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„Nein zur Todesstrafe“: Stadt Heidelberg beteiligt sich am 30. November an weltweitem Aktionstag

Die Stadt Heidelberg beteiligt sich am Mittwoch, 30. November 2022, an dem internationalen Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ zur weltweiten Abschaffung der Todesstrafe. „Die Todesstrafe ist eine Bestrafung, die im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen hat“, betont Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Es ist erschreckend, dass auch heute noch Jahr für Jahr mehrere Hundert, vermutlich sogar Tausende Menschen weltweit hingerichtet werden. Noch immer sprechen mehr als 50 Staaten Todesurteile aus und vollziehen diese auch. Gemeinsam mit vielen anderen Städten wollen wir ein Zeichen gegen diese menschenunwürdige Form der Bestrafung setzen. Die Stadt Heidelberg steht für die Wahrung von Menschenrechten, für Toleranz und Menschlichkeit und spricht sich entschieden gegen jegliche Art von Körperstrafen und Folter aus.“

2021 mindestens 579 Hinrichtungen in 18 Staaten

Die internationale Kampagne „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ wurde 2002 durch die Laiengemeinschaft Sant’Egidio ins Leben gerufen. Beteiligten sich bei der Gründung der Kampagne noch rund 80 Städte, so sind es heute bereits über 2.300 Städte weltweit – darunter allein mehr als 300 in Deutschland. Zu den Unterstützern zählt auch Amnesty International (AI), das einen jährlichen Bericht zu Todesstrafen herausgibt: Demzufolge wurden 2021 weltweit mindestens 579 Hinrichtungen in 18 Staaten dokumentiert – rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die wahre Zahl an Hinrichtungen dürfte laut AI aufgrund teils unvollständiger oder nicht vorhandener offizieller Berichte deutlich höher sein. Stark gestiegen ist dem Bericht zufolge auch die Zahl der ausgesprochenen Todesurteile: Weltweit wurden im Jahr 2021 beinahe 40 Prozent mehr Todesurteile verhängt als 2020. In 56 Staaten verurteilten Gerichte mindestens 2.052 Menschen zum Tode.

Durch die Beteiligung an der Initiative „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ bekräftigen die teilnehmenden Städte den moralischen Einsatz zur endgültigen weltweiten Beseitigung der Todesstrafe aus dem Strafrecht. Oberbürgermeister Prof. Würzner hat die Erklärung im Dezember 2021 anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte unterzeichnet. Zuvor hatte der Heidelberger Gemeinderat mit großer Mehrheit beschlossen, sich der Initiative anzuschließen.