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Wohlfühlorte am Wasser: „Neckarorte – Stadt an den Fluss“ erstmals zeitgleich im Vierer-Pack

Großes Kunst- und Kulturprogramm am Römerbad / Land und Stadt bezuschussen Aktionen

Wohlfühlorte direkt am Wasser – diese schafft das Projekt „Neckarorte – Stadt an den Fluss“. Die Organisatoren, der Verein Neckarorte und die Stadt Heidelberg, können in diesem Sommer wieder an den Start gehen. Insgesamt werden 2021 vier Neckarorte bespielt und das erstmals zeitgleich: Römerbad, Neckarlauer, Iqbalufer und Alte Brücke. Vor allem am Römerbad schöpfen die Beteiligten aus dem Vollen: Dort wird ab 2. Juli 2021 an fünf aufeinander folgenden Wochenenden ein großes Kultur- und Kunstprogramm geboten. Möglich ist das aufgrund des Impulsprogramms „Kunst trotz Abstand!“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Das Land fördert das Projekt am Römerbad mit rund 47.000 Euro. Die Stadt Heidelberg gibt für die Gesamtaktion Neckarorte weitere Zuschüsse in Höhe von 67.000 Euro. Zentraler Ort am Römerbad ist das eigens aufgebaute Kunsthaus, das „Rote Haus am Neckar“. Dieses wird westlich der Ernst-Walz-Brücke (ehemaliger Wendehammer) in Szene gesetzt. Dort finden sich auch eine Bühne und eine Kinoleinwand, die für Musik-, Kunst- und andere kreative Darbietungen zur Verfügung stehen.

„,Neckarorte – Stadt an den Fluss‘ ist ein Projekt, das die Menschen zurück ans Wasser bringt und die Lebensqualität in Heidelberg weiter erhöht. Die Aktionen bereichern unsere Stadt und vor allem das soziale Miteinander. Gerade das ist nach den langen Einschränkungen so wichtig und das, wonach wir uns alle gesehnt haben. Wir sind dem Verein Neckarorte sehr dankbar für die kreative und tatkräftige Umsetzung und unterstützen die Aktionen gern“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, Dirk Rulffes, Vorsitzender des Vereins Neckarorte und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck stellen den Neckarort am Römerbad vor
Ein Ort zum Wohlfühlen: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (Mitte), Dirk Rulffes, Vorsitzender des Vereins Neckarorte (links), und Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck stellen den Neckarort am Römerbad vor, der ab 2. Juli an fünf Wochenenden zur Bühne für Darbietungen aus Musik, Kultur, Sport und mehr wird. (Foto: Rothe)

„Wir freuen uns riesig, dass durch die Förderung des Landes und der Stadt Heidelberg ein großes, freies Kultur- und Kunstprogramm an der Ernst-Walz-Brücke stattfinden kann. Beim Kulturprogramm ,Das Rote Haus am Neckar‘ sind rund 35 Acts aus der Region geplant. Darüber hinaus wollen wir den Park am Römerbad mit der Neckarwiese verbinden und so – einmalig in Heidelberg – einen direkten Zugang aus dem Stadtteil zum Neckar schaffen“, erklärt Dirk Rulffes, Vorsitzender des Vereins Neckarorte.

„Mit dem Projekt ‚Stadt an den Fluss‘ gestalten wir unsere Stadt ganz aktiv. Wir setzen mit einfachen Bordmitteln neue Impulse, etwa durch Pop-up-Beaches, Pop-up-Lounges und Ruhe-Oasen. So kommen die Menschen in Heidelberg ihrem Fluss ganz nah. Gleichzeitig können sich daraus städtebauliche Projekte an den Freiräumen am Neckarufer entwickeln. Bei der Umsetzung arbeiten Stadt und Verein Hand in Hand. Wer vor Ort ist, spürt, wie begeistert die Angebote angenommen werden“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Stadtplanung: Heidelberg besser an den Neckar anbinden

Die Aktion „Neckarorte“ ist Teil des Gesamtprojektes „Stadt an den Fluss“, das 2016 neu startete. Dieses hat das Ziel, die gesamte Stadt besser an den Neckar anzubinden. Im Fokus einer 2019 vorgelegten Machbarkeitsstudie steht die Promenade entlang des südlichen Heidelberger Neckarufers im Bereich zwischen dem Wehrsteg in Wieblingen und dem Karlstor. Diese Uferzone ist rund 3,7 Kilometer lang. In Teilabschnitten könnte dort nach und nach eine zusammenhängende, fußläufige Verbindung entlang des Neckars innerhalb des gesamten Stadtgebiets entstehen – teils schwimmend, teils fest auf dem Wasser verankert oder an Land. Wie das möglich ist, klärt derzeit eine Machbarkeitsprüfung. Sind alle Fragen beantwortet, kann 2022 das Planfeststellungsverfahren auf den Weg gebracht werden.

Mit eingeschlossen in die Prüfung ist auch die Schaffung einer verkehrssicheren und gut nutzbaren Radverkehrsführung. Auch das Überqueren der B37 und der Zugang zum Neckar für den Fußverkehr sollen verbessert werden. Die Neckarpromenade ist Bestandteil des Pilotprojektes „Radschnellweg zwischen Heidelberg und Mannheim“. Die Vorzugstrasse verläuft auf der südlichen Neckarseite bis zum Bismarckplatz.

Neckarlauer: Planung für zweiten Bauabschnitt hat begonnen

Die Gestaltung des Neckarufers im Zuge von „Stadt an den Fluss“ ist am Neckarlauer unterhalb der Stadthalle bereits fortgeschritten. Der erste Bauabschnitt wurde 2020 abgeschlossen. Der Zugang ist nun barrierefrei möglich. Mehrere Sitzblöcke aus Sandstein mit integrierter LED-Beleuchtung laden zum Platznehmen ein. Der Auftrag bis zur Entwurfsplanung für den zweiten Bauabschnitt ist vergeben. Geplant sind unter anderem weitere Maßnahmen für den barrierefreien Zugang, Grünpflanzen am Wasser, mehr Beleuchtung sowie ein modularer Aufbau des Stadtstrandes mit Strandbar und Toiletten. Die Planungsergebnisse werden voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 zur Beratung in die städtischen Gremien gehen. Offen ist derzeit die Umsetzung, da im angespannten Corona-Haushalt noch keine finanziellen Mittel bereitgestellt werden konnten.

„Neckarorte – Stadt an den Fluss“ 2021 – das ist geplant:

Vier „Neckarorte“ werden 2021 erstmals zeitgleich bespielt. Diese sind jederzeit frei zugänglich und voraussichtlich bis Ende Oktober geöffnet. Getränke gibt es am Römerbad und Neckarlauer sowie an der Alten Brücke (ab Juli). Generell besteht an den Neckarorten aber kein Konsumzwang. Alkoholische Getränke verkauft der Verein Neckarorte nur am Wochenende.  

Römerbad

Die „Urban Lounge am Skatepark“ mit Sandstrand, Großpflanzen, Barcontainer und der Holzterrasse mit Sitzbänken wurde überarbeitet und wiederaufgebaut. Dort steht auch das eigens errichtete Kunsthaus, das „Rote Haus am Neckar“, samt Bühne und Kinoleinwand.

Neckarlauer

Wie in den Jahren 2017 bis 2019 findet sich dort der Heidelberger Stadtstrand. Ausgestattet mit einer Strandbar, Liegestühlen, Paletten-Bänken und Sonnensegeln bietet der Stadtstrand während der Sommermonate einen Wohlfühlort zum Entspannen. Täglich ist dort ein gastronomisches Angebot erhältlich – immer, wenn die Sonne scheint, ab dem Nachmittag bis 22 Uhr. An einigen Wochenenden wird auch Strand-Yoga angeboten.

Iqbalufer

Das Iqbalufer dient als Ruhe-Oase. Dort sind keine regelmäßigen Veranstaltungen geplant. Der Bar-Container wurde zurückgebaut, um den Blick auf den Neckar freier zu gestalten, und am Römerbad wieder aufgestellt. Als Ersatz soll in diesem Jahr noch eine begrünte Pergola mit Schattenbereich aufgebaut werden. Ein gastronomisches Angebot gib es nur bei vereinzelten Veranstaltungen.

Alte Brücke

Auch das bekannte Heidelberger Wahrzeichen wird zum Neckarort. Dort lässt es sich voraussichtlich ab Juli bis Oktober im kühlen Schatten unter der Brücke entspannen. Auch ein Baranhänger wird dort öffnen.

Verein NECKARORTE – Orte am Fluss entdecken, erleben und verbinden

Mit der Aktion Neckarorte haben Architektenkammer und Stadt Heidelberg gemeinsam mit vielen weiteren Kooperationspartnern das Projekt „Stadt an den Fluss“ im Jahr 2016 wieder in das Bewusstsein der Heidelberger Bevölkerung gebracht. Seitdem haben sich der Verein Neckarorte und die Stadt das Ziel gesetzt, zusammen mit Interessierten und Aktiven im Laufe der Zeit große und kleine Orte mit Potenzial am Fluss aufzuwerten, neu zu gestalten und zu verbinden. Als zentraler öffentlicher Raum bietet der Neckar vielfältige Potenziale und setzt wichtige Impulse für eine lebenswerte Stadt.

Weitere Informationen im Internet unter neckarorte-heidelberg.de und www.heidelberg.de/stadtamfluss 

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