Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Tipps und Hinweise
Damit einfache Masken für Mund und Nase dabei helfen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen, ist der richtige Umgang mit ihnen wichtig.
Informationen in Leichter Sprache gibt es bei Einfach Heidelberg e.V. mehr dazu

Masken tragen und selbst nähen

Sinnvoll zum Schutz von anderen

Plakat zum Thema Masken Tragen. (Quelle: Stadt Heidelberg)

Bürgerinnen und Bürger müssen in Baden-Württemberg innerhalb von Fußgängerbereichen – es sei denn, es ist sichergestellt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, in Läden und Einkaufszentren, im ÖPNV, an Bus- und Bahnsteigen sowie in Artzpraxen Mund und Nase abdecken. Diese Maskenpflicht hat die baden-württembergische Landesregierung beschlossen. Sie gilt auch für Kinder ab ihrem sechsten Geburtstag. Ausgenommen sind Menschen, wenn es für diese aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder wenn es behinderungsbedingt nicht möglich ist. Auf Wochenmärkten wird das Tragen von Masken oder anderen Mund-Nasen-Bedeckungen, auch selbstgenähten Masken und Schals, dringend empfohlen. 

In städtischen Verwaltungsgebäuden wie dem Rathaus und den Bürgerämtern müssen schon seit Montag, 20. April 2020, sowohl Bürgerinnen und Bürger eine Schutzmaske tragen, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Besucherverkehr. Wer selbst keine Maske hat, erhält am Eingang durch die Stadt einen einfachen Mund-Nasen-Schutz überreicht. 

Wo bekomme ich eine Maske her?

Frau näht Masken. (Foto: Stadt Heidelberg)

Alltagsmasken sind in Apotheken und im Handel erhältlich, auch online. Man kann sich aber auch selbst eine Maske nähen oder auf selbst genähte Masken zurückzugreifen. Auch ein Tuch oder Schal, den man sich vor Mund und Nase bindet, ist ausreichend. 

Die Initiative #rormaske von Knud Jahnke und dem Stadtteilverein-Rohrbach bietet mit Unterstützung durch viele hilfs- und nähbereite Menschen Masken an. Gegen eine Spende in Höhe von beispielsweise 5 Euro an den Stadtteilverein sind die Masken im Quartiersbüro Hasenleiser und in der Lindenapotheke am Rohrbach Markt zu haben.

Ab 4. Mai bietet Heidelberg Marketing in der Tourist Information am Neckarmünzplatz Masken zum Verkauf an, die in Kooperation mit der Stiftung der Henkel AG von der „Khmer for Khmer Organisation“ (KKO) in Kambodscha produziert wurden. Der komplette Erlös kommt den Näherinnen sowie sozialen Einrichtungen in Heidelberg zugute.

Auf den Portalen maps.maskefuerdich.de und www.stayhomeandsew.de können sich Menschen vernetzen, die Masken und das benötigte Material suchen oder anbieten. 

Häufige Fragen und Antworten

Gibt es eine Maskenpflicht?

Ja. In Heidelberg gilt im öffentlichen Raum entsprechend der Landesverordnung eine Maskenpflicht

  • innerhalb von Fußgängerbereichen – es sei denn, es ist sichergestellt, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann
  • im öffentlichen Personennahverkehr
  • an Bahn-, Bussteigen und Haltestellen
  • in Zügen
  • in den Verkaufsräumen von Ladengeschäften sowie allgemein in Einkaufszentren
  • in Restaurants, Bars, Gaststätten und anderen Gastronomiebetrieben, wenn man sich nicht am seinem Platz befindet
  • in Arztpraxen und Zahnarztpraxen, Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe und von Heilpraktikern sowie in Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes

In städtischen Verwaltungsgebäuden wie dem Rathaus und den Bürgerämtern müssen bereits seit20. April 2020 sowohl Bürgerinnen und Bürger einen Schutz vor Mund und Nase tragen, als auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Besucherverkehr. 

An weiterführenden Schulen ab Klasse fünf und an beruflichen Schulen gilt die Pflicht, innerhalb und außerhalb des Unterrichts eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ausnahmen bestehen bei Pausen im Schulhof (im Freien) sowie in den Zwischen- und Abschlussprüfungen, wenn der Abstand zu anderen Personen mindestens 1,5 Meter beträgt.

Bereits die Nutzung einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung trägt nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen und Vorerkrankte zu schützen. Auch eine selbstgenähte Maske, ein Schal oder ein einfaches Tuch helfen beim Bedecken von Mund und Nase.

Das Land Baden-Württemberg hat auf seiner Internetseite Fragen und Antworten rund um die Maskenpflicht zusammengestellt.


Gilt die Maskenpflicht für alle?

Nein. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen. Die Maskenpflicht entfällt auch für Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können – zum Beispiel bei Asthma oder vermehrtem Speichelfluss. Menschen, die aufgrund ihrer Behinderung keine Masken auf- oder absetzen können, müssen ebenso keine Masken tragen wie schwerhörige oder gehörlose Personen, die auf das Mundbild oder eine besonders deutliche Aussprache in der Kommunikation angewiesen sind. Das gilt auch für deren Begleitpersonen. Auch für manche Menschen mit einer Zwangsstörung wäre das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes unzumutbar. Sofern der Grund der Befreiung von der Maskenpflicht nicht offensichtlich ist, ist für spätere Kontrollen ein Nachweis erforderlich. Dies kann beispielsweise durch eine ärztliche Bestätigung erfolgen. Betroffene sollten mit ihrem Haus- oder Facharzt sprechen. In der ärztlichen Bescheinigung muss keine Diagnose angegeben werden.

Bei der Kommunalen Behindertenbeauftragten Christina Reiß kommen immer wieder Rückmeldungen von Betroffenen an, die Probleme bekommen haben – insbesondere bei weniger offensichtlichen Fällen. „Viele Behinderungen sieht man Menschen gar nicht an – im Fall der Maskenpflicht kann das zu Problemen führen. Menschen wird der Zutritt zu Geschäften verweigert, obwohl sie ein ärztliches Attest vorweisen können. Oder ihnen wird der Zutritt verweigert, wenn sie keinen Einkaufswagen nutzen können, weil sie beispielsweise auf eine Gehhilfe angewiesen sind. Das Personal beruft sich auf das Hausrecht. Andere berichten von verbalen Attacken an Haltestellen oder in Bussen. Solche Ausgrenzungen müssen wir verhindern, sie verstoßen gegen das Antidiskriminierungsgesetz“, appelliert Reiß. Sie hofft, dass die zu Beginn der Corona-Pandemie gewachsene Solidarität in der Gesellschaft weiter tragfähig bleibt und bittet die Bevölkerung um Verständnis und Rücksichtnahme. Der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt klärt bei Bedarf Einzelhändler, andere Betriebe sowie Kundinnen und Kunden über die Regelung auf.


Was darf ich als Mund-Nasen-Bedeckung nutzen, um die Maskenpflicht zu erfüllen?

Eine geeignete Mund-Nasen-Bedeckung ist jede Bedeckung vor Mund und Nase, die aufgrund ihrer Beschaffenheit – unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie – geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern. Neben medizinischen Schutzmasken und Alltagsmasken sind auch Schals und Tücher, die über Mund und Nase getragen werden, zulässig. Strick- oder Häkelschals sind ungeeignet. Schutzschilde, Kinnvisiere oder ähnliches sind ausdrücklich keine geeigneten Mund-Nasen-Bedeckungen.


Was sollte ich beim Umgang mit Stoffmasken beachten?

  • Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden.
  • Die gängigen Hygienevorschriften, insbesondere die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI, www.rki.de) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind weiterhin einzuhalten.
  • Auch mit Maske sollte immer der empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Meter zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Bei der ersten Verwendung sollte getestet werden, ob die Maske genügend Luft durchlässt, um das normale Atmen möglichst wenig zu behindern.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände unter Einhaltung der allgemeinen Hygieneregeln gründlich gewaschen werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Die Maske sollte nach dem Abnehmen in einem Beutel oder ähnliches luftdicht verschlossen aufbewahrt oder sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Masken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden.

Haftungsausschluss

Die Stadt Heidelberg übernimmt keine Haftung für die Wirksamkeit, die Herstellung oder die sachgerechte Verwendung eines oben beschriebenen Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes. Jeglicher Schadensersatzanspruch gegenüber der Stadt Heidelberg wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit - unabhängig, ob vom Verwender oder dem jeweiligen Gegenüber - ist ausgeschlossen.

Die Herstellung/Verwendung von Alltagsmasken erfolgt ausschließlich auf eigene Gefahr. Es wird darauf hingewiesen, dass auf jeden Fall die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts zu beachten sind.