seit seiner Jugend bei den Malteser-Hilfsdiensten ehrenamtlich engagiert und seit vielen Jahren deren Stadtbeauftragter für Heidelberg. Neben der Tätigkeit bei klassischen Hilfsdiensten wie Sanitätsdiensten und Erste-Hilfe-Kursen, ist er Mitinitiator wertvoller alternativer Aktionen. Dazu zählen die „Besuchshunde für Kranke“, der „Herzenswunsch-Krankenwagen“, das Weihnachtsessen für Bedürftige sowie die Osteraktion für Obdachlose mit der Idee des Gabenzauns in der Corona-Krise.

Alexander Walter

Alexander Walter engagierte sich nahezu 30 Jahre lang im Vorstand der DLRG-Stadtgruppe Heidelberg, davon viele Jahre als Vorsitzender. Hier hat er Meilensteine gesetzt: So ist er für den Aufbau des Wasserrettungsdienstes in Heidelberg verantwortlich und mitverantwortlich für den Neubau des Rettungszentrums Wieblingen. Für Behörden wie die Wasserschutzpolizei war und ist er ein verlässlicher Partner und sowohl für die DLRG Heidelberg als auch für die Bürgerschaft in Sachen Sicherheit im und am Wasser ein Garant.

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