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Fragezeichen auf Heidelbeerfarbenem Grund (Stadt Heidelberg)

Gemeinsam gegen Corona
Mit einer Plakataktion bittet die Stadt Heidelberg Bürgerinnen und Bürger sich an den Aufruf der Bundesregierung zu halten und zu Hause zu bleiben.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, drucken Sie die Plakate gerne aus und bringen Sie in Ihrem Laden oder Wohnhaus an. Oder schreiben Sie uns, wenn wir Ihnen welche schicken können.
Zum Download

Ältere Informationen zum Coronavirus

Informationen vom 22. Mai 2020

Päd-aktiv unterstützt bei Notbetreuung an Grundschulen – Stadt will weiter Betreuung für alle
Bei der Notbetreuung von Schülerinnen und Schülern der vierten Klassen unterstützt ab dem kommendem Montag päd-aktiv an den Grundschulen – im Auftrag der Stadt Heidelberg. So können für die Betreuung am Vormittag mehr Plätze als bisher für jene Kinder zur Verfügung gestellt werden, bei denen die Zugangskriterien des Landes für die erweiterte Notbetreuung erfüllt sind. Infos für Eltern hat päd-aktiv auf seiner Homepage zusammengestellt. Über diesen Kreis hinaus darf die Stadt nach derzeitigen Vorgaben des Landes keine Kinder betreuen.
Für die Stadt Heidelberg soll dies aber nur ein erster Schritt bleiben. Das Ziel bleibt – wie von Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner skizziert – eine verlässliche Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler in den vierten Klassen. Dies betont Prof. Würzner auch nochmal in seiner Videobotschaft. 

Die Stadt Heidelberg hat dem Land hierzu eine Lösungsmöglichkeit angeboten. Einen entsprechenden Vorschlag hat der Oberbürgermeister in dieser Woche der baden-württembergischen Kultusministerin geschickt. Auch hier würden die pädagogischen Fachkräfte von päd-aktiv eine Schlüsselrolle übernehmen. Die Stadt muss hier noch auf Rückmeldungen aus Stuttgart warten.

Coronavirus: Es gilt die Maskenpflicht – Ausnahmen aus medizinischen Gründen
Seit Ende April gilt in Baden-Württemberg beim Einkaufen, in Bussen und Bahnen und an den Haltestellen Maskenpflicht – doch es gibt auch Menschen, die berechtigterweise ohne Maske unterwegs sind. Bei ihnen liegen eine Behinderung oder medizinische Gründe vor. Bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten Christina Reiß häufen sich nun Rückmeldungen von Betroffenen, die deshalb Probleme bekommen haben – insbesondere bei weniger offensichtlichen Fällen. „Viele Behinderungen sieht man Menschen gar nicht an – im Fall der Maskenpflicht kann das zu Problemen führen“, sagt Reiß. „Menschen wird der Zutritt zu Geschäften verweigert, obwohl sie ein ärztliches Attest vorweisen können. Oder ihnen wird der Zutritt verweigert, wenn sie keinen Einkaufswagen nutzen können, weil sie beispielsweise auf eine Gehhilfe angewiesen sind. Solche Ausgrenzungen müssen wir verhindern, sie verstoßen gegen das Antidiskriminierungsgesetz“, appelliert Reiß. Sie hofft, dass die zu Beginn der Corona-Pandemie gewachsene Solidarität in der Gesellschaft weiter tragfähig bleibt und bittet die Bevölkerung um Verständnis und Rücksichtnahme. 

Stadtbücherei Heidelberg lockert Corona-Beschränkungen
Die Stadtbücherei Heidelberg hat ab Dienstag, 26. Mai 2020, für die Inhaber eines gültigen Büchereiausweises wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet, dienstags bis freitags von 10 bis 20 Uhr und samstags von 10 bis 16 Uhr. Auch die Gastronomie des beliebten Literaturcafés öffnet Gastraum und Terrasse für die Besucherinnen und Besucher. Zeitungen stehen in der Bücherei wieder zur Verfügung sowie eine reduzierte Anzahl von Lese- und Arbeitsplätzen. Dennoch bittet die Stadtbücherei, mit Rücksicht auf die nach wie vor geltende Beschränkung der Besucherzahlen, auf einen längeren Aufenthalt in den Ausleihräumen zu verzichten, damit es beim Einlass nicht zu unnötigen Wartezeiten kommt. Das gilt auch für die Kinderbücherei, in der Spielen und Lernen unter Corona-Bedingungen nicht möglich sind.

Land kündigt Öffnungen für Weiterbildungsstätten an
Einrichtungen der allgemeinen Weiterbildung wie Volkshochschulen und kirchliche Bildungsträger, aber auch Sprach- und Nachhilfeinstitute, können ab dem 25. Mai den Betrieb wieder aufnehmen. Das teilt das baden-württembergische Kultusministerium mit. Eine entsprechende Verordnung sei am 21. Mai notverkündet worden. Für die Einrichtungen kommt mit der Verordnung des Landes die zweite Phase eines Stufenplans zum Tragen. In einem ersten Schritt hat die Landesregierung zum 4. Mai bereits eine Öffnung für abschlussbezogene Kurse der beruflichen und der schulischen Bildung einschließlich entsprechender Nachhilfe, für Lernangebote für Deutsch als Zweitsprache und Integrationskurse beschlossen. Untersagt sind allerdings auch nach den aktuellen Regelungen weiterhin Veranstaltungen, bei denen der Abstand zwischen den Teilnehmern nicht eingehalten werden kann, sowie Angebote, bei denen ein größeres Infektionsrisiko besteht. Dazu zählen etwa Kochkurse oder Bewegungsangebote in geschlossenen Räumen wie beispielsweise Tanzkurse.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 306 (+0)
Aktive Fälle **: 8 (-2)
Bereits genesen: 291 (+2)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 22. Mai 2020, 14 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 20. Mai 2020

Keine Schulabschlussfeiern auf der Neckarwiese
In diesem Jahr kann es keine Schulabschluss- und Prüfungsfeiern auf der Heidelberger Neckarwiese geben. Darauf weist die Stadt Heidelberg hin. Die Neckarwiese war in der Vergangenheit ein Anziehungspunkt für Schülerinnen und Schüler nicht nur aus Heidelberg, sondern aus der gesamten Region. Deshalb hat die Stadtverwaltung sich dazu entschlossen, die Wiese in dem erwarteten Zeitraum für diese Art der Nutzung komplett zu sperren. Die Vorgaben des Landes lassen der Stadt in diesem Jahr keinen Spielraum. Die Kontaktsperre per Corona-Verordnung gilt nach wie vor. Danach dürfen sich Personen im öffentlichen Raum nur alleine oder im Kreis der Angehörigen des eigenen sowie eines weiteren Haushalts aufhalten.

Einweg-Masken gehören in den Restmüll
Mund-Nasen-Bedeckungen aus Zellstoff oder anderen Materialien, die für den einmaligen Gebrauch gedacht sind, gehören nach Benutzung aufgrund des Materials und aus hygienischen Gründen in die Restmülltonne. Auf keinen Fall sollten die Masken über die Papier-, Bioabfalltonne, oder die Gelbe Tonne entsorgt werden. Das gilt auch für Einmalhandschuhe aus Latex, Venyl oder anderen Materialien. Da der Heidelberger Restmüll in Mannheim verbrannt wird, werden alle Keime vernichtet. Mit Blick auf die Umwelt ist eine Maske sinnvoll, die gewaschen und mehrmals genutzt werden kann. Die Stadt bietet auf ihrer Internetseite unter www.heidelberg.de/masken Hinweise zur Mund-Nasen-Bedeckung und Tipps zum Selbernähen.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 306 (+1)
Aktive Fälle **: 10 (+0)
Bereits genesen: 289 (+1)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 20. Mai 2020, 12.30 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 19. Mai 2020

Erweiterte Notbetreuung in den Heidelberger Kitas
Das Land Baden-Württemberg hat am vergangenen Samstag, 16. Mai 2020, eine Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Danach ist der Betrieb von Kitas bis zum Ablauf des 15. Juni untersagt. Es gibt aktuell keinen Regelbetrieb in den Kindertageseinrichtungen. Stattdessen wird die bisherige Notbetreuung erweitert. Das gilt auch für die Kitas in Heidelberg. Um diese Erweiterung stadtweit in den rund 130 Kitas möglichst rasch einheitlich zu regeln, hat das Kinder- und Jugendamt sich mit den Vertretern der Träger am gestrigen Montag, 18. Mai 2020, abgestimmt.
Grundsätzlich gilt laut Landesverordnung:
Es dürfen nur maximal 50 Prozent der im Normalbetrieb zur Verfügung stehenden Plätze in den Gruppen vergeben werden.
Alle Kinder, die bisher die Notbetreuung in einer Kinderbetreuungseinrichtung besucht haben, werden dort ohne weitere Antragsstellung weiterhin betreut.
Die Vergabe weiterer Plätze erfolgt nach einem gestuften Verfahren. Bei der Neuaufnahme Priorität haben

  • Kinder, bei denen das Kinder- und Jugendamt feststellt, dass die Betreuung zur Gewährleistung des Kindeswohls erforderlich ist;
  • Kinder von Eltern, die beide oder als Alleinerziehende in der kritischen Infrastruktur arbeiten;
  • Kinder, deren Eltern beide oder als Alleinerziehende eine präsenzpflichtige Tätigkeit außerhalb der Wohnung haben oder aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert sind;
  • Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Falls dann noch freie Kapazitäten vorhanden sind, können weitere Kinder ohne besondere Voraussetzungen aufgenommen werden. Die Entscheidung über die Aufnahme trifft die Einrichtungsleitung. Stadt und Träger haben sich am gestrigen Montag darauf verständigt, dass hierbei beispielsweise Berufstätige im Homeoffice mit festen Online-Zeiten oder Eltern in Prüfungsvorbereitungen besonders berücksichtigt werden sollen.
Eltern, die einen Betreuungsbedarf in der erweiterten Notbetreuung anmelden möchten, können sich bei den Kita-Leitungen melden und erhalten auf Anfrage per E-Mail die Anmeldeformulare.

Informationsblatt des Kinder- und Jugendamtes zur Aufnahme in die Notbetreuung an Kindertageseinrichtungen (186,7 KB)

„alla hopp!“-Anlage wieder mit Auflagen geöffnet
Für alle, die sich an der frischen Luft bewegen möchten, steht die „alla hopp!“-Anlage am Harbigweg in Kirchheim nach der Schließung aufgrund des Corona-Pandemie ab sofort wieder Kindern (in Begleitung Erwachsener), Jugendlichen und Erwachsenen zur Verfügung – mit Auflagen: Auf der Anlage sind maximal 130 Personen gleichzeitig zugelassen, damit zwischen den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern ausreichend Sicherheitsabstand besteht. Die Stadt bittet die Besucherinnen und Besucher, vor Betreten der Anlage die Zahl der Anwesenden abzuschätzen. Sie wird stichprobenartig die Anzahl der Besucherinnen und Besucher zählen. Die Anlage ist täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet.

Corona-Flächentests in Alten- und Pflegeheimen: Bislang kein Virusnachweis
Der Rhein-Neckar-Kreis hat heute darüber informiert, dass bei bislang 1004 Corona-Flächentests in Alten- und Pflegeheimen im Landkreis sowie in der Stadt Heidelberg bislang kein Virus nachgewiesen werden konnte (Stand 18. Mai). Die Teilnahme an der von der Landesregierung angekündigten landesweiten flächendeckenden Testung ist für alle Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen freiwillig. Der Flächentest dient dazu, einen Überblick über das Infektionsgeschehen in der besonders vulnerablen Personengruppe zu erhalten.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 305 (+0)
Aktive Fälle **: 10 (-1)
Bereits genesen: 288 (+1)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 19. Mai 2020, 13.30 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 18. Mai 2020

Heidelberg bietet verlässliche Betreuung für Viertklässler
Am heutigen Montag, 18. Mai 2020, ist an den öffentlichen und privaten Grundschulen in Heidelberg der Präsenzunterricht für rund 1.180 Viertklässlerinnen und Viertklässler gestartet. Das Land erlaubt nur ein Notprogramm von zehn Schulstunden pro Woche. Die Umsetzung liegt bei der jeweiligen Schule. Heidelbergs Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner erklärt dazu: „Das Land hat viele Eltern von Viertklässlern in eine untragbare Situation gebracht. Viele Viertklässler haben nur zwei Stunden Schule am Tag. Das ist das Gegenteil von verlässlicher Grundschule. Wir springen als Stadt jetzt für das Land in die Bresche. Wir stellen sicher, dass ab dem kommenden Montag Viertklässler nach dem Unterricht bis 17 Uhr betreut werden können.“ Konkret heißt das: Die Schülerinnen und Schüler werden in der Zusammensetzung ihrer Unterrichtsgruppe nach dem Unterrichtsende weiter betreut. Das Angebot soll an allen 18 Grundschulen in der Stadt aufgebaut werden. Die Stadt kann dabei auf einen festen Partner bauen: Der Verein pädAktiv organisiert seit Jahren die Nachmittagsbetreuung an Heidelberger Schulen. Das Angebot steht grundsätzlich auch Eltern offen, die bislang noch keine Betreuung von pädAktiv in Anspruch genommen haben. Oberbürgermeister Professor Würzner kündigte an, sich mit einem Schreiben an die Kultusministerin zu wenden und eine Änderung der Landesregelungen zu fordern.

Heidelberger Wirtschaftsoffensive: Stadt schlägt umfangreiches Hilfspaket vor
Die Stadt Heidelberg schlägt angesichts der Corona-Krise ein umfangreiches Hilfspaket vor für Betriebe, (Solo-)Selbstständige, Künstler, Einrichtungen, Vereine und Clubs. Mit dem Paket soll die Ende März gestartete „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ weiter ausgebaut werden. Die Stadt will unter anderem Institutionen die Miete in städtischen Immobilien für den Zeitraum erlassen, in dem sie diese aufgrund der Corona-Verordnungen nicht zum Zweck der Mietüberlassung nutzen konnten. Davon profitieren Betriebe, Kultur- und Sozialeinrichtungen genauso wie Vereine und Clubs. Unter anderem sollen Gastronomen keine Gebühren für Außenbestuhlung bezahlen müssen. Geschäfte sollen mehr Werbung als bisher im öffentlichen Raum machen dürfen. Zudem wird die Einführung eines Heidelberger Solidaritäts-Gutscheins vorgeschlagen. Das Maßnahmenpaket wird am 27. Mai im Haupt- und Finanzausschuss und am 18. Juni 2020 im Gemeinderat beraten. Es hat ein Volumen von bis zu rund 2,6 Millionen Euro.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 305 (+1)
Aktive Fälle **: 11 (+0)
Bereits genesen: 287 (+1)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 18. Mai 2020, 13.30 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 17. Mai 2020

Weitere Lockerungen der Corona-Verordnung durch die Landesregierung Baden-Württemberg:
Die Landesregierung hat am 16. Mai die erste Verordnung zur Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Ab 18. Mai soll demnach die schrittweise Ausweitung der Kinderbetreuung in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs eingeleitet werden. Neben Kindern, die bereits die erweiterte Notbetreuung besucht haben, sollen auch Kinder mit besonderem Förderbedarf betreut werden. Darüber hinaus können weitere Kinder berücksichtigt werden, abhängig von den räumlichen und personellen Kapazitäten vor Ort. Obergrenze ist dabei die Hälfte der in der Betriebserlaubnis genehmigten Gruppengröße. Die Ausgestaltung erfolgt durch die Träger vor Ort.
Weitere wesentliche Veränderungen ab 18. Mai:

  • Speisegaststätten dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Der Besuch ist nur alleine, mit den Angehörigen eines Haushalts und den Angehörigen eines weiteren Haushalts möglich. mehr dazu
  • Freizeiteinrichtungen im Freiluftbereich wie Ausflugsziele, für die Eintrittsgeld zu entrichten ist, dürfen unter Auflagen öffnen. Das gilt nicht für Freizeitparks.
  • Campingplätze dürfen wieder für Übernachtungen in Wohnwagen, Wohnmobilen oder festen Mietunterkünften öffnen. Auch die Beherbergung in Ferienwohnungen und vergleichbaren Wohnungen wird wieder zugelassen. Das gilt jeweils nur, soweit eine Selbstversorgung möglich ist. Die Nutzug von Gemeinschaftseinrichtungen ist untersagt.
  • Heime: Stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen, Einrichtungen der Kurzzeitpflege, Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, ambulant betreute Wohnprojekte der Wohnungslosenhilfe sowie von einem Anbieter verantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz dürfen wieder zu Besuchszwecken betreten werden. Dabei gelten zum Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner Auflagen.
  • Für Krankenhäuser sind Lockerungen geplant. So soll unter anderem die Zahl der Besucher in Krankenhäusern in der Regel auf einen Besucher pro Tag und Patient beschränkt sein. Darüber hinaus wird es weitere Auflagen geben.
  • Die Fahrgastschifffahrt ist in Baden-Württemberg wieder erlaubt. Wie in anderen Verkehrsträgern gilt die Maskenpflicht.
  • Berufliche Bildung: die Erbringung von Kursen der überbetrieblichen Ausbildung, Maßnahmen der Arbeitsmarktförderung und die Durchführung von beruflichen Fortbildungen unter Einhaltung von Infektionsschutzmaßnahmen wieder möglich.

Details zu den Regelungen ab 18. Mai gibt es auf der Website des Landes Baden-Württemberg.


Informationen vom 15. Mai 2020

Gaststätten dürfen ab Montag wieder öffnen
Speisegaststätten dürfen ab Montag, 18. Mai, in Heidelberg und ganz Baden-Württemberg wieder drinnen und draußen bewirten. Das Land hat zur Öffnung eine Reihe von Regeln erlassen, dazu zählt unter anderem:

  • Kein Zutritt für Menschen mit Kontakt zu Infizierten oder Krankheitssymptomen
  • Hygiene- und Sicherheitsabstand: Alle Anwesenden müssen mindestens 1,5 Meter Abstand halten. Dies gilt nicht für Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben. Nach der Corona-Verordnung dürfen außerdem beispielsweise zwei Familien ohne Einhaltung des Mindestabstands an einem Tisch sitzen. Die Tische müssen im Abstand von mindestens 1,5 Metern angeordnet sein.
  • Handhygiene ist Pflicht: Jeder Gast muss vor dem Betreten der Speisewirtschaft seine Hände waschen oder desinfizieren. Die Desinfektions- oder Handwaschgelegenheiten mit Seife und fließendem Wasser muss der Betreiber bereitstellen. 
  • Abfrage von Kontaktdaten der Gäste: Zu Zwecken der Nachverfolgung erheben die Betreiber die Kontaktdaten der Gäste. Die Daten sind vom Betreiber vier Wochen nach Erhebung zu löschen.
  • Mund-Nasen-Bedeckung: Die Beschäftigten müssen in allen Räumen der Gaststätte mit Gästekontakt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Gäste müssen keinen Mundschutz tragen, auch nicht auf dem Weg zum Tisch.
  • Bargeldlose Bezahlung: Die Bezahlung soll nach Möglichkeit ohne Bargeld erfolgen. 
  • Aushang der Regeln außerhalb des Lokals: Die Abstands- und Hygienevorgaben müssen durch Aushang außerhalb der Gaststätte gut sichtbar bekannt gemacht werden.

Außenbewirtschaftungen sind auf den von der Stadt bereits genehmigten Flächen ab 18. Mai zulässig, wenn die genannten Abstandsregelungen zwischen den Gästen und Tischen eingehalten werden. Es gelten die gleichen Abstands- und Hygienevorgaben wie in den Gaststätten. Die Stadt hat angekündigt, den Gastronomen hierfür so viel Platz wie möglich vermitteln zu wollen. Die Gaststätten können eine Erweiterung ihrer Außenbewirtschaftung direkt mit der Stadt besprechen. Dazu können sie beim Bürger- und Ordnungsamt einen Plan der Außenbestuhlung vorlegen. Soweit nichts dagegen spricht, ist auch eine Außenbewirtschaftung vor Nachbargrundstücken möglich. Die Verwaltung prüft die Anträge aus verkehrs- und ordnungsrechtlicher Sicht. Erste Vorschläge für die Sonderregelung liegen bereits vor. Sie werden unbürokratisch, vereinfacht und großzügig geprüft. Gebühren für die Außenbewirtschaftung werden – vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates – für 2020 nicht erhoben. Die vergrößerten Außenbewirtschaftungsflächen sind für das Jahr 2020 vorgesehen – ebenfalls vorbehaltlich der Gemeinderatszustimmung. Ausführliche Informationen erhalten Betreiberinnen und Betreiber bei der Wirtschaftsförderung unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de.

Im Trauzimmer sind ab 18. Mai wieder Gäste erlaubt
An Hochzeiten in Heidelberg können ab Montag, 18. Mai, wieder Gäste teilnehmen. Bei Trauungen mit Trauansprache im historischen Rathaus-Trauzimmer können dann maximal acht Personen teilnehmen – inklusive Brautpaar, Gästen, Trauzeugen, Fotograf und etwaigem Dolmetscher. Im Rathaus besteht – wie in allen städtischen Gebäuden – eine Maskenpflicht. Im Trauzimmer kann die Maske abgenommen werden. Der Einlass ins Rathaus zur Trauung ist frühestens 15 Minuten vor dem vereinbarten Trautermin in die dafür vorgesehene Wartezone möglich.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 304 (+1)
Aktive Fälle **: 11 (-6)
Bereits genesen: 286 (+7)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 15. Mai 2020, 12.30 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 14. Mai 2020

Kinderbetreuung: noch kein Normalbetrieb ab 18. Mai
Die Kindertagesstätten in Heidelberg werden auch ab Montag, 18. Mai, nicht in den Normalbetrieb übergehen. Weiterhin wird eine Notbetreuung angeboten für Kinder von Eltern oder Alleinerziehenden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten oder nachweislich präsenzpflichtig außerhalb der Wohnung tätig sind. Die Stadt wartet derzeit auf die verbindliche Verordnung des Landes, die festlegt, wie der Zugang zur Kinderbetreuung künftig geregelt werden soll. Diese soll laut Ankündigung des Kultusministeriums voraussichtlich am kommenden Samstag, 16. Mai, notverkündet werden. Die derzeitige Betreuung soll nach Ankündigung des Landes schrittweise auf eine Regelbetreuung für bis zu 50 Prozent der Kinder einer Einrichtung ausgeweitet werden.

Bürgermeister Dr. Joachim Gerner betont: „Wir haben größtes Verständnis für die Fragen und den Unmut der Eltern, die Stand heute immer noch nicht wissen, wann ihre Kinder wieder eine Betreuung haben werden. Wir sind absolut unglücklich, dass das Land hier nicht früher Klarheit geschaffen hat, denn die gültige Corona-Verordnung des Landes setzt unserer kommunalen Selbstverwaltung hier ganz enge Grenzen“.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Kultusministeriums Baden-Württemberg, des Städtetags, Gemeindetags und Landkreistags hat Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann betont, dass die Ausweitung der Kinderbetreuung selbstverständlich nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könne. Die Träger der Einrichtungen benötigten Vorlauf für ihre Planungen und die Organisation. Die zeitliche Umsetzung vor Ort hänge maßgeblich von der jeweiligen räumlichen und personellen Situation ab. Das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg bittet die Eltern, sich bereits jetzt mit ihren Anmeldewünschen in ihren Kitas zu melden. Die Anmeldewünsche werden dort aufgenommen. Sobald das Land verbindlich über die neue Verordnung geklärt hat, wie die Zugangsmöglichkeiten zur ausgeweiteten Betreuung sind, werden die Kita-Leitungen die Eltern über den weiteren Aufnahmemodus informieren.

Viertklässler starten am 18. Mai mit Unterricht an den Grundschulen
Am kommenden Montag, 18. Mai 2020, startet an 18 öffentlichen und neun privaten Grundschulen in Heidelberg der Präsenzunterricht für rund 1.180 Viertklässlerinnen und Viertklässler. Der Unterricht soll sich nach Angaben des Kultusministeriums Baden-Württemberg dabei auf die Kernfächer konzentrieren. Die Klassengröße soll halbiert werden, um dem Abstandsgebot Rechnung tragen zu können. An den Grundschulen gilt – wie an allen anderen Schulen in Heidelberg – die dringende Empfehlung, eine Schutzmaske zu tragen. Im Unterricht können die Masken abgenommen werden, wenn es aus pädagogischen Gründen notwendig und unter hygienischen Gesichtspunkten vertretbar ist. Die Stadt Heidelberg hat alle Schulen mit einer Erstausstattung an Masken versorgt. Parallel zur Aufnahme des Präsenzunterrichts an den Grundschulen findet dort auch weiterhin die erweiterte Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler anderer Klassenstufen statt. Sie kann für Kinder von Eltern oder Alleinerziehenden in Anspruch genommen werden, die in systemrelevanten Berufen arbeiten oder nachweislich präsenzpflichtig außerhalb der Wohnung tätig sind.

„Corona Protection Point“ im Rathaus-Foyer
Im Foyer des Heidelberger Rathauses gibt es seit Montag, 11. Mai 2020, den „Corona Protection Point“, eine Corona-Prophylaxe-Station der Heidelberger Firma Ameria AG. Dabei handelt es sich um einen Bildschirm mit einer virtuellen Moderation und den dazugehörigen Desinfektionsmittelspender. Eine virtuelle Ärztin erklärt interaktiv, wie richtige Händedesinfektion geht, macht es vor und fordert zum Mitmachen auf. Ziel ist es, die Besucherinnen und Besucher des Rathauses sowie die Beschäftigten vor einer Ansteckung zu schützen. Das Gerät kann von allen genutzt werden, die einen Termin im Rathaus oder im Bürgeramt haben.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 303 (+1)
Aktive Fälle **: 17 (+0)
Bereits genesen: 279 (+1)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 14. Mai 2020, 13.30 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 13. Mai 2020

Fieberambulanz und Testzentrum werden angenommen
Das Corona-Testzentrum auf dem Kirchheimer Messplatz (seit Montag, 11. Mai) und die direkt angrenzende Fieberambulanz (seit Mittwoch, 6. Mai) werden gut angenommen. Im Testzentrum sind in den ersten drei Tagen rund 60 Abstriche genommen worden. Die Fieberambulanz wurde bislang von 67 erwachsenen Patienten und von 26 im Kinder- und Jugendalter besucht.

Der Betrieb im Testzentrum wird von der Stadt Heidelberg und dem Roten Kreuz wahrgenommen. Es ist vorrangig ein Drive-in-Zentrum, Patienten bleiben also in ihren Autos sitzen. Fußgänger können aber ebenso die Teststraße nutzen. Alle Patienten müssen aber grundsätzlich einen Termin haben. Termine werden über die Hotline des Gesundheitsamts (06221 522 1881) vermittelt. Auf keinen Fall sollten Personen ohne Termin direkt zum Testzentrum kommen. Es können pro Tag bis zu 80 Abstriche genommen werden.

Die zentrale Fieberambulanz wird von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) organisiert. Sie ist künftig von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, für Erwachsene und von 16 bis 18 Uhr für Kinder und Jugendliche geöffnet. In der Fieberambulanz untersuchen Ärzte die Patienten mit Fieber und Atemwegsinfekten oder Corona-Infizierte mit einer Verschlechterung des Zustands. Bei Bedarf wird ein Abstrich vorgenommen. Der Weg für die Patienten in die Fieberambulanz führt in erster Linie über eine telefonische Absprache mit den Hausärzten und Kinderärzten oder über die Hotline des Gesundheitsamts (06221 522 1881).

Stadt hat bereits über 315.000 Schutzmasken verteilt
Die Stadt Heidelberg hat in den vergangenen Wochen etwa 315.000 Schutzmasken unter anderem an Gesundheitseinrichtungen, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Schulen und Einzelhändler verteilt. Die Unterstützung geht auch weiter. Zum einen können Heidelberger Gewerbebetriebe mit Publikumsverkehr, die aufgrund der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg von der Maskenpflicht betroffen sind, bei der städtischen Wirtschaftsförderung kostenlos ein Paket mit 50 Masken („Mund-Nase-Schutz“) erhalten. Die Bestellung ist ab sofort bis einschließlich Mittwoch, 20. Mai 2020, über ein digitales Formular auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de  möglich.

Daneben bietet die Wirtschaftsförderung der Stadt weiterhin allen weiteren Heidelberger Betrieben Schutzmasken und Handdesinfektionsmittel zum Selbstkostenpreis an. In Heidelberg niedergelassene Ärztinnen und Ärzte können übergangsweise KN 95-Masken kaufen. Die Bestellung ist jeweils ebenfalls auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung möglich. Einzelhändler und Gastronomen können zudem kostenfrei Plakate herunterladen, die auf die Hygiene- und Abstandsregelungen sowie die Maskenpflicht hinweisen. Für Nachfragen steht die Wirtschaftsförderung unter der E-Mail-Adresse wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de und der Telefonnummer 06221 58-30000 zur Verfügung.

Sportvereine gut vorbereitet auf Training in Corona-Zeiten
Seit Montag, 11. Mai, sind Sportanlagen unter freiem Himmel für den Breiten- und Vereinssport wieder geöffnet – unter Einhaltung strenger Infektionsschutzvorgaben. Auch die städtischen Sportanlagen stehen den Vereinen nach Voranmeldung wieder zur Verfügung. Die Nutzung ist die ersten Tage sehr gut angelaufen, weil sich – neben dem Amt für Sport und Gesundheitsförderung und dem Sportkreis Heidelberg – auch die Heidelberger Vereine gut vorbereitet haben. Viele Vereine haben ihre Sportgelände in verschiedene Zonen und Felder mit unterschiedlichen Zugängen unterteilt, um Kontakte zwischen den Sportlerinnen und Sportlern zu vermeiden. Die Stadt Heidelberg dankt den Heidelberger Sportvereinen für ihr vorbildliches und sehr diszipliniertes Vorgehen!

Sämtliche Nutzungen der städtischen Sportstätten sind nur nach vorheriger Beantragung per E-Mail beim Amt für Sport- und Gesundheitsförderung an Sportamt@Heidelberg.de unter Angabe folgender Punkte gestattet: Sportanlage, gewünschtes Datum mit Uhrzeit (Dauer von-bis), Sportart, Verein, verantwortliche Person, Mailadresse, telefonische Erreichbarkeit. Eine schriftliche Genehmigung erfolgt zeitnah. Weitere Informationen zu den Vorgaben, die bei der Nutzung der Sportanlagen im Freien zu beachten sind, gibt es hier 

Digitale Unterstützung für Arbeitssuchende ab 27 Jahren
Das Programm BIWAQ (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) bietet im Rahmen von „Hasenleiser – Fit für die digitale Zukunft“ seine Angebote aufgrund der Corona-Pandemie nun in digitaler Form an. Veranstaltungen und Ansprechpartner sind im Internet auf einer neuen BIWAQ-Seite aufgelistet, zu finden unter www.heidelberg.de/biwaq-veranstaltungen. Die kostenlosen Angebote sollen Menschen ab 27 Jahren bei der Suche nach einem Praktikums-, Ausbildungs- und Arbeitsplatz unterstützen. Der Schwerpunkt liegt auf Personen, die im Stadtviertel Rohrbach-Hasenleiser leben, richtet sich aber auch an alle interessierten Arbeitssuchenden, die in Heidelberg wohnen.

Das Projekt-Team bietet telefonische Beratungsgespräche und Coachings, Online-Schulungen sowie Online-Treffs an. Dabei werden unter anderem Deutschkenntnisse verbessert, Bewerbungsunterlagen überarbeitet sowie Gespräche zur beruflichen Orientierung und Weiterbildungen geführt. Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/biwaq4.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 302 (+0)
Aktive Fälle **: 17 (-2)
Bereits genesen: 278 (+2)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 13. Mai 2020, 14 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung. 
* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg
** Personen, die momentan positiv getestet sind und sich deshalb in Quarantäne befinden


Informationen vom 12. Mai 2020

Tag der Pflegenden: „Blaues Rathaus“ am 12. Mai
Die Stadt Heidelberg und das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) setzen anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am Dienstag, 12. Mai 2020, ein Zeichen der Anerkennung für den Pflegeberuf: Gemeinsam beleuchten Stadt und Klinikum mit der Alten Brücke, dem Rathaus und dem Verwaltungsgebäude des UKHD drei Gebäude im Stadtgebiet. Die Alte Brücke und das Rathaus in Heidelberg werden am Abend von 21 bis 24 Uhr blau beleuchtet. Als Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit greift die Stadt damit die Farbe des Universitätsklinikums auf.

Corona-Krise: OB Würzner sprach mit Hoteliers, Gastronomen und Einzelhändlern
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat mit Heidelberger Hoteliers, Gastronomen, Einzelhändlern und Dienstleistungsbetrieben über die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie und Unterstützungsangebote gesprochen. Er besuchte – stellvertretend für viele betroffene Läden und Dienstleister – das Bekleidungsgeschäft Freudenhaus, das Kosmetikgeschäft Wolkenseifen und den Barber-Shop in der Altstadt. Zudem sprach er im Hotel Europäischer Hof, im Café Strohauer und im Art Hotel mit Heidelberger Hoteliers und Gastronomen über deren Sorgen und Perspektiven.
 „Wir stehen in dieser schwierigen Zeit an der Seite unserer Betriebe und unterstützen sie intensiv über unsere Wirtschaftsförderung und Heidelberg Marketing. Wir wollen gemeinsam mit den Händlern weitere Anreize schaffen, damit die Menschen wieder verstärkt in Heidelberg einkaufen gehen. Zudem stehen wir im Austausch mit Nachbarstädten, wie wir künftig nach und nach wieder mehr deutsche Touristen nach Heidelberg und in die Region ziehen können. Eine starke Wirtschaft und eine attraktive Innenstadt sind für Heidelberg sehr wichtig“, sagte Prof. Würzner.

Friedrich-Ebert-Haus wieder geöffnet
Das Friedrich-Ebert-Haus in Heidelberg öffnet am 12. Mai wieder seine Türen. In der Dauerausstellung dürfen sich nur 15 Personen gleichzeitig aufhalten. Bei zu großem Andrang behält die Stiftung sich vor, die Geburtswohnung zu schließen, um Warteschlangen im Hof zu vermeiden. Wie in anderen öffentlichen Einrichtungen besteht im Friedrich-Ebert-Haus die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Die Öffnungszeiten wurden angepasst: Die Gedenkstätte hat ab dem 12. Mai dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Maskenspende der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung
Die Viktor & Sigrid Dulger Stiftung hat der Stadt Heidelberg 150.000 Schutzmasken („Mund-Nase-Schutz“) gespendet. Heiko Holler, Leiter der Feuerwehr Heidelberg, nahm die Masken an der Feuerwache in der Bahnstadt von Dr. Bodo Krebs und Jens Christian Böttcher als Vertreter der Stiftung entgegen. „Im Namen der Stadt Heidelberg möchte ich mich ganz herzlich bei der Viktor & Sigrid Dulger Stiftung für die großzügige Unterstützung bedanken. Die Spende hilft uns sehr dabei, weitere Einrichtungen und Organisationen der Gesundheitsversorgung und des Bevölkerungsschutzes in Heidelberg mit hochwertigem Schutzmaterial auszustatten. Damit helfen wir all denjenigen, die sich täglich für ihre Mitmenschen einsetzen“, sagte Feuerwehrleiter Heiko Holler.

Möbelhalle am Recyclinghof wieder offen
Die Möbelhalle im Recyclinghof Kirchheim, Oftersheimer Weg, hat seit Montag, 11. Mai 2020, wieder zu den regulären Zeiten geöffnet (Montag bis Freitag, 9 bis 15.45 Uhr, Samstag, 9 bis 14.45 Uhr). Hier können gut erhaltene Gegenstände, die nicht mehr gebraucht werden, abgegeben oder gekauft werden. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, dürfen maximal zehn Personen die Halle betreten. In der Möbelhalle besteht – wie auf dem gesamten Gelände des Recyclinghofes – Maskenpflicht.

Infektionszahlen Stadt Heidelberg
Gesamt *: 302 (+0)
Aktive Fälle **: 19 (+0)
Bereits genesen: 276 (+0)
Verstorben: 7 (+0)
Aktuelle Infektionszahlen (Stand 12. Mai 2020, 14 Uhr), Quelle: Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis. In Klammern die Veränderung zur vorherigen Meldung.

* Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen im Stadtgebiet Heidelberg


Informationen vom 11. Mai 2020

Überblick zur neuen Corona-Verordnung
 
Kontaktbeschränkungen:

  • Im öffentlichen Raum: Angehörige eines Haushalts können sich ab dem 11. Mai mit den Angehörigen eines weiteren Haushalts treffen.
  • In privaten Räumen: Erweiterte Familientreffen sind wieder möglich. Es dürfen sich nicht mehr nur direkte Verwandte (Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel), sondern zusätzlich auch Geschwister und deren Nachkommen (also Kinder und Enkel) im privaten Raum treffen. Zu so einem Familientreffen dürfen auch die Angehörigen eines weiteren Hausstands, der nicht zur Familie gehört, plus vier weitere Personen kommen.

Öffnungen im Bereich Sport

  • Ab dem 11. Mai dürfen die Freiluft-Sportanlagen für den Vereinssport wieder benutzt werden – auch die Stadt Heidelberg öffnet ihre eigenen Freiluft-Sportanlagen zu diesem Zweck wieder. Es darf nur einzeln oder in Kleingruppen und ohne Körperkontakt trainiert werden. Umkleidekabinen und Duschen bleiben geschlossen, Toiletten können benutzt werden. Die ausführlichen Regelungen hat der Sportkreis veröffentlicht.
  • Die „alla hopp!“-Anlage in Kirchheim bleibt vorerst noch geschlossen
  • Auch Sporthallen, Bäder, Saunen und Fitnessstudios bleiben vorerst geschlossen

Ebenfalls unter Auflagen öffnen dürfen ab dem 11. Mai unter anderem

  • Musikschulen und Jugendkunstschulen – auch die städtische Musik- und Singschule startet mit dem Einzelunterricht bei bestimmten Instrumenten.
  • Fahr- und Flugschulen
  • Sonnenstudios, Massagestudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Tattoo- und Piercingstudios
  • Vergnügungsstätten wie Spielbanken, Spielhallen sowie Wettvermittlungsstellen
  • Sportboothäfen

Perspektiven für Öffnungen ab dem 18. Mai

  • Speisegaststätten – Heidelberg möchte hier die Gastronomen bestmöglich unterstützen, zum Beispiel durch größere Flächen für Außenbewirtschaftung
  • Lockerung der Besuchsverbote in Krankenhäusern sowie Alten- und Pflegeheimen
  • Zu Schulen und Kitas hat das Kultusministerium einen Stufenplan veröffentlicht

Geschlossen sind weiter unter anderem

  • Kultureinrichtungen, insbesondere Theater
  • Die meisten Bildungseinrichtungen
  • Kinos
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder sowie Saunen
  • Sporthallen bzw. überdachte Sportstätten, Fitnessstudios, Tanzschulen.
  • Jugendhäuser
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen – der Außer-Haus-Verkauf ist erlaubt
  • Öffentliche Bolzplätze

Stadt übernimmt Corona-Testzentrum auf Messplatz, neue Fieberambulanz direkt daneben
Elf Tage lang ruhte der Betrieb im Corona-Testzentrum auf dem Kirchheimer Messplatz – seit Montag, 11. Mai 2020, läuft Heidelbergs einzige Einrichtung dieser Art wieder. Die Stadt Heidelberg übernimmt künftig die Regie vom Rhein-Neckar-Kreis und organisiert das „Drive-in-Zentrum“ mit dem Vertragspartner Deutsches Rotes Kreuz (DRK). Neu hinzugekommen ist Heidelbergs einzige sogenannte Fieberambulanz – ein Projekt der kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg, das bereits am 6. Mai den Betrieb aufgenommen hat.
 
Das Testzentrum ist vorrangig ein Drive-in-Zentrum, Patienten bleiben also in ihren Autos sitzen. Fußgänger können aber ebenso die Teststraße nutzen. Alle Patienten müssen aber grundsätzlich einen Termin haben. Termine werden über die Hotline des Gesundheitsamts (06221 522 1881) vermittelt. Auf keinen Fall sollten Personen ohne Termin direkt zum Testzentrum kommen.
 
In der Fieberambulanz untersuchen Ärzte die Patienten mit Fieber und Atemwegsinfekten oder Corona-Infizierte mit einer Verschlechterung des Zustands. Bei Bedarf wird ein Abstrich vorgenommen. Der Weg für die Patienten in die Fieberambulanz führt in erster Linie über eine telefonische Absprache mit den Hausärzten und Kinderärzten oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) oder die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar (06221 522 1881). Auf keinen Fall sollen Patienten direkt ohne vorherige Anmeldung in die Fieberambulanz kommen.

Bücherbus fährt fünf Haltstellen an
Nach der Öffnung der Stadtbücherei in der Poststraße ist auch der Bücherbus wieder unterwegs und fährt ab Dienstag, 12. Mai, fünf Haltestellen in den nicht-zentrumsnahen Stadtteilen an. Die Schulhaltestellen werden weiterhin nicht angefahren.
 
Geänderter Fahrplan:
Montag: Kirchheim, Kerweplatz
Dienstag: Emmertsgrund, Mombertplatz
Mittwoch: Ziegelhausen, Neckarschule
Donnerstag: Schlierbach, Gutleuthofhang
jeweils von 14.00 bis 17.00 Uhr
Freitag: Wieblingen, Karolingerweg von 13.00 bis 16.00 Uhr
 
Um die Medienauswahl zu erleichtern, bietet das Bus-Team zudem einen Mitbring-Service für bis zu zehn Titel an. Die Medien können bis 10 Uhr des Vortages telefonisch unter 06221/58-36170 oder per E-Mail unter buecherbus@heidelberg.de bestellt werden.

Bergbahn fährt wieder
Ab Dienstag, den 12. Mai 2020, nimmt die untere Heidelberger Bergbahn wieder den Fahrbetrieb auf. Die obere Bergbahn fährt wegen Reparaturarbeiten voraussichtlich ab Freitag, den 22. Mai, wieder.
Alle Fahrgäste werden gebeten, sich an die gängigen Hygiene- und Abstandsregeln zu halten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und die Zutrittsregelungen an den Stationen zu beachten. Der aktuelle Fahrplan und weitere Information unter: www.bergbahn-heidelberg.de

Tag der Pflegenden: „Blaues Rathaus“ am 11 und 12. Mai
Die Stadt Heidelberg und das Universitätsklinikum Heidelberg (UKHD) setzen anlässlich des Internationalen Tags der Pflegenden am Dienstag, 12. Mai 2020, ein Zeichen der Anerkennung für den Pflegeberuf: Gemeinsam beleuchten Stadt und Klinikum mit der Alten Brücke, dem Rathaus und dem Verwaltungsgebäude des UKHD drei Gebäude im Stadtgebiet. Die Alte Brücke und das Rathaus in Heidelberg werden an den Abenden des 11. und 12. Mai (21 bis 24 Uhr) blau beleuchtet. Als Zeichen der Dankbarkeit und Verbundenheit greift die Stadt damit die Farbe des Universitätsklinikums auf.

Neue Infektionen
Nachdem am vergangenen Wochenende im Stadtgebiet Heidelberg keine neuen Infektionen gemeldet wurden, gab es am Montag, 11. Mai, zwei Neuinfektionen. Damit liegt die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen bei 302. In Quarantäne befinden sich aktuell 136 Personen. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 302 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 276 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 8. Mai 2020

Landesregierung veröffentlicht Stufenfahrplan
Die Landesregierung hat einen Stufenfahrplan veröffentlicht, der die nächsten Schritte bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie aufzeigt. Auch die nächsten Lockerungen werden detailliert beschrieben. Ab dem kommenden Montag, 11. Mai, gelten demnach unter anderem:
 
Kontaktbeschränkungen:
- Geschwister werden von Fünf-Personen-Grenze bei Ansammlungen in privaten Räumen ausgenommen.
- Künftig darf man auch mit den Personen eines weiteren Hausstands – also einer anderen Familie oder Wohngemeinschaft – rausgehen.
 
Bildung:
- Eingeschränkter Betrieb an Musikschulen und Jugendkunstschulen – auch die Musik- und Singschule Heidelberg startet am 11. Mai wieder mit einzelnen Angeboten.
 
Freizeit, Sport und Vergnügen
- Freiluft-Sportanlagen für Sportaktivitäten ohne Körperkontakt dürfen unter Auflagen wieder den Betrieb aufnehmen, etwa Tennis, Golf, Bogenschießen etc.
- Freiluft-Sport mit Tieren ist wieder möglich, etwa Reitanlagen und Hundeschulen.
 
Gesundheit und Pflege
- Schrittweise Lockerung der Besuchsregelung in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.

Entlastungen bei den Kita-Gebühren
Heidelberger Familien mit Kindern sollen in der Coronakrise weiter entlastet werden. Der Gemeinderat hat am 7. Mai 2020 deshalb den Vorschlag der Verwaltung aufgegriffen und einstimmig beschlossen, den freien und privat-gewerblichen Kita-Trägern weiterhin die Betriebskostenzuschüsse zu zahlen – auch wenn kein regulärer Kita-Betrieb stattfindet. So soll die Liquidität der Kita-Träger sichergestellt werden. Zusätzlich will die Stadt Heidelberg für die coronabedingte Schließungszeit einen Anteil der Elternentgelte bis zur Höhe der Entgeltstufe 4 der städtischen Entgelt-Tabelle bei diesen Trägern übernehmen. Konkret bedeutet das etwa für einen zehnstündigen Kindergartenplatz bis zu 302 Euro monatlich, für einen zehnstündigen Krippenplatz bis zu 404 Euro monatlich. Dort, wo Träger das städtische Entgeltsystem anwenden, will die Stadt die Elternbeiträge in voller Höhe übernehmen. Rund 1,5 Millionen Euro monatlich wird das Entlastungspaket die Stadt kosten. Anteilig finanziert werden soll es über das Soforthilfepaket des Landes, das in ganz Baden-Württemberg 100 Millionen Euro für Familien und kommunale Einrichtungen bereitstellt.

Oberbürgermeister Prof. Würzner besuchte Pflegekräfte
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat sich angesichts der aktuellen Herausforderungen im Pflegebereich am 7. Mai 2020 im Gespräch mit Pflegekräften des Mathilde-Vogt-Hauses in Kirchheim ausgetauscht. Das Mathilde-Vogt-Haus ist eines von 14 Alten- und Pflegeheimen in Heidelberg. Würzner sagte: „Die Pflegekräfte in den Heimen und bei den Pflegediensten leisten in diesen Zeiten Enormes. Dass dieser Einsatz gebührend anerkannt und entlohnt wird und die Kräfte zu ihrem eigenen und zum Schutz der Pflegebedürftigen bestens ausgerüstet sind, ist jetzt ganz besonders wichtig. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Corona-Infektionen insbesondere bei kranken, alten und pflegebedürftigen Menschen sehr schwer und teilweise tödlich verlaufen. Das Infektionsrisiko zu minimieren hat absolute Priorität.“

Recyclinghöfe in den Stadtteilen öffnen wieder
Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg hat seit 4. Mai 2020 alle Recyclinghöfe für die Anlieferung für Kleinmengen an Abfällen aus Haushalten und Gewerbebetrieben geöffnet. Die Abgabe ist ausschließlich für Abfälle aus Heidelberger Privathaushalten oder Gewerbebetrieben möglich. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, dies vor Ort durch einen Personalausweis oder ein ähnliches Dokument nachzuweisen.
 
- Der Recyclinghof Ziegelhausen ist von Montag bis Samstag von 11 bis 16 Uhr geöffnet.
- Firmen können auf dem Recyclinghof Wieblingen ihre gewerblichen Abfälle nur dann abgeben, wenn das Unternehmen in Heidelberg beheimatet ist.
 
Der telefonische Kundenservice der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ist wieder regulär von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr und Freitag von 8 bis 13 Uhr unter Telefon 06221 58-29999 erreichbar. 

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg liegt die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen am Freitag, 8. Mai, bei 300 – und damit um zwei Fälle niedriger als am Vortag. Grund für diese Besonderheit ist in beiden Fällen ein nachträglich korrigierter Laborbefund. In Quarantäne befinden sich aktuell 159 Personen. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 300 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 268 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 7. Mai 2020

Trauerfeiern mit bis zu 50 Teilnehmenden
Ab sofort können in den Heidelberger Friedhofskapellen unter bestimmten Auflagen wieder Trauerfeiern stattfinden. In den vergangenen Wochen war dies nicht möglich gewesen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Die jeweilige Bestuhlung orientiert sich an den geltenden Hygienevorschriften. Es dürfen nur so viele Personen die Trauerhalle betreten, wie Stühle vorhanden sind. Die geltenden Abstandsregeln sind einzuhalten und es muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Jeder Trauergast muss das am Eingang aufgestellte Desinfektionsmittel verwenden. Die mögliche maximale Anzahl der Plätze in den Heidelberger Trauerhallen liegt zwischen 19 Plätzen (Schlierbach) und 43 Plätzen (Köpfel). Bei Bestattungen, Urnenbeisetzungen und Totengebete unter freiem Himmel sind bis zu 50 Teilnehmende zulässig. Geistliche und Trauerredner sind bei der Höchstzahl von 50 mitzuzählen. Bestatter und weitere Mitarbeiter nicht, sofern diese den Mindestabstand gewährleisten. Alle Trauergäste müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Gesundheitsamt beginnt mit flächendeckenden Testungen in Heimen
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, beginnt am 8. Mai mit der flächendeckenden Testung auf Corona-Infektionen in Alten- und Pflegeheimen. Etwa 7000 Bewohnerinnen und Bewohner sollen innerhalb von vier Wochen auf SARS-CoV-2 getestet werden. Dieser Flächentest dient dazu, einen Überblick über das Infektionsgeschehen in dieser besonders schutzbedürftigen (vulnerablen) Personengruppe zu erhalten. „Das ist wichtig, da in stationären Pflegeeinrichtungen trotz aller Vorsichtsmaßnahmen der enge Kontakt zwischen Betreuern und Betreuten und auch eventuell zu spät erkannte Infektionen dazu führen können, dass sich Bewohnende und Personal gegenseitig anstecken“, erklärt Dr. Britta Knorr, Ärztin im öffentlichen Gesundheitsdienst, die die Testungen seitens des Gesundheitsamtes koordiniert. Die Teilnahme an der Testung ist freiwillig.

Das Personal der Einrichtungen kann sich im Zuge der Testung bestimmter Fokusgruppen über die Test-Center des Gesundheitsamtes – unabhängig von Symptomatik oder Kontakt zu erkrankten Personen – testen lassen. Der Zugang zum Test erfolgt bei einem Testzentrum in räumlicher Näher des Wohnortes über eine Terminvergabe bei der Hotline des Gesundheitsamts unter der Telefonnummer 06221 522-1881.

Öffentliche Toiletten wieder zugänglich
Alle öffentlichen Toilettenanlagen, die die Firma Ströer in Heidelberg betreibt, werden seit dem 1. Mai wieder sukzessive geöffnet. Im Laufe dieser Woche werden also auch rollstuhlgerechte Toiletten wieder geöffnet werden können. Das Hygienekonzept ist mit den Heidelberger Diensten abgesprochen. Auch die sanitären Einrichtungen auf den Heidelberger Friedhöfen sind seit 1. Mai wieder geöffnet.

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg liegt die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen am Donnerstag, 7. Mai, bei 302 – und damit wieder um einen Fall niedriger als am Vortag. Diese Besonderheit war bereits am Mittwoch aufgetreten, als die Zahl von 304 auf 303 fiel. Hintergrund sind in beiden Fällen nachträglich korrigierte Laborbefunde. Es wurden Tests fälschlicherweise als positiv gemeldet, teilt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. In Quarantäne befinden sich aktuell 164 Personen. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 302 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 268 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 6. Mai 2020

Spielplätze wieder offen
Eltern und Kinder haben lange darauf gewartet – nun sind die Spielplätze in Heidelberg wieder zugänglich. Die Stadt hat am Mittwoch die 140 Spielplätze wieder zugänglich gemacht und an jedem Spielplatz die neuen Hygiene- und Aufenthaltsregeln ausgehängt.

  • Kinder dürfen nur in Begleitung Erwachsener auf die Spielplätze
  • Je nach Spielplatzgröße darf nur eine bestimmte Zahl von Kindern gleichzeitig dort spielen
  • Abstandsgebot beachten: Kinder und Erwachsene müssen mindestens 1,5 Meter Abstand voneinander halten (Familien ausgenommen)
  • Körperkontakt vermeiden, kein gemeinsames Essen oder Trinken

„Ich bin froh, dass wir den Kindern die Spielplätze wieder zurückgeben können. Das ist ein wichtiges Stückchen Lebensfreude für die kleinen Heidelbergerinnen und Heidelberger. Wir bitten aber auch die Erwachsenen, uns bei der Einhaltung der Regeln zu unterstützen. Bei rund 140 öffentlichen Spielplätzen haben wir nicht die Kapazitäten, die Einhaltung der Coronavirus-Auflagen überall zu kontrollieren“, betonte Bürgermeister Wolfgang Erichson und fügte hinzu: „Ich appelliere zudem an die Eltern: Seien Sie solidarisch, denn viele Kinder sehnen sich seit Wochen nach einem Spielplatz – lassen Sie angesichts der Auflagen auch anderen Kindern und Familien die Möglichkeit, und verbringen Sie gegebenenfalls weniger Zeit als üblich auf dem Spielplatz!“

Land kündigt weitere Öffnungen bei Schulen und Kitas an
Ab dem 18. Mai soll es weitere Öffnungen in Schulen und Kitas geben. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann hat am 6. Mai einen Fahrplan dazu vorgestellt. „Wir wollen die Schulen und Kitas zügig, aber schrittweise und besonnen öffnen“, erklärte Eisenmann. Auch nach dieser schrittweisen Rückkehr werde man aber noch keine Normalbedingungen wie vor der Corona-Krise haben. Es könnten in allen Einrichtungen immer jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Kindern und Jugendlichen unterrichtet oder betreut werden.
 
Bei den Kitas soll ab dem 18. Mai die Betreuung in Richtung eines reduzierten Regelbetriebs schrittweise auf bis zu 50 Prozent der Kinder ausgeweitet werden. Die jeweiligen Träger der Kitas vor Ort sollen Spielräume bekommen, damit sie im Rahmen ihrer räumlichen und personellen Kapazitäten individuelle Lösungen finden können. Eisenmann spricht hier zum Beispiel von einem „rollierenden System, das ermöglicht, dass Kinder in festen Gruppen abwechselnd an einzelnen Wochentagen in die Kita kommen können.“
 
Rollierende Systeme sollen auch an den Schulen eine zumindest zeitweise Rückkehr aller Klassenstufen an die Schulen ermöglichen. An den Grundschulen sollen die 4. Klassen bereits ab 18. Mai den Anfang machen. Nach den Pfingstferien ab dem 15. Juni sollen dann auch alle anderen Klassen an allen Schularten zumindest zeitweise wieder Präsenzunterricht erhalten.

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg liegt die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen am Mittwoch, 6. Mai, bei 303 – und damit um einen Fall niedriger als am Vortag. Hintergrund dieser Besonderheit sind die Korrekturen bei einigen Laborbefunden. Es wurden Tests fälschlicherweise als positiv gemeldet, teilt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. In Quarantäne befinden sich aktuell 161 Personen. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 303 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 264 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 5. Mai 2020

Zoo öffnet mit Online-Anmeldung
Ab Mittwoch, 6. Mai 2020, hat der Zoo Heidelberg wieder geöffnet, allerdings mit Einschränkungen. Der Zutritt ist nur mit Onlinereservierung möglich – auch für Inhaber von Dauerkarten oder Patenpässen. Für den Zoobesuch gelten zudem besondere Hygiene- und Verhaltensregeln. Besucher ab 6 Jahren müssen im Zoo eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und sind aufgerufen, die gängigen Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen einzuhalten. Tierhäuser, die Explo-Ausstellung und der Streichelzoo bleiben bis auf weiteres noch geschlossen. Alle aktuellen Infos unter www.zoo-heidelberg.de/coronainfo

„Wir freuen uns sehr, dass wir den Zoo Heidelberg, wenn auch mit Einschränkungen, wieder für unsere Besucher öffnen können. Der Besuch soll sowohl für unsere Gäste als auch für unsere Mitarbeiter so sicher wie irgend möglich sein. Dazu haben wir uns eng mit der Stadt Heidelberg abgestimmt“, betont Zoodirektor Dr. Klaus Wünnemann. „Insbesondere für die vielen Familien mit Kindern ist es eine fantastische Nachricht, dass der Zoo Heidelberg wieder öffnen darf. Bei aller Freude ist eines ganz wichtig: Halten Sie sich bitte unbedingt an die Hygienevorgaben und Verhaltensregeln!“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Theater sagt Rest der Spielzeit ab
Der Vorstellungsbetrieb am Theater Heidelberg ist für den Rest der laufenden Spielzeit 2019|20 eingestellt. Alle bisher für diese Spielzeit noch vorgesehenen Vorstellungen werden abgesagt. Das Heidelberger Theater wird weiterhin mit seinen virtuellen Angeboten auf den Social-Media-Plattformen sowie auf der Website für seine Zuschauer*innen da sein und einzelne Projekte im Stadtraum umsetzen. Damit folgt die Stadt Heidelberg der Anordnung des Landes Baden-Württemberg zur Einstellung des Spielbetriebes an seinen Staatstheatern.
 
„Unsere Künstlerinnen und Künstler haben sich in den vergangenen Wochen nach Kräften bemüht, den künstlerischen Input in Heidelberg nicht versiegen zu lassen und dem Theater weiterhin eine Stimme zu geben. Eine Schließung bis Sommer bedeutet natürlich eine noch längere Bühnenabstinenz. Wir vermissen unser Publikum sehr“, erklärte Intendant Holger Schultze.
 
Das Theater wird bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei stornieren, in einen Gutschein umwandeln und per Post den Zuschauer*innen zuschicken. Abonnent*innen werden ihre virtuellen Gutscheine automatisch gutgeschrieben. Alle Besucher*innen, die Tickets ohne Angabe persönlicher Daten gekauft haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail an die Theaterkasse zu wenden.

Musikschule startet ab 11. Mai
Ab Montag, 11. Mai 2020, soll es in der städtischen Musik- und Singschule wieder Präsenzunterricht geben. Das baden-württembergische Kultusministerium hat festgelegt, dass Musikschulen in einem ersten Schritt mit dem Unterricht in Musiktheorie und Komposition zur Berufs- und Studienvorbereitung sowie mit Einzelunterricht an Streich-, Zupf- und Tasten- sowie Schlaginstrumenten starten können. Weiterhin ausgeschlossen ist der Unterricht an Blasinstrumenten oder Gesang. Allerdings dürfen keine Übungsräume in allgemeinbildenden Schulen genutzet werden. Schüler und Eltern müssen sich auf Verlegungen der Unterrichtszeit und des Unterrichtsortes einstellen. Alle Eltern werden durch die Musikschule bis zum Wochenende über die neuen Unterrichtszeiten und -orte sowie über die Hygienemaßnahmen informiert. Aktuelle Informationen finden sich auch auf der Homepage der Musik- und Singschule Heidelberg unter www.heidelberg.de/musikschule.

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg sind am Dienstag, 5. Mai, keine neuen Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen bleibt bei 304. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 177 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 304 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 262 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 4. Mai 2020

„Erster Schultag“ im Mai
Nach sieben Wochen Schulschließung fühlte es sich für einige an wie der erste Schultag nach den Sommerferien: Am Montag, 4. Mai, startete für die Schülerinnen und Schüler, die dieses oder nächstes Jahr ihren Abschluss machen, wieder der Unterricht im jeweiligen Schulhaus. Aus Gründen des lnfektionsschutzes wird der Unterricht nicht in voller Klassenstärke, sondern in kleinen Lerngruppen organisiert. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner verteilte vor Unterrichtsbeginn an der beruflichen Julius-Springer-Schule Gesichtsmasken. Die dringende Empfehlung, eine Maske zu tragen, gilt auf dem Schulhof, auf den Fluren, Gängen oder Toiletten. Im Unterricht können die Masken abgenommen werden, wenn es aus pädagogischen Gründen notwendig und unter hygienischen Gesichtspunkten vertretbar ist. Wichtig ist, dass dabei der Sicherheitsabstand zwischen den Schülern in den Unterrichtsräumen gewahrt ist.

Zoo, Kurpfälzisches Museum, Spielplätze: Vorbereitungen zur Öffnung laufen
Museen, Tierparks und Spielplätze dürfen nach der neuen Corona-Landesverordnung ab Mittwoch, 6. Mai, wieder öffnen. In Heidelberg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Der Zoo, das Kurpfälzische Museum und die öffentlichen Spielplätze sollen ab diesem Tag wieder der Bevölkerung offen stehen.
Im Kurpfälzischen Museum ist dann erstmals die Sonderausstellung „Herkules- Unsterblicher Held“ zu sehen. Im Museum gelten die üblichen Sicherheits- und Hygienevorschriften. Besucher müssen eine Gesichtsmaske tragen und werden sowohl durch ein Wegeleitsystem als auch durch hauseigenes Personal durch die Ausstellungsräume geleitet.
Bei den Spielplätzen hat das Land Baden-Württemberg noch ergänzenden Richtlinien und Auflagen angekündigt. Diese werden noch bekanntgegeben
Der Zoo wird ebenfalls zeitnah unter www.zoo-heidelberg.de über die Einschränkungen und Auflagen bei der Wiedereröffnung informieren.

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen von 302 am Sonntagmorgen auf 304 am Montag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 193 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 304 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 255 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Zahl der Todesopfer liegt weiterhin bei sieben.


Informationen vom 3. Mai 2020

Neue Infektionen – siebtes Todesopfer
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen von 296 (Donnerstag) auf 302 am Sonntagmorgen gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 196 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 302 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 254 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Am 1. Mai starb eine Person an den Folgen einer Coronavirus-Infektion, die Zahl der Todesopfer liegt damit nun bei sieben.

Neue Corona-Verordnung des Landes gilt ab 4. Mai
Das Land Baden-Württemberg hat eine neue Corona-Verordnung (161,3 KB)bekanntgegeben. Die Bestimmungen gelten ab Montag, 4. Mai. Unter anderem dürfen alle Ladengeschäfte – unabhängig von der Größe ihrer Verkaufsfläche – wieder vollständig öffnen. Gottesdienste werden wieder erlaubt, die zulässige Zahl der Trauergäste bei Beerdigungen auf 50 erhöht. Zahnärzte dürfen wieder uneingeschränkt praktizieren, Friseure und Fußpflegestudios wieder öffnen. Die Ausgangsbeschränkungen in Pflegeheimen entfallen.

Ab Mittwoch, 6. Mai, soll zudem in Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäusern und Gedenkstätten, Tierparks und Zoos der Betrieb wieder starten. Auch Spielplätze sollen ab dem 6. Mai wieder öffnen. Das Land hat angekündigt, entsprechende Auflagen und Richtlinien zeitnah zu veröffentlichen. Schulen öffnen wie bereits bekannt schrittweise ab dem 4. Mai. Kindertagesstätten bleiben weiterhin geschlossen, die Notbetreuung wird fortgesetzt. Jugendhäuser sind ebenfalls weiter geschlossen.

Das Land betont, dass das Abstandsgebot und die bisherigen Kontaktbeschränkungen weiter gelten, einschließlich des Verzichts auf private Reisen und Verwandtenbesuche. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung beim Einkaufen und im Nahverkehr bleibt Pflicht. Weiterhin untersagt sind Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August untersagt.

Auswirkungen in Heidelberg: Neckarwiese wieder offen, Zoo und Museum bereiten sich vor

  • Grünanlagen: Die Stadt Heidelberg wird das Betretungsverbot für die Neckarwiese nicht verlängern. Die Wiese ist ab dem 4. Mai wieder zugänglich. Grillen, Picknicken und das längere Niederlassen sollen aber weiter untersagt bleiben. Das eingeschränkte Betretungsverbot in allen anderen städtischen Grünanlagen wird ebenfalls aufgehoben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung der Stadt ist bis zum 3. Mai befristet und wird nicht verlängert. 
  • Spielplätze: Laut neuer Landesverordnung können Spielplätze ab dem 6. Mai wieder öffnen. Das Land hat entsprechende Auflagen und Richtlinien angekündigt. Öffentliche Bolzplätze hingegen müssen auch über den 6. Mai hinaus geschlossen bleiben.
  • Zoo: Der Zoo Heidelberg plant die Wiedereröffnung mit Einschränkungen am 6. Mai. Für den Zoobesuch werden besondere Hygiene- und Verhaltensregeln gelten, die der Zoo noch bekanntgeben wird. 
  • Musik- und Singschule: Das Land stellt in seiner Verordnung in Aussicht, dass in Musikschulen „unter bestimmten Voraussetzungen und in einzeln festgelegten Bereichen Unterricht ermöglicht werden“ soll. Es müssen aber noch nähere Bestimmungen durch das Kultusministerium abgewartet werden.
  • Kurpfälzisches Museum: Das Museum bereitet sich auf eine Wiederöffnung ab dem 6. Mai vor. Zu sehen sein, wird die Sonderausstellung „Herkules- Unsterblicher Held“, die bislang in Teilen nur digital zugänglich war. Auch die zum Kurpfälzischen Museum gehörige Textilsammlung Max Berk in Ziegelhausen wird wieder öffnen.
  • Schulen: Am Montag, 4. Mai 2020, startet in Baden-Württemberg schrittweise und stark eingeschränkt der Schulbetrieb. Der stufenweise Einstieg der Schulen in den Präsenzunterricht beginnt mit Schülerinnen und Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Schülerinnen und Schülern der diesjährigen Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. Aus Gründen des lnfektionsschutzes wird der Unterricht nicht in voller Klassenstärke, sondern in kleinen Lerngruppen organisiert werden. In Heidelberg sollen Schülerinnen und Schüler im Schulgebäude und auf dem Schulhof eine Schutzmaske tragen, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Die Stadt Heidelberg hat dazu mehr als 56.000 Masken als Erstausstattung an die öffentlichen und privaten Schulen geliefert. An den Grundschulen findet vorerst kein Präsenzunterricht statt. Informationen zum Start des eingeschränkten Schulbetriebs gibt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg hier.

Informationen vom 30. April 2020

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteten Personen am Donnerstag bei 296 geblieben. Es sind keine neuen Infektionen gemeldet worden. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 198 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 296 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 247 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Neckarwiese ab Montag wieder offen – Allgemeinverfügung wird nicht verlängert
Die Heidelberger Neckarwiese ist ab Montag, 4. Mai, wieder öffentlich zugänglich. Die Stadt wird eine Allgemeinverfügung nicht verlängern, die für die Neckarwiese ein unbeschränktes Aufenthaltsverbot vorgeschrieben hatte. Auch Restriktionen für weitere Grünanlagen, die in dieser Allgemeinverfügung festgehalten wurden, werden nicht verlängert. Es gelten weiter die Bestimmungen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg und die Neckarvorlandsatzung (86,6 KB) der Stadt Heidelberg.

„Die Heidelbergerinnen und Heidelberger haben sich in den vergangenen Wochen enorm diszipliniert und verantwortungsbewusst gezeigt. Daher halten wir diesen Schritt nun für möglich. Wir werden die Entwicklung genau beobachten. Tätigkeiten wie Grillen, Picknicken und längeres Niederlassen sind auf der Neckarwiese bis auf Weiteres noch nicht erlaubt. Es darf dort zu keinen größeren Menschenansammlungen kommen. Wir werden zu den genauen Regelungen aber die neue Corona-Verordnung des Landes abwarten, die für das Wochenende angekündigt ist“, erklärt Ordnungsbürgermeister Wolfgang Erichson.

Recyclinghöfe öffnen wieder
Für die Anlieferung von Kleinmengen an Abfällen aus Heidelberger Haushalten und Gewerbebetrieben öffnet die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ab Montag, 4. Mai 2020, alle Recyclinghöfe. Angesichts der Coronavirus-Pandemie ist dies aus Sicherheitsgründen jedoch nur mit Einlassbeschränkungen und Zugangsregeln möglich. Die Abgabe ist ausschließlich für Abfälle aus Privathaushalten oder von Gewerbebetrieben aus Heidelberg möglich. Anlieferungen von auswärts werden nicht angenommen. Es besteht Maskenpflicht bei der Abgabe. Die Stadt bittet die Besucherinnen und Besucher, ihre eigene Maske mitzubringen. Auf den kleineren Recyclinghöfen Emmertsgrund, Handschuhsheim und Ziegelhausen können zwar wieder alle Abfallsorten abgegeben werden. Die Mengen sind jedoch auf die Menge der Kofferraum-Ladung eines Pkw begrenzt. Weitere Fragen beantwortet die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg per E-Mail an abfallwirtschaft@heidelberg.de oder telefonisch unter der zentralen Nummer 06221 58-29999 von Montag bis Freitag, 8 bis 12 Uhr. 

Gesundheitsamt testet Fokusgruppen
Das Gesundheitsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, begrüßt die am Sonntag, 26. April, von der Landesregierung verkündete Entscheidung, die Kapazitäten für Corona-Tests deutlich auszuweiten. In enger Abstimmung mit dem Universitätsklinikum Heidelberg werden nun in regelmäßigen Abständen sogenannte Fokusgruppen getestet. Ziel ist es, ein vertieftes epidemiologisches Verständnis der Ansteckungszahlen bestimmter Personen- und Berufsgruppen zu erlangen.
Momentan liegt der Schwerpunkt der Tests bei Personen, die im Gesundheitsbereich arbeiten. Auf Grund der seit einigen Tagen ausgeweiteten Notbetreuung können sich derzeit auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Kindertagesstätte, eines Kindergartens oder einer Grundschule, die in ihrer Einrichtung aktiv in der Notbetreuung eingesetzt sind, testen lassen. Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen auf jeden Fall vorher die Telefonhotline des Gesundheitsamtes unter der Nummer 06221/522-1881 (täglich von 7.30 Uhr bis 19 Uhr erreichbar) anrufen. 

Plakat „Home safe Home“ (Götz Gramlich/ Heidelberg Marketing)

Plakataktion „Home safe Home“
Die Heidelberg Marketing GmbH startet in Zusammenarbeit mit dem Künstler Götz Gramlich eine großangelegte Plakataktion. Ab Anfang Mai werden in ganz Heidelberg Plakate mit dem Slogan „Home Safe Home“ zu sehen sein. Sie sollen den Bürgerinnen und Bürgern Mut machen, für den Schutz ihrer Heimatstadt Heidelberg weiterhin zuhause zu bleiben. Neben der Botschaft an die Bevölkerung wird außerdem einem Künstler eine Plattform gegeben. So entstehe durch die Plakataktion eine Win-Win-Situation für beide Seiten, betont der Geschäftsführer von Heidelberg Marketing Mathias Schiemer. 

Hochwertige Schutzmasken „made in Heidelberg“
Die Stadt Heidelberg setzt sich dafür ein, dass auch Unternehmen in der Region in die Herstellung von Schutzmasken einsteigen, um die Abhängigkeit von internationalen Lieferketten reduzieren zu können. Das Heidelberger Unternehmen Oswald Friseurbedarf & Kosmetik geht diesen Schritt und wird in Kürze am Standort Heidelberg in großer Stückzahl (ca. 600.000 bis 800.000 Stück pro Monat) FFP2-Masken produzieren. Bei einem Pressetermin am Mittwoch, 29. April 2020, bei Oswald in der Bahnstadt hat Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner sich mit den Geschäftsführern Peter und Thomas Oswald ausgetauscht.

„Insbesondere die Einrichtungen im Gesundheitssektor sind dringend auf qualitativ hochwertige Schutzmasken angewiesen. Wir müssen künftig unabhängiger von weltweiten Lieferungen werden. Hochwertige Masken sollten auch in der Region produziert werden. Nur so können wir noch schneller reagieren und den Bezug von Schutzmaterial sicherstellen. Ich freue mich, dass Oswald künftig in Heidelberg Schutzmasken in großer Stückzahl herstellen wird“, erklärte Prof. Würzner. 


Informationen vom 29. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 293 (Dienstag) auf 296 am Mittwoch gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 195 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 296 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 244 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Gemeinsame Erklärung: Etappenziele erreicht, Erfolge nicht aufs Spiel setzen
Bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind wichtige Etappenziele erreicht worden – die bisherigen Erfolge dürfen aber nicht aufs Spiel gesetzt werden. Deshalb bitten die Oberbürgermeister der Städte Heidelberg und Mannheim, Professor Dr. Eckart Würzner und Dr. Peter Kurz, sowie die beiden Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises und Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Achim Brötel und Stefan Dallinger, und die Präsidenten der Polizeipräsidien Mannheim und Heilbronn, Andreas Stenger und Hans Becker, die Bevölkerung weiterhin um Geduld und aktive Mithilfe bei der Bekämpfung der Pandemie.

„Die Zahlen der Neuinfektionen in der Metropolregion Rhein-Neckar gehen in eine gute Richtung. Alle Bürgerinnen und Bürger tragen hierzu erheblich bei. Herzlichen Dank an Sie alle, dass Sie sich an die Regeln halten und Verständnis für die Kontaktbeschränkungen haben“, erklären die Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten. „Wir begrüßen gleichzeitig, dass Bund und Länder nun erste Schritte zur Lockerung verabschiedet haben. Es ist aber entscheidend, dass die Lockerungen nicht zu einem deutlichen Anstieg der Infektionen führen. Gerade deshalb sind die Abstandsregelungen, das Tragen von Masken und die Vermeidung von großen Ansammlungen so wichtig. Dass eine Ausgangssperre vermieden werden konnte, war Ihrem besonnenen Verhalten zu verdanken. Darauf kommt es auch jetzt wieder an.“ 

Es gelten weiterhin die wichtigen Hygieneregeln: Abstand halten, häufiges und gründliches Händewaschen und – das ist noch für viele neu: Gesichtsmaske auf! Die Oberbürgermeister, Landräte und Polizeipräsidenten bekräftigen: „Tragen Sie bitte eine Schutzmaske in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr – das ist seit 27. April Pflicht. Masken – auch selbst genähte – helfen dabei, das Infektionsrisiko zu verringern. Und zur Not reicht auch ein Tuch, das Mund und Nase bedeckt. Helfen Sie mit, die Pandemie einzudämmen und bleiben Sie gesund!“

Gottesdienste ab Mitte Mai wieder möglich
Ab Sonntag, den 10. Mai, soll es in Baden-Württemberg wieder möglich sein, gemeinsame Gottesdienste in Kirchen, Gemeinderäumen oder im Freien zu feiern. Das teilen die Evangelische Kirche in Heidelberg und die Katholische Stadtkirche Heidelberg mit. Vorausgegangen sei ein Gespräch zwischen den Bischöfen der katholischen Diözesen und der evangelischen Landeskirchen Baden-Württembergs und Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Am Wochenende will die Landesregierung ihre Beschlüsse bekannt machen.
Evangelische und katholische Kirche teilen die Überzeugung, dass es in Corona-Zeiten ein Ausdruck von Nächstenliebe ist, Abstand zu halten und Verantwortung für die eigene und die Gesundheit der Anderen zu übernehmen. Wie die evangelische und katholische Kirche in Heidelberg die neuen Möglichkeiten dann konkret umsetzen werden, steht derweil noch nicht fest.

Meldung bei Einreise aus dem Ausland
Wer aus dem Ausland nach Baden-Württemberg einreist, muss sich wegen der Coronavirus-Pandemie grundsätzlich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das gilt auch für Personen, die zunächst aus dem Ausland in ein anderes Bundesland eingereist sind und dann nach Baden-Württemberg weiterreisen. Wer mit dem Ziel Heidelberg einreist, ist verpflichtet, dies zu melden. Hier haben sich nun die Kontakdaten kurzfristig geändert: Betroffene sollen die Meldung nun nicht mehr ans Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Heidelberg richten, sondern an das Gesundheitsamt Rhein-Neckar (Telefon-Hotline 06221 522-1881 oder E-Mail covidinfo@rhein-neckar-kreis.de).


Informationen vom 28. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 289 (Montag) auf 293 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 199 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 293 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 244 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Ausgangssperre im Ankunftszentrum
Weil ein Bewohner des Ankunftszentrums Heidelberg (Patrick-Henry-Village) am Montagabend, 27. April, positiv auf SARS-Cov-2 getestet wurde, gilt dort nun befristet bis zum 8. Mai eine Ausgangssperre für alle Bewohnerinnen und Bewohner. Auf Empfehlung des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für den Stadtkreis Heidelberg zuständig ist, und in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe, hat die Stadt Heidelberg noch am Montagabend eine entsprechende Verfügung gemacht. Die Stadt Heidelberg ist in diesem Fall zuständige Ortspolizeibehörde und handelte im Einvernehmen mit Kreis und Regierungspräsidium auf der Grundlage des Infektionsschutzgesetzes. In der Zeit der Ausgangssperre sind auch keine neuen Zuweisungen in das Ankunftszentrum mehr möglich.

Der infizierte Bewohner und dessen bislang 20 ermittelte Kontaktpersonen wurden innerhalb der Einrichtung in einem separaten Isolierbereich untergebracht und dort unter häusliche Quarantäne gestellt. Neben der Verfügung der Ausgangssperre hat das Gesundheitsamt veranlasst, dass innerhalb der nächsten Tage zunächst alle aktuell 792 Bewohnerinnen und Bewohner des Ankunftszentrums mittels eines Abstrichs auf SARS-Cov-2 getestet werden. Parallel hierzu werden etwaige Kontaktpersonen unter den vor Ort eingesetzten Mitarbeitern ermittelt, um diese bei Bedarf ebenfalls auf eine SARS-Cov-2-Infektion zu testen.

Oberbürgermeister bei Maskenverteilung im Nahverkehr
Die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) hat zum Auftakt der Maskenpflicht im ÖPNV am Heidelberger Hauptbahnhof und Bismarckplatz sowie an zahlreichen weiteren Punkten im Verkehrsgebiet kostenlose Einwegmasken an ihre Fahrgäste verteilt. Allein am Bismarckplatz und Hauptbahnhof wurden am Montag, 27. April, zwischen 6 und 22 Uhr mehr als 10.000 Masken ausgegeben. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner informierte sich vor Ort und unterstützte bei der Verteilung der Schutzmasken. „Bereits seit letzten Montag gibt es in Heidelberg die Maskenpflicht in städtischen Gebäuden. Ich bin sehr froh, dass das Land nachgezogen hat und es nun auch im öffentlichen Personennahverkehr eine Maskenpflicht gibt. Der erste Tag zeigt, dass die Menschen es sehr gut annehmen. Was noch nicht so gut klappt, ist das Tragen der Maske im Haltestellenbereich. Doch gerade hier – beim Ein- und Aussteigen – kann der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden. Deshalb die Bitte: Halten Sie sich an die Regeln und behalten Sie ihre Maske gerade auch am Bus- und Bahnsteig an“, sagte Prof. Würzner.

Kostenloses Starterpaket mit Masken ab sofort für Heidelberger Friseure
Die Stadt Heidelberg unterstützt nun auch Heidelberger Friseure mit einem Starterkontingent an Gesichtsmasken. Bis einschließlich 3. Mai 2020 können alle Heidelberger Friseure bei der Wirtschaftsförderung je 50 Masken (Mund-Nase-Schutz) anfordern. Diese werden anschließend den Betrieben zugeliefert. Solange der Vorrat reicht, erhalten Friseure auch einen Liter Handdesinfektionsmittel kostenfrei dazu.

Einzelhändler können bei Wirtschaftsförderung Masken und Desinfektionsmittel bestellen
Einzelhändlern hat die Stadt Heidelberg in der Vergangenheit bereits insgesamt 25.000 Masken kostenfrei zur Verfügung gestellt. Künftig können Einzelhändler noch für einen begrenzten Zeitraum zum Selbstkostenpreis Masken und Handdesinfektionsmittel über die Wirtschaftsförderung bei der Stadt Heidelberg beziehen. Ein Betrieb kann maximal 2.000 Masken bestellen. Alle Bestellungen sind einfach und schnell über ein Online-Formular auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung möglich: www.wirtschaftsfoederung.heidelberg.de. Hier finden Gewerbetreibende auch umfangreiche weitere Informationen sowie Hinweise zu Ansprechpartnern und hilfreichen Internetangeboten.

Maskenspende aus Nanjing
Die Stadt Heidelberg hat 15.000 Schutzmasken („Mund-Nase-Schutz“) aus der chinesischen Stadt Nanjing erhalten. Aline Moser, Persönliche Referentin des Oberbürgermeisters, nahm die Spende auf dem Gelände der Feuerwache in der Heidelberger Bahnstadt von Botschaftsrat Bing Han als Vertreter des Chinesischen Botschafters Wu Ken entgegen. „Die Stadt Heidelberg dankt der Stadt Nanjing und der chinesischen Botschaft herzlich für diese Spende. Sie ist ein Symbol für die vielen gelebten Kontakte und Freundschaften, die zwischen Heidelberg und China bestehen“, sagte Moser.

Initiiert und vermittelt wurde die Spende durch Prof. Dr. med. Thomas Rabe aus Heidelberg. Der langjährige Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik Heidelberg – jetzt seit 2016 emeritiert – unterhält enge Beziehungen nach China und insbesondere Nanjing. Sein Großvater John Rabe war einst als Geschäftsführer von Siemens in Nanjing tätig und konnte als Vorsitzender eines Internationalen Komitees innerhalb einer Schutzzone von vier Quadratkilometern über 250.000 chinesische Zivilisten 1937/38 bei einem japanischen Angriff auf Nanjing retten.


Informationen vom 27. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 283 (Freitag) auf 289 am Montag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 185 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 289 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 237 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Erster Tag mit Maskenpflicht
Im Handel und in Bussen und Bahnen sowie an den Bahnsteigen und Haltestellen muss seit dem 27. April eine Gesichtsmaske getragen werden. Nach ersten Einschätzungen der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH und der städtischen Wirtschaftsförderung halten sich Fahrgäste und Kunden bereits weitgehend an die neue Vorgabe. Die RNV hat am frühen Montagmorgen mit einer umfangreichen Verteilaktion an wichtigen Knotenpunkten begonnen und bringt so 100.000 Masken unter die Menschen. Der Heidelberger Einzelhandel wurde von der Stadt mit 20.000 Masken in sogenannten Starterpaketen ausgestattet.  

Erweiterte Notbetreuung gestartet
Seit Montag, 27. April 2020, gilt eine erweiterte Notbetreuung von Kindern in den Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege, an Grundschulen sowie an den weiterführenden Schulen in ganz Baden-Württemberg. Auch in Heidelberg sind die Auswirkungen der neuen Regelungen spürbar. Nach einem ersten Überblick steigt demnach die Nachfrage nach Betreuungsplätzen sowohl im Kindergartenbereich wie im Schulbereich in Heidelberg sukzessive an. In den städtischen Kitas reichen die Platzkapazitäten derzeit noch aus. Im Schulbereich ist die erweiterte Notbetreuung an den weiterführenden Schulen weiterhin durchweg nachgefragt. An den Grundschulen ist der Bedarf je nach Schulbezirk sehr unterschiedlich.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner betonte bei einem Pressegespräch am Montag: „Wir müssen im Blick haben, dass es sich weiterhin um eine Notbetreuung handelt. Sie kann noch nicht allen offenstehen, sondern aktuell nur denen, die wirklich dringend darauf angewiesen sind. Daher auch mein Appell an die Arbeitgeber: Ermöglichen Sie es Ihren Beschäftigten bitte weiter, zum Beispiel im Homeoffice zu arbeiten oder tragen Sie andere Lösungen für die Kinderbetreuung mit. Mir ist sehr bewusst: Alle Eltern leisten seit Wochen einen unglaublichen Spagat. Die Strategie einer weiteren schrittweisen Öffnung, sobald es im Sinne des Gesundheitsschutzes verantwortbar ist, wird daher sehr wichtig.“

Schulstart für Abschlussklassen ab 4. Mai
Am 4. Mai 2020 startet in ganz Baden-Württemberg schrittweise und stark eingeschränkt der Schulbetrieb. Den Anfang machen Schülerinnen und Schülern aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie die Schülerinnen und Schüler der Prüfungsklassen der beruflichen Schulen. So hat es das Kultusministerium Baden-Württemberg festgelegt. Darauf bereiten sich auch die 54 allgemeinbildenden und beruflichen Schulen in Heidelberg vor. Der Unterricht findet mit reduzierten Gruppengrößen statt.

Wie in allen öffentlichen Gebäuden in Heidelberg gilt auch in den Schulen eine Maskenpflicht. In der Unterrichtssituation kann davon abgewichen werden, wenn andere Hygieneregeln (vor allem Abstand) greifen. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner ist es ein besonderes Anliegen, die Schulen mit einer Erstausstattung an Mund-Nasen-Schutz (MSN) zu versorgen. Die Verteilung der Masken erfolgt ab dem 27. April an die Schulen.

Gesundheitsamt empfiehlt Tests auch für Personen ohne Symptome
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, empfiehlt nun auch Personen, die keine Symptome haben, unter bestimmten Voraussetzungen einen Test auf Covid-19. „Wer in einem Gesundheitsberuf mit direktem Kontakt zu Patienten arbeitet, also dem medizinischen oder pflegerischen Personal zuzuordnen ist, kann sich nach Rücksprache mit uns testen lassen, auch wenn er oder sie keine akuten Krankheitssymptome aufweist“, erklärt Dr. Rainer Schwertz, Leiter des Gesundheitsamtes. Gleiches gilt für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Kindertagesstätte, eines Kindergartens oder einer Grundschule, die in ihrer Einrichtung derzeit aktiv in der Notbetreuung eingesetzt sind.

Alle Menschen, die getestet werden wollen, müssen auf jeden Fall vorher die Telefonhotline des Gesundheitsamtes unter der Nummer 06221/522-1881 (täglich von 7.30 Uhr bis 19 Uhr erreichbar) anrufen. Wichtig ist dem Leiter des Gesundheitsamtes noch folgender Hinweis: „Wenn man akute Symptome wie Husten, Halsweh und Fieber bei sich erkennt, sollte man sich schnellstmöglich testen lassen – vor allem, wenn man Kontakt zu Corona-Kranken hatte, in einem Gesundheitsberuf arbeitet oder lebensälter ist bzw. entsprechende Vorerkrankungen hat.“

Gemeinderat: Ausschuss- und Beiratssitzungen finden ab Ende Mai wieder statt
In der Heidelberger Kommunalpolitik sollen die gemeinderätlichen Ausschüsse und Beiräte ab Ende Mai wieder tagen. Den Anfang bei den Ausschüssen machen die Sitzungen des Sportausschusses und des Haupt- und Finanzausschusses am 27. Mai 2020. Bei den Bezirksbeiräten ist der erste Termin der Bezirksbeirat Rohrbach am 26. Mai 2020. Aufgrund der gesetzlichen Einladungsfristen und Vorlaufzeiten müssen alle bis dahin anberaumten Sitzungen ausfallen. Einzige Ausnahme ist die Gemeinderatssitzung am 7. Mai. Sie wird voraussichtlich nach dem Modell der jüngsten Sitzung – also mit einer reduzierten Tagesordnung und einer Sitzordnung, bei der die Mindestabstände eingehalten werden können – durchgeführt. Detaillierte Absprachen sind mit dem Gemeinderat noch zu treffen.

Meldepflicht für Einreisende aus dem Ausland
Alle Personen, die aus dem Ausland nach Baden-Württemberg einreisen, müssen sich grundsätzlich in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Das gilt auch, wenn sie zunächst aus dem Ausland in ein anderes Bundesland eingereist sind und dann nach Baden-Württemberg weiterreisen. Wer mit dem Ziel Heidelberg einreist, ist verpflichtet dies dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar telefonisch unter der Hotline des 06221/522-1881 oder per Mail an covidinfo@rhein-neckar-kreis.de zu melden.

Folgende Angaben werden dazu benötigt: Name, Wohnanschrift, Geburtsdatum- und Ort, Telefonnummer, Datum der Einreise, das Land aus dem eingereist wurde, ggfs. Benennung von Krankheitssymptomen, falls die Quarantäne nicht an der Wohnanschrift eingehalten wird, die Anschrift und den Ort des Aufenthalts und die dortige Telefonnummer.
 
Die Arbeitgeber, die Personen aus dem Ausland zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme beschäftigen, müssen dies dem Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Heidelberg vor Arbeitsaufnahme an corona.ordnungsamt@heidelberg.de melden.


Informationen vom 24. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg sind am Freitag, 24. April, keine neuen Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen bleibt bei 283. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 185 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 283 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 225 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

OB und Polizeipräsident appellieren an Bevölkerung
Mit einem großen Lob und der Bitte, sich weiterhin an die Regeln der Corona-Verordnung und der städtischen Allgemeinverfügung zu halten, wenden sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner und Polizeipräsident Andreas Stenger an die Heidelberger Bevölkerung. Mit Blick auf die ab Montag, 27. April 2020, geltende Maskenpflicht appellierten sie an die Menschen, in ihrem vorbildlichen und verantwortungsvollen Verhalten nicht nachzulassen.
„Für uns alle ist das eine Zeit mit großen Einschränkungen. Umso mehr danke ich den Heidelbergerinnen und Heidelbergern, die weiterhin sehr gutes Durchhaltevermögen auch in Krisenzeiten besitzen.“ Zum Thema Maskenpflicht fügte er hinzu: „Insbesondere habe ich festgestellt, dass bereits jetzt immer mehr Bürgerinnen und Bürger freiwillig Masken tragen. Damit übernehmen sie Verantwortung und helfen mit, Neuinfektionen zu verhindern“, sagte Prof. Würzner.
Ebenso anerkennend äußerte sich Polizeipräsident Andreas Stenger: „Ich bin beeindruckt, wie die meisten Heidelbergerinnen und Heidelberger die drastischen Einschränkungen im öffentlichen Leben geduldig und verständnisvoll beachten. Die Bürgerinnen und Bürger in Heidelberg halten sich nach wie vor weitestgehend an die Regeln der Coronavirus-Verordnung sowie der Allgemeinverfügungen.“ Es sei sehr wichtig, die notwendigen Restriktionen zu berücksichtigen, denn die Gefahren der Coronavirus-Pandemie seien noch lange nicht gebannt.

Stadt bietet Einzelhändlern Plakate zu neuen Regeln an
Beim Einkaufen gilt in Baden-Württemberg ab Montag, 27. April 2020, eine Maskenpflicht. Personen ab dem Alter von sechs Jahren müssen in Heidelberg und landesweit in Läden und Einkaufszentren eine Alltagsmaske oder andere Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auf Wochenmärkten wird das Tragen von Masken oder anderen Mund-Nasen-Bedeckungen, auch selbstgenähten Masken und Schals, dringend empfohlen. Die Stadt Heidelberg bietet Einzelhändlern Plakate an, die ausgehängt werden können und die Kundinnen und Kunden so auf die Maskenpflicht und die weiteren Vorgaben zum Schutz vor Infektionen hinweisen, etwa die Einhaltung von mindestens 1,5 Meter Abstand. Die Plakate können unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de kostenfrei heruntergeladen werden.

Stadt erhält Spenden mit Schutzmasken aus China
Die Stadt Heidelberg kann ihre Bestände an Schutzmasken weiter erhöhen. Eine neue Lieferung kam über den Sino German Hi-Tech Park zustande, ein Heidelberger Unternehmen, gegründet 2016, das   zum Ziel hat, die chinesisch-deutsche Zusammenarbeit zu fördern. Dr. Jan Gradel, Director Business Development im Sino German Hi-Tech Park, hatte seine Partner und die chinesischen Stadtregierungen um Spenden für Deutschland gebeten – mit Erfolg.
Das Unternehmen Haier COSMOPlat spendete Desinfektionsschutzkanäle und medizinische Schutzkleidung an das Universitätsklinikum Heidelberg. Die Bezirksregierung Haidian, Peking, sandte 5.000 Masken an die Stadt Heidelberg und die Partnerstadt Hangzhou spendete weitere 10.000 Masken. Die Stadt Guangzhou, die ein neues Passivhaus-Stadtviertel nach dem Vorbild der Heidelberger Bahnstadt geschaffen hat, schnürte Pakete mit 100.000 Masken.
„Um Schutzmasken aus China zu erhalten, braucht es Landes- und Sprachkenntnisse sowie persönliche Beziehungen. Unser Team im Sino German Hi-Tech Park verfügt über dieses Know-how und ausreichend Kontakte, die wir nun genutzt haben, um sowohl Ärzte als auch Pflegedienste und -heime der Stadt noch besser mit Masken versorgen zu können“, erklärte Dr. Jan Gradel.

Recyclinghof Kirchheim: Ab Montag, 27. April, Abgabe von Wertstoffen und Sperrmüll möglich
Auf dem zentralen Heidelberger Recyclinghof in Kirchheim (Oftersheimer Weg) ist ab Montag, 27. April 2020, für Heidelberger Privathaushalte die Abgabe von Wertstoffen und Sperrmüll wieder möglich – zu den üblichen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr, Samstag von 8 bis 15 Uhr). Seit 21. April konnte dort bereits wieder Grünschnitt angeliefert werden. Weil dies unter den gegebenen Hygiene- und Abstandsregeln sehr gut funktioniert hat, soll das Angebot nun auf andere Materialien wie Altpapier, Kunststoff, Holz, Metall, Bauschutt und Schadstoffe ausgeweitet werden. Es besteht Maskenpflicht bei der Abgabe. Gewerbebetriebe können sich zur Abgabe ihrer Wertstoffe unter der Telefonnummer 06221 58-29999 einen Termin in der Abfallentsorgungsanlage Heidelberg-Wieblingen geben lassen.


Informationen vom 23. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 281 (Mittwoch) auf 283 am Donnerstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 180 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 283 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 221 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Aktualisierte Verordnung der Landesregierung – Maskenpflicht und Notbetreuung
Aufgrund der neuen Maskenpflicht und der ab kommenden Montag geltenden erweiterten Notbetreuung hat die Landesregierung Baden-Württemberg ihre Corona-Verordnung aktualisiert. Die neue Fassung gilt ab dem kommenden Montag, 27. April. Demnach müssen Personen nach ihrem sechsten Geburtstag

  • im öffentlichen Personennahverkehr, also zum Beispiel in U-Bahnen und Bussen
  • an Bahn- und Bussteigen
  • in Läden und Einkaufszentren

eine Alltagsmaske oder andere Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Diese Pflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist.

Zur erweiterten Notbetreuung in Schulen und Kindertagesstätten legt die Verordnung fest, dass künftig auch Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 7 in eine Notbetreuung gegeben werden können. Berechtigt zur Teilnahme an der erweiterten Notbetreuung sind Kinder, deren Erziehungsberechtigte beide einen Beruf ausüben, dessen zugrundeliegende Tätigkeit zur Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur beiträgt oder – und das ist neu – eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind. Das Vorliegen der Voraussetzungen muss durch Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung des Arbeitgebers belegt werden. Außerdem muss versichert werden, dass eine familiäre oder anderweitige Betreuung nicht möglich ist. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes bleibt das Angebot weiterhin eine Notbetreuung und kann nicht für alle gelten.

Notbetreuung an Schulen und Kitas in Heidelberg
Die Stadt Heidelberg hat am Donnerstag, 23. April, alle Schulen und Kindertagesstätten in der Stadt über die neue Verordnung des Landes informiert. Bereits seit Tagen laufen enge Abstimmungen zwischen Stadt und Trägern zur konkreten Umsetzung vor Ort. Die in der erweiterten Notbetreuung zulässige Gruppengröße beträgt bei Kindertageseinrichtungen höchstens die Hälfte der genehmigten Gruppengröße. Bei den Schulen ist es höchstens die Hälfte des für die jeweilige Schulart geltenden Klassenteilers.

Außerdem hat das Land definiert, wie die Belegung der Plätze bei der Notbetreuung erfolgen soll:

Es haben Kinder Vorrang

  • bei denen mindestens ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur arbeitet und unabkömmlich ist
  • deren Betreuung zur Gewährleistung des Kindeswohls erforderlich ist und
  • die im Haushalt einer beziehungsweise eines Alleinerziehenden leben und eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind.

Erst danach können Kinder aufgenommen werden,

  • deren Eltern eine präsenzpflichtige berufliche Tätigkeit außerhalb der Wohnung wahrnehmen und dabei unabkömmlich sind.

Anmeldeformulare zur Notbetreuung gibt es in der jeweiligen Einrichtung, die das Kind zuletzt besucht hat.

Meldepflicht für Einreisende aus dem Ausland
Alle Personen, die aus dem Ausland nach Baden-Württemberg einreisen, müssen sich grundsätzlich in eine 14-tägige Quarantäne begeben . Das gilt auch, wenn sie zunächst aus dem Ausland in ein anderes Bundesland eingereist sind und dann nach Baden-Württemberg weiterreisen. Wer mit dem Ziel Heidelberg einreist, ist verpflichtet dies dem Gesundheitsamt Rhein-Neckar telefonisch unter der Hotline des 06221/522-1881 oder per Mail an covidinfo@rhein-neckar-kreis.de zu melden.

Folgende Angaben werden dazu benötigt: Name, Wohnanschrift, Geburtsdatum- und Ort, Telefonnummer, Datum der Einreise, das Land aus dem eingereist wurde, ggfs. Benennung von Krankheitssymptomen, falls die Quarantäne nicht an der Wohnanschrift eingehalten wird, die Anschrift und den Ort des Aufenthalts und die dortige Telefonnummer.
 
Die Arbeitgeber, die Personen aus dem Ausland zum Zweck einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme beschäftigen, müssen dies dem Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Heidelberg vor Arbeitsaufnahme an corona.ordnungsamt@heidelberg.de melden.

Große Geschäfte dürfen bei Begrenzung der Verkaufsfläche wieder öffnen
Große Geschäfte in Heidelberg und ganz Baden-Württemberg dürfen in begrenztem Umfang wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen. Das Land Baden-Württemberg hat nach einer Gerichtsentscheidung die Richtlinie zur Öffnung von Einrichtungen des Einzelhandels geändert. Die Regelung gilt ab dem heutigen Donnerstag, 23. April 2020.

Hopp Foundation stattet Heidelberger Schulen mit Videokonferenz-Programm aus
Ein neues Programm ermöglicht es Heidelberger Schulen ab sofort, digitale Möglichkeiten im Unterricht besser zu nutzen: Mit dem Videokonferenz-Tool können die Schulen schnell und einfach virtuelle Klassenräume erstellen und dort ihre Schülerinnen und Schüler digital unterrichten. Die Stadt Heidelberg stellt das Angebot den öffentlichen Schulen gemeinsam mit der Hopp Foundation, dem Medienzentrum Heidelberg und dem Chaos Computer Club Mannheim kostenfrei zur Verfügung.

Stadtarchiv sucht Bürger-Beiträge zur Coronakrise
Kontaktsperre, Maskenpflicht, leere Spielplätze: Das Stadtarchiv will die Corona-Krise im historischen Gedächtnis der Stadt verankern. Deshalb fragt das Archiv die Bürgerinnen und Bürger: Wie erleben Sie diese Zeit? Was wird Ihnen und uns in Erinnerung bleiben? Wer sich mit einem Beitrag beteiligen möchte, kann Text und/oder Foto unter Angabe des vollständigen Namens und der Anschrift senden an: Stadtarchiv Heidelberg, Max-Joseph-Straße 71, 69126 Heidelberg, E-Mail: stadtarchiv@heidelberg.de. Mit der Übersendung stimmen Mitwirkende einer möglichen Veröffentlichung zu.


Informationen vom 22. April 2020

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg sind am Mittwoch, 22. April, keine neuen Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen bleibt damit bei 281. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 167 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 281 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 215 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

RNV kehrt weitgehend zum Regelbetrieb zurück
Ab Montag, 27. April, wird in Baden-Württemberg und Hessen das Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung im ÖPNV für alle Fahrgäste verpflichtend. Die rnv weist die Fahrgäste ab sofort über eine umfangreiche Kommunikationskampagne auf die Verpflichtung hin. Ebenfalls ab Montag, 27. April, bietet die rnv weitestgehend wieder ihr reguläres ÖPNV-Angebot an. Von Montag bis Freitag fahren alle Busse und Bahnen bis 23 Uhr wieder nach dem regulären Fahrplan. Danach wird der Verkehr eingestellt. Einen Nachtverkehr wird es, wie in den letzten Wochen seit Einrichtung des „Corona-Fahrplans“, vorerst nicht geben. An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen behält der reduzierte „Corona“-Fahrplan bis auf Weiteres seine Gültigkeit. Auch die Ruftaxis im Betriebsgebiet der rnv verkehren ab 27. April wieder auf den regulären Linienwegen, allerdings nur bis 23 Uhr. Schulbusverkehre werden ab kommendenm Montag ebenfalls wieder aufgenommen. Die Mobilitätszentralen der rnv in Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg sind ab Montag, 27. April, ebenfalls wieder geöffnet. Nähere Informationen unter www.rnv-online.de/coronavirus.

Stadtarchiv Heidelberg wieder geöffnet
Seit Montag, 20. April 2020, ist das Stadtarchiv Heidelberg, Max-Joseph-Straße 71, wieder geöffnet und bietet seinen kompletten Service wieder an, beispielsweise die wissenschaftliche Beratung, die Bereitstellung von Archivalien oder die Datenbankrecherche. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16 Uhr, Donnerstag nach Vereinbarung auch bis 18 Uhr. Mit Rücksicht auf die Hygienevorschriften aufgrund der Corona-Pandemie ist für den Besuch und die Nutzung des Archivs die vorherige Kontaktaufnahme und Terminabsprache zwingend nötig. Das ermöglicht außerdem, dass Archivalien für den Besuch bereits vorgerichtet werden können. Termine können telefonisch unter 06221 58-19800 oder per E-Mail an stadtarchiv@heidelberg.de vereinbart werden. Das Archiv weist alle Besucherinnen und Besucher darauf hin, dass das Gebäude mit einer Maske betreten werden muss, die Mund und Nase bedeckt. Die Mindestabstände sind einzuhalten.  

Stadtgeschichte im Gehen: Mai-Termine entfallen
Aufgrund der aktuell geltenden Kontaktsperre und der Sicherheitsmaßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie müssen alle vier im Mai 2020 geplanten Termine der Reihe „Stadtgeschichte im Gehen“ vorerst abgesagt werden. Ob und wann die Termine nachgeholt werden, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestimmt werden.

BUND gibt Tipps für Stoffauswahl beim Masken nähen
Der BUND Heidelberg hat Tipps für die Stoffauswahl bei selbst genähten Gesichtsmasken veröffentlicht. Demnach sollten möglichst gebrauchte Stoffe verwendet werden, die bereits öfter gewaschen wurden. Diese enthalten weniger Färbe- oder Konservierungsmittel. Bei neuen Stoffen empfiehlt der BUND, auf ein vertrauenswürdiges Gütesiegel zu achten (Tipps unter www.siegelklarheit.de) und den Stoff vor dem ersten Gebrauch zu waschen. Dekostoffe sollten grundsätzlich nicht verwendet werden, da diese nicht dafür gedacht seien, dauerhaft die Haut zu berühren.


Informationen vom 21. April 2020

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg sind am Dienstag, 21. April, keine neuen Infektionen gemeldet worden. Die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen bleibt damit bei 281. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 169 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 281 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 213 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.
 

Ab 27. April Maskenpflicht
Bürgerinnen und Bürger müssen in Baden-Württemberg ab Montag, 27. April 2020, beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen Mund und Nase abdecken. Diese Maskenpflicht hat die baden-württembergische Landesregierung am heutigen Dienstag beschlossen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann betonte, dass auch ein Tuch oder ein Schal, den man sich vor Mund und Nase bindet, ausreiche. „Die Maskenpflicht ist ein richtiger Schritt, um die Verbreitung der Infektion zu begrenzen. Wir haben sie deshalb in den städtischen Verwaltungsgebäuden auch schon seit dem 20. April. Dort, wo sich Menschen auf teilweise engem Raum begegnen und in Kontakt treten – wie im Bus oder im Supermarkt –, ist sie umso mehr unverzichtbar. Ich sehe auch kein Beschaffungsproblem – denn es ist ja schon ausreichend, wenn man sich ein Tuch vor Mund und Nase bindet. Das hat bestimmt jeder zu Hause. Sehr viele Initiativen nähen zudem Stoffmasken, die ebenfalls sehr gut funktionieren. Zudem ist die Versorgungslage in Apotheken, Drogerien und im Online-Versandhandel wieder besser geworden. Daher hat jeder Bürger und jede Bürgerin die Möglichkeit, sich selbst mit dem notwendigen Material auszustatten. Ich trage seit Wochen Stoffmasken. Der medizinisch-professionelle Schutz sollte aus meiner Sicht weiterhin in erster Linie für den Gesundheits- und Pflegesektor zur Verfügung stehen“, sagt Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Mehr zu Gesichtsmasken, Näh-Anleitungen, Tipps zur Handhabung von Alltagsmasken 

Maskenverteilung an Einzelhändler
Die Stadt Heidelberg unterstützt die lokale Wirtschaft bei der Umsetzung der Hygienevorgaben des Landes: Heidelberger Betriebe und Einzelhändler können bei der städtischen Wirtschaftsförderung Handdesinfektionsmittel zum Selbstkostenpreis bestellen. Zudem können Heidelberger Einzelhändler, die seit dem 20. April wieder ihr Geschäft öffnen dürfen, ein kostenloses Starterparket mit 50 Schutzmasken für ihre Kundinnen und Kunden ordern. Die Stadt hat am Montag und Dienstag bereits rund 12.500 Schutzmasken verteilt.


Interessierte Unternehmen und Einzelhändler können ihre Bestellung auf der Internetseite der städtischen Wirtschaftsförderung unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de abgeben. Dort müssen sie einfach ein entsprechendes Formular ausfüllen. Zudem stellt die Stadt Plakate mit Hinweisen zu den wichtigsten Hygiene- und Abstandsregelungen beim Einkauf auf der Internetseite der Wirtschaftsförderung zum Download zur Verfügung. Diese können im Geschäft zur Information der Kundinnen und Kunden ausgehängt werden.

Bürgeramt Mitte: Publikumsverkehr ohne Anmeldung nur für Dienstleistungen des Bürgeramts
Die Stadt bietet Vorsprachen ohne Anmeldung beim Bürgeramt Mitte ausschließlich für die Dienstleistungen des Bürgeramts an, beispielsweise für das Anmelden des Wohnsitzes oder das Beantragen von Pässen und Ausweisen. Hier kann es zu längeren Wartezeiten außerhalb des Gebäudes kommen. Für alle anderen Abteilungen des Bürger- und Ordnungsamtes (etwa für Fragen zum Gewerberecht, zur Plakatierung oder zum Waffenschein) sowie für die anderen Ämter im Gebäude Bergheimer Straße 69 ist eine vorherige telefonische Terminvereinbarung notwendig.  
 
Alle städtischen Ämter der Heidelberger Stadtverwaltung bieten seit Montag, 20. April 2020, wieder ihr gesamtes Spektrum an Dienstleistungen an. Alle Ämter inklusive der Bürgerämter in den Stadtteilen sind wieder für persönliche Besuche erreichbar. Um Wartezeiten zu vermeiden, müssen die Bürgerinnen und Bürger vorab telefonisch einen Termin vereinbaren. Die Kontaktdaten aller Ämter sind auf der städtischen Homepage zu finden. 


Informationen vom 20. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 280 (Sonntag) auf 281 am Montag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 147 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 281 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 204 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Gesundheitsminister Lucha: Wir sind dankbar für großartiges Engagement der Stadt Heidelberg
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat dem Land Baden-Württemberg 380.000 hochwertige FFP2-Mundschutzmasken vermittelt. Diese übergab er dem Gesundheitsminister Manne Lucha bei einem Treffen am Montag, 20. April 2020, im Verteilzentrum der Feuerwehr Heidelberg. Die Stadt Heidelberg hatte in den vergangenen Wochen mehrere hunderttausend einfache OP-Masken erhalten. Aufgrund dieser guten Versorgung ist es ihr möglich, eine neue Lieferung mit 400.000 FFP2-Mundschutzmasken größtenteils an das Land Baden-Württemberg weiterzureichen. „In der Corona-Pandemie müssen Bund, Länder und Städte an einem Strang ziehen. Die Stadt Heidelberg hat über ihre Bezugsquellen ausreichend Schutzmasken erhalten. Ich bin froh, dass wir darüber auch dem Land 380.000 hochwertige Schutzmasken vermitteln konnten“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. „Wir sind dankbar für das großartige Engagement der Stadt Heidelberg“, erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Die Initiative zeigt, dass Baden-Württemberg auch in der Krise fest zusammensteht und wir alle – gemeinsam mit den Städten und Gemeinden – in einer Verantwortungsgemeinschaft an einem Strang ziehen, um die Menschen bestmöglich zu schützen.“

Stadtbücherei startet Betrieb wieder
Ab Dienstag, 21. April 2020, ist die Stadtbücherei Heidelberg wieder geöffnet und bietet ihren Service mit Einschränkungen wieder an. Wer die zuhause angesammelten Bücher und Medien zurückbringen will, hat dazu die Gelegenheit. Die Medienrückgabe im Foyer ist geöffnet und wird von Mitarbeitern betreut. Die Öffnungszeiten sind bis auf Weiteres von Dienstag bis Freitag auf 11 bis 18 Uhr beschränkt. An Samstagen ist wie üblich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mit Rücksicht auf die Hygienevorschriften im Rahmen der Corona-Pandemie wird der Zugang zur Stadtbücherei nur einer begrenzten Besucherzahl gewährt. Mit Wartezeiten ist zu rechnen. Die Stadtbücherei öffnet zunächst nur für die Inhaberinnen und Inhaber einer gültigen Büchereicard oder einer Metropolcard. Neuanmeldungen sind möglich. Der Gruppenlernraum, die Zeitungslesezone und die Arbeitsplätze bleiben bis auf Weiteres gesperrt. Aktuelle Zeitschriften können ausgeliehen werden. Die Stadtbücherei bittet darum, das Gebäude mit Mundschutz und nicht in Gruppen zu betreten. Die Mindestabstände sind einzuhalten.


Informationen vom 19. April 2020

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von Samstag auf Sonntag nicht gestiegen und bleibt bei 280. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 146 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 280 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 198 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt weiter bei sechs.

Öffnungen im Einzelhandel: Richtlinie gibt Überblick über Hygieneregeln – Hinweise für Cafés und Eisdielen
Das Wirtschafts- und das Sozialministerium Baden-Württemberg haben eine gemeinsame Richtliniezu den Voraussetzungen zur Öffnung im Einzelhandel veröffentlicht. Mit dieser Richtlinie wird in Form einer Checkliste konkretisiert, welche Hygieneregeln von Geschäften des Einzelhandels einzuhalten sind. Zudem enthält die Richtlinie Vorgaben, nach welchen Regeln die Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zu berechnen ist. Bis zu dieser Größe dürfen Geschäfte des Einzelhandels aufgrund der Corona-Verordnung ab Montag, 20. April, wieder öffnen.

Neu geregelt ist in der Verordnung auch, dass der Außer-Haus-Verkauf auch von Cafés und Eisdielen erlaubt ist. Ergänzend zum baden-württembergischen Wirtschaftsministerium gibt der Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) Baden-Württemberg für Unternehmen auf seiner Internetseite Hinweise zu den Regelungen und was zu beachten ist. Der Außer-Haus-Verkauf für Gaststätten bleibtweiterbestehen


Informationen vom 18. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 277 (Freitag) auf 280 am Samstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 151 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 280 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 192 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Neue Verordnung des Landes Baden-Württemberg
Die Landesregierung hat am Freitag, 17. April, die fünfte Verordnung zur Änderung der Corona-Verordnung beschlossen. Diese regelt unter anderem die Vorschriften zur Kontaktbeschränkung und die Frage, welche Einrichtungen, Geschäfte und Gastronomiebetriebe geöffnet werden können beziehungsweise geschlossen bleiben müssen. Die neuen Regelungen für Geschäfte gelten ab Montag, 20. April. Die neue Verordnung finden Sie hier (161,3 KB).

In Baden-Württemberg dürfen ab Montag kleinere und mittlere Ladengeschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche bei Einhaltung der Hygienevorgaben und Abstandsregelungen wieder öffnen. Zudem können Autohäuser und Fahrradhändler sowie Buchhandlungen unabhängig von ihrer Größe wieder geöffnet werden. Die Möglichkeit des Außer-Haus-Verkaufs bei Gaststätten wird erweitert um Eisdielen und Cafés. Auch Bibliotheken können unter Auflagen wieder geöffnet werden. Friseurbetriebe dürfen voraussichtlich ab 4. Mai wieder ihre Dienstleistungen anbieten. Dazu werden in einer späteren Änderung der Verordnung Regelungen erlassen.

In Baden-Württemberg werden ab 4. Mai erst einmal nur diejenigen Schülerinnen und Schülern der allgemein bildenden Schulen wieder in die Schule gehen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie die Abschlussklassen der beruflichen Schulen. Zu weiteren Schritten der Öffnung wird das Kultusministerium ein Konzept erarbeiten, ebenso zu den notwendigen Hygienevorgaben.

Die Kindertageseinrichtungen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen. Dort wäre das Infektionsrisiko besonders hoch. Die Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen, Grundschulen und an weiterführenden Schulen wird aufrechterhalten und ausgeweitet. Das Kultusministerium führt derzeit Gespräche mit den Trägern und Verantwortlichen und wird konkrete Regelungen ausarbeiten. Fest steht laut Land bereits, dass Schüler der siebten Klasse in die Notbetreuung mit einbezogen werden. Darüber hinaus sollen auch Eltern, die aufgrund ihres Berufes einen bestätigten Bedarf haben, diese in Anspruch nehmen können.

Der Studienbetrieb an den Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und den Akademien des Landes bleibt bis zum 3. Mai ausgesetzt, wird aber ab 20. April digital wiederaufgenommen. Mensen und Cafeterien bleiben geschlossen.
Die Anpassung der Verordnung sieht außerdem vor, dass das Abstandsgebot und Kontaktbeschränkungen aufrecht erhalten bleiben. Bürgerinnen und Bürger bleiben aufgefordert, generell auf private Reisen und Besuche – auch von Verwandten –  zu verzichten. Ergänzend sprach Ministerpräsident Kretschmann die dringende Empfehlung aus, ab sofort in der Öffentlichkeit, vor allem in Bussen und Bahnen sowie beim Einkauf in Geschäften, nicht-medizinische „Alltagsmasken“ zu tragen: „Ein Schal, ein Tuch oder eine selbst gemachte Stoffmaske über Mund und Nase reicht aus. So kann jeder mithelfen, die Verbreitung des Virus weiter zu verlangsamen und Menschenleben zu retten.“

In Baden-Württemberg bleiben Veranstaltungen zunächst bis zum 3. Mai 2020 grundsätzlich untersagt – außer sie dienen der Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs, der öffentlichen Sicherheit und Ordnung (etwa Gerichtstermine), der Daseinsfür- oder -vorsorge oder dem Betrieb von geöffneten Einrichtungen. Darüber hinaus sollen nach dem Beschluss von Bund und Ländern Großveranstaltungen voraussichtlich bis mindestens 31. August nicht möglich sein. Hierzu müssen die Details noch festgelegt werden. Auch die Einschränkungen hinsichtlich der Religionsausübung bleiben zunächst bestehen. Weitere Informationen unter www.baden-wuerttemberg.de.

Stadtbücherei Heidelberg öffnet am Dienstag, 21. April, wieder
Die Stadtbücherei Heidelberg ist ab Dienstag wieder geöffnet und bietet ihren Service mit Einschränkungen an. Wer die zuhause angesammelten Bücher und Medien zurückbringen will, hat dazu die Gelegenheit. Die Medienrückgabe im Foyer ist geöffnet und wird von Mitarbeitern betreut. Die Öffnungszeiten sind bis auf Weiteres von Dienstag bis Freitag auf 11 bis 18 Uhr beschränkt. An Samstagen ist wie üblich von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Mit Rücksicht auf die Hygienevorschriften wird der Zugang nur einer begrenzten Besucherzahl gewährt. Mit Wartezeiten ist zu rechnen. Die Stadtbücherei öffnet zunächst nur für die Inhaberinnen und Inhaber einer gültigen Büchereicard oder einer Metropolcard. Neuanmeldungen sind möglich. Der Aufenthalt in den Regalzonen wird auf die Zeit der Medienauswahl beschränkt. Der Gruppenlernraum, die Zeitungslesezone und die Arbeitsplätze bleiben bis auf Weiteres gesperrt. Aktuelle Zeitschriften können ausgeliehen werden.
  
Die Stadtbücherei bittet darum, das Gebäude mit Mundschutz und nicht in Gruppen zu betreten. Die Mindestabstände sind einzuhalten und der Wegeführung zu folgen. Das Literaturcafé bleibt geschlossen, der Bücherbus fährt weiterhin nicht. Weitere Informationen ab Montag, 8.30 Uhr, per E-Mail an stadtbuecherei@heidelberg.de und unter Telefon 06221 58-36100.


Informationen vom 17. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 275 (Donnerstag) auf 277 am Freitag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 150 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 277 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 186 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Ämter bieten wieder gesamtes Leistungsspektrum: Stadt bittet um vorherige Terminvereinbarung
Alle städtischen Ämter bieten ab Montag, 20. April, wieder ihr gesamtes Spektrum an Dienstleistungen an. Inklusive der Bürgerämter in den Stadtteilen sind sie wieder für persönliche Besuche erreichbar. Die Stadt bittet aus organisatorischen Gründen um eine vorherige telefonische Terminvereinbarung, um Wartezeiten zu vermeiden. Die Kontaktdaten aller Ämter sind auf der städtischen Internetseite zu finden. Publikumsverkehr ohne Anmeldung ist ausschließlich im Bürgeramt Mitte möglich. Hier kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Die Ämter sind zu den Kernzeiten, 9 bis 15 Uhr, zu erreichen. Wer seine Ansprechpartner für sein individuelles Anliegen bereits kennt, kann die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter direkt telefonisch kontaktieren.

Hilfe bei der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner bietet zudem der Bürgerservice montags bis freitags, 8 bis 17 Uhr, unter 06221 58-10580. Weitere Auskünfte rund um das Coronavirus gibt es bei der Informations-Hotline unter 06221 3218212, montags bis sonntags, 24 Stunden. Die vielfältigen Service-Angebote können Bürger auch online in Anspruch nehmen.

Für persönliche Besuche hat die Stadt die erforderlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. So ist unter anderem das Betreten der städtischen Gebäude nur mit einem Mund-Nasen-Schutz gestattet. Wer selbst keinen hat, erhält von der Stadt am Eingang eine Schutzmaske überreicht.

Eine Übersicht zur Erreichbarkeit der Dienststellen des Bürger- und Ordnungsamtes finden Sie hier.

Stadt empfiehlt Tragen von Masken im öffentlichen Raum: In städtischen Gebäuden Maskenpflicht
Die Stadt schließt sich der dringenden Empfehlung von Bund und Land zum Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Raum an. Bereits die Nutzung eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes („OP-Maske“) trägt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu reduzieren. Insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen und Vorerkrankte werden geschützt. Eine Verpflichtung zum Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Raum gibt es in Heidelberg grundsätzlich jedoch bislang nicht. Eine Ausnahme bilden städtische Verwaltungsgebäude wie das Rathaus und die Bürgerämter (siehe Meldung oben).

Die Stadt hat sich intensiv auf die aktuelle Situation vorbereitet und mehrere hunderttausend Masken beschafft. Diese werden an Heidelberger Einrichtungen im Gesundheitssektor wie niedergelassene Ärztinnen und Ärzte verteilt, die täglich mit Patientinnen und Patienten in Kontakt stehen.

Für Bürgerinnen und Bürger sind Schutzmasken zum Teil wieder in Apotheken und im Handel erhältlich, auch online. Die Stadt geht davon aus, dass sich die Versorgungslage in den kommenden Wochen weiter verbessern wird. Sie bittet weiterhin darum, selbst eigenen Masken zu nähen oder darauf zurückgreifen. Eine Anleitung zum Selbstnähen gibt es hier. Zur Abdeckung von Mund und Nase können auch ein einfaches Tuch oder ein Schal helfen.

Stadt bietet Geschäften Paket mit Schutzmasken an
Ab Montag, 20. April, dürfen nach Vereinbarung von Bund und Land in Heidelberg kleinere und mittlere Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen. Das gilt auch für Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Damit dürfen rund 970 von 1.030 Geschäften in Heidelberg wieder ihren Betrieb aufnehmen. Dabei sind strenge Hygiene- und Abstandregelungen einzuhalten, die das Land in einer Verordnung festlegt. Die Stadt unterstützt die Geschäfte vor Ort: Die Einzelhändler können von der Wirtschaftsförderung zur Wiedereröffnung ein kostenloses Starterparket mit 50 Schutzmasken (Mund-Nasen-Schutz/ OP-Masken) erhalten, die an die Kundinnen und Kunden verteilt werden können. Plakate mit Hinweisen an die Kunden zu den wichtigsten Hygiene- und Abstandsregelungen werden unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de zum Download zur Verfügung gestellt. Die Stadt arbeitet zudem mit Hochdruck an einer Lösung, wie Desinfektionsmittel zum Einkaufspreis an interessierte Händler verteilt werden können. Heidelberger Einzelhändler, die ein Paket mit Schutzmasken bestellen möchten, füllen einfach online ein Formular aus. Die Lieferung erfolgt ab Montag direkt in das jeweilige Geschäft.

Oberbürgermeister Prof. Würzner dankt Team des Jobcenters
Prof. Würzner hat dem Team des Jobcenters Heidelberg für dessen Engagement in der Corona-Krise gedankt. Das Stadtoberhaupt überreichte am Donnerstag Frühstückspakete. „Die Beschäftigten des Jobcenters kümmern sich mit großem Engagement um die Menschen, die jetzt in die Arbeitslosigkeit rutschen. Sie stellen sicher, dass sie kompetent und bei allem Stress immer auch freundlich betreut werden. Dafür danke ich allen Akteuren ganz herzlich. Wir unterstützen die Arbeit des Jobcenters mit Beschäftigten aus der Stadtverwaltung. Die Grundsicherung ist enorm wichtig, damit die Menschen jetzt nicht in existenzielle Not geraten. Sehr hilfreich ist auch das Kurzarbeitergeld. Es sichert für viele Beschäftigte und ihre Familien derzeit die Existenz.“ Die rund 100 Beschäftigten des Jobcenters, eine gemeinsame Einrichtung der Agentur für Arbeit und der Stadt, bearbeiten derzeit die doppelte Menge an Anträgen auf Grundsicherung als vor dem Ausbruch der Pandemie.

Grünanlagen ab Montag, 20. April, wieder geöffnet – Ausnahme: Neuenheimer Neckarwiese
Die Stadt hat am heutigen Freitag eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Sie gilt ab 20. April. Die bisherige Allgemeinverfügung vom 3. April ist aufgehoben. Sie schafft die rechtliche Grundlage, um Grünanlagen ab Montag wieder öffnen zu können. Demnach dürfen Personengruppen (Familien-, Haushalts- und Zweiergruppen) unter Beachtung der weiterhin geltenden Kontaktsperre durch Grünanlagen durchlaufen und sich unter Einhaltung eines Mindestabstands von 2,50 Metern zur nächsten Personengruppe niederlassen. Weiter gesperrt bleibt die Neuenheimer Neckarwiese: Hier gilt weiter ein unbeschränktes Aufenthaltsverbot. Spielplätze, Freizeitflächen und die „alla hopp!“-Anlage bleiben ebenso geschlossen wie alle Schulhöfe. Auch der Betrieb von Seniorentreffpunkten und Infoständen ist weiter verboten.

Kampagne „Maske auf, HD!“
Kreative aus dem DEZERNAT#16 starten eine Kampagne, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Mit „Maske auf, HD!“ wollen sie die Heidelberger Bevölkerung für das Tragen von Masken begeistern. Um andere zu schützen und damit das soziale, kulturelle und wirtschaftliche Leben so schnell wie möglich wiederaufgenommen werden kann. Mehr unter www.maskeauf-hd.de.


Informationen vom 16. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 273 (Mittwoch) auf 275 am Donnerstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 170 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 275 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 177 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Erste Stufe der Öffnungen bei Wirtschaft, Schulen und städtischen Einrichtungen
Ab Montag, 20. April, dürfen nach Vereinbarung von Bund und Land bundesweit Geschäfte bis 800 Quadratmeter wieder öffnen. In Heidelberg sind das rund 1.000 von 1.100 Geschäften. Die Stadt fährt gleichzeitig den Betrieb ihrer Ämter wieder hoch. Alle Ämter sind wieder für persönliche Besuche erreichbar und bieten ihr gesamtes Leistungsspektrum an. Die Stadt bittet um die Vereinbarung von Terminen, um Wartezeiten zu vermeiden. Auch städtische Einrichtungen wie Zoo, Stadtbücherei und Kurpfälzisches Museum werden öffnen, sobald das Land dies mit seiner Verordnung zulässt.
 
Die Stadt hat sich auf diese Situation vorbereitet. Sie hat mehrere hunderttausend Masken beschafft, die sie Geschäften wie auch ihren Ämtern und Einrichtungen für den Besucherverkehr zur Verfügung stellen kann. Ab Montag werden – bis auf die Neuenheimer Neckarwiese – alle Grünflächen wieder geöffnet. Großveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten: Abgesagt werden die ersten beiden Schlossbeleuchtungen des Jahres im Juni und Juli, der Lebendige Neckar in Heidelberg am 21. Juni, die Heidelberger Schlossfestspiele und die Kerweveranstaltungen.

Die Grafik zeigt die an COVID-19 erkrankten Personen in Heidelberg, sowie Genesene, aktuell Erkrankte, Todesfälle und Menschen unter Quarantäne (Grafik: Stadt Heidelberg)
Entwicklung der Fallzahlen zum Coronavirus (COVID 19) in Heidelberg (Stand 16. April 2020).

Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Ich begrüße die Strategie von Bund und Land. Es ist wichtig, dass es ein einheitliches Vorgehen gibt. Wir haben auch in Heidelberg in den vergangenen Wochen deutliche Verbesserung bei der Infektionslage erzielt. Dazu haben alle Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Verhalten beigetragen. Dafür möchte ich ihnen ausdrücklich danken. Das hat zu sichtbaren Fortschritten geführt: Wir haben in den vergangenen Tagen nur noch einstellige Zahlen bei den täglichen Neuinfektionen. Genau in diesem Korridor müssen wir bleiben. Gleichzeitig müssen wir den Betrieb wieder anfahren, um wirtschaftliche Existenzen zu sichern. Bund und Land setzen hierfür den richtigen Rahmen. Sie gehen den Weg einer vorsichtigen, schrittweisen Öffnung. Gleichzeitig setzen sie auf konsequenten Schutz durch Masken. Genau diesen Weg unterstützen wir als Stadt Heidelberg.“

Die wichtigsten Neuerungen in der ersten Stufe:

  • Einzelhandel und Dienstleistungen: Ab Montag, 20. April 2020, dürfen in Heidelberg kleinere und mittlere Geschäfte bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder öffnen – unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandregelungen. Die Stadt Heidelberg unterstützt die lokalen Geschäfte vor Ort: Die Einzelhändler können von der Stadt Masken und Informationsmaterial wie Plakate erhalten. Friseure dürfen ihren Betrieb ab 4. Mai unter strikten Hygienevorgaben wiederaufnehmen.
  • Stadtverwaltung: Alle städtischen Ämter bieten ab Montag, 20. April, wieder ihr gesamtes Spektrum an Dienstleistungen an. Alle Ämter inklusive der Bürgerämter in den Stadtteilen sind wieder für persönliche Besuche erreichbar. Die Stadt bittet dabei um eine vorherige Terminvereinbarung, um Wartezeiten zu vermeiden. Publikumsverkehr ohne Anmeldung ist ausschließlich im Bürgeramt Mitte möglich. Für die Besuche hat die Stadt die erforderlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz getroffen. So ist unter anderem das Betreten der städtischen Gebäude nur mit einem Mund-Nasen-Schutz gestattet. Wer selbst keinen hat, erhält von der Stadt am Eingang einen überreicht.
  • Recyclinghöfe: Der Recyclinghof Kirchheim wird ab Dienstag, 21. April, für die Anlieferung von Grünschnitt aus Heidelberger Haushalten geöffnet (montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr, samstags von 8 bis 15 Uhr). Die Anlieferung ist nur über die Speyerer Straße in den Oftersheimer Weg möglich. Sperrmüll wird ab Montag, 4. Mai, wieder abgeholt. Die Bürgerinnen und Bürger können sich ab 17. April unter www.heidelberg.de/abfall für einen Sperrmülltermin anmelden.
  • Städtische Einrichtungen: Die Musik- und Singschule startet ab dem 4. Mai wieder schrittweise mit Einzelunterricht. Die Stadt will die Stadtbücherei, das Kurpfälzische Museum und den Zoo wieder öffnen, sobald das Land dies ermöglicht. Der Zugang soll kontrolliert und nur mit Masken möglich sein.
  • Grün- und Sportflächen: Die Grünflächen im Stadtgebiet stehen ab Montag, 20. April, wieder regulär zur Verfügung. Eine Ausnahme bildet die Neuenheimer Neckarwiese: Hier gilt weiter ein unbeschränktes Aufenthaltsverbot, das insbesondere das Betreten, Verweilen und Lagern umfasst. Die Neckarwiese ist ein Ausflugsziel mit regionaler Bedeutung und deshalb besonders schwer zu kontrollieren. Daher hat sich die Stadt dafür entschieden, diese in der ersten Stufe nicht zu öffnen. Spielplätze, Freizeitflächen und die „alla hopp!“-Anlage bleiben geschlossen. Die Stadt hat das Ziel, im nächsten Schritt Sportanlagen im Freien für den Individualsport unter strikten Vorgaben wieder zur Verfügung zu stellen.
  • Schulen: Die Stadt hat die vergangenen Wochen intensiv für eine gründliche Reinigung der Gebäude genutzt. Ab dem 4. Mai nehmen Heidelberger Schulen wieder ihren Betrieb auf – beginnend mit den Abschlussklassen. Die Kultusministerkonferenz soll ein Konzept erarbeiten, wie der Unterricht mit reduzierten Klassen sowie Hygiene- und Schutzmaßnahmen wiederaufgenommen werden kann.
  • Öffentlicher Nahverkehr: Die Stadt strebt an, dass schnellstmöglich wieder ein Regelbetrieb und der verpflichtende Einsatz von Masken aufgenommen wird. Sie steht hierzu in Gesprächen mit der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv).

Die Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen der Landesregierung im öffentlichen Raum werden bis 3. Mai 2020 fortgeführt. Kindertageseinrichtungen bleiben bis mindestens 3. Mai 2020 geschlossen. Die Notbetreuung für Kinder von Eltern, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, wird fortgeführt. Sie soll auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet werden.

Heidelberger Schlossfestspiele abgesagt
Die Stadt hat sich in enger Abstimmung mit dem Intendanten des Theaters und Orchesters Heidelberg Holger Schultze schweren Herzens dazu entschlossen, die diesjährigen Heidelberger Schlossfestspiele und alle damit in Verbindung stehenden Veranstaltungen abzusagen. Damit folgt Heidelberg den Empfehlungen der Bundesregierung zur Absage aller Großveranstaltungen bis 31. August 2020 zum Schutz vor Neuansteckungen mit dem Covid-19-Virus. Das Theater und Orchester wird bereits erworbene Eintrittskarten für ausfallende Vorstellungen automatisch und kostenfrei stornieren, in einen Gutschein umwandeln und per Post zuschicken. Alle Besucherinnen und Besucher, die Tickets ohne Angabe persönlicher Daten gekauft haben, werden gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail an die Theaterkasse zu wenden: 06221 58-20000, tickets@theater.heidelberg.de.

Klaus Tschira Stiftung unterstützt Stadt mit Spende bei Anschaffung von Schutzmaterial
Die Klaus Tschira Stiftung unterstützt die Stadt mit einer beträchtlichen Spende bei der Versorgung von medizinischem Personal mit geeigneter Schutzausrüstung. Die Stadt wird Schutzmasken beschaffen und damit insbesondere Senioren- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte sowie weitere Dienstleister im Gesundheitssektor ausstatten. Oberbürgermeister Prof. Würzner: „Ich danke der Klaus Tschira Stiftung herzlich für ihre großzügige Unterstützung. Es ist enorm wichtig, dass die Beschäftigten im Gesundheitssektor mit ausreichend Schutzmaterial ausgestattet sind. Deswegen beschaffen wir als Stadt selbst Schutzmaterial und verteilen es an die Einrichtungen. Ich freue mich sehr, dass uns die Klaus Tschira Stiftung dabei in großem Umfang hilft. Heidelberg dient als eines der weltweit führenden Medizin-Zentren der gesamten Gesellschaft. Die Unterstützung der Klaus Tschira Stiftung kommt deshalb vielen Menschen zugute, weit über die Stadt und die Region hinaus.“ Die Stiftung hatte zuvor bereits zahlreiche weitere Spenden und Förderzusagen in Höhe von mehr als 500.000 Euro auf den Weg gebracht. Damit wird konkrete Hilfe bei der Betreuung von COVID-19-Patienten im Universitätsklinikum Heidelberg geleistet, aber auch die Wissenschaftskommunikation gestärkt.


Informationen vom 15. April 2020

Keine neuen Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von Dienstag auf Mittwoch bei 273 geblieben. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 187 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 273 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 173 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Sonderparkrechte für ambulante Pflegedienste
Um das Pflegepersonal zu entlasten, ermöglicht das Verkehrsministerium Baden-Württemberg unbürokratische Ausnahmegenehmigungen für Sonderparkrechte ambulanter Pflegedienste. Mit dem Erlass soll sichergestellt werden, dass die pflegerische Versorgung auch häuslich versorgter Pflegebedürftiger weiterhin aufrechterhalten werden kann. Trotz der Ausnahmegenehmigung gilt jedoch nach wie vor: Andere Verkehrsteilnehmende dürfen durch die Sonderparkrechte weder gefährdet noch erheblich behindert werden. Ab sofort dürfen ambulante Pflege- und Betreuungsdienste zur Wahrnehmung ihrer Tätigkeit

  • im eingeschränkten Halteverbot oder in Halteverbotszonen parken;
  • an Parkscheinautomaten ohne Parkschein parken;
  • Fußgängerzonen befahren;
  • in verkehrsberuhigten Bereichen außerhalb markierter Flächen parken;
  • auf Bewohnerparkplätzen parken.

Die Ausnahmegenehmigungen sind auf jeweils maximal zwei Stunden pro Parkvorgang begrenzt. Als Nachweis ist eine Parkscheibe zu verwenden. Die Ausnahmeregelungen gelten zunächst bis 14. Juni 2020. Für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung müssen die Fahrzeuge der ambulanten Pflege- und Betreuungsdienste als solche entsprechend gekennzeichnet und nach außen hin erkennbar sein.


Informationen vom 14. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 271 (Montag) auf 273 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 210 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 273 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 163 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Stadt hat bereits rund 117.000 Schutzmasken an 335 Heidelberger Ärzte verteilt
Die Stadt Heidelberg unterstützt Heidelberger Arztpraxen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie in großem Umfang mit Schutzmaterial: Bis zum heutigen Dienstagmittag hat die Stadt bereits an 335 Heidelberger Ärztinnen und Ärzte insgesamt rund 117.000 Schutzmasken verteilt. Jeder in Heidelberg niedergelassene Arzt bzw. jede Ärztin erhält ein Paket mit jeweils 50 hochwertigen FFP2-Masken sowie 300 OP-Masken („Mund-Nasen-Schutz“). 200 Pakete wurden bereits am Karfreitag, 10. April, am ehemaligen Feuerwehrhaus in der Weststadt an die Ärzteschaft im Stadtgebiet ausgegeben. Heute wurde die Verteilung der Schutzausrüstung an 135 weitere niedergelassene Ärztinnen und Ärzte im provisorisch eingerichteten Verteilzentrum auf dem Gelände der Feuerwache der Berufsfeuerwehr in der Bahnstadt fortgesetzt.

Pro Ärztin oder Arzt wird jeweils ein Paket mit Schutzmaterial ausgegeben. Die Verteilung erfolgt ausschließlich an Arztpraxen im Heidelberger Stadtgebiet. Niedergelassene (Zahn-)Ärztinnen und
-Ärzte, die noch kein Paket erhalten haben, können dieses von Mittwoch, 15., bis Freitag 17. April, von 8 bis 12 Uhr an der Verteilstelle auf dem Gelände der Feuerwache in der Bahnstadt abholen. Dafür sind die Vorlage des Arztausweises und ein Rezeptpapier der Praxis erforderlich. Jedes verteilte Paket hat einen Gegenwert im mittleren dreistelligen Bereich.

Aus dem Pekinger Stadtbezirk Haidian, mit dem Heidelberg freundschaftlich verbunden ist, sind am Dienstag weitere 2.000 OP-Masken angekommen – zusätzlich zu den bereits gespendeten 3.000 Masken.
Für Nachfragen zur Verteilung der Schutzmasken ist das Verteilzentrum der Berufsfeuerwehr Heidelberg unter der E-Mail-Adresse corona-feuerwehr@heidelberg.de und werktags von 8 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 06221 58-21116 erreichbar.


Informationen vom 12. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 257 (Donnerstag) auf 267 am Samstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 267 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 267 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 146 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Neue Verordnungen
Bereits seit Karfreitag gilt eine aktualisierte Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg. (161,3 KB) Wesentliche Veränderungen sind, dass zahnärztliche Behandlungen nur noch im Notfall und bei akuten Erkrankungen zulässig sind. Außerdem wurden alle Regelungen zu Risikogebieten angepasst, da das Robert Koch-Institut keine Risikogebiete mehr ausweist. In einer separaten Verordnung hat das baden-württembergische Gesundheitsministerium die Einreisebestimmungen von Personen aus dem Ausland neu geregelt. Die Verordnung gilt seit Samstag, 11. April. Demnach müssen sich Personen, die aus dem Ausland einreisen, bei der zuständigen Ortspolizeibehörde ihres Aufenthaltsortes melden und sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben.


Informationen vom 10. April 2020

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat ihre Corona-Verordnung aktualisiert. Wesentliche Veränderungen sind, dass zahnärztliche Behandlungen nur noch im Notfall und bei akuten Erkrankungen zulässig sind. Außerdem wurden alle Regelungen zu Risikogebieten angepasst, da das Robert Koch-Institut keine Risikogebiete mehr ausweist. Die neue Verordnung finden Sie hier (161,3 KB).


Informationen vom 9. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 254 (Mittwoch) auf 257 am Donnerstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 322 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 257 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 136 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer liegt bei sechs.

Video-Botschaft der Dekane und des Oberbürgermeisters zu Ostern
Es steht ein Osterfest ohne gemeinsame Gottesdienste, Familienfeiern und große Zusammentreffen an. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner, der katholische Dekan Alexander Czech und der evangelische Dekan Dr. Christof Ellsiepen wenden sich daher in einer gemeinsamen Video-Botschaft an die Heidelberger Bürgerschaft. Entstanden ist sie im Garten der Jesuitenkirche in der Altstadt. In ihren Statements betonen sie, wie anders dieses Osterfest werden wird – aber auch, wie positiv es ist, dass in Zeiten von Corona der Gemeinschaftssinn, die gegenseitige Rücksichtnahme und Solidarität so spürbar gewachsen sind. Die gemeinsame Botschaft kann hier angeschaut werden.

Stadt richtet Verteilzentrum für Schutzausrüstung ein
Die Stadt Heidelberg hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Kanäle bemüht, um die aktuell so begehrten Schutzmaterialien wie Gesichtsmasken zu bekommen. Nun sind die ersten Lieferungen eingetroffen und werden umgehend verteilt. In erster Linie erhalten Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, niedergelassene Ärztinnen und Ärzte und weitere Dienstleister im Gesundheitssektor das Material. Ausgegeben wird es künftig in einem provisorischen Verteilzentrum, das direkt auf dem Gelände der Heidelberger Berufsfeuerwehr in der Bahnstadt entstanden ist.

„Wir haben im städtischen Krisenstab von vielen Stellen gehört, dass die persönliche Schutzausrüstung für das medizinische und pflegerische Personal immer knapper wird. Wir haben uns daher entschlossen, uns um dieses Problem zu kümmern. Ich bin sehr froh, dass wir nun einige Lieferungen organisieren konnten. Es ist enorm wichtig, dass der ganze Gesundheitssektor gut mit diesen Materialien ausgestattet wird“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Einen besonderen Dank richtete Prof. Würzner an die chinesischen (Partner)städte und –bezirke Hangzhou, Haidian (Peking) und Guangzhou. Alle haben Lieferungen von Schutzmaterial zugesagt, teilweise ist es auch schon in Heidelberg angekommen. Auch über Kontakte der Sino German Hi-Tech Park Holding, die seit einigen Jahren ihren Sitz im TechTower (ehemaliger MLP-Turm) auf dem Emmertsgrund hat, sind Lieferungen eingegangen.

Kontrollen über die Ostertage
Die Polizei hat angekündigt, über die Osterfeiertage ihre Kontrollen zu intensivieren und die Präsenz in der gesamten Region deutlich zu erhöhen. So sind an allen vier Einsatztagen von Karfreitag bis Ostermontag in der Spitze über 80 zusätzliche Streifen im Einsatz, teilt das Polizeipräsidium Mannheim mit. Die Einsatzkräfte kontrollieren die Einhaltung der Corona-Verordnung des Landes und die Allgemeinverfügungen der Städte und Kommunen.
Unterstützt wird das Polizeipräsidium dabei auch durch Kräfte des Polizeipräsidiums Einsatz aus Göppingen. Ein Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Stuttgart, Pferde der Reiterstaffel und Boote der Wasserschutzpolizei Mannheim sind an allen vier Tagen in das Einsatzgeschehen eingebunden. "Ich weiß, dass wir den Menschen gerade über die Feiertage mit der Notwendigkeit zur sozialen Distanz viel abverlangen. Eine Lockerung der Maßnahmen und Kontrollen wären jetzt kontraproduktiv und ein falsches Signal", erklärt Polizeipräsident Andreas Stenger.

Wiese bei Stift Neuburg gesperrt
Die Benediktinerabtei Stift Neuburg unterstützt die Maßnahmen der Stadt Heidelberg zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Deshalb hat sich das Stift entschlossen, eigene Wiesengrundstücke für den Publikumsverkehr zu sperren. Dort hatten sich in den vergangenen Tagen stets sehr viele Menschen aufgehalten. Die Sperre gilt für die Mausbachwiese schräg gegenüber der Gastronomie beim Aufgang in den Wald. Zudem weist die Abteil darauf hin, dass am Karfreitag aufgrund der „Grabesruhe Jesu“ die Gastronomie-To Go und der Brauereiverkauf-To Go ganztägig geschlossen bleibt.


Informationen vom 8. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 246 (Dienstag) auf 254 am Mittwoch gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 340 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 254 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 125 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Leider sind aber auch zwei weitere Todesfälle hinzugekommen. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer aus Heidelberg auf sechs erhöht.

Appell von Oberbürgermeistern, Landräten und Polizeipräsidenten: Bleiben Sie zuhause
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie sind nach derzeitiger Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) messbar und greifen. Damit dies so bleibt, wenden sich die beiden Oberbürgermeister der Städte Heidelberg und Mannheim, Professor Dr. Eckart Würzner und Dr. Peter Kurz, sowie die beiden Landräte des Neckar-Odenwald-Kreises und Rhein-Neckar-Kreises, Dr. Achim Brötel und Stefan Dallinger, und die Präsidenten der Polizeipräsidien Mannheim und Heilbronn, Andreas Stenger und Hans Becker, an die Bevölkerung:

„Das Osterfest 2020 wird anders sein, ohne Gottesdienste, ohne große familiäre Zusammenkünfte, ohne Urlaubsreisen. Für eine Diskussion über die Lockerung der momentan gültigen Maßnahmen ist es jetzt noch zu früh. Das Coronavirus ist eine Bedrohung für die Gesundheit und unser aller Ziel muss es vor allem sein, die Ausbreitung des Virus auch weiterhin zu verlangsamen. Nur dann können alle gut behandelt werden, die schwer erkranken. Wir alle bitten Sie, halten Sie weiter durch und bleiben Sie zuhause, soweit es möglich ist. Verzichten Sie auf Osterbesuche. Bringen Sie Ihre Familie und Ihre Freunde und auch sich nicht in Gefahr. Bitte halten Sie sich weiter alle an die Regeln!“

Weiterhin bitten die Oberbürgermeister und Landräte sowie die Polizeipräsidenten die Menschen in der Region, den Mindestabstand zu anderen Personen einzuhalten, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen und die Regeln der Husten- und Niesetikette zu beachten. Zudem kann das Tragen auch selbstgenähter Masken zusätzlich unterstützen, sind sich die Verantwortlichen aus der Region einig. Diese seien zwar keine Medizinprodukte: „Dennoch kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aktuell sinnvoll sein und das Risiko einer Übertragung von Viren auf andere mindern“, so das Fazit.

Landesverordnung zu Heimen
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat strengere Ausgangsbeschränkungen für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen beschlossen. Demnach sollen die Bewohner ihre Einrichtung nur noch aus triftigen Gründen, wie zum Beispiel Arztbesuche, verlassen dürfen. Auch Spaziergänge sollen nach Möglichkeit nur noch auf dem Gelände der Einrichtungen stattfinden bzw. dann nur noch unter strengen Auflagen im öffentlichen Raum möglich sein. Ziel ist es, zu verdeutlichen, wie wichtig eine strikte Kontaktpersonenreduzierung gerade für Heimbewohnerinnen und Heimbewohner ist.

In Baden-Württemberg sind laut Landesgesundheitsamt bereits 454 Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegerinnen und Pfleger in entsprechenden Einrichtungen an COVID-19 erkrankt, 43 daran verstorben. Minister Lucha: „Grund dafür ist oft, dass Bewohnerinnen und Bewohner ihre Einrichtung verlassen oder von Angehörigen abgeholt werden – in dieser Zeit ist ein Schutz vor einer Infektion nicht in dem Maße gewährleistet, wie dies in den Einrichtungen der Fall ist. Das Ergebnis: Eine Schutzlücke entsteht. Diese Lücke wollen wir jetzt schließen – und haben deswegen eine Verordnung auf den Weg gebracht, mit der wir das Verlassen von Einrichtungen nur aus triftigen Gründen zulassen.“

Neue Verordnung zum Download

Lokal Einkaufen bei Heidelberger Geschäften und Gastronomie
Welche Läden und Restaurants in Heidelberg bieten ihre Produkte auch während der Corona-Pandemie zur Lieferung oder Abholung an? Wie kann ich lokale Geschäfte und Gastronomie in dieser Krise unterstützen, obwohl sie schließen mussten? Auf der Internetseite www.heidelberg.de/heidelbergkauftlokal der städtischen Wirtschaftsförderung erhalten Interessierte einen Überblick über Geschäfte und Gastronomiebetriebe in Heidelberg, die ihren Kundinnen und Kunden ihre Produkte trotz der Schließungen zuliefern oder zur Abholung („Take Away“) anbieten.
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner appelliert: „Vor allem kleine Betriebe und inhabergeführte Geschäfte in Heidelberg kämpfen derzeit um ihre Existenz. Helfen Sie mit: Bestellen Sie vor Ort! Unterstützen Sie Ihr Geschäft um die Ecke! Viele Einzelhändler und Gastronomen bieten ihre Produkte trotz der Schließungen weiterhin online und zur Lieferung an.“

Heidelberger Forschungsallianz
In einer gemeinsamen Allianz treiben Forscherinnen und Forscher der Universität Heidelberg den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie aktiv voran – sie haben die Forschungs- und Entwicklungs-Taskforce fightCOVID@Heidelberg ins Leben gerufen. Beteiligt sind daran Wissenschaftler der beiden Medizinischen Fakultäten und der Universitätskliniken in Heidelberg und Mannheim, des BioQuant-Zentrums und des Zentrums für Molekulare Biologie sowie des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim, die mit Kolleginnen und Kollegen des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und des European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg zusammenarbeiten.

Die Taskforce führt zahlreiche Forschungsprojekte und Initiativen zum Coronavirus/COVID-19 in den Bereichen Antikörpertestung, Drug Screening, Krankheitsentwicklung (Pathogenese) und Impfstoffentwicklung zusammen und versammelt Experten verschiedener Disziplinen, darunter Immunologen, Virologen, Genomforscher, Psychologen und Bioinformatiker. Zu den zentralen Forschungsthemen der Taskforce gehören die Entwicklung serologischer Tests sowie die Prüfung antiviraler Wirkstoffe mit dem Schwerpunkt auf bereits zugelassenen Medikamenten, die im Rahmen von Heilversuchen direkt an Patienten erprobt werden können.


Informationen vom 7. April 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 243 (Montag) auf 246 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 348 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 246 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 110 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Offener Brief des Oberbürgermeisters
Mit einem offenen Brief hat sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner am Dienstag, 7. April 2020, an alle Heidelberger Bürgerinnen und Bürger zum anstehenden Osterfest gewandt: „Uns erwartet ein Osterfest, wie wir es noch nie erlebt haben. Wir müssen in diesem Jahr auf vieles verzichten, was wir gerne tun.“ Und Würzner weiter: „Vielleicht aber ist es für uns alle ein Trost: In Corona-Zeiten ist es ein gelebter Akt der Nächstenliebe, dass wir uns nicht sehen. Es ist das, was wir in Heidelberg gerade jeden Tag tun, zusammenhalten. Auch, wenn wir dabei räumlich getrennt sein müssen.“ Den vollständigen Text können Sie hier lesen (28,1 KB)

Fit bleiben im eigenen Wohnzimmer: Heidelberger Sportvereine bieten Online-Training an
Wie halte ich mich während der Corona-Pandemie trotz geschlossener Sportanlagen und Fitnessstudios zuhause fit? Das zeigen mehrere Heidelberger Sportvereine: Sie bieten Online-Trainingskurse an und erläutern dabei in Videos, wie man seinen Körper ganz einfach im eigenen Wohnzimmer ohne besondere Trainingsgeräte kräftigen und in Bewegung halten kann. Eine Auswahl öffentlich zugänglicher Angebote von Heidelberger Sportvereinen finden Sie hier

Abgesagte Sportveranstaltungen in Heidelberg
Wegen der Corona-Pandemie müssen in diesem Jahr viele Sportveranstaltungen abgesagt oder verschoben werden. In Heidelberg können nun auch der SAS Halbmarathon der TSG 78 Heidelberg (geplantes Datum 26. April 2020), die Kinder-Fußball-EM (geplantes Datum 10. Juni 2020 – neuer Termin: 2. Juni 2021), das SAS Heidelberg Juniors & Girls Sevens 2020 (geplantes Datum 20./21. Juni 2020) und der NCT-Lauf (geplantes Datum 26. Juni 2020) nicht stattfinden.

Gesundheitsamt schreibt an Pflegedienste
Eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ist besonders für ältere und chronisch kranke Menschen gefährlich. Deshalb sind diese Risikogruppen besonders vor einer Infektion zu schützen. Hierzu können und müssen auch die Pflegekräfte der ambulanten Dienste in Heidelberg und im Landkreis in der derzeitigen schwierigen Situation ihren Beitrag leisten, teilt das Gesundheitsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mit.

Es sei außerordentlich wichtig, die ambulante Versorgung aufrecht zu erhalten und den Erkrankten schnelle Hilfe zukommen zu lassen. In einem Schreiben an die ambulanten Pflegedienste hat das Gesundheitsamt daher Empfehlungen zu Hygienemaßnahmen in der ambulanten Pflege zusammengestellt, um die dort tätigen Mitarbeitenden bei der Umsetzung von Schutzmaßnahmen zu unterstützen. „Die Umsetzung der präventiven Schutzmaßnahmen, insbesondere der Schutz vor Tröpfcheninfektion ist besonders wichtig“, erklärt Dr. Britta Knorr, Ärztin im öffentlichen Gesundheitsdienst. In dem Brief, den alle ambulanten Pflegedienste in Heidelberg und im Rhein-Neckar-Kreis erhalten haben, wird außerdem auf die Vorgehensweise bei Verdachtsfällen aufmerksam gemacht: Sobald Symptome auftreten, muss der behandelnde Arzt bzw. die Ärztin verständigt werden.


Informationen vom 6. April 2020

Neue Infektionen – zwei weitere Todesfälle
In Heidelberg gibt es zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitteilte, ist am 5. April ein über 80 Jahre alter Mann aus Heidelberg in einer Klinik verstorben. Am 6. April ist eine über 90 Jahre alte Frau aus Heidelberg ebenso in einer Heidelberger Klinik gestorben. Damit gibt es insgesamt vier Todesfälle mit Coronavirus in der Stadt.

Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 234 (Sonntag) auf 243 am Montag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises aktuell 356 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 243 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 107 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Gesundheitsamt bittet um Unterstützung bei Ermittlung von Infektionsketten
Beim Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für Heidelberg zuständig ist, läuft die Ermittlung von Kontakten nachweislich mit dem Coronavirus infizierter Personen auf Hochtouren. Fast 2.900 Kontaktpersonen konnten bereits ausfindig gemacht werden. Die Nachverfolgung von Infektionsketten ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen: Positiv Getestete werden von der Behörde aufgefordert, ihre engen Kontakte zu melden. Geschah dies bislang telefonisch, erhalten die Betroffenen nun per E-Mail einen Fragebogen und können ihre entsprechenden Daten ab sofort auf elektronischem Wege an das Gesundheitsamt übermitteln. Das neue Tool soll den Prozess beschleunigen und die weitere Bearbeitung der Fälle erleichtern. Im Fokus der Befragung sind Kontaktpersonen der „Kategorie I“. Nach den Kriterien des Robert Koch-Instituts werden dieser Kategorie Menschen mit einem höheren Infektionsrisiko zugeordnet – wenn sie beispielsweise mit der infizierten Person mindestens einen 15-minütigen Gesprächs-(„Face-To-Face-“)Kontakt hatten.

Oberbürgermeister Prof. Würzner besuchte Tafelladen in der Südstadt

Der Tafelladen in der Südstadt bietet Menschen mit schmalem Geldbeutel auch während der Corona-Pandemie günstige Lebensmittel an: Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Freitag, 3. April, mit dem Caritasverband darüber gesprochen, wie die Stadt helfen kann. Nach mehrwöchiger Zwangspause steht der Tafelladen wieder für Menschen mit geringem Einkommen offen. Er ist bis auf Weiteres in die Kirche St. Michael umgezogen. Die Lebensmittelausgabe erfolgt mittwochs und freitags von 13 bis 16 Uhr. Jetzt erhalten Kunden auch das Angebot, die Lebensmittelpakete nach Hause liefern zu lassen.

Oberbürgermeister Prof. Würzner betonte: „Wir dürfen niemanden in unserer Gesellschaft vergessen. Das ist in dieser schwierigen Zeit wichtiger denn je. Die Tafelläden bieten vielen Menschen mit geringem Einkommen eine große Hilfe. Ich freue mich sehr, dass dieses Angebot in der Südstadt jetzt wieder zur Verfügung steht. Mit der Ausgabe in der Kirche wurde eine hervorragende Lösung gefunden. Die nötigen Sicherheitsabstände können dort gut eingehalten werden. Mit Unterstützung der Stadt wird das Angebot jetzt noch erweitert: Insbesondere ältere Kundinnen und Kunden erhalten die Möglichkeit, sich die Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen. Ich appelliere an die Seniorinnen und Senioren: Nutzen Sie diese Möglichkeit! Minimieren Sie dadurch Ihr Risiko einer Ansteckung! Mein herzlicher Dank gilt allen Betreibern und ehrenamtlichen Unterstützern der Tafelläden in Heidelberg.“

Kostenlose Nachttaxifahrten für Pflegekräfte: Stadt finanziert Berechtigungsscheine
Die Stadt unterstützt Pflege- und Hilfskräfte der öffentlichen Heidelberger Kliniken mit kostenlosen Nachttaxifahrten. Der reduzierte Sonderfahrplan der rnv bietet derzeit Fahrten bis etwa 23 Uhr an. Die Nachttaxifahrten gehen darüber hinaus und bringen Pflege- und Hilfskräfte zwischen 22 und 6 Uhr kostenlos zur Arbeitsstätte und nach Hause. In Ausnahmefällen sind Fahrten auch ab 20 und bis 6.30 Uhr möglich. Das Angebot ist zunächst für folgende Einrichtungen vorgesehen: Universitätsklinikum Heidelberg, Agaplesion-Bethanien-Krankenhaus, Krankenhaus Salem, Krankenhaus St. Vincentius, Nierenzentrum Heidelberg, SRH Kurpfalzkrankenhaus Heidelberg, Klinik Sankt Elisabeth und St. Josefskrankenhaus. Deren Leitungen erhalten von der Stadt Berechtigungsscheine für die kostenlosen Nachttaxifahrten. Die Berechtigung gilt für Taxis, die der Taxi-Zentrale angeschlossen sind, und für Fahrten innerhalb Heidelbergs sowie von und bis nach Eppelheim, Plankstadt, Neckargemünd, Neckarsteinach, Dossenheim, Schriesheim, Edingen-Neckarhausen, Ladenburg, Leimen, St. Ilgen und Sandhausen. Die Taxizentrale beteiligt sich mit einem Euro pro Fahrt an den Kosten. Den Restbetrag übernimmt die Stadt. Die Berechtigungsscheine sind zunächst bis 30. April 2020 gültig.

Stadt stellt Ladeninhabern Plakate zur Verfügung
Wie gehe ich als Ladenbesitzer, der aktuell noch öffnen darf, mit den Sicherheitsbestimmungen um? Worauf müssen Kunden in meinen Geschäftsräumen achten? Diese Fragen stellen sich viele Ladeninhaber. Für Klarheit sorgt eine Plakataktion der Stadt für Gewerbebetreibende: Zwei Plakatmotive stehen zur Verfügung, die heruntergeladen, ausgedruckt und im Laden aufgehängt werden können. Das eine Plakat enthält Hinweise wie „Halten Sie mindestens 1,50 m Abstand“ oder „Tragen Sie möglichst einen Mundschutz“. Das zweite Plakat trägt die Aufschrift „Halten Sie bitte Abstand – vielen Dank!“ und zeigt ein passendes Piktogramm.

Plakat "Abstand halten" (Stadt Heidelberg)
Plakat "Hinweise für Bürger" (Stadt Heidelberg)

Informationen vom 5. April 2020

Neue Infektionen – zweiter Todesfall
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 226 (Freitag) auf 234 am Sonntag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 362 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 234 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 100 Personen wieder vollständig gesundgeworden.


Informationen vom 3. April 2020

Neue Infektionen – zweiter Todesfall
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 213 (Donnerstag) auf 226 am Freitag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 386 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 226 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 79 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Die Zahl der Todesopfer ist auf zwei gestiegen – am Donnerstag verstarb laut Gesundheitsamt ein über 60 Jahre alter Mann in einer Heidelberger Klinik.

Covid-19-Koordinierungsstelle am Universitätsklinikum eingerichtet
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, hat gemeinsam mit den weiteren Krankenhäusern in Heidelberg sowie den kreiseigenen GRN-Kliniken unter Leitung des Universitätsklinikums Heidelberg eine Covid-19-Koordinierungsstelle eingerichtet. Als Partner und Schnittstelle zum Rettungsdienst arbeitet zudem die Integrierte Leitstelle Rhein-Neckar/Heidelberg (ILS) eng mit ihr zusammen. Die Covid-19-Koordinierungsstelle dient als zentrale Anlaufstelle für einen bedarfsentsprechenden Umgang mit stationär aufgenommenen Covid-19-Patienten. In Echtzeit haben die Ärztinnen und Ärzte mittels einer Software den Überblick, wo im Rhein-Neckar-Kreis und in Heidelberg welche Kapazitäten vorhanden sind. „Zusammenarbeit und Solidarität sind in der aktuellen Situation enorm wichtig. Wir haben in Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreis eine sehr gute Gesundheitsversorgung. Es freut mich, dass bei der Bewältigung der Corona-Pandemie alle Kliniken und Krankenhäuser gemeinsam agieren. So können Kapazitäten für Intensivpatienten bestmöglich ausgenutzt und bei Bedarf auch schneller ausgebaut werden“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Stadt dankt Bürgerinnen und Bürgern – Appell, Kontaktsperre weiter einzuhalten
Die große Mehrheit der Heidelbergerinnen und Heidelberger sowie die Gewerbetreibenden verhalten sich angesichts der aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens nach wie vor diszipliniert und einsichtig. Dies zeigt sich bei den Kontrollen von Stadt und Polizei. Trotz der vielen Menschen, die die Sonne genießen, gibt es sehr wenige Verstöße gegen die Vorgaben der Coronavirus-Verordnung. „Ich gehe davon aus, dass sich dies auch bei den nun steigenden Temperaturen nicht ändern wird. Dennoch werden die kommenden Tage ein weiterer Prüfstein sein. Deshalb appelliere ich an die Bevölkerung: Bitte bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause. Wenn Sie im Freien oder beispielsweise beim Einkaufen sind: Achten Sie auf den Mindestabstand“, sagt Ordnungs-Bürgermeister Wolfgang Erichson. Stadt und Polizei haben ihre Präsenz und den Kontrolldruck bereits massiv erhöht. Dieses Vorgehen wird die Stadt in den kommenden Tagen und Wochen fortführen.

Neckarwiese bleibt gesperrt – Beschränkte Aufenthaltsverbote für weitere Grünanlagen
Die Stadt Heidelberg hat mit einer neuen Allgemeinverfügung die Regelungen für die öffentlichen städtischen Grünanlagen verschärft. Für die Neckarwiese gilt ab Samstag, 4. April, ein unbeschränktes Aufenthaltsverbot, das insbesondere das Betreten, Verweilen und Lagern umfasst. In einer Reihe weiterer Grünanlagen gilt ein beschränktes Aufenthaltsverbot: Hier wird die Nutzung auf das Durchlaufen (beispielsweise Spazierengehen, Joggen, Ausführen von Hunden) und auf die durch die Stadt zur Verfügung gestellten Bänke unter Beachtung der Vorgaben der Corona-Verordnung (insbesondere 1,5 Meter Abstand, Kontaktverbot) beschränkt. Jegliches Niederlassen, Lagern oder Verweilen ist untersagt.
 
Vom beschränkten Aufenthaltsverbot betroffen sind:

  • das Neckarvorland in Wieblingen
  • der Grahampark
  • die Anlage Werderplatz
  • die Schwanenteichanlage
  • der Stadtgarten
  • die Anlagen Danteplatz, Zähringerstraße sowie Sickingenstraße
  • die Käthchen-Förster-Anlage
  • die Anlage am Oberdorfplatz
  • die alla hopp!-Anlage
  • der Heimgarten
  • die Josef-Ammann-Anlage
  • die Hostig
  • die Bühlersche Wiese
  • der Platz der Begegnung
  • der Ebert-Platz
  • das Kuchenblech
  • der Fürstendamm
  • der Schlautersteig
  • die Aussichtsplattform am Königstuhl
  • die Wolzel- und die Emmertsgrundsenke
  • der Zollhofgarten
  • die Promenade in der Bahnstadt

Wie bisher bleiben auch alle Schulhöfe, Spielplätze und Freizeitanlagen gesperrt. Hier sind jegliche Nutzung und der Aufenthalt untersagt. Auch Seniorentreffpunkte müssen geschlossen bleiben und der Betrieb von Infoständen im öffentlichen Raum ist nicht zulässig. Darüber hinaus gelten die Bestimmungen der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in ihrer jeweils gültigen Fassung. Die neue Allgemeinverfügung ersetzt die Verfügung der Stadt Heidelberg vom 19. März.

Abläufe von Bestattungen neu geregelt
Fünf Personen dürfen nun zusätzlich zum engsten Familienkreis an der Beisetzung direkt am Grab teilnehmen. Zum engsten Familienkreis gehören alle in gerader Linie verwandte Menschen, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder. Zudem dürfen Personen, die mit der oder dem Verstorbenen im gleichen Haushalt zusammengelebt haben sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen und -partner oder Partnerinnen und Partner anwesend sein. Geistliche und Trauerredner sind auf den teilnehmenden Personenkreis nicht anzurechnen. Ebenso Bestatter und weitere Helfer, sofern sie nicht mit der Trauergemeinde in Kontakt stehen. Bisher galt bei Bestattungen eine Obergrenze von zehn Personen inklusive des engsten Freundes- und Familienkreises – aktuell wurde die erlaubte Personenzahl also erweitert.


Informationen vom 2. April 2020

Neue Infektionen – erster Todesfall
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Donnerstag den ersten Todesfall im Stadtgebiet Heidelberg bestätigt. Es handelt sich um eine über 80 Jahre alte Frau, die in einer Heidelberger Klinik verstarb. „Es war leider nur eine Frage der Zeit, nun ist die erste Bürgerin aus Heidelberg an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden. Der Fall macht uns allen noch einmal klar: Das Virus ist gefährlich, es fordert Menschenleben. Wir alle müssen unseren Teil dazu beitragen, dass sich das Virus nicht schnell verbreitet. Nur dann wird unser Gesundheitssystem nicht überlastet. Nur dann bekommt jeder Erkrankte in unseren Kliniken die Behandlung, die er braucht“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 195 (Mittwoch) auf 213 am Donnerstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 393 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 213 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 63 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Masken selbst nähen – sinnvoll, aber kein Medizinprodukt
Selbst genähte Gesichtsmasken können zertifizierte Medizinprodukte nicht ersetzen und sie bieten keinen nachgewiesenen Schutz – weder für den Träger/die Trägerin noch für Menschen in seinem/ihrem Umfeld. Dennoch kann das Tragen eines einfachen Mund-Nasen-Schutzes in der Corona-Krise sinnvoll sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte schreibt, dass „trotz dieser Einschränkungen geeignete Masken als Kleidungsstücke dazu beitragen (können), die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Tröpfchenauswurfs z.B. beim Husten zu reduzieren und das Bewusstsein für „social distancing“ sowie gesundheitsbezogen achtsamen Umgang mit sich und anderen sichtbar zu unterstützen. Auf diese Weise können sie bzw. ihre Träger einen Beitrag zur Reduzierung der weiteren Ausbreitung von SARS-CoV-2 leisten.“ weitere Informationen und Hinweise

Auch Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner ermuntert daher Bürgerinnen und Bürger, sich Masken selbst zu nähen und im Freundes- und Bekanntenkreis zu verteilen. „Ein einfacher, auch selbst genähter Mund-Nasen-Schutz ist für den Privatgebrauch immer besser als keine Maske“, erklärt Prof. Würzner. Die professionellen Masken sollten aktuell vor allem dem Gesundheitssektor vorbehalten sein – Ärztinnen und Ärzte, Alten- und Krankenpfleger brauchen diese dringend.

Eine Anleitung zum Selbstnähen von Masken des Theater Heidelberg gibt es hier zum Download. Die Schneiderei des Theaters stellt seit Ende März Masken her und übergibt die eigene Produktion an die Feuerwehr Heidelberg.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (2.v.r.) mit (v.l.) Rositza Bertolo, Kristin Voß und Roger Schladitz im Emmertsgrund. (Foto: Dittmer)
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner (2.v.r.) sprach mit (v.l.) Rositza Bertolo, Kristin Voß und Roger Schladitz vom Stadtteilmanagement Emmertsgrund. (Foto: Dittmer)

OB Würzner besucht Quartiersmanagement Emmertsgrund
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat sich am Mittwoch, 1. April 2020, mit Vertretern des Stadtteilmanagements Emmertsgrund über derzeitige Herausforderungen und Hilfen vor Ort zur Corona-Pandemie ausgetauscht. „Das Stadtteilmanagement leistet eine hervorragende Arbeit. Es ist gerade in dieser schwierigen Zeit ein Anker, der mit Orientierung und Unterstützung den Menschen auf dem Emmertsgrund Halt bietet. Wir haben in den Stadtteilen engagierte Personen, die die Informationen an ihre Mitmenschen weitergeben – zum Beispiel, wie die Verhaltensregeln umzusetzen sind und wo Seniorinnen und Senioren ein günstiges Mittagessen erhalten. Mein herzlicher Dank gilt den Stadtteilmanagements und Stadtteilvereinen auf dem Emmertsgrund und in ganz Heidelberg für ihre Arbeit. Bitte nutzen Sie als Bürgerinnen und Bürger diese hervorragenden Angebote vor Ort. Bleiben Sie insbesondere als ältere Menschen möglichst zu Hause“, sagte Prof. Würzner.

Gemeinderat fasst erstmals Beschlüsse im elektronischen Verfahren
Der Heidelberger Gemeinderat entscheidet bis Dienstag, 7. April, erstmals in seiner Geschichte in einem elektronischen Verfahren über insgesamt 22 Tagesordnungspunkte. Die baden-württembergische Gemeindeordnung sieht ein derartiges Verfahren für sogenannte „Gegenstände einfacher Art“ vor. Dabei handelt es sich aber nicht um eine digitale Gremiensitzung. Die Stadträtinnen und Stadträte haben mehrere Tage Zeit, sich Vorlagen zu Tagesordnungspunkten anzuschauen. Wenn sie mit einem Beschlussvorschlag nicht einverstanden sind, können sie schriftlich widersprechen. Wenn sie einverstanden sind, müssen sie gar nichts tun. Ein Tagesordnungspunkt gilt nur dann als beschlossen, wenn es keinen einzigen Widerspruch gibt. Die 22 Beschlussvorlagen für die Gemeinderäte sind wie bisher auch auf der Homepage der Stadt Heidelberg im Bürgerinformationssystem einsehbar.

Aufruf des Gesundheitsamts: Nicht mit dem Mietauto ins Abstrichzentrum
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, und das städtische Bürger- und Ordnungsamt bitten darum, für den Weg zum Abstrichzentrum auf dem Kirchheimer Messplatz keine Miet- oder Car-Sharing-Autos zu nutzen. So soll vermieden werden, dass sich Nachnutzer der Autos unwissend einer Infektionsgefahr aussetzen. Wer kein Auto besitzt, kann das Walk In-Testzentrum problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs wird nicht empfohlen.


Informationen vom 1. April 2020

Grafische Darstellung der Fallzahlen in Heidelberg (Stand: 1. April)

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 186 (Dienstag) auf 195 am Mittwoch gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 392 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 195 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 60 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Bürgerämter sowie Zulassungs-/Führerscheinstelle nur telefonisch erreichbar
Aufgrund der Coronavirus-Pandemie hat die Stadtverwaltung Heidelberg alle städtischen Verwaltungsgebäude geschlossen. Ab sofort sind die Bürgerämter in den Stadtteilen sowie die Zulassungs- und Führerscheinstelle nur telefonisch unter der zentralen Telefonnummer 06221 58-47980 und per E-Mail an buergeramt@heidelberg.de erreichbar. Die Kfz-Zulassungsstelle hat die Telefonnummer 06221 58-43700 oder E-Mail kfz-zulassungen@heidelberg.de und die Führerscheinstelle ist unter der Telefonnummer 06221 58-13444 und per E-Mail an fuehrerscheinstelle@heidelberg.de erreichbar.

Kann ein Anliegen nicht telefonisch, schriftlich oder per E-Mail bearbeitet werden, besteht in dringenden und unaufschiebbaren Fällen die Möglichkeit, einen persönlichen Termin zu vereinbaren. Persönliche Vorsprachen sind nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung in den Bürgerämtern Handschuhsheim, Kirchheim und Ziegelhausen sowie in der Kfz-Zulassungsstelle und der Führerscheinstelle möglich. Persönliche Termine sind dort auch für Bürgerinnen und Bürger aus allen anderen Stadtteilen möglich.  

Viele Anliegen können auch rund um die Uhr über das digitale Angebot erledigt werden. Die Online-Services sind zu finden unter www.heidelberg.de/formulare.

Öffentliche Spiel- und Bolzplätze sind gesperrt / Grünanlagen sind offen, aber Neckarvorland gesperrt
In Zeiten der Coronakrise ist der Aufenthalt auf öffentlichen Grün- und Spielflächen klar geregelt. Das oberste Gebot lautet: Abstand halten. Gesperrt sind deshalb öffentliche Spiel- und Bolzplätze. Dazu zählen auch Boulebahnen und sonstige öffentliche und private Freizeit- und Sportanlagen.

Die Heidelberger Grün- und Parkanlagen sind zugänglich, allerdings gelten hier die Regeln der Corona-Verordnung der Landesregierung: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushalts gestattet. Zu anderen Personen ist im öffentlichen Raum, wo immer möglich, ein Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Das Neckarvorland ist aktuell allerdings gesperrt. Hintergrund sind die Erfahrungen der Tage vor der weitgehenden Ausgangssperre. Es hatten sich sehr viele Menschen auf der Wiese aufgehalten – trotz aller Appelle zur sozialen Distanzierung. Aktuell nutzt die Stadt die Sperrung zudem für die im Frühjahr üblichen Pflege- und Reinigungsarbeiten.


Informationen vom 31. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 171 (Montag) auf 186 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 398 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 171 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 50 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Empfehlungen des Gesundheitsamts zu Corona-Tests
Das Gesundheitsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, hat neue Empfehlungen für Tests auf Covid-19 ausgesprochen. Demnach empfiehlt das Amt, sich auf Covid-19 testen zu lassen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben und akute Symptome wie Husten, Halsweh und Fieber zusammenkommen. Konkret erklärt Dr. Andreas Welker, stellvertretender Leiter des Gesundheitsamtes: „Wenn man Symptome für Corona erkennt, sollte man sich testen lassen – und zwar, wenn man Kontakt zu Corona-Kranken hatte, in einem Gesundheitsberuf arbeitet oder lebensälter ist beziehungsweise entsprechende Vorerkrankungen hat. Auch Risikopatienten sollten demnach unabhängig der Schwere der Symptomatik getestet werden.“

Getestet werden kann nur, wer vom Gesundheitsamt einen Code erhalten hat. Dieser wird nach telefonischem Kontakt bei der Hotline unter Telefon 06221 522-1881 (Montag bis Sonntag, 7:30 bis 19 Uhr) ausgegeben. Wer befürchtet, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, ruft bitte immer diese Nummer an. Aktuell stehen in der Region drei Testmöglichkeiten zur Verfügung: bei der GRN-Klinik in Sinsheim, das Drive-In-Testcenter in Schwetzingen (nur mit dem Auto anfahrbar) und das Abstrichzentrum auf dem Messegelände in Heidelberg-Kirchheim.

Neue Risikogebiete
Das Robert Koch-Institut hat die Länder Frankreich und Spanien vollständig in die Liste der internationalen Risikogebieten aufgenommen. Zuvor waren nur einige Regionen in Frankreich und Spanien als internationale Risikogebiete ausgewiesen. Die jeweils aktuelle Liste findet sich auf der Seite des Robert Koch-Instituts.

Notbetreuung auch in den Osterferien
Die Notbetreuung für Kita-Kinder, Kinder in der Tagespflege und Schulkinder bis einschließlich Klassenstufe 6 wird auch in den Osterferien vom 6. bis 17. April 2020 angeboten. Voraussetzung der Notbetreuung ist, dass die Erziehungsberechtigten der Kinder im Bereich der „kritischen Infrastruktur“ tätig sind und an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden oder ein Elternteil in der kritischen Infrastruktur tätig und der andere Erziehungsberechtigte aus schwerwiegenden Gründen an der Betreuung gehindert ist.
Die Kinder werden immer in jener Schule oder Kindertageseinrichtung betreut, die sie auch üblicherweise besuchten. Wer sein Kind zur Notbetreuung anmelden möchte, erhält die notwendigen Informationen und Anmeldeformalitäten dazu direkt von den Einrichtungen. Derzeit werden im Bereich der Kindertageseinrichtungen rund 260 Kinder betreut, davon sind circa ein Drittel unter drei Jahren. In der Kindertagespflege werden aktuell zwölf Kinder betreut. An den Schulen sind 85 Grundschulkinder in der Notbetreuung, circa sieben Kinder im Sekundarbereich. Einige Kinder sind nur tageweise angemeldet. In der Nachmittagsbetreuung von päd aktiv e.V. an den Schulen sind derzeit 77 Kinder.


Informationen vom 30. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Gesamtzahl aller bislang positiv getesteter Personen von 155 (Sonntag) auf 171 am Montag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 424 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 171 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 41 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

Herstellung von Handdesinfektionsmitteln: Oberbürgermeister besucht Firma Kluthe
Handdesinfektionsmittel gehören in der Corona-Pandemie zu den Produkten, die am Weltmarkt nur noch schwer zu bekommen sind. Der Krisenstab der Stadt Heidelberg unter Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hatte deshalb Anfang März den Kontakt zu den Chemischen Werken Kluthe aufgenommen. Das Heidelberger Unternehmen kann nun am Standort in Wieblingen kurzfristig in die Produktion einsteigen und im April rund 200.000 Liter produzieren. „Kluthe ist ein tolles Beispiel dafür, wie Heidelberger Unternehmen in der Corona-Krise direkt vor Ort helfen können. Insbesondere die Kliniken und Pflegeheime in Heidelberg und der gesamten Region benötigen dringend Handdesinfektionsmittel. Ich freue mich, dass sich Kluthe sofort bereit erklärt hat, hilft den Krankenhäusern und Einrichtungen sehr“, sagte Prof. Würzner bei einem Vor-Ort-Besuch am Montag. 

Neue Risikogebiete
Das Robert Koch-Institut hat die Region Île-de-France in Frankreich, den Bundesstaat New Jersey in den USA sowie das ganze Land Österreich als Risikogebiete eingestuft. Die vollständige Liste der Risikogebiete findet sich hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete.html

Stadt und Sportkreis bieten Unterstützung für Sportvereine
Die Corona-Krise stellt viele Heidelberger Sportvereine vor eine große Herausforderung. Eine wichtige Hilfestellung ist dieser schwierigen Zeit bieten die Stadt Heidelberg und der Sportkreis Heidelberg: Bei Fragen können sich die Sportvereine per E-Mail an das Amt für Sport und Gesundheitsförderung  (sportamt@heidelberg.de) sowie an den Sportkreis Heidelberg (info@sportkreis-heidelberg.de) wenden. Wichtige Informationen gibt es auch online unter www.heidelberg.de/coronavirus und beim Sportkreis unter www.sportkreis-heidelberg.de.
Die Stadt Heidelberg bietet beispielsweise an, dass Forderungen der Stadt zunächst bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet werden können. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer und Mieten. Heidelberger Sportvereine und Einzelpersonen können zudem ab sofort online unter www.bw-soforthilfe.de einen Antrag auf einen einmaligen Zuschuss stellen – sofern für den Betroffenen durch die Corona-Krise ein massiver Liquiditätsengpass besteht. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.km-bw.de.

Abschluss der „Corona-Readings“ mit Carolin Emcke
Die „CoronaReadings“ des Interkulturellen Zentrums Heidelberg bei Twitter (IZ_heidelberg) haben bislang insgesamt über 11.000 Zugriffe verzeichnet. Zum Abschluss der „Wochen gegen Rassismus 2020“ liest Carolin Emcke am Freitag, 3. April 2020, 21 Uhr, auf dem IZ-Twitterkanal aus ihrem Buch „Gegen den Hass“. Carolin Emcke ist freie Publizistin und Philosophin. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2016 erhielt sie den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In „Gegen den Hass“ schreibt Carolin Emcke über Rassismus, Extremismus und Demokratiefeindlichkeit und setzt diesem polarisierten Denken den Mut, zu widersprechen, entgegen.


Informationen vom 29. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 133 (Freitag) auf 155 am Sonntag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 404 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 155 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 39 Personen wieder vollständig gesundgeworden.

OB Prof. Würzner lobt besonnenes Verhalten am Wochenende
Die Heidelberger Bürgerinnen und Bürger haben sich am ersten Wochenende mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen gut an die Regeln gehalten. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärte am Sonntag zur aktuellen Situation der Corona-Pandemie: „Die Menschen in Heidelberg haben auch an diesem Wochenende wieder hervorragend mitgezogen. Sie sind nur zu zweit oder mit den Kindern aus dem eigenen Haushalt ins Freie gegangen. Sie haben die ganze Vielfalt unserer Grünflächen in der Stadt genutzt. So haben sich alle insgesamt gut verteilt. Stark frequentiert waren die Promenade in der Bahnstadt, die kleine Neckarwiese am Haarlaß oder die Thingstätte. Selbst dort haben die Bürger aber den notwendigen Abstand eingehalten. Herzlichen Dank dafür. Diesen Weg müssen wir fortsetzen. Denn wir sind noch lange nicht über den Berg. Die Zahlen steigen jeden Tag“, erklärte Prof. Würzner.
Es sei nun enorm wichtig, sich auf den weiteren Verlauf der Pandemie möglichst gut einzustellen: „Wir sind jetzt in Heidelberg bei 155 Infizierten. Alle Kliniken in Heidelberg haben Großartiges geleistet, um sich gut vorzubereiten. Sie haben zusätzliche Intensiv-Betten geschaffen. Wir setzen uns als Stadt zusammen mit dem Land und dem Bund dafür ein, dass die Kliniken jederzeit mit genügend Material versorgt werden. Angesichts des weltweiten Bedarfs ist das aktuell keine leichte Aufgabe. Wir müssen die Produktion beispielsweise von Schutzmasken und Desinfektionsmitteln wieder verstärkt in Deutschland leisten. Wir gehen diesen Weg bei uns in Heidelberg und ich bin sehr froh, dass die Landesregierung diesen Ansatz auch auf der Landesebene verfolgt", so Prof. Würzner.

Landesregierung aktualisiert Corona-Verordnung
Das Land Baden-Württemberg hat seine Verordnung zur Bewältigung der Corona-Epidemie aktualisiert. Die Änderungen gelten ab Sonntag, 29. März. Sie umfassen unter anderem die Notbetreuung von Kindern während der Osterferien. Die neue Verordnung im Volltext (69,3 KB) 

Außerdem hat das Land einen Bußgeldkatalog veröffentlicht. Er regelt, wie Zuwiderhandlungen gegen die Corona-Verordnung bestraft werden. Bei Aufenthalt im öffentlichen Raum mit mehr als zwei Personen können die kommunalen Ortspolizeibehörden ein Bußgeld von 100 bis 1.000 Euro pro Person verhängen, teilt das Land mit. Wer eine eigentlich geschlossene Einrichtung wie beispielsweise einen Frisörsalon, eine Bar oder einen Club weiterbetreibt, muss 2.500 bis 5.000 Euro bezahlen. Personen, die eine für den Besucherverkehr geschlossene Einrichtung wie beispielsweise ein Krankenhaus oder Pflegeheim betreten, riskieren ein Bußgeld von 250 bis 1.500 Euro. Bei wiederholten Verstößen stehen Bußgelder bis zu 25.000 Euro im Raum. Den Bußgeldkatalog finden Sie ab sofort online unter: www.sozialministerium.baden-württemberg.de


Informationen vom 27. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 122 (Donnerstag) auf 133 am Freitag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 357 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 133 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 25 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Freitag den vierten Todesfall in seinem Zuständigkeitsbereich bestätigt. Es handelt sich um einen über 80 Jahre alten Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der in einer Kreisklinik starb.

#wircheckendas: DRK, Stadt und Kreis starten Helferbörse
Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie gibt es eine große Welle der Hilfsbereitschaft. Das Problem ist oft nur: Wie finden Helfer und Hilfsbedürftige zusammen? Hier möchte das Deutsche Rote Kreuz eine Vermittlerrolle übernehmen und startet dazu die Kampagne #wircheckendas. Die Stadt Heidelberg und der Rhein-Neckar-Kreis unterstützen die Kampagne und bitten Bürgerinnen und Bürger, ihre Hilfsangebote dort zu melden.

Gesucht sind vor allem Menschen, die eine pflegerische Ausbildung haben, schon in der Pflege gearbeitet haben oder eine sonstige medizinische Ausbildung haben und nicht oder nicht mehr im Gesundheitswesen fest verplant sind. Darüber hinaus sollen sich auch Vereine, Organisationen oder Initiativen melden, die während der Coronavirus-Pandemie bereits ortsnah konkrete Hilfsangebote für die Bürgerinnen und Bürger im Stadt- und Landkreis anbieten.

Die Meldungen sind ab Montag, 30. März, möglich über eine Online-Plattform unter www.wircheckendas.de. Der DRK-Kreisverband Rhein-Neckar/Heidelberg e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg und dem Rhein-Neckar-Kreises zudem eine Telefon-Hotline eingerichtet. Unter der Nummer 07261-1441310 können sich Helferinnen und Helfer melden. Die Hotline ist ab sofort von Montag bis Sonntag zwischen 9 und 17 Uhr erreichbar.

Appell zum Wochenende: Regeln einhalten, zu Hause bleiben
Vor einem Wochenende mit voraussichtlich schönem Frühlingswetter hat sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner noch einmal mit einem Appell an die Heidelbergerinnen und Heidelberger gewandt: „Bitte helfen Sie weiter mit, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen – das kommende Wochenende ist da ein nächster Prüfstein. Auch, wenn es schönes Wetter geben wird: Bitte bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause. Wenn Sie im Freien sind: Halten Sie Abstand. Helfen Sie mit, dass es keine Menschengruppen im öffentlichen Raum gibt.“ Gleichzeitig dankte der OB der großen Zahl an Menschen, die die neuen Regeln schon befolgen und sich an die Vorgaben halten. Kommunaler Ordnungsdienst und Polizei werden die Einhaltung weiterhin kontrollieren.

Infektionsschutzgesetz: Erste Strafbefehle
Verstöße gegen die aktuellen Ausgangsbeschränkungen und gegen die Bestimmungen der häuslichen Quarantäne werden bestraft. Das stellen Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Mannheim in einer Mitteilung noch einmal klar. Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat demnach erstmals beim Amtsgericht Heidelberg den Erlass von Strafbefehlen gegen insgesamt 15 Personen wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz beantragt. Die Personen hatten sich im öffentlichen Raum gemeinsam aufgehalten und waren von der Polizei kontrolliert worden. Darüber hinaus ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 20-jährigen Mann, der trotz Infektion mit dem Coronavirus die häusliche Quarantäne verlassen hatte.

„Bei strafrechtlich relevanten Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz stimmen wir uns eng mit der Staatsanwaltschaft Heidelberg ab. Die zeitnahen Anträge auf Erlass von Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft Heidelberg sind für mich ein deutliches Signal. Dies zeigt, dass es sich nicht um Bagatelldelikte, sondern um Straftaten handelt, die konsequent verfolgt und sanktioniert werden", betonte Polizeipräsident Andreas Stenger.

Gemeinderat beschließt Hilfspakete für Wirtschaft, kulturelle und soziale Einrichtungen
Mit einem Maßnahmenpakt unterstützt die Stadt Heidelberg die lokale Wirtschaft: Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 26. März 2020 einstimmig die „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ beschlossen. Die Maßnahmen kommen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, Einzelhändlern, Dienstleistern, Gastronomen, Hotellerie, (Solo-)Selbstständigen, Existenzgründern und Freiberuflern – auch aus der Kultur- und Kreativwirtschaft – zugute.

„Wir stehen in dieser Krise fest an der Seite unserer Heidelberger Betriebe und Selbstständigen. Das gilt für das mittelständische Unternehmen ebenso wie den kleinen Laden an der Ecke und den jungen, kreativen Freiberufler. Unsere Wirtschaftsförderung vermittelt ganz konkrete Hilfe. Ich kann die Betriebe nur ermuntern, dieses Angebot zu nutzen“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Mehr dazu

Mit einem weiteren Paket unterstützt die Stadt Heidelberger Einrichtungen und Privatpersonen und stärkt die Handlungsfähigkeit der Verwaltung in der Corona-Krise. Von den vorübergehenden Maßnahmen profitieren insbesondere auch kulturelle und soziale Einrichtungen in der Stadt. Ziel ist es, dadurch die notwendige Liquidität sicherzustellen. Daneben werden die Befugnisse des Oberbürgermeisters vorübergehend ausgeweitet, um ein schnelles Handeln in der Krise zu ermöglichen. Hinzu kommen Maßnahmen zur Sicherung des städtischen Haushalts. Der Heidelberger Gemeinderat hat das Paket in seiner Sitzung am 26. März 2020 beschlossen.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Unser Maßnahmenpaket bietet schnelle und ganz konkrete Hilfe. Wir haben dabei viele im Blick: Die vielen Bürger und Familien, die jetzt weniger Einkommen haben. Die kulturellen Einrichtungen, sozialen Projekte und Vereine, die jetzt eine Durststrecke vor sich haben. Sie brauchen jetzt ganz besonders unsere Unterstützung.“ Mehr dazu

Lesungen und Konzerte des Interkulturellen Zentrums live auf Twitter
Das Interkulturelle Zentrum (IZ) Heidelberg bietet abends ein kulturelles Programm auf seinem Twitterkanal an. Die „CoronaReadings“ und „CoronaConcerts“ gibt es fast täglich ab 21 Uhr bis zum 8. April 2020 auf Twitter unter IZ_heidelberg.

Auch in den nächsten Wochen bietet das IZ bis zu drei Lesungen pro Woche an. Am Freitag, 27. März 2020, liest Berit Glanz aus ihrem Debütroman „Pixeltänzer“, für den sie mit dem Literaturpreis und dem Publikumspreis Mecklenburg-Vorpommern 2017 ausgezeichnet wurde. Am Montag, 30. März, ist Nils Pickert mit seinem Buch „Prinzessinenjungs“ zu hören. Darin plädiert er für eine größere Freiheit von Geschlechterrollen bei der Erziehung von Jungen. Am Mittwoch, 1. April, liest Düzen Tekkal aus ihrem Buch „#GermanDream – Wie wir ein besseres Deutschland schaffen".

Weitere Lesungen sind geplant. Mehr Informationen zu den „CoronaReadings“ gibt es im Internet unter www.iz-heidelberg.de und auf dem Twitterkanal des Interkulturellen Zentrums Heidelberg.


Informationen vom 26. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 118 (Mittwoch) auf 122 am Donnerstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 358 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 122 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 23 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Donnerstag auch den dritten Todesfall in seinem Zuständigkeitsbereich bestätigt. Es handelt sich um einen unter 50 Jahre alten Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis, der in einer Klinik in Heidelberg starb.

Neue Risikogebiete
Das Robert Koch-Institut hat seine Liste der Risikogebiete aktualisiert: www.rki.de
Die chinesische Provinz Hubei, der Ursprung der Corona-Pandemie, zählt nicht mehr zu den Risikogebieten. Neu als Risikogebiete eingestuft wurden in Spanien die Regionen Navarra, La Rioja und Paìs Vasco sowie in der Schweiz die Kantone Tessin, Waadt und Genf.

Theater näht Gesichtsmasken
Das Theater und Orchester Heidelberg folgt einem Aufruf der Gesellschaft der Theaterkostümschaffenden und näht Atemschutzmasken für die städtische Feuerwehr Heidelberg. Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner begrüßt die Aktion: „Kreativität und Solidarität – genau das ist es, was wir jetzt in der aktuellen Krise brauchen. Ich freue mich sehr über die tolle Aktion unseres Theaters.“

Den dafür benötigten Baumwollstoff bezieht die Kostümabteilung aus ihrem eigenen Lager. Drähte, die zur Stabilisation in die Masken eingenäht werden, stammen aus der Beleuchtungsabteilung des Theaters. Die Schneiderinnen und Schneider nähen die Masken zu Hause und betreten die Werkstätten des Theaters nur, um sich mit Material zu versorgen.

Informationskanäle der Stadt stark genutzt
Die Informationskanäle der Stadt Heidelberg werden durch die Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Pandemie sehr stark genutzt. Die zu Beginn der Pandemie Ende Februar eigenes eingerichtet telefonische Hotline (06221 321 8212) wurde bislang über 5.400 Mal angerufen – im Schnitt also rund 200 Anrufer pro Tag. Die städtische Webseite www.heidelberg.de wurde seit dem 26. Februar rund 375.000 besucht – das ist mehr als das Fünffache des üblichen Monatsdurchschnitts, der bei rund 70.000 Besuchen liegt. Ergänzt wird die Webseite durch die sozialen Medien. Die Stadt Heidelberg ist auf Twitter, Facebook und Instagram unterwegs.

Die Plakatkampagne „Gemeinsam gegen Corona!“ ruft mittlerweile im ganzen Heidelberger Stadtgebiet dazu auf, zu Hause zu bleiben. Plakatiert wurde auch in englischer und türkischer Sprache. Die Stadt Heidelberg bietet die Plakate unter www.heidelberg.de/coronavirus auch zum Herunterladen und Selbstausdruck an.

Wochenmarkt Rohrbach wird verlegt
In Zeiten der Coronavirus-Pandemie ist auf dem angestammten Platz des samstäglichen Wochenmarkts vor dem Rathaus in Rohrbach nicht genügend Platz, damit der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen eingehalten werden kann. Ab Samstag, 28. März 2020, werden die Marktstände deshalb bis auf Weiteres auf den Kerweplatz an der Achim-von-Arnim-Straße verlegt. Der Wochenmarkt ist von Oktober bis Ende März samstags geöffnet von 8 bis 13 Uhr und an den Samstagen ab April bis September von 7 bis 13 Uhr. Alle anderen Wochenmärkte in den Stadtteilen sind wie gewohnt geöffnet.

Ansprechpartner zum Thema Kinderschutz
Die Corona-Krise stellt auch besondere Anforderungen an das Leben von Familien. Der Umgang mit Konflikten, Unsicherheiten und Ängsten sowie ein konstruktives Miteinander sind jetzt wichtig. In einer solchen Ausnahmesituation sind Ansprechpartner für individuelle Notlagen eine große Hilfe.

Anlaufstelle Frühe Hilfen: Telefon: 06221 56 38030

Beratung in Fragen des Kinderschutzes durch Fachkräfte, die vom Kinder- und Jugendamt beauftragt sind. Aktuell sind folgende Stellen erreichbar (die Beratungen sind vorzugsweise per Telefon abzurufen):

  • AWO-Kinderschutzzentrum: Telefon: 06221 7392132 (telefonische Erreichbarkeit ausgeweitet)
  • Institut für analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie AKJP, Telefon: 06221 439198
  • Psychologische Beratungsstelle Caritas, Telefon: 06221 409024
  • Kinder- und Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst, Telefon: 06221 58-31510
  • Bundesweit erreichbare kostenlose „Nummer gegen Kummer“ (116 111) für Kinder und Jugendliche und das Elterntelefon (0800 111 0550)

Unterstützung für Hilfebedürftige
Von den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind auch in Heidelberg viele Menschen betroffen. Sofern das Einkommen nicht ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, können sich Erwerbsfähige an das Jobcenter Heidelberg wenden (www.jobcenter-hd.de). Wer dauerhaft voll erwerbsgemindert ist oder die maßgebliche Rentenaltersgrenze erreicht hat, erhält Informationen zur Hilfegewährung beim Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg, Telefon 06221 58-37000, E-Mail: sozialamt@heidelberg.de.

Für Menschen mit Behinderung bietet das Amt für Soziales und Senioren zwei weitere Beratungsnummern aus dem Bereich des Fachdienstes Teilhabe und Pflege an. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind telefonisch erreichbar unter den Rufnummern 06221 58-38100 und 58-38640.

Hilfe und Beratung für pflegende Angehörige bietet der Pflegestützpunkt Heidelberg, Telefon 06221 58-49000, E-Mail: pflegestuetzpunkt@heidelberg.de.


Informationen vom 25. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 111 (Dienstag) auf 118 am Mittwoch gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, aktuell 336 Personen in Quarantäne. Von den seit Beginn der Corona-Pandemie 118 gemeldeten Infizierten aus Heidelberg sind zwischenzeitlich schon 15 Personen wieder vollständig gesundgeworden. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Mittwoch aber auch die ersten beiden Todesfälle aus seinem Zuständigkeitsbereich bestätigt. Es handelt sich demnach um zwei über 70 Jahre alte Männer mit Wohnorten im Rhein-Neckar-Kreis. Sie starben in einer Klinik in Heidelberg beziehungsweise in einer Kreisklinik.

Offensive für die Wirtschaft
Die Stadt Heidelberg bietet Unternehmen, Selbstständigen und Freiberuflern Hilfe in der Corona-Krise an. Die Angebote reichen von der Vermittlung von Bundes- und Landesgeldern über die Stundung von Abgaben und Pachten an die Stadt bis hin zu Gesprächen mit Vermietern.

Oberbürgermeister Professor Dr. Eckart Würzner erklärt: „Wir müssen alles unternehmen, um unseren Betrieben und Selbständigen durch die Krise zu helfen. Für unsere Kleinbetriebe in Heidelberg stehen insgesamt mehr als 120 Millionen Euro bei Bund und Land bereit. Ich kann alle Betriebe nur ermuntern, dieses Angebot zu nutzen. Wir flankieren das mit städtischen Maßnahmen und suchen auch nach individuellen Lösungen. Unsere Wirtschaftsförderung hat eine Task Force gegründet, die sich um jeden Fall kümmert. Allein in der vergangenen Woche konnten wir mehreren Hundert Betrieben helfen. Wenn Sie als Unternehmen oder Selbstständiger ein Problem haben und Unterstützung benötigen – melden Sie sich bitte bei uns. Ein Anruf reicht.“

Die städtische Wirtschaftsförderung steht Unternehmern und Selbstständigen für Fragen und Beratung unter der E-Mail-Adresse wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de und der Telefonnummer 06221 58-30000 zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.wirtschaftsfoerderung.heidelberg.de.

Die Stadt hat mit der „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung von Unternehmen, Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen erarbeitet. Es wird im Gemeinderat am morgigen Donnerstag, 26. März, beraten. Es umfasst unter anderem das Angebot an Betriebe, dass alle direkten Forderungen der Stadt bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet werden. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer und Mieten. 

Neues Portal: Heidelberg kauft lokal
Auf der neuen Internetseite www.heidelberg.de/heidelbergkauftlokal erhalten Interessierte einen Überblick über Geschäfte in Heidelberg, die ihre Produkte trotz Ladenschließung liefern. Mit der Internetseite greift die Wirtschaftsförderung eine Initiative der Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) auf, die unter www.rnz.de/einzelhandel die Übersicht erstellt hatte.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Vor allem kleine Betriebe und inhabergeführte Geschäfte in Heidelberg kämpfen derzeit um ihre Existenz. Helfen Sie mit: Bestellen Sie vor Ort! Unterstützen Sie Ihr Geschäft um die Ecke! Viele Einzelhändler und Gastronomen bieten ihre Produkte trotz der Schließungen weiterhin online und zur Lieferung an.“

Heidelberger Geschäfte, die Lieferservice anbieten und noch nicht online in der Übersicht aufgenommen sind, können sich mit Informationen zu ihrem Firmeneintrag per E-Mail an das Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft (newsletter.wirtschaftsfoerderung@heidelberg.de), wenden. Die Wirtschaftsförderung ergänzt die städtische Liste ab sofort auch um gastronomische Angebote in Heidelberg, die Take-Away-/Mitnahme- oder Lieferservice anbieten. Die Wirtschaftsförderung und die Rhein-Neckar-Zeitung tauschen sich zu den Einträgen aus.

Oberbürgermeister besucht Aufbauarbeiten bei Abstrichzentrum
Auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim entsteht aktuell ein neues Abstrichzentrum. Dort können voraussichtlich ab Ende der Woche Personen getestet werden, bei denen ein Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben könnten. Betreiber des Zentrums ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist. Heidelbergs Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat am Mittwoch, 25. März, die Aufbauarbeiten besichtigt und allen Beteiligten gedankt.


„Es ist sehr wichtig, dass wir in der momentanen Situation genügend Testkapazitäten aufbauen. Je früher die Krankheit erkannt wird, umso besser können Patienten behandelt werden. Daher war es für uns selbstverständlich, dass wir bei der Standortsuche für ein weiteres Abstrichzentrum helfen und mit dem Messplatz in Kirchheim nun auch ein geeignetes Gelände zur Verfügung stellen. Die ganze Region arbeitet im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eng zusammen und ich bedanke mich bei allen, die hier anpacken und helfen“, erklärt Prof. Würzner.

Das Test-Center besteht aus fünf Containern samt mobiler Toilettenanlage. Zutritt erhalten nur Personen, die nach vorheriger telefonischer Zuweisung des Gesundheitsamtes einen Code erhalten haben. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, erreicht die Hotline des Gesundheitsamts täglich von 7.30 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 06221/522-1881.


Informationen vom 24. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 108 (Montag) auf 111 am Dienstag gestiegen. Insgesamt befinden sich laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises 306 Personen in Quarantäne. Von den 111 gemeldeten Infizierten sind mittlerweile schon 15 Personen vollständig gesundgeworden.

Gemeinderatssitzung am 26. März
Die Stadt Heidelberg hält an der Notwendigkeit einer Gemeinderatssitzung fest, um dringend benötigte Hilfspakete beschließen zu können. Die Tagesordnung wurde deutlich verkürzt. Themen, die in einem Umlaufverfahren behandelt werden können, wurden abgesetzt und diskussionsintensive Punkte vertagt. Zu den verbleibenden Themen zählen insbesondere die Hilfspakete sowie Auftragsvergaben durch die Stadt. Der Stadt kommt in dieser Situation als Auftraggeber eine besondere Bedeutung zu, um Betriebe und Beschäftigung zu sichern.

„Das Signal, eine voraussichtlich einstündige Sitzung abzusagen, halten alle Bürgermeister und ich angesichts von tausenden Bürgerinnen und Bürgern in unserer Stadt, die in ihrem Beruf deutlich mehr und intensiveren Kontakten ausgesetzt sind, für nicht vermittelbar. Wir sind in einer besonderen Situation. Wir müssen als gewählte Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft sicherstellen, dass die Stadt schnell und unbürokratisch helfen kann“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

Die Sitzung wird unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen abgehalten. Dazu zählt ein Mindestabstand zwischen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern von 1,5 Metern. Der Sitzungssaal ist für Zuschauer gesperrt. Die Öffentlichkeit der Sitzung wird durch eine Videoübertragung in den Neuen Sitzungssaal hergestellt. Auch dort sind alle Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet. Eine Gemeinderatssitzung per Video-Konferenz abzuhalten ist rechtlich nicht möglich.

Arbeiten für Abstrichzentrum auf Kirchheimer Messplatz
Auf dem Messplatz im Stadtteil Kirchheim haben die Aufbauarbeiten für ein weiteres Abstrichzentrum begonnen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, möchte dort Ende der Woche den Betrieb aufnehmen. Auf dem Areal sollen von Personen, bei denen ein Verdacht besteht, dass sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben, Abstriche genommen werden. Es können nur Personen getestet werden, die vom Gesundheitsamt für die Testung zugelassen sind. Für die Allgemeinheit ist das Zentrum nicht zugänglich.

Info-Blatt für Seniorinnen und Senioren
Mit einem Infoblatt (194,3 KB), das die Kontakt-Telefonnummern des Pflegestützpunkts und aller Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen listet, will die Stadt ältere Menschen kompakt auf das Unterstützungsangebot in den Stadtteilen hinweisen. Denn telefonisch sind die Einrichtungen zu den gewohnten Zeiten erreichbar, trotz der aktuellen Schließungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beantworten Fragen zur Essensversorgung und bieten Hilfe bei drängenden Problemen. Der Pflegestützpunkt der Stadt Heidelberg steht ebenso telefonisch als Ansprechpartner für Informationen und Fragen rund um die Themen Krankheit und Pflege im Alter zur Verfügung. Er ist zentrale Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen, kranke und ältere Menschen und ihre Angehörigen.

„Dass wir stadtweit dieses Hilfsangebot für Seniorinnen und Senioren aufgebaut haben, kommt uns allen gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit zugute. Bitte nutzen Sie diese Unterstützung“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner. Das Infoblatt soll in den nächsten Tagen bei Bäckern, Metzgern, Apotheken und überall dort ausgelegt werden, wo ältere Menschen derzeit oft noch unterwegs sind. Darüber hinaus gibt es stadtweit eine Vielzahl ehrenamtlicher Unterstützungsangebote

Jugendverbände bieten Einkaufsdienste an
Eine praktische Hilfe für alle Seniorinnen und Senioren, die aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr selbst einkaufen gehen möchten: Ein Zusammenschluss von Jusos Heidelberg, der Grünen Jugend, der Linksjugend, der Jungen Union und der Jungen Liberalen hat gemeinsam mit dem Stadtjugendring Heidelberg eine schnelle und unkomplizierte Vermittlungsplattform geschaffen. Unter www.heidelberg-solidarisch.de können sich Menschen melden, die zu keiner Risikogruppe gehören und gerne helfen wollen. Über die Telefonnummer 06221 3218203 können Menschen, die bei Einkäufen oder ähnlichen Aktivitäten Hilfe brauchen, die Plattform „Heidelberg solidarisch“ von Montag bis Freitag zwischen 10 und 14 Uhr erreichen. Eine Gruppe Freiwilliger der Jugendverbände vermittelt dann die Helferinnen und Helfer nach den jeweiligen Stadtteilen.

Aktionen des Stadtjugendrings
Der Stadtjugendring – ein Zusammenschluss der Jugendverbände und Jugendgemeinschaften in Heidelberg – reagiert auf die weitgehenden Kontaktbeschränkungen mit den neuen Formaten „Wissen@home" und „stay@home". Das Online-Fortbildungsprogramm „Wissen@home“ richtet sich an Ehrenamtliche und Freiwillige aus Vereinen und Verbänden. Die Kurse sind kostenlos, umfassen ein breites Spektrum an Themen und werden grundsätzlich montags bis freitags über Video-Chat oder Telefonkonferenz angeboten. „Wir legen großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Jugendarbeit,“ erklärt Vorsitzender Steffen Wörner, „deshalb ist es für uns wichtig, uns auch in diesen besonderen Zeiten weiter für die Ehrenamtlichen und Freiwilligen zu engagieren und neue Formate zu schaffen.“

Bei „stay@home“ werden fortlaufend verschiedene Links aus den Bereichen Unterhaltung, Fortbildung und Wissen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zusammengestellt.


Informationen vom 23. März 2020

Neue Infektionen
Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen von 104 (Sonntag) auf 108 am Montag gestiegen. 206 enge Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat zudem mitgeteilt, dass von den gemeldeten Infizierten bereits 8 Personen vollständig gesundgeworden sind.

Offener Brief des Oberbürgermeisters
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner hat sich in einem offenen Brief an die Heidelbergerinnen und Heidelberger gewandt. Er dankt darin allen, die an der Bewältigung der Krise mitarbeiten und bittet die Bürgerinnen und Bürger sich an die Regeln zu halten: „Bleiben Sie zu Hause. Vermeiden Sie Kontakte, wo es nur geht. Halten Sie Abstand. Halten Sie Kontakt zu Bekannten, Freunden, Eltern, Großeltern – aber bitte per Telefon oder Soziale Medien“, appelliert Prof. Würzner und fügt hinzu: „Helfen Sie Menschen, die Unterstützung benötigen. Wir leben in einer starken Gemeinschaft. Gemeinsam kommen wir am besten durch diese schwierige Zeit.“ Der vollständige Brief kann hier (584,9 KB) gelesen werden.

Neue Verordnung in Kraft
Bund und Länder haben sich am Sonntagabend auf neue Leitlinien im Kampf gegen eine Ausbreitung des Coronavirus geeinigt. Das Land Baden-Württemberg hat die Leitlinien umgehend in eine Rechtsverordnung umgesetzt, die am Montag, 23. März, in Kraft getreten ist. Der Volltext kann hier (80,4 KB) nachgelesen werden.

Neu hinzugekommen ist ein weitgehendes Kontaktverbot. In der Öffentlichkeit sind künftig Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten. Die Maßnahme gilt ab dem heutigen Montag, 23. März 2020, für mindestens zwei Wochen. Familien oder Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben, können weiter zusammen auf die Straße. Polizei und Stadt werden diese Regelung streng kontrollieren und bei Nichtbefolgung sanktionieren. Wer sich im öffentlichen Raum bewegt, muss einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

Grundsätzlich sollte das Haus nur noch für Notwendiges verlassen werden. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben weiter möglich.

Außerhalb des öffentlichen Raums sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen von jeweils mehr als fünf Personen verboten. Ausgenommen von dem Verbot sind Veranstaltungen und sonstige Ansammlungen, wenn dies zur Aufrechterhaltung des Arbeits- und Dienstbetriebs erforderlich ist. Außerdem gilt das Verbot auch nicht für Ansammlungen, wenn die teilnehmenden Personen in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder in häuslicher Gemeinschaft miteinander leben sowie deren Ehegatten, Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner oder Partnerinnen oder Partner.

Die Regelungen zur Gastronomie bleiben in Heidelberg wie bereits bekannt bestehen: Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art ist untersagt. Ausnahmen gibt es nur für Gaststätten, die ausschließlich einen Take-Away-Service / Mitnahme-Service anbieten.

Die nun auch bundesweit geltende Schließung von Dienstleistungsbetrieben im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoostudios und ähnlichen Betrieben mit nahem Körperkontakt, galten in Heidelberg bereits seit der vergangenen Woche.

Hilfsprogramme der Stadt
Die Stadt Heidelberg hat ein Maßnahmenpaket zur Unterstützung der Heidelberger Wirtschaft geschnürt, um die Folgen der Corona-Krise für Heidelberger Unternehmen, Einzelhändler, Gastronomen und Selbstständige zu vermindern. Die „Heidelberger Wirtschaftsoffensive“ wird am Donnerstag, 26. März 2020, im Gemeinderat vorgestellt und beraten. Zu dem Paket gehört unter anderem eine finanzielle Entlastung von Heidelberger Betrieben. Alle direkten Forderungen der Stadt Heidelberg an Betriebe werden demnach bis zum 31. Juli 2020 zinslos gestundet. Das gilt zum Beispiel für Gebühren, Gewerbesteuer, Grundsteuer, Mieten. Mit einem weiteren Hilfspaket will die Stadt Heidelberg auch verschiedenen Heidelberger Einrichtungen und Privatpersonen in der Corona-Krise helfen. Es richtet sich beispielsweise an eine Vielzahl an kulturellen und sozialen Einrichtungen in der Stadt. Angedacht sind eine unter anderem eine vorzeitige Auszahlung von Zuschüssen, eine Fortsetzung von Abschlagszahlungen (auch wenn die Leistungen aktuell nicht erbracht werden können) oder eine zinslose Stundung von Forderungen der Stadt.

Beratungen sozialer Einrichtungen
Von der Schuldnerberatung über die Hilfe für Suchtkranke oder die Unterstützung von Frauen in Notsituationen: Viele soziale Einrichtungen in Heidelberg haben wegen der Coronavirus-Pandemie zwar die direkte Beratung vor Ort eingestellt, sind aber weiterhin für Menschen mit Beratungsbedarf telefonisch oder per E-Mail erreichbar. Über die derzeitigen Angebote zahlreicher Kooperationspartner der Stadt im Sozialbereich informiert das Amt für Soziales und Senioren auf der Homepage der Stadt Heidelberg unter www.heidelberg.de/coronavirus. 

Neues Risikogebiet
Das Robert Koch-Institut hat in seine Liste der Risikogebiete das ganze Land Ägypten aufgenommen. Die jeweils aktuelle Liste ist hier abrufbar: www.rki.de


Informationen vom 22. März 2020

Im Stadtgebiet Heidelberg ist die Zahl positiv getesteter Personen über das Wochenende von 66 (Freitag) auf 104 (Sonntag) gestiegen. 224 enge Kontaktpersonen befinden sich aktuell in Quarantäne. Erstmals hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises auch die Zahlen von genesenen Personen genannt. Demnach sind in Heidelberg bereits 8 Erkrankte wieder gesund.


Aktuelle Informationen vom 21. März 2020

Das Land Baden-Württemberg hat eine neue Verordnung bekanntgegeben, die ab Samstag, 21. März, gilt. mehr dazu

Demnach sind landesweit jegliche Ansammlungen von mehr als 3 Personen auf öffentlichen Plätzen verboten. Ausgenommen von dieser Regelung sind Eltern mit ihren Kindern. Bei den Gaststätten hat das Land die Regelung übernommen, die Heidelberg, Mannheim und der Rhein-Neckar-Kreis bereits unter der Woche beschlossen hatten. Demnach gilt nun landesweit, dass bei Gaststätten jede Bewirtung vor Ort, egal ob drinnen oder draußen, untersagt ist. Erlaubt ist nur noch ein Mitnahme-Service (Take-away).
 
Einreisen und Durchreisen von Personen aus internationalen Corona-Risikogebieten nach Baden-Württemberg untersagt. Ausgenommen sind Fahrten zum Arbeitsplatz zum Arbeitsplatz, zum Wohnort zum Transport von wichtigen Gütern und besondere Härtefälle, etwa bei einem Todesfall in der Familie. Frisöre müssen schließen.


Aktuelle Informationen vom 20. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 57 Personen am Donnerstag auf 66 am Freitag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 152 enge Kontaktpersonen.

Neue Allgemeinverfügung – starke Kontrollen
Die neue Allgemeinverfügung der Stadt Heidelberg gilt seit dem heutigen Freitag. Demnach sind Ansammlungen und sonstige örtliche Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, zum Beispiel in Schulhöfen oder öffentlichen Grünflächen, mit über fünf Personen untersagt. Bei Ansammlungen unter fünf Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Ausnahmen gibt es nur für Gaststätten, die ausschließlich einen Take-Away-Service / Mitnahme-Service anbieten.

Polizei und Stadt werden die neuen Bestimmungen intensiv kontrollieren und alle Personalressourcen dafür ausschöpfen. Die Allgemeinverfügung wird durchgesetzt und festzustellende Verstöße und Straftaten werden konsequent geahndet. „Unser Ziel ist es, durch flächendeckenden Kontrolldruck dafür zu sorgen, dass Menschenzusammenkünfte unterbleiben und die Regeln der Verfügungen beachtet werden“, sagt der Präsident des Polizeipräsidiums Mannheim, Andreas Stenger. „Wir müssen alles tun, um die Infektionsgeschwindigkeit zu verlangsamen. Das hat oberste Priorität. Zudem sind sichtbare Polizeipräsenz und konsequentes Einschreiten nötig, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger in den hoffentlich menschenleeren öffentlichen Räumen zu bewahren. Die formelle Sozialkontrolle ist in der Krise ein wichtiger Faktor, um den wir uns mit aller Energie kümmern“, so Stenger.

Stadt startet Plakatkampagne: „Gemeinsam gegen Corona“
„Gemeinsam gegen Corona!“ Diesen Aufruf startet nun die Stadt Heidelberg und appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, dazu beizutragen, dass sich das Corona-Virus weniger schnell verbreitet. Diese Botschaft transportieren ab Freitag, 20. März 2020, verschiedene Plakatmotive ins ganze Heidelberger Stadtgebiet. Plakatiert wird auch in englischer und türkischer Sprache.
„Ich rufe alle Bürgerinnen und Bürger auf: Bleiben Sie zu Hause! Treffen Sie keine Freunde oder Verwandte und gehen Sie wirklich nur dann einkaufen, wenn es nötig ist. Leider setzen einige das im Alltag nicht um. Doch ich kann nur betonen: Die Lage ist ernst und es müssen alle – wirklich alle – mithelfen, um die Ausbreitung zu verlangsamen. Die neuen Plakate sollen das den Menschen in Heidelberg ins Gedächtnis rufen – immer und immer wieder“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.
Die Stadt Heidelberg verbreitet die Motive auch über ihre Social-Media-Kanäle und bietet die Plakate zum Download an. Unter www.heidelberg.de/coronavirus lassen sich die Motive herunterladen, um sie selbst auszudrucken und aufzuhängen – in Wohnhäusern, etwa an Fenstern, in Treppenhäusern und Tiefgaragen, oder in Läden (Schaufenster). „Bitte unterstützen Sie die Aktion“, ruft Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner alle Bürgerinnen und Bürger auf .

Nahverkehr fährt seltener
Der Nahverkehr in der Region fährt im Zuge der Coronakrise sein Angebot zurück. Auch die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH passt ab Montag, 23. März, ihre Fahrpläne an. Der neue Fahrplan soll laut rnv der Aufforderung des Landes nach einer Einschränkung der Aktivitäten im öffentlichen Raum Rechnung tragen und gleichzeitig gewährleisten, dass all diejenigen zügig und pünktlich zur Arbeit kommen, die aktuell zur Bewältigung der Krise gebraucht werden. Zudem sorgt die Angebotsreduktion dafür, dass die rnv auch bei einer Ausweitung der Krise langfristig einen stabilen und verlässlichen Verkehr anbieten kann. Mehr Informationen unter www.rnv-online.de/coronavirus/

Regelungen für Sonntagsverkauf
Das baden-württembergische Ministerium für Wirtschaft und Arbeit hat die in der Landesverordnung vom 17. März grundsätzlich erlaubten Öffnungszeiten an Sonntagen in Einrichtungen für den alltäglichen Bedarf konkretisiert. Demnach dürfen Einrichtungen wie beispielsweise Lebensmittelmärkte, Drogerien, Reinigungen oder Waschsalon, die bislang sonntags geschlossen haben mussten, zwischen 12 und 18 Uhr öffnen. Die Beschränkung gilt nur bei den Verkaufsstellen, bei denen eine Öffnung an Sonn- und Feiertagen nicht ohnehin schon zulässig war. So können beispielsweise Tankstellen oder Bäckereien weiterhin in gewohntem Umfang an Sonn- und Feiertagen öffnen, auch außerhalb von 12 bis 18 Uhr.

Hilfsangebote für Seniorinnen und Senioren
In den Heidelberger Seniorenzentren gibt es eine große Solidarität und Hilfsbereitschaft in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Jetzt haben Seniorinnen und Senioren die Möglichkeit, in den Seniorenzentren in Wieblingen, Rohrbach, Pfaffengrund, Weststadt und Ziegelhausen nach vorheriger telefonischer Anmeldung vor Ort Mittagessen abzuholen. Hochaltrigen und mobilitätseingeschränkten Senioren kann das Essen auch nach Hause gebracht werden.
Auch im Seniorenzentrum Altstadt ist geplant, nach Möglichkeit eine Essensausgabe zu starten. Alle anderen Zentren sind mit ihren Dauernutzerinnen und -nutzern des Mittagstischs im Gespräch und suchen nach Bedarf individuelle Lösungen. Die Kontaktdaten der Seniorenzentren in den Stadtteilen sind zu finden unter www.seniorenzentren-hd.de.

Auf der Homepage der Stadt Heidelberg gibt es auch eine Übersicht über nachbarschaftliche Hilfsangebote.

Müll vermeiden – Recyclinghöfe geschlossen, Sperrmüll ausgesetzt
Die Stadt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, keinen zusätzlichen Müll zu produzieren. Derzeit nutzen viele die Zeit zu Hause, um Heim und Garten auf Vordermann zu bringen. Doch Sperrmüll, der bei privaten Baumaßnahmen oder Aufräumaktionen anfällt, muss momentan selbst zwischengelagert werden. Das betrifft auch Abfälle aus Gartenarbeiten. Diese können aktuell nicht abgeholt werden. Die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung muss sich aktuell auf ihr Kerngeschäft konzentrieren: das Abholen der Müllbehälter. Die Sperrmüllabfuhr wird ab Montag, 23. März 2020, auf unbestimmte Zeit eingestellt. Die städtischen Recyclinghöfe sind bereits geschlossen. Zu welchem Termin sie wieder öffnen, steht noch nicht fest. 


Aktuelle Information vom 19. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 47 Personen am Mittwoch auf 57 am Donnerstag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 130 enge Kontaktpersonen.

Neue Allgemeinverfügung
Die Stadt Heidelberg hat am Donnerstag eine neue Allgemeinverfügung (621,8 KB) erlassen. Sie gilt ab dem 20. März. Die bisherige Allgemeinverfügung vom 16. März 2020 ist aufgehoben.
Demnach sind Ansammlungen und sonstige örtliche Zusammenkünfte im öffentlichen Raum, zum Beispiel in Schulhöfen oder öffentlichen Grünflächen, mit über fünf Personen untersagt. Bei Ansammlungen unter fünf Personen ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Gaststätten sowie sonstige Gastronomieeinrichtungen und Personalrestaurants und Kantinen dürfen nur für den externen Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen und/oder Getränke eingerichtet wird. Ein Verzehr im Lokal oder im Bereich der Außenbewirtschaftung ist untersagt. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse buergeramt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Die Betreiber der Gastronomieeinrichtungen müssen dafür sorgen, dass die erforderlichen Hygienestandards eingehalten werden, der Zutritt gesteuert wird und Warteschlangen vermieden werden. Dabei erwartet die Stadt von den Betreibern, dass genügend Personal dafür bereitsteht, zu jedem Zeitpunkt den geforderten Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Wartenden einzuhalten. Bei Nichtbeachtung dieser Vorgaben droht die Festsetzung eines Zwangsgeldes in Höhe von 2.000 Euro.

Über die durch die Landesverordnung genannten Einrichtungen hinaus dürfen in Heidelberg explizit auch diese Einrichtungen nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet werden:

  • Seniorentreffpunkte
  • Nagelstudios, Sonnenstudios, Kosmetikstudios und ähnliche Einrichtungen (nicht Frisöre)
  • Infostände
  • Camping- und Mobilhome-Anlagen.

Unterstützung für Unternehmen in der Corona-Krise: Wirtschaftsförderung gibt Überblick
Von den wirtschaftlichen Folgen der Ausbreitung des Coronavirus ist auch in Heidelberg eine große Zahl an unterschiedlichen Branchen, Unternehmen, Einzelhändlern, Gastronomen und Selbstständigen betroffen. Die Situation stellt Bund, Land und Kommunen vor eine große Herausforderung. Gemeinsam mit diesen und vielen weiteren Akteuren arbeitet auch die Stadt Heideberg intensiv an Lösungen. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Heidelberg hat auf ihrer Internetseite für Unternehmen eine Übersicht zu Ansprechpartnern und Informationsangeboten zusammengestellt, die in der derzeitigen Situation Hilfe bieten können.

Der GVD bleibt wachsam
Offenbar gibt es in der aktuellen Situation einige Pkw-Halter, die meinen, die Verkehrsregeln würden nicht mehr gelten. Der Gemeindevollzugsdienst ist aber weiter unterwegs. Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck: „Die Verkehrsregeln gelten nach wie vor, auch während der Coronavirus-Pandemie. Es kann nicht sein, dass Einzelne glauben, sich in der aktuellen Lage darüber hinwegsetzen zu können und zum Beispiel Kreuzungen oder Rettungswege blockieren. Sie gefährden damit sich und andere. Und auch für die Müllabfuhr sind Falschparker ein echtes Problem. Wir werden verkehrsbehinderndes und gefährdendes Verhalten in der Stadt deshalb weiter konsequent ahnden und auch Fahrzeuge abschleppen. Die Verkehrssicherheit steht dabei ganz oben.“

Online-Lesung Heidelberger Autoren zum 250. Geburtstag Friedrich Hölderlins
Hölderlin im Livestream: Die ursprünglich zum Hölderlin-Jubiläumswochenende der UNESCO-Literaturstadt geplante Lesung Heidelberger Autorinnen und Autoren auf dem Beethoven-Musikfrachter wird vor dem Hintergrund der aktuellen Situation in Eigenregie der Autoren am Freitag, 20. März 2020, von 20 bis 21.30 Uhr online veranstaltet. Geplant ist der Livestream auf YouTube Live (www.youtube.com/live) und auf dem Facebook-Profil der „Literaturstadt Heidelberg“ (www.facebook.com/LiteraturstadtHeidelberg). Als Mitwirkende sind belmonte, Gerhard Drokur, Tzveta Ilieva, Juliane Sophie Kayser, Klaus Kayser, Claudia Kiefer, Olga Kovalenko, Gerhild Michel und Sofie Steinfest angekündigt.

Stadtbücherei Heidelberg: Angebote online von zuhause aus nutzbar
Dass die Stadtbücherei auch mit digitalen Services bestens aufgestellt ist, bewährt sich in Zeiten der Coronavirus-Pandemie. Trotz der Schließung des Büchereigebäudes in der Poststraße 15 und der Stilllegung des Bücherbusses können die Büchereinutzerinnen und -nutzer nun alternativ auf die digitalen Angebote zugreifen und zuhause lesen und lernen, Filme gucken, Musik und Hörbücher hören.

Die gemeinsame elektronische Zweigstelle der Bibliotheken der Metropolregion Rhein-Neckar, die metropolbib.de, bietet über 54.000 Bücher und Medien zum Herunterladen an: Belletristik, Kinder- und Jugendliteratur, Schule und Lernen, Sach- und Ratgeberliteratur. Für alle Altersgruppen sind interessante eBooks, eAudios (Hörbücher), eMagazines (Zeitschriften) und ePapers (Zeitungen) dabei. Der PressReader hält 7.500 internationale Zeitungen, Zeitschriften und Magazine aus 130 Ländern weltweit in 60 Sprachen bereit.

Solange die Schulen geschlossen sind, gewährt die NE GmbH | Brockhaus über die Metropol-Card-Bibliotheken kostenfreien Zugang zum Schülertraining. Es handelt sich um multimedial aufbereitete Lerninhalte und interaktive Übungen zur Prüfungsvorbereitung für Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathematik in den Klassenstufen 5 bis 10.

Über die Homepage und via Instagram hält die Stadtbücherei Kontakt zu ihren Kunden und hält sie auf dem Laufenden. Die Homepage der Stadtbücherei kann unter www.stadtbücherei.heidelberg.de abgerufen werden, auf Instagram ist sie unter @stabue_heidelberg präsent. Über die Service-Telefonnummer 58 36 180 und per E-Mail stadtbuecherei.information@heidelberg.de ist die Stadtbücherei von Montag bis Freitag, jeweils von 9 bis 16 Uhr für die Fragen der Leserinnen und Leser erreichbar.


Aktuelle Information vom 18. März 2020

18 Uhr

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 41 Personen am Dienstag auf 47 am Mittwoch gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 105 enge Kontaktpersonen.

Neue Landesverordnung
Die Landesregierung Baden-Württemberg hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst. Die neuen Regelungen wurden spätabends am Dienstag, 17. März, verkündet und gelten damit ab Mittwoch, 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden demnach Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen, die nicht dem dringenden Bedarf der Bürgerinnen und Bürger dienen. Öffnen dürfen laut Landesregierung nur noch folgende Geschäfte:

  • Einzelhandel für Lebensmittel
  • Wochenmärkte
  • Abhol- und Lieferdienste
  • Getränkemärkte
  • Apotheken
  • Sanitätshäuser
  • Drogerien
  • Tankstellen
  • Banken und Sparkassen
  • Poststellen
  • Frisöre
  • Reinigungen
  • Waschsalons
  • Zeitungsverkauf
  • Hofläden
  • Raiffeisen-, Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte und der
  • Großhandel

Diese Verkaufsstellen können jetzt auch am Sonntag und Feiertag geöffnet werden. Sie haben sicherzustellen, dass die erforderlichen Hygienestandards eingehalten, der Zutritt gesteuert und Warteschlangen vermieden werden.

Weitere Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den oben genannten Einrichtungen gehören, werden geschlossen.

Heidelberg: Sonderregelungen für Gastronomie
Die Stadt Heidelberg geht mit einer eigenen Allgemeinverfügung über die Landesregelung hinaus. Das betrifft Bestimmungen für die Gastronomie. Wie bereits in der Landesregelung festgehalten, ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen grundsätzlich untersagt. Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind ausnahmslos zu schließen. Ausnahmen gibt es in Heidelberg nur für Speisegaststätten, die Speisen ausschließlich zum Mitnehmen abgeben können. Jegliche Bewirtung vor Ort, drinnen und draußen, ist untersagt. Für Abhol- und Lieferdienste ist gemäß der Landesregelung ein Betrieb nach 18 Uhr möglich. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse corona.ordnungsamt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner erklärt: „Bei all unseren Maßnahmen steht ein Ziel über allem: Soziale Kontakte reduzieren und jegliche Menschenaufläufe vermeiden. Das muss endlich bei jedem ankommen und ich appelliere da nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie wann immer möglich zu Hause. Wenn Sie nach draußen gehen, vermeiden Sie alle Zusammentreffen mit Personen, die nicht in Ihrer Wohnung leben. Es liegt in Ihrer Hand, ob wir auch in Deutschland eine Ausgangssperre bekommen oder nicht. Wenn sich weiter tausende Menschen bei schönem Wetter draußen treffen und Plätze, Flussufer und Straßen bevölkern, wird es zu Maßnahmen wie in Frankreich und Italien kommen müssen. Das Coronavirus ist da, die Infektionszahlen gehen steil nach oben und unserem Gesundheitssystem droht der Kollaps, wenn wir jetzt die Ausbreitung nicht verlangsamen. Also, helfen Sie bitte alle mit und handeln Sie verantwortlich!“

Weitere Regelungen in der Landesverordnung:
 
Schulen, Kitas, Hochschulen
Landesweit bleiben bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April, alle Schulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen. Das betrifft alle Einrichtungen, also private und öffentliche Schulen, städtische Kindertageseinrichtungen genauso wie Einrichtungen freier Träger. Aus Gründen des Infektionsschutzes können auch keine allgemeinen Notangebote für Schülerinnen und Schüler oder Kita-Kinder aufrechterhalten werden.

Eine Notbetreuung wird lediglich für die Kita-Kinder, Kinder in der Tagespflege und Schulkinder bis einschließlich Klassenstufe 6 eingerichtet, deren Erziehungsberechtigte in kritischen Infrastrukturen tätig sind und daher an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. In der Landesverordnung neu als Berufsfelder der kritischen Infrastrukturen hinzugekommen sind unter anderem Polizei und Feuerwehr (auch Freiwillige), Beschäftigte der Betreiber beziehungsweise Unternehmen für den ÖPNV und den Schienenpersonenverkehr sowie Beschäftigte der lokalen Busunternehmen, sofern sie im Linienverkehr eingesetzt werden, Personal der Straßenmeistereien und Straßenbetriebe sowie Bestatter. Ausgeschlossen von der Notbetreuung bleiben Kinder, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet befanden, ferner Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhter Temperatur zeigen. Die Notbetreuung findet in der jeweiligen Einrichtung, die das Kind bisher besuchte, durch deren Personal in möglichst kleinen Gruppen statt.

Der Studienbetrieb an den Universitäten und Hochschulen wird ebenfalls bis zum 19. April 2020 ausgesetzt.

Verbot von Versammlungen und sonstigen Veranstaltungen
Alle Versammlungen und sonstige Veranstaltungen sind untersagt. Das gilt auch für Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusreisen. Auch Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind verboten.
 
Bereits mit Verordnung vom 16. März wurden beschlossen, dass der Betrieb in folgenden Einrichtungen bis zum 19. April 2020 untersagt wird:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien, Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen,
  • Kinos,
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen,
  • alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios sowie Tanzschulen, und ähnliche Einrichtungen,
  • Jugendhäuser,
  • öffentliche Bibliotheken,
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen,
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen,
  • Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
  • Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte, Wettannahmestellen, und ähnliche Einrichtungen,
  • alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, die nicht zu den Verkaufsstellen des dringenden Bedarfs der Bürgerinnen und Bürger gehören, insbesondere Outlet-Center,
  • öffentliche Spiel- und Bolzplätze.

Weitgehendes Besuchsverbot in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen
Zum Schutz besonders gefährdeter Personen dürfen Krankenhäuser, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen und Tageskliniken sowie teilstationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen einschließlich Kurzzeitpflege grundsätzlich nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden. Ausgenommen sind Fachkrankenhäuser für Psychiatrie mit Ausnahme der Fachkrankenhäuser für Ge-rontopsychiatrie, psychosomatische Fachkrankenhäuser sowie kinder- und jugendpsychiatrische Fachkrankenhäuser jeweils einschließlich der zugehörigen Tageskliniken. Zu weiteren Ausnahmen und Sonderregelungen können die jeweiligen Einrichtungen eigene Bestimmungen treffen. Auch stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften dürfen grundsätzlich nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden. Betreuungs- und Unterstützungsangebote im Vor- und Umfeld von Pflege werden, soweit sie als Gruppenangebote durchgeführt werden, aufgrund einer erhöhten Ansteckungsgefahr einstweilen eingestellt.

8 Uhr

Die Landesregierung hat ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen angepasst. Die neuen Regelungen gelten ab Mittwoch, den 18. März 2020. Um die weitere Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, werden Einrichtungen und Geschäfte in großem Umfang geschlossen. Mehr dazu

Darüber hinausgehend gilt für die Stadt Heidelberg:
Grundsätzlich ist der Betrieb von gastronomischen Einrichtungen untersagt. Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind ausnahmslos zu schließen. Ausnahmen gibt es in Heidelberg nur für Speisegaststätten, die zwischen 6 und 18 Uhr Speisen ausschließlich zum Mitnehmen abgeben können. Jegliche Bewirtung vor Ort, drinnen und draußen, ist untersagt.


Aktuelle Information vom 17. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 34 Personen am Montag auf 41 am Dienstag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 123 enge Kontaktpersonen.

Einschränkungen bei Abfallentsorgung und Straßenreinigung
Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus wird sich die Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ab sofort auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Priorität hat die Abholung der Müllbehälter. Aus diesem Grund gelten folgende Maßnahmen:

  • Alle städtischen Recyclinghöfe sind ab Mittwoch, 18. März 2020, bis auf Weiteres komplett geschlossen.
  • Die Sperrmüllabfuhr wird ab Montag, 23. März 2020, bis auf unbestimmte Zeit eingestellt. Haushalte, die bereits Sperrmüll angemeldet haben, werden entsprechend informiert.
  • Alle öffentlichen Toilettenanlagen im Stadtgebiet sind ab sofort geschlossen.

Der telefonische Kundenservice der Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Heidelberg ist von Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr oder per E-Mail an abfallwirtschaft@heidelberg.de für Notfälle zu erreichen.

Die reguläre Müllabfuhr findet weiterhin statt. Zur Unterstützung der Mitarbeiter der Müllabfuhr werden die Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Haushalte gebeten, die Behälter am Entsorgungstag selbst an den Fahrbahnrand zur Leerung bereitzustellen und im Anschluss an die Leerung wieder an ihren Platz zurückzuziehen. Aktuelle Informationen werden auf der Internetseite der Stadt und des Amtes unter www.heidelberg.de/abfall veröffentlicht.

Auch Außenbewirtschaftung für Gastronomiebetriebe ist verboten
Die Stadt Heidelberg weist aus aktuellem Anlass darauf hin, dass auch die Außenbewirtschaftung von Gastronomieeinrichtungen seit dem heutigen Dienstag, 17. März 2020, verboten ist. Mit ihrer Allgemeinverfügung hat die Stadt geregelt, dass der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art grundsätzlich untersagt wird. Ausnahme: Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes sowie Personalrestaurants und Kantinen können für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen eingerichtet wird. Ein Bewirten vor Ort ist untersagt – das gilt auch für jegliche Außenbewirtschaftung. Für Rückfragen von Gastronomen ist das Bürger- und Ordnungsamt unter der E-Mail-Adresse buergeramt@heidelberg.de oder unter den Telefonnummern 06221 58-17702 beziehungsweise 06221 58-13540 erreichbar.

Seniorenzentren bleiben telefonisch erreichbar
Die Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen haben ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie seit heute, 17. März, eingestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Seniorenzentren bleiben aber weiterhin für ältere Menschen, die Fragen zur Essensversorgung, zum Einkauf oder anderen drängenden Problemen in der aktuellen Situation haben, telefonisch zu den gewohnten Zeiten erreichbar. „Auch, wenn wir derzeit den laufenden Betrieb in den Seniorenzentren einstellen müssen, lassen wir die Heidelberger Seniorinnen und Senioren jetzt nicht alleine, sondern unterstützen wohnortnah mit Rat und Tat“, sagt Bärbel Fabig vom Amt für Soziales und Senioren der Stadt Heidelberg. Infos zu Seniorenzentren in den Heidelberger Stadtteilen unter www.seniorenzentren-hd.de.

Sitzungen des Gemeinderats
Mit Ausnahme des Konversionsausschusses am 18. März und des Gemeinderats am 26. März 2020 werden die kommunalpolitischen Gremien bis 30. April nicht mehr tagen. Das gilt für die Bezirksbeiräte, den Jugendgemeinderat, den Migrationsbeirat, den Beirat für Menschen mit Behinderungen sowie die gemeinderätlichen Ausschüsse (Bau- und Umweltausschuss, Stadtentwicklungs- und Verkehrsausschuss, Ausschuss für Bildung und Kultur). Bereits versandte Einladungen sind damit gegenstandslos. Die Sitzung des Konversionsausschusses am 18. März und die des Gemeinderats am 26. März 2020 finden mit reduzierter Tagesordnung statt.

Standesamt für die Meldung von Sterbefällen geöffnet
Das Standesamt der Stadt Heidelberg, Markplatz 10, 69117 Heidelberg, ist für die Anzeige von Sterbefällen weiterhin geöffnet. Bestatter können sich telefonisch voranmelden unter der Telefonnummer 06221 58-18550.

Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“: alle Termine bis 30. April abgesagt
Die Stadt Heidelberg und ihre Kooperationspartner sagen aufgrund der Coronavirus-Pandemie alle Termine der Veranstaltungsreihe „Natürlich Heidelberg“ bis 30. April 2020 ab. Auch die Reservierung der Heidelberger Grillhütten wird bis zum 30. April nicht möglich sein. Veranstaltungen, die in diesem Zeitraum bereits gebucht sind, werden vom Buchungsbüro „Natürlich Heidelberg“ in Kürze storniert. Die Kundinnen und Kunden müssen keine Nutzungsgebühr bezahlen.

Kultur- und Kreativwirtschaft: Umfrage zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus und Hilfsangeboten für Kultur- und Kreativschaffende
Die Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt Heidelberg ruft alle Kultur- und Kreativschaffenden auf, sich bis 31. März 2020 an der derzeit laufenden, bundesweiten Kurzumfrage zur Erfassung von Rückmeldungen von Selbständigen und Unternehmen zu den wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus auf die Kultur- und Kreativwirtschaft zu beteiligen. Durch abgesagte Messen, ausgefallene Festivals, verschobene Konzerte und stornierte Aufträge an kreative Dienstleister sind insbesondere auch Klein- und Kleinstunternehmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie künstlerisch oder publizistisch tätige Freiberuflerinnen und Freiberufler von den wirtschaftlichen Auswirkungen stark betroffen. Die Kurzumfrage für Kultur- und Kreativschaffende ist bis Ende März frei geschaltet, um Auswirkungen sowie mögliche weitere Hilfsangebote bundesweit zu bündeln. Hier können sich Kreative an der Umfrage beteiligen.
Mehr Infos unter www.heidelberg.de/presse

Veranstaltungsabsagen wegen Pandemie
Wegen der Coronavirus-Pandemie werden folgende Veranstaltungen abgesagt:

  • Girls‘ und Boys‘ Day 2020: Die Stadt Heidelberg und die externen Kooperationspartnerinnen und -partner haben alle Halbtagspraktika des Girls‘ und Boys‘ Day am 26. März 2020 abgesagt.
  • Workshop Öffentlichkeitsarbeit am IZ: Das Interkulturelle Zentrum der Stadt Heidelberg hat seinen Workshop zum Thema Öffentlichkeitsarbeit für Vertreterinnen und Vertreter von Heidelberger Vereinen im April abgesagt.
  • Selbstbehauptungskurse für Frauen: Die Selbstbehauptungskurse im März und April, die die Stadt Heidelberg gemeinsam mit dem Verein „Frauennotruf gegen sexuelle Gewalt an Frauen und Mädchen Heidelberg“ anbietet, entfallen.

Aktuelle Information vom 16. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der Infektionen im Stadtgebiet Heidelberg ist von 20 Personen am Sonntag auf 34 am Montag gestiegen. Alle Erkrankten befinden sich in Quarantäne, genauso wie 130 enge Kontaktpersonen.

Neue Verordnungen und Allgemeinverfügung
Die Stadt Heidelberg schränkt das öffentliche Leben in der Stadt weitgehend ein. Ziel ist es, die Ausbreitung des Coronavirus zu verzögern und damit vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. Die Stadt schließt bis auf wenige Ausnahmen alle eigenen Einrichtungen, darunter die Verwaltungsgebäude, Stadtbücherei, den Zoo und die Schwimmbäder. Die Stadt untersagt außerdem den Betrieb von Bars, Clubs, Diskotheken, Kinos, Museen, Fitnessstudios, sowie die Benutzung von Spielplätzen und Sportanlagen. Kitas und Schulen sind nach den Vorgaben der Landesregierung ab Dienstag, 17. März 2020, bis zum Ende der Osterferien geschlossen. Die Stadt betreibt gemeinsam mit freien Trägern und dem Land eine Notfallbetreuung für Kinder, deren Eltern beide in systemrelevanten Bereichen arbeiten – also in Berufen, die für die Aufrechterhaltung besonders kritischer Bereiche zwingend nötig ist.

„Wir müssen jetzt alle zwischenmenschlichen Kontakte auf ein Minimum reduzieren. Wir schließen deshalb so gut wie alle Einrichtungen, Institutionen und Orte, wo sich üblicherweise viele Menschen treffen. Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger: Bleiben Sie, wo immer es möglich ist, zuhause. Handeln Sie verantwortungsvoll! Das Coronavirus wird vor allem von Mensch zu Mensch übertragen. Deshalb müssen wir unseren Alltag für eine Zeit komplett umstellen. Jeder muss jetzt seinen Beitrag dazu leisten, dass wir Infektionsketten unterbrechen und unser Gesundheitssystem nicht durch zu viele Erkrankte auf einmal belastet wird“, erklärt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.  

Die Maßnahmen im Einzelnen:
 
Ab Dienstag dem 17.März sind über eine Verordnung der Landesregierung (33,1 KB) und eine Allgemeinverfügung Stadt Heidelberg (182,5 KB) geschlossen:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen und Theater
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, Akademien und Fortbildungseinrichtungen (unter anderem Volkshochschule, Akademie für Ältere, Musik- und Singschule)
  • Stadtbücherei und andere öffentliche Bibliotheken
  • Bars, Clubs, Diskotheken, Tanzschulen
  • Kinos
  • Zoo
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder und Saunen
  • Fitnessstudios
  • Der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen ist untersagt. Dies gilt sowohl für Sportanlagen im Freien als auch in geschlossenen Räumen sowie für so genannte Indoorspielplätze.
  • Öffentliche Spielplätze unter freiem Himmel inklusive der „alla hopp“-Anlage
  • Alle Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit, alle Jugendhäuser
  • Alle Seniorenzentren
  • Spielhallen und Prostitutionsstätten

Sonderregelung für Gastronomie und Kantinen
Der Betrieb von Gastronomieeinrichtungen aller Art wird untersagt. Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes sowie Personalrestaurants und Kantinen dürfen nur für den Publikumsverkehr geöffnet werden, wenn ausschließlich ein Take-Away-Service / Mitnahme-Service für Speisen eingerichtet wird. Ein Bewirten vor Ort innerhalb der jeweiligen Betriebsräumlichkeiten für Gäste ist untersagt.

Notfallbetreuung für Kinder 
Von Dienstag, 17. März 2020, bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020, (Ende der Osterferien) findet an den baden-württembergischen Schulen kein Unterricht sowie an den Kindertageseinrichtungen kein Betrieb statt. Schülerinnen und Schüler müssen in dieser Zeit dem Unterricht und jeglichen sonstigen Veranstaltungen fernbleiben. Eine Notbetreuung wird für Kita-Kinder, Kinder in der Tagespflege und Schulkinder bis einschließlich Klassenstufe 6 eingerichtet.
 
Voraussetzung der Notbetreuung ist, dass die Erziehungsberechtigten der Kinder in kritischen Infrastrukturen tätig sind und daher an ihren Arbeitsplätzen benötigt werden. Ausgeschlossen von der Notbetreuung bleiben Kinder, die in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet befanden, ferner Kinder, die Symptome eines Atemwegsinfekts oder erhöhter Temperatur zeigen.
 
Die Felder kritischer Infrastruktur sind laut einer Verordnung des Landes:

  • Sektoren Energie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen, Transport und Verkehr,
  • die gesamte Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung einschließlich der zur Aufrechterhaltung dieser Versorgung notwendigen Unterstützungsbereiche, der Altenpflege und der ambulanten Pflegedienste
  • Regierung und Verwaltung, Parlament, Justizeinrichtungen sowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge
  • Notfall- /Rettungswesen einschließlich Katastrophenschutz
  • Rundfunk und Presse.

An den Standorten von Notbetreuung werden kleine Betreuungsgruppen gebildet, damit sich die negativen Auswirkungen der Ansteckung von betreuten Kindern durch infizierte andere Kinder oder Betreuungskräfte in möglichst engen Grenzen halten. Die Kinder können Betreuung deshalb nur in jener Schule oder Kindertageseinrichtung erhalten, die sie besuchten. Die Einteilung der Kinder sowie die Auswahl und Einteilung des Personals für die Notbetreuung obliegt der jeweiligen Einrichtungsleitung. Eltern erhalten die notwendigen Informationen und Anmeldeformalitäten dazu von den Einrichtungen, die ihre Kinder bislang besuchen.

Verwaltung schränkt Betrieb ein
Die Stadtverwaltung Heidelberg schließt grundsätzlich alle städtischen Verwaltungsgebäude. Geöffnet bleiben nur die Bürgerämter in den Stadtteilen – mit Ausnahme der Bürgerämter im Rathaus und im Bürgeramt-Mitte, Bergheimer Straße 69. Persönliche Besuche sind ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Die Stadt stockt dafür ihren telefonischen Bürgerservice unter Telefon 06221 58-10580 personell auf. Bürgerinnen und Bürger erfahren dort, welche Leistungen sie nach wie vor auf welchem Weg erhalten können. Die Bürgerinnen und Bürger werden grundsätzlich gebeten, sich nur noch mit unaufschiebbaren Angelegenheiten an die Verwaltung zu wenden. Diese sollen per Telefon, E-Mail oder Post erledigt werden. 

Veranstaltungen und Versammlungen
Die zulässige Größe von Veranstaltungen und Versammlungen wird auf 50 Personen reduziert. Die Vorgabe gilt sowohl für geschlossene Räume als auch für Veranstaltungen und Versammlungen im Freien. Alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sind untersagt.
 
Alle Veranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl bis 50 Personen sind anzeigepflichtig unter Vorlage einer Risikobewertung bei der Stadt Heidelberg, Bürger- und Ordnungsamt. Für Versammlungen unter freiem Himmel sowie Veranstaltungen im privaten oder familiären Bereich (wie etwa Hochzeiten, Trauerfeiern und vergleichbare Veranstaltungen) kann auf schriftlichen Antrag unter Vorlage unter Vorlage einer Risikobewertung eine Ausnahmegenehmigung für bis zu 100 Teilnehmende beantragt werden.
 
Bei Trauungen im Standesamt der Stadt Heidelberg gilt die Regelung, dass zusätzlich zum Brautpaar und den Trauzeugen nur ein weiterer Gast zugelassen werden kann.
 
Bei Bestattungen gilt, dass nur noch der engste Freundes- und Familienkreis an der Bestattung teilnehmen kann – hier gilt eine Obergrenze von 10 Personen.


Aktuelle Information vom 15. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg liegt aktuell bei 20 (Stand Sonntag, 14 Uhr). Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. In allen Fällen werden die betroffenen Personen und enge Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt. Aktuell befinden sich in der Stadt Heidelberg 124 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne.

Ausweitung der Risikogebiete
Das Robert-Koch-Institut hat die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York als Risikogebiete eingestuft.


Aktuelle Information vom 14. März 2020

Das Robert-Koch-Institut hat am Samstag, 14. März die Stadt Madrid und das Bundesland Tirol in Österreich als Risikogebiete eingestuft. 

Die Risikogebiete werden stets aktuell beim Robert-Koch-Institut geführt. Waren Sie in einem der Risikogebiete, folgen Sie bitte den Hinweisen, die das Sozialministerium Baden-Württemberg veröffentlicht hat. 

Die Stadt Heidelberg hat zudem eine Verfügung erlassen. Demnach dürfen Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr folgende Einrichtungen nicht betreten:

  • Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken und Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit den genannten medizinischen Einrichtungen vergleichbar sind, sowie
  • stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie von einem Anbieter verantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG).
  • Diese Regelungen gelten auch, wenn das Gebiet binnen 14 Tagen seit der Rückkehr neu als Risikogebiet oder besonders betroffenes Gebiet eingestuft wird.

Besuchsverbot am Universitätsklinikum Heidelberg, um das Infektionsrisiko für Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren
Aufgrund der allgemeinen Lage wird ein Besuchsverbot im gesamten Universitätsklinikum Heidelberg erlassen, um Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu schützen.

Hierbei gelten folgende Ausnahmen:

  • Angehörige, die einen Patienten besuchen, der im Sterben liegt
  • Angehörige von Patienten der Palliativstation (1 Person pro Tag)
  • Begleitperson, welche die Schwangere unter der Geburt begleitet
  • Vater, welcher das Neugeborene und seine Partnerin besuchen möchte
  • Mutter/Vater eines kranken Kindes
  • Begleitperson eines Patienten, der in der Notaufnahme eingeliefert wird
  • Begleitperson eines älteren, gebrechlichen oder dementen Patienten
  • aus dringenden medizinischen Gründen – dies muss der Angehörige/Besucher telefonisch mit dem Stationsteam klären.

Besucher sind gebeten, sich an den Pforteneingängen der Kliniken zu melden; die Seiteneingänge werden geschlossen.
 
Mit diesen Maßnahmen trägt das Universitätsklinikum dazu bei, das Infektionsrisiko und die Weiterverbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 zu minimieren.

Weitere Informationen des Universitätsklinikums


Aktuelle Informationen vom 13. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg liegt aktuell bei 13 (Stand Freitag, 14 Uhr). Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. In allen Fällen werden die betroffenen Personen und enge Kontaktpersonen in Quarantäne gesetzt. Aktuell befinden sich in der Stadt Heidelberg 108 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne.

Schließungen von Schulen und Kindertagesstätten
Das baden-württembergische Kultusministerium hat entschieden, dass landesweit ab Dienstag, 17. März, bis zum Ende der Osterferien am Sonntag, 19. April, alle Schulen und Kindertagesstätten im Land geschlossen bleiben. Das betrifft alle Einrichtungen, also private und öffentliche Schulen, städtische Kindertageseinrichtungen genauso wie Einrichtungen freier Träger. In Heidelberg sind 54 Schulen und rund 140 Kindertagesstätten betroffen. Aus Gründen des Infektionsschutzes können auch keine allgemeinen Notangebote für Schülerinnen und Schüler oder Kita-Kinder aufrechterhalten werden. Das Land hat angekündigt, dass es nur für Kinder, deren Elternteile beide in systemrelevanten Berufsfeldern arbeiten, Betreuungsangebote geben soll. Zu diesen Berufsfeldern zählen laut Kultusministerium etwa Polizei, Feuerwehr, medizinisches und pflegerisches Personal, Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Lebensmittelproduktion und -einzelhandel, Müllabfuhr sowie Energie- und Wasserversorgung. Details zu den Notfallbetreuungen müssen in Absprache mit den kommunalen Landesverbänden noch geklärt werden. Ansonsten müssen Eltern für die eventuell notwendige Betreuung ihrer Kinder auf private Netzwerke zurückgreifen.

Allgemeinverfügung zu Veranstaltungen
Die Stadt Heidelberg hat zu Veranstaltungen im Stadtgebiet eine Allgemeinverfügung erlassen. Sie tritt am Sonntag, 15. März, in Kraft.

  • Veranstaltungen ab 100 Personen: Im gesamten Stadtgebiet Heidelberg sind öffentliche und/oder private Veranstaltungen und Zusammenkünfte mit einer Teilnehmerzahl ab 100 Personen verboten; sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien. Wochenmärkte gelten nicht als Veranstaltungen.
  • Tanzveranstaltungen und Konzerte: Alle Tanzveranstaltungen oder Konzerte in geschlossenen Räumen sind in Heidelberg untersagt – unabhängig von der Teilnehmerzahl.
  • Ausnahmegenehmigungen: Im Einzelfall kann das Bürger- und Ordnungsamt der Stadt Heidelberg öffentliche und/oder private Veranstaltungen und Zusammenkünfte ab einer Teilnehmerzahl von 100 bis maximal 1.000 Personen genehmigen.

Schutz von Risikogruppen – Betretungsverbote in Krankenhäusern und Heimen
Die Stadt Heidelberg hat in einer Allgemeinverfügung folgende Regelungen erlassen: Personen, die sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet oder einem besonders betroffenen Gebiet aufgehalten haben (der aktuelle Stand ist online abrufbar unter www.rki.de), dürfen für einen Zeitraum von 14 Tagen seit Rückkehr aus dem Risikogebiet oder dem besonders betroffenen Gebiet folgende Einrichtungen nicht betreten:

  • Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken und Behandlungs- oder Versorgungseinrichtungen, die mit den genannten medizinischen Einrichtungen vergleichbar sind, sowie
  • stationäre Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen sowie von einem Anbieter verantwortete ambulant betreute Wohngemeinschaften nach dem Wohn-, Teilhabe- und Pflegegesetz (WTPG).
  • Dies gilt auch, wenn das Gebiet binnen 14 Tagen seit der Rückkehr neu als Risikogebiet oder besonders betroffenes Gebiet eingestuft wird. Die Übersicht über Risikogebiete und besonders betroffene Gebiete findet sich tagesaktuell online unter www.rki.de.

Das Land Baden-Württemberg hat angekündigt, Besuche in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen noch weiter einschränken zu wollen, um Risikogruppen besonders schützen zu können. Die Stadt wird entsprechende Empfehlungen und Weisungen umsetzen.

Weitere Bestimmungen
Die Stadt Heidelberg hat das Jubiläumswochenende zum Hölderlin-Jahr vom 20. bis 22. März 2020 abgesagt. Geplant waren Veranstaltungen rund um die Alte Brücke in der Heidelberger Altstadt und auf dem Musikfrachter der Beethoven Jubiläums Gesellschaft (BTHVN2020 Musikfrachter). Die Absage des Jubiläumswochenendes zum 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin erfolgt als Vorsichtsmaßnahme angesichts der Ausbreitung des Coronavirus.

Bei Trauungen des Standesamtes der Stadt Heidelberg dürfen neben dem Brautpaar und den Trauzeugen nur noch maximal 10 Gäste mit ins Trauzimmer.

Die Sportkurse der Stadt Heidelberg auf der „alla hopp!“-Anlage am Harbigweg in Kirchheim entfallen bis 19. April 2020.

Das Jobcenter Heidelberg in der Speyerer Straße 6 schränkt seinen Publikumsverkehr ein. Kunden werden nur noch telefonisch beraten, teilt die Geschäftsführung mit. Die Antragstellung wurde so organisiert, dass Kunden keine Nachteile entstehen. In der Eingangszone stehen den Kunden Kopierer zur Verfügung, damit sie Unterlagen vervielfältigen und direkt einwerfen können.


Aktuelle Information vom 12. März 2020

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg ist am Donnerstag (Stand 15 Uhr) um einen Fall auf neun gestiegen. Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. Bei dem neuen Fall handelt es sich um einen Reiserückkehrer aus dem Skiurlaub. Zudem befinden sich aktuell 74 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne. Außerdem wurde bei einer Frau aus dem Rhein-Neckar-Kreis, die an der Gregor-Mendel-Realschule in Heidelberg unterrichtet, das Virus nachgewiesen. Zwei Klassen der Schule bleiben vorsorglich zuhause, bis alle Kontaktpersonen ermittelt sind und dann in Quarantäne geschickt werden können.

Schulschließungen
Das baden-württembergische Kultusministerium hat Forderungen nach einer flächendeckenden Schließung von Schulen und Kitas zurückgewiesen. Kultusministerin Dr. Susanne Eisenman sagt dazu: „Zum jetzigen Stand sind flächendeckende und pauschale Schließungen von Schulen und Kitas nach wie vor nicht das Gebot der Stunde. Dass der Philologenverband nun den Ausnahmezustand ausruft, halte ich für unverantwortlich. Unser Kurs ist, dass wir weiterhin besonnen, lageorientiert und auf Basis der Einschätzung der Gesundheitsämter vor Ort agieren. Da es sich beim Coronavirus aber um ein dynamisches Szenario handelt, beobachten wir die Entwicklung in Abstimmung mit den Fachleuten der Gesundheitsbehörden sehr genau.“

Schließung des Theaters, Absage „Heidelberger Frühling“ und weitere Absagen

Das Theater und Orchester Heidelberg wird auf Anordnung der Stadt ab Freitag, 13. März, schließen und vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April keine weiteren Vorstellungen mehr zeigen. Für alle Fragen rund um Kartenrückgaben ist die Theaterkasse unter 06221 58 20-000 erreichbar.

Die Leitung des Heidelberger Frühling und die Stadt Heidelberg haben sich verständigt, das gesamte Festival abzusagen. Das Festival hat sowohl unter seinen Künstlern als auch im Publikum einen sehr hohen Anteil internationaler Besucher. Dazu kommt ein hoher Anteil älterer Menschen unter den Besuchern. Veranstalter und Stadt haben sich deshalb gemeinsam entsprechend der Richtlinien des Robert Koch-Instituts entschlossen, aus Verantwortung gegenüber allen Akteuren, Zuschauern und deren Umfeld das Festival abzusagen.

Die Stadt Heidelberg hat sich entschieden, die Frühjahrsputzwoche 2020 komplett auf Herbst zu verschieben. Der genaue Termin im Herbst wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Die städtische Musik- und Singschule hat das Preisträgerkonzert „Jugend musiziert“ am Sonntag, 15. März 2020, abgesagt.

Städtische Ämter und Dienststellen
Aufgrund der Verbreitung des Coronavirus trifft auch die Stadt Heidelberg Vorkehrungen, um den Dienstbetrieb für die Bürgerinnen und Bürger sicherstellen zu können. Aktuell sind alle Dienststellen der Verwaltung regulär geöffnet. Die Stadt bittet aber Bürgerinnen und Bürger, persönliche Besuche und Vorsprachen bei Ämtern und Dienststellen auf das Notwendigste zu beschränken. Wo immer es möglich ist, sollten Angelegenheiten schriftlich, telefonisch oder auf digitalem Weg erledigt oder besprochen werden und Unterlagen nicht persönlich, sondern per Post oder Mail eingereicht werden. Diese Vorsichtsmaßnahme dient dem Schutz von Bürgerinnen und Bürgern und auch den Mitarbeitenden der Verwaltung.

Ein großer Teil der Dienstleistungen kann bereits über Online-Services in Anspruch genommen werden. Eine Übersicht findet sich online unter www.heidelberg.de/formulare.

Bei Fragen hilft der telefonische Bürgerservice unter der Nummer 06221 58-10580 oder per Mail buergerservice@heidelberg.de weiter.
Speziell zum Coronavirus hat die Stadt Heidelberg auch eine Informationshotline eingerichtet. Sie ist unter 06221 321-8212 rund um die Uhr erreichbar.    


Aktuelle Information vom 11. März 2020

20 Uhr

Die Oberbürgermeister der Städte Mannheim und Heidelberg und die Landräte des Rhein-Neckar-Kreises und des Neckar-Odenwald-Kreises geben folgende gemeinsame Erklärung zu den vom Stadtvorstand der Stadt Ludwigshafen heute, Mittwoch, 11. März 2020, angeordneten Maßnahmen ab:

Derzeit besteht keine Veranlassung von der bundeseinheitliche Regelungen, den Empfehlungen des Robert-Koch-Institues sowie den Vorgaben der Landesregierung Baden-Württemberg abzuweichen. Diese sind fachlich begründet und der jetzigen Situation angemessen.

Von besonderer Bedeutung in dieser Situation ist ein abgestimmtes und einheitliches Vorgehen der verantwortlichen Entscheidungsträger.

Die Behörden und Einrichtungen der Städte Mannheim, Heidelberg, des Rhein-Neckar-Kreises und des Neckar-Odenwald-Kreises bleiben daher grundsätzlich geöffnet.

17. Uhr

Neue Infektionen
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg ist am Mittwoch (Stand 14 Uhr) um zwei auf nun acht gestiegen. Das hat das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, mitgeteilt. Zudem befinden sich 70 Kontaktpersonen der Erkrankten in Quarantäne. Zu den neu bestätigten Fällen gehört eine Schülerin des Englischen Instituts. Der Schulbetrieb muss nicht eingestellt werden. Die Schulleitung hat in engem Einvernehmen mit dem Gesundheitsamt mögliche Kontaktpersonen der Schülerin nach Hause geschickt. Der zweite Fall betrifft das Ankunftszentrum des Landes auf Patrick-Henry-Village. Die betroffene Person wurde im Zentrum isoliert untergebracht.

Neue Risikogebiete
Das Robert Koch-Institut hat am Mittwoch, 11 Uhr, das Gebiet Grand Est (dazu gehören Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne) in Frankreich als neues Risikogebiet eingestuft.
Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Reise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat ebenfalls mehrfach darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Mehr Informationen zu Risikogebieten auch in unseren FAQ

Termine und Veranstaltungsabsagen
Das baden-württembergische Sozialministerium als oberste Gesundheitsbehörde hat mit einem Erlass am 11. März festgelegt, dass im Land keine Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern mehr durchgeführt werden dürfen. Bei derartigen Veranstaltungen seien keine effektiven Schutzmaßnahmen gegen eine nicht mehr kontrollierbare Ausbreitung des Infektionsgeschehens möglich. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden sei weiterhin eine individuelle Einschätzung notwendig, welche Risiken bestehen und ob diesen mit infektionshygienischen Maßnahmen begegnet werden kann.

Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium hat den Beginn des Sommersemesters an allen baden-württembergischen Hochschulen bis nach Ostern verschoben.

Bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus finden ab dem 18. März diverse Veranstaltungen statt – einen laufend aktuellen Überblick über Absagen oder Einschränkungen gibt es unter www.iz-heidelberg.de. So wurde beispielsweise die Auftaktveranstaltung auf 80 Gäste begrenzt.

Der Verein Neckarorte hat das für Sonntag, 15. März, geplante „Anbaden“ am Neckarufer abgesagt.

Die Partner Stadt Heidelberg, Medien- und Filmgesellschaft und SAS haben das „MFG-Gastspiel Art/ficial Intelligence“ am 19. März abgesagt.

Der Sommertagszug durch die Altstadt am 22. März ist abgesagt.


Aktuelle Information vom 10. März 2020

Die Zahl der bestätigten Infektionen in der Stadt Heidelberg ist am Dienstag auf nun 6 gestiegen. Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, bestätigte einen weiteren Fall. Es handelt sich um die Kontaktperson einer Reiserückkehrerin aus Südtirol. Im Stadtgebiet Heidelberg befinden sich laut Gesundheitsamt außerdem aktuell 60 Kontaktpersonen in Quarantäne.

Das Robert-Koch-Institut hat am Dienstag das ganze Land Italien und das ganze Land Iran zu Risikogebieten erklärt. Bislang waren nur einzelnen Regionen oder Städte betroffen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Reise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat ebenfalls mehrfach darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Bei den Veranstaltungen in der Stadt Heidelberg wird weiterhin jeder Einzelfall im engen Einvernehmen zwischen Veranstalter und Gesundheitsamt betrachtet und geprüft. Heidelberg Marketing hat sich nach Absprache mit dem Gesundheitsamt entschieden, den zentralen Sommertagszug am 22. März, 15 Uhr, durch die Altstadt abzusagen.


Aktuelle Information vom 9. März 2020

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in der Stadt Heidelberg ist bis Montagnachmittag (Stand: 16 Uhr) bei fünf geblieben. Aktuell befinden sich im Stadtgebiet Heidelberg 65 Personen in Quarantäne. Im Rhein-Neckar-Kreis wurden 13 Fälle bestätigt, 121 Personen befinden sich in Quarantäne. Das teilte das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist.

Bei den Veranstaltungen in der Stadt Heidelberg wird weiterhin jeder Einzelfall im engen Einvernehmen zwischen Veranstalter und Gesundheitsamt betrachtet und geprüft. Abgesagt sind die Formate „Sporteln am Sonntag“ am 15. März (Veranstalter TSG 78 Heidelberg und Sportkreis Heidelberg) sowie die beiden Termine der Stadtschulmeisterschaften im Turnzentrum für die Grundschulen am 25. März sowie für die weiterführenden Schulen am 1. April 2020. 

Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner betonte am Montag, dass man die Situation sehr ernst nehme und eine Ausbreitung des Virus in Heidelberg aktuell in Grenzen halten könne. Er appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger, ihren Teil dazu beizutragen: Dazu gehöre regelmäßiges und richtiges Händewaschen, ein Auskurieren aller Krankheitssymptome zu Hause und eine 14-tägige Quarantäne nach einer Rückkehr aus einem Risikogebiet.


Aktuelle Information vom 7. März 2020

11.30 Uhr

Das Gesundheitsamt hat am Samstagmorgen einen weiteren Corona-Fall in der Stadt Heidelberg bestätigt. Es handelt sich um ein Familienmitglied eines bereits bestätigten Falles. Entsprechend war die Person auch bereits in Quarantäne. Das Gesundheitsamt ermittelt weitere Kontaktpersonen. Diese bleiben dann ebenfalls in Quarantäne. Die Zahl der bestätigten Fälle von Corona im Stadtgebiet Heidelberg liegt damit nun bei 5. 


Aktuelle Information vom 6. März 2020:

14.30 Uhr

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises hat am Freitagmorgen zwei weitere Personen in der Stadt Heidelberg bestätigt, bei denen der Coronavirus nachgewiesen wurde. Damit liegt die Zahl der bestätigten Corona-Fälle im Stadtgebiet Heidelberg nun bei 4. Bei den beiden neuen Fällen handelt es sich um bereits bekannte Kontaktpersonen (Ehefrau und Neffe) des am Mittwoch, 4. März, positiv getesteten Reiserückkehrers aus Südtirol. Die Ehefrau stand bereits seit Urlaubsrückkehr unter freiwilliger Quarantäne; der Neffe hat bis zum Auftreten erster leichter Symptome die Schule besucht. Der Neffe ist Schüler am Heidelberger Helmholtz-Gymnasium. Der Schulbetrieb muss nicht eingestellt werden. Bis das Gesundheitsamt die direkten Kontaktpersonen ermittelt hat, ist die gesamte Kursstufe, die der Schüler besucht hat, aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Die Schulleitung hat diese Entscheidung in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt getroffen.

Das Robert-Koch-Institut hat am späten Donnerstagabend nun auch Südtirol in Norditalien in die Liste der Risikogebiete aufgenommen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg gibt für Reise-Rückkehrer aus Risikogebieten folgende Hinweise:

  • Wenn Sie innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden Sie – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause.
  • Waren Sie in einem der Risikogebiete und bekommen Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, so vermeiden Sie alle nicht notwendigen Kontakte, bleiben Sie zu Hause und beachten Sie die Husten- und Niesetikette. Kontaktieren Sie das zuständige Gesundheitsamt – für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.
  • Hatten Sie während Ihrer Italienreise innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten, so kontaktieren Sie bitte umgehend das zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen. Für Heidelberg ist das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises zuständig und täglich von 7.30 Uhr bis 21 Uhr unter 06221 522-1881 erreichbar.

Das Kultusministerium hat am Freitagmorgen ebenfalls darüber informiert, dass alle Personen an Schulen und Kindergärten, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, zu Hause bleiben sollen. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen. Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können hingegen weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen., sofern sie keine Symptome zeigen.

Die Stadtverwaltung Heidelberg hat die Regelung analog für ihre Beschäftigten übernommen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, bleiben demnach zu Hause. Bislang betraf das nur 5 Personen. Durch die Einstufung von Südtirol als Risikogebiet durch das RKI wird sich die Zahl sicherlich verändern.
Vor dem Hintergrund des Corona-Virus wird auch die Ehrung von Heidelbergs Sportlerinnen und Sportler des Jahres nicht wie geplant am 20. März 2020 im Casino der Stadtwerke Heidelberg stattfinden. Die Sportlerehrung durch die Stadt Heidelberg und den Sportkreis Heidelberg wird verschoben und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.


Aktuelle Information vom 5. März 2020:

18 Uhr

Am heutigen Donnerstag wurde kein weiterer Corona-Fall aus Heidelberg bekannt. Aus dem Rhein-Neckar-Kreis hat das Sozialministerium einen weiteren Fall bestätigt. Damit gibt es nun fünf bestätigte Corona-Fälle in Heidelberg (2) und dem Rhein-Neckar-Kreis (3), dem Zuständigkeitsgebiet des Kreisgesundheitsamtes. Alle fünf Personen sind in Quarantäne. Sie zeigen laut Universitätsklinikum Heidelberg nur milde Symptome. Das Gesundheitsamt steht zudem in täglichem Kontakt zu aktuell 32 engen Kontaktpersonen der positiv Getesteten, die gemäß der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts ebenfalls in Quarantäne sind. Davon sind 19 aus dem Rhein-Neckar-Kreis und 13 aus Heidelberg.

Nach Einschätzung des Gesundheitsamts gibt es weiterhin keine Auswirkungen auf das Infektionsrisiko an Schulen und Kindergärten. Die aktuellen Regelungen bleiben unverändert, Schulen und Kindergärten sind regulär geöffnet. Ebenso erfolgen keine grundsätzlichen Absagen von Veranstaltungen. Die Stadt Heidelberg prüft in Abstimmung mit den jeweiligen Veranstaltern und dem Gesundheitsamt, ob gegebenenfalls Auflagen zu erlassen sind.

Das Gesundheitsamt weist nachdrücklich darauf hin, die gängigen Hygienemaßnahmen wie insbesondere das gründliche Händewaschen mit Seife und anschließender Desinfektion regelmäßig zu praktizieren.

Ebenso bittet das Gesundheitsamt Reiserückkehrer, den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu folgen: Menschen, die nach ihrer Einreise aus Gebieten, die vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet aufgelistet sind, innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollen unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zuhause bleiben und sich an das Info-Telefon des Gesundheitsamts wenden.

Bei allen medizinischen Fragen ist das Info-Telefon des Kreisgesundheitsamtes unter Telefon 06221 522-1881 täglich von 7:30-21:00 Uhr erreichbar.

Die Stadt Heidelberg informiert unter www.heidelberg.de fortlaufend über den Stand in Sachen Corona, gibt Verhaltenstipps und beantwortet häufige Fragen. Die Info-Hotline der Stadt Heidelberg ist rund um die Uhr unter 06221 321 8212 geschaltet. 

Das Universitätsklinikum hat vor allem in den sozialen Medien immer wieder darauf hingewiesen, dass für den privaten Gebrauch weder Mundschutz, Schutzkittel noch das Horten von Händedesinfektionsmittel nötig seien. Diese Materialien werden dort gebraucht, wo es um die Krankenversorgung geht. Zudem bittet das Klinikum darum, Besuchszeiten und-frequenzen von Patienten auf ein notwendiges Maß zu reduzieren – dies diene dem Schutz von Beschäftigten und Patienten.


Aktuelle Information vom 4. März 2020:

17 Uhr

Das Landesgesundheitsamt hat am Mittwochnachmittag drei weitere Fälle des Coronavirus in Heidelberg bestätigt. Am Universitätsklinikum Heidelberg sind drei Personen positiv auf das Virus getestet worden. Dabei stammen mit zwei Fällen zum ersten Mal betroffene Personen aus Heidelberg, der dritte Fall kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis.

Beim ersten Heidelberger Fall handelt es sich um einen Mann, der aus dem Iran zurückkehrte. Er hat eine milde Symptomatik und ist derzeit isoliert. Die Ermittlung eventueller Kontaktpersonen läuft bereits. Ein anderer Mann aus Heidelberg hatte sich bereits am Sonntag nach seinem Ski-Urlaub in Südtirol in „Eigenquarantäne“ begeben. Er entwickelte Symptome und wurde daraufhin positiv auf das Coronavirus getestet. Er befindet sich ebenfalls in angeordneter Quarantäne.

Beim dritten Fall handelt es sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er war Mitglied der Ski-Reisegruppe des Mannes (ebenfalls Rhein-Neckar-Kreis), der bereits am 27. Februar positiv getestet worden war. Als direkte Kontaktperson war er seitdem in Quarantäne und wurde jetzt nach der Entwicklung von Symptomen positiv getestet.

Die Zahl der positiv getesteten Personen im Gebiet des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar, das sowohl für den Rhein-Neckar-Kreis als auch für Heidelberg zuständig ist, beträgt damit nun vier. Alle vier positiv getesteten Personen weisen nur leichte Symptome auf, es sind keine schweren Krankheitsverläufe dabei.

Die neuen Fälle haben nach Einschätzung des Gesundheitsamtes Rhein-Neckar keine Auswirkungen auf das Infektionsrisiko an Schulen und Kindergärten. Die aktuellen Regelungen bleiben unverändert.

Die Stadt bewertet in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt laufend, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen. Mehrere Veranstalter haben bereits aus eigener Initiative heraus Veranstaltungen abgesagt, auch weil oftmals die Besucheressonanz stark zurück gegangen war. Für die nächste große Veranstaltung, den Pfennigbasar, hat sich die Stadt mit den Organisatoren auf zusätzliche Hygienemaßnahmen verständigt. Dazu zählen beispielsweise Desinfektions-Spender und gezielte Verhaltens-Tipps für die Besucher durch Aushänge und Ansprechpartner.


Aktuelle Information vom 3. März 2020:

18 Uhr

Es wurde bislang keine weitere Person in Heidelberg positiv auf den Corona-Virus getestet (Stand Dienstag, 17.00 Uhr). Damit bleibt es bei einem Patienten, der im Universitätsklinikum Heidelberg untergebracht ist. Er kommt aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Ein Mann, der vor kurzem in Mannheim positiv getestet wurde, hatte einzelne Kontakte in Heidelberg. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen informiert. Sie bleiben demnach zu Hause in Quarantäne. Abmeldungen von Kindern, Schülern und Beschäftigten an Kitas, Schulen und bei der Stadtverwaltung durch Rückkehrer aus Krisengebieten oder Verdachtsfälle sind weiterhin auf wenige Einzelfälle beschränkt. Das baden-württembergische Kultusministerium hat Hinweise zum Umgang mit Schüleraustauschen, Studien- oder Klassenfahrten gegeben. Sie sind beim Ministerium abrufbar


Aktuelle Informationen vom 2. März 2020:

17 Uhr

In Heidelberg gibt es weiterhin einen Corona-Fall. Es handelt sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er ist im Universitätsklinikum Heidelberg in Quarantäne. Der Mann weist laut Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises weiterhin nur leichte Symptome auf. Der Fall wurde am vergangenen Donnerstag, 27. Februar positiv getestet. Mehrere Kontaktpersonen des Mannes sind vorsorglich in Quarantäne. Eine Kontaktperson aus Mannheim ist infiziert und ist in häuslicher Quarantäne untergebracht.

In ganz Baden-Württemberg liegt die Zahl der bestätigten Fälle laut Sozialministerium bei 25 (Stand, 2. März, 16 Uhr). Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland als mäßig ein.

Es gibt aktuell keinen Hinweis, dass durch die bislang bestätigten Corona-Fälle ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko in Schulen, Kitas oder städtischen Einrichtungen in Heidelberg besteht. Sie bleiben daher regulär geöffnet.

Rückkehrer aus Risikogebieten sollen nach einer Mitteilung das baden-württembergischen Kultusministeriums weiterhin nicht in Schulen oder Kindertagesstätten gehen. Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten beziehungsweise Tätigen. Zu den Risikogebieten zählt das RKI nun auch die italienische Region Emilia Romagna, zudem in Italien die Region Lombardei und die Stadt Vo.

Aktuelle Liste der Risikogebiete unter www.rki.de

Die Vorgabe des Kultusministeriums, dass Rückkehrer aus Risikogebieten Schulen und Kitas meiden sollen, hat in Heidelberg nach Kenntnisstand der Stadtverwaltung nur sehr geringe Auswirkungen gehabt. An den städtischen Kindertagesstätten liegt die Zahl der Kinder und Erzieherinnen/Erzieher, die wegen Rückkehr aus einem Risikogebiet zuhause geblieben sind, im niedrigen einstelligen Bereich. An den Schulen waren Abmeldungen aus diesem Grund nach aktuellem Informationsstand die absolute Ausnahme. Auch die Betreuungsangebote an den Grundschulen über den Träger Päd-aktiv e.V. sind am Nachmittag völlig regulär verlaufen. Die Stadtverwaltung hat die Regelung des Kultusministeriums für Rückkehrer aus Risikogebieten auf alle ihre rund 2.800 Beschäftigten angewandt. Auch hier waren die Auswirkungen überschaubar: 5 Beschäftigte haben deshalb am Montag ihren Dienst nicht wie geplant angetreten.

Die Stadt Heidelberg ist in permanentem Kontakt zum Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises und weiteren Behörden. Sie hat einen Arbeitsstab gegründet, der die Lage laufend beobachtet und in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt gegebenenfalls notwendige Maßnahmen ergreift.

Stark nachgefragt werden die Informationsangebote der Stadt Heidelberg. Auf der Webseite www.heidelberg.de hatte die Info-Seite zum Coronavirus seit Freischaltung am vergangenen Mittwoch rund 17.000 Zugriffe. Die seit Freitag erreichbare Info-Hotline der Stadt Heidelberg (06221 321 8212) wählten bis Montagnachmittag über 500 Personen.  


Aktuelle Informationen vom 28. Februar 2020:

17 Uhr

Das Kultusministerium Baden-Württemberg hat am Freitagnachmittag zusätzliche Hinweise zum Schul- und Kita-Besuch in Baden-Württemberg veröffentlicht. Die Hinweise betreffen in erster Linie Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten des Corona-Virus. Die Regelungen des Ministeriums lauten wörtlich:

  • Bei Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren und keinen Kontakt zu einem am neuartigen Coronavirus Erkrankten hatten, sind keine speziellen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Diese Personen können daher uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen.
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorläufig zu Hause.
  • Personen, die in einem Risikogebiet waren und innerhalb von 14 Tagen nach Rückkehr von dort Symptome wie Fieber, Muskelschmerzen, Husten, Schnupfen, Durchfall, u.a. bekommen, vermeiden alle nicht notwendigen Kontakte und bleiben zu Hause. Diese Personen setzen sich umgehend telefonisch mit ihrem Hausarzt in Verbindung oder nehmen Kontakt mit dem kassenärztlichen Notdienst unter der Telefonnummer 116117 auf.
  • Personen, die während ihres Aufenthalts in einem Risikogebiet oder innerhalb der vergangenen 14 Tage Kontakt zu einem bestätigt an COVID-19 Erkrankten hatten, kontaktieren umgehend das örtlich zuständige Gesundheitsamt. Dies muss in jedem Fall erfolgen – unabhängig vom Auftreten von Symptomen.

Das Kultusministerium betont: „Die Hinweise gelten für alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, das heißt sowohl für Schülerinnen und Schüler, Kita-Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher sowie für alle weiteren in den Einrichtungen Beschäftigten beziehungsweise Tätigen.“

Die Stadt Heidelberg übernimmt die Regelung für seine Beschäftigten in allen städtischen Ämtern. Die Öffnungszeiten der Ämter bleiben unverändert.

Was sind Risikogebiete?

Die Risikogebiete des Coronavirus werden vom Robert-Koch-Institut laufend aktualisiert: www.rki.de

Aktuell (Stand 28. Februar) umfasst die Liste folgende Gebiete:

  • In China: Provinz Hubei (inkl. Stadt Wuhan) und die Städte Wenzhou, Hangzhou, Ningbo, Taizhou in der Provinz Zhejiang.
  • Im Iran: Provinz Ghom
  • In Italien: Region Lombardei und die Stadt Vo in der Provinz Padua in der Region Venetien.
  • In Südkorea: Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang)

12.30 Uhr

Im Universitätsklinikum Heidelberg wurde ein Patient positiv auf das Corona-Virus getestet. Es handelt sich um einen Mann aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Er hatte seinen Urlaub in Norditalien verbracht. Der betroffene Patient befindet sich in Quarantäne. Er hat nur leichte Krankheitssymptome. Das Gesundheitsamt Rhein-Neckar recherchiert sämtliche Kontakte des Patienten seit seiner Ansteckung. Es kontaktiert diese Personen und untersucht sie auf ihren Gesundheitszustand. Das Ansteckungsrisiko in der Öffentlichkeit ist durch diesen Fall nach Einschätzung des Gesundheitsamtes nicht erhöht. Es gibt aktuell keinen Hinweis, dass durch den Corona-Fall ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko in Schulen, Kitas oder städtischen Einrichtungen in Heidelberg besteht.

Die Kindertagesstätten in Heidelberg sind entsprechend ihrer jeweiligen regulären Öffnungszeiten geöffnet. Auch die Schulen sind geöffnet. Alle städtischen Behörden und Einrichtungen sind zu ihren regulären Öffnungszeiten geöffnet.

Die Stadt steht zur Beobachtung der Lage in permanentem Kontakt zum Gesundheitsamt Rhein-Neckar. Sollte sich die Bewertung der Situation ändern, ist die Stadt vorbereitet, sofort zu reagieren und beispielsweise einzelne Einrichtungen zu schließen, falls dies nach Einschätzung des Gesundheitsamtes erforderlich wäre.

Das Gesundheitsamt empfiehlt auch zum Schutz vor der Grippewelle die folgenden Maßnahmen:

  • Hände waschen. Die Hände sind die häufigsten Überträger von ansteckenden Infektionskrankheiten. Deshalb: Hände regelmäßig und gründlich (mindestens 20 bis 30 Sekunden) waschen, danach sorgfältig abtrocknen. Wichtiger als die Wassertemperatur sind die Dauer des Händewaschens und das gründliche Einseifen der Hände.
  • Hust- und Niesetikette beachten. Einfache Hygieneregeln schützen andere vor Ansteckung: Beim Niesen und Husten nicht die Hand vor Mund und Nase halten, sondern in die Armbeuge oder noch besser in ein Taschentuch niesen und husten. Mindestens einen Meter Abstand von anderen Personen halten und sich wegdrehen. Danach gründlich die Hände waschen.
  • Abstand zu erkrankten Menschen halten. Enge Körperkontakte vermeiden, nach dem Kontakt zu Erkrankten gründlich die Hände waschen und im Krankheitsfall auf das Händeschütteln verzichten.
  • Das Gesundheitsamt empfiehlt, mit seinem Arbeitgeber die Möglichkeit zu klären, das Infektionsrisiko auch in Bezug auf die Grippewelle zu minimieren, beispielsweise durch Nutzung eines Homeoffice.