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„Superstar Hub“: Heidelberg zählt zu Europas Städten mit dem dynamischsten Wachstum

McKinsey Global Institut: Erfolgreiche Entwicklung seit 2007 / Wachstum bei hochqualifizierten Jobs

Heidelberg ist ein Top-Standort in vielerlei Hinsicht: Die Stadt ist im vergangenen Jahrzehnt dynamisch gewachsen, hat sich erfolgreich weiterentwickelt und verfügt über sehr gute Zukunftsaussichten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „The future of work in Europe“ des McKinsey Global Institutes, das knapp 1.100 regionale Arbeitsmärkte auf dem Kontinent miteinander verglichen hat. Demnach zählt Heidelberg zu den 46 „Superstar Hubs“ in Europa und befindet sich auf einer Stufe mit Metropolen wie Brüssel, Mailand, Rom, Berlin, Prag, Kopenhagen, Stockholm und anderen. „Heidelberg spielt in der gleichen Liga mit Madrid und München“ bilanziert die Studie. Neben den „Superstar Hubs“ zählen die „Megacities“ London und Paris zu den insgesamt 48 europäischen Städten, die dynamisch wachsen („Dynamic growth hubs“) und der Analyse zufolge für den Arbeitsmarkt der Zukunft am besten aufgestellt sind.

„Die Studie bescheinigt dem Standort Heidelberg eine sehr gute Entwicklung seit dem Jahr 2007“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Das zeigt sich in vielen Bereichen: Mehr als jeder dritte Beschäftigte in der Stadt hat einen Hochschulabschluss. Für sie bietet Heidelberg attraktive Arbeitsplätze und ausgezeichnete Perspektiven zur Weiterentwicklung. Neue Unternehmen haben sich angesiedelt und Jobs geschaffen, etwa auf den Konversionsflächen und in der Bahnstadt. Die Arbeitslosenquote liegt seit vielen Jahren konstant unter fünf Prozent – auch während der Corona-Pandemie. Unsere Stadt wächst – und das nachhaltig durch die Entwicklung ehemaliger US-Flächen und unter Berücksichtigung strenger energetischer Standards zum Klimaschutz.“

Niedrige Arbeitslosigkeit, hohes Bevölkerungswachstum, schnell wachsende Branchen

„Der Wirtschaftsraum Heidelberg befindet sich bezüglich Arbeitsangebot und -nachfrage in einer vorteilhaften Situation. Auf Basis der untersuchten Trends sollte die Anzahl der verfügbaren Jobs weiter steigen. Damit ein Großteil der Bevölkerung von dieser Entwicklung profitieren kann, braucht es passende Weiterbildungsangebote, eine Ausweitung der Verkehrsinfrastruktur sowie eine gute Wohnraumversorgung“, bilanziert Dr. Tilman Tacke vom McKinsey Global Institute.

Die Studie wurde bereits vor der Corona-Pandemie aufgesetzt und jüngst im Rahmen der städtischen Wirtschaftskonferenz Vertretern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft vorgestellt. Für die Untersuchung wurde Europa in knapp 1.100 regionale Arbeitsmärkte unterteilt, die anhand verschiedener Faktoren miteinander verglichen wurden. Dabei berücksichtigten die Macher der Studie Aspekte der Digitalisierung und Automatisierung, der Verbreitung von Ideen und Innovationen genauso wie die allgemeine erwartete Arbeitsmarktentwicklung in den Regionen über das Jahr 2030 hinaus. Auch das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage – also auch die Anteile der Fachkräfte in den jeweiligen Regionen – zählten mit.

Der Standort Heidelberg punktet in der Studie in mehreren Bereichen – insbesondere mit einer deutlich niedrigeren Arbeitslosenquote (zum Zeitpunkt der Erhebung 3,2 Prozent) als der Durchschnitt der anderen „Superstar Hubs“ (5,5 Prozent), einem höheren Anteil an Beschäftigen in schnell wachsenden Branchen (19,0 gegenüber 17,5 Prozent) und einem höheren Bevölkerungszuwachs (9,0 gegenüber 7,0 Prozent).

Beste Zukunftsperspektiven

Heidelberg ist laut Studie eine von insgesamt elf dynamisch wachsenden Regionen in Deutschland – die höchste Dichte aller Länder in Europa. Die Studie bewertet auch die Zukunftsaussichten Heidelbergs sehr positiv: Entgegen des Bundestrends (minus 1 Prozent) wird für den Standort Heidelberg ein Jobwachstum von bis zu 5 Prozent erwartet. Dabei steigt vor allem der Anteil der Arbeitsbereiche, die hochqualifizierte oder spezialisierte Anforderungen stellen, wie Beschäftigungen in der Gesundheitsbranche und aus den sogenannten MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). In beiden Bereichen wird bis zum Jahr 2030 ein Zuwachs von jeweils bis zu 8.000 Arbeitsplätzen prognostiziert. Ein Rückgang wird hingegen vor allem in nichtakademischen Berufen erwartet.

„Die Studie zeigt, dass wir in Heidelberg zuversichtlich in die Zukunft blicken können“, sagt Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Wir arbeiten mit einer ganzen Reihe von Partnern seit vielen Jahren kontinuierlich daran, den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weiter zu stärken. Wir bieten innovativen Unternehmen etwa aus den Bereichen IT, digitale Medien und Bioinformatik bereits heute im Heidelberg Innovation Park sehr gute Entwicklungsperspektiven und gewährleisten den Betrieben und Start-ups eine enge Betreuung über die städtische Wirtschaftsförderung und den Technologiepark. Das macht sich jetzt und in Zukunft bezahlt.“

In der Studie wurde festgestellt, dass die 48 dynamisch wachsenden Regionen mehr als ein Drittel der zusätzlichen Jobs in ganz Europa generieren werden. Dieses Beschäftigungswachstum schlägt sich dabei anteilig vor allem in Arbeitsplätzen mit hochqualifizierten und hochspezialisierten Anforderungen nieder. Gleichzeitig verursacht die wachsende Digitalisierung und Automatisierung eine große Nachfrage für Weiterqualifizierung oder Umorientierung der Arbeitskräfte in weniger hochqualifizierten Arbeitsmarktsegmenten.

Über das McKinsey Global Institute

Das McKinsey Global Institute (MGI), der wirtschaftswissenschaftliche Forschungszweig von McKinsey, wurde 1990 gegründet, um ein tieferes Verständnis der sich entwickelnden Weltwirtschaft zu entwickeln. Ziel des MGI ist es, Führungskräften im kommerziellen, öffentlichen und sozialen Sektor die Fakten und Erkenntnisse zu liefern, auf denen Management und politische Entscheidungen basieren können.