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Corona-Soforthilfen und Beratungsangebote

Hilfen für Kreative im Lockdown

Der seit 16. Dezember 2020 ausgerufene und zum 11. Januar bis zunächst 31. Januar 2021 verschärfte Lockdown trifft die Kultur- und Kreativwirtschaft erneut und weiterhin hart. Das Bundesfinanzministerium hat die außerordentliche Wirtschaftshilfe und eine Fortführung der Überbrückungshilfe für 2021 beschlossen. Darüber hinaus bietet das Programm "Neustart Kultur" eine Vielzahl an Unterstützungsleistungen für die verschiedenen Kunst- und Kultursparten an. Auf dieser Seite bündeln wir für Sie die aktuellen Informationen und geben Auskunft über weiterführende Beratungsstellen. 

Informationen zu der seit 16.12.2020 gültigen und zum 11. Januar 2021 aktualisierten Corona-Verordnung des Landes erhalten Sie auf einen Blick hier (1,451 MB). Weiterführende Informationen und Antworten finden Sie auch auf der Webseite der Landesregierung.  

Letzter Stand der Aktualisierung der vorliegenden Inhalte ist der 11. Januar 2021.

Service-Hotline für Selbständige und Künstler*innen der Bundesagentur für Arbeit

Geschulte Mitarbeiter*innen aus der Leistungsgewährung der Jobcenter unterstützen mit der neuen Service-Hotline Selbstständige bei Fragen zur Grundsicherung. Sie informieren über Anspruchsvoraussetzungen zu Leistungen der Jobcenter, nehmen Antragstellungen entgegen und klären, welche Unterlagen benötigt werden. Die Mitarbeiter in der Service-Hotline verweisen auch auf weitere Unterstützungs- und Hilfsprogramme im Zusammenhang mit der Corona-Krise und informieren Künstlerinnen und Künstler über finanzielle Hilfen zur Sicherung des Lebensunterhalts und zu Hilfsprogrammen des Bundes und der Länder.
Die Service-Hotline Selbstständige ist von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr unter 0800 4 5555 21 kostenfrei zu erreichen.

Außerordentliche Wirtschaftshilfe November/Dezember: Antragstellung ab sofort möglich (Antragsfrist: 31. Januar 2021)

Die außerordentliche Wirtschaftshilfe des Bundes ("November-/Dezemberhilfe") unterstützt Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, deren Betrieb aufgrund der zur Bewältigung der Pandemie erforderlichen Maßnahmen temporär geschlossen wird. Soloselbständige können gemäß der Kriterien für die außerordentliche Wirtschaftshilfe mit dem Direktantrag in eigenem Namen (ohne prüfenden Dritten) bis 5.000 Euro "November-/Dezemberhilfe" beantragen.

Alle anderen Anträge von Selbständigen und Unternehmen über 5.000 Euro müssen von einem Steuerberatenden, Wirtschaftsprüfenden, vereidigtem Buchprüfenden oder Rechtsanwalt gestellt werden.

Der Zuschuss beträgt 75 Prozent des jeweiligen durchschnittlichen Umsatzes im November/Dezember 2019, tageweise anteilig für die Dauer der Corona-bedingten Schließungen. Soloselbständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden.

Ausführliche Informationen zum Anspruch auf November-/Dezemberhilfe, zu Umfang der Billigkeitsleistung und Art der Antragstellung erhalten Sie auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums.

Überbrückungshilfe II

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschuss bei Corona-bedingten Umsatzrückgängen. Die Überbrückungshilfe II umfasst die Fördermonate September bis Dezember 2020. Anträge für diesen Zeitraum können bereits über die Webseite zu den Überbrückungshilfen gestellt werden. 

Um Überbrückungshilfe zu beantragen, wenden Sie sich bitte an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, eine Wirtschaftsprüferin oder einen Wirtschaftsprüfer, eine vereidigte Buchprüferin oder einen Buchprüfer, eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt. Die Antragsfrist endet am 31. Januar 2021.

Überbrückungshilfe III

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWI) sowie das Bundesfinanzministerium (BMF) haben sich darauf verständigt, die bisherige Überbrückungshilfe II über das Jahresende 2020 hinaus zu verlängern und auszuweiten. Diese Überbrückungshilfe III hat eine Laufzeit von Januar 2021 bis Juli 2021. Dazu gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbstständige“. Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden.

Das auslaufende Überbrückungshilfeprogramm II wird im Folgeprogramm Verbesserungen beispielsweise bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Kosten für Abschreibungen erfahren. Bei der Höhe sind anstatt von bislang maximal 50.000 Euro pro Monat künftig bis zu 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Neustarthilfe / Besondere Unterstützung für Soloselbständige im Zuge der Überbrückungshilfe III

Zur Überbrückungshilfe III gehört auch die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige". Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen. Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können zudem für den Zeitraum März bis Dezember 2020 Ausfallkosten geltend machen. Die Neustarthilfe ist aufgrund ihrer Zweckbindung nicht auf Leistungen der Grundsicherung und ähnliches anzurechnen. Der Zuschuss soll, wenn die Antragsvoraussetzungen vorliegen, nicht zurückzuzahlen sein.

Sobald die Antragstellung möglich ist, werden die Informationen hier bereitgestellt werden.

Neustart Kultur

Fördergrundsätze und Antragsformulare zu den einzelnen Förderprogrammen von NEUSTART KULTUR werden separat auf den Internetseiten der Branchenverbände veröffentlicht und auf der Webseite der Staatsministerin für Kultur und Medien zusammengefasst. Eine Kurzübersicht zu allen Einzelprogrammen des Neustart Kultur (Stand: 31.08.2020), zusammengestellt vom Deutschen Kulturrat nach Informationen des BKM, steht hier (150,9 KB) zum Download bereit. Eine sehr übersichtliche Zusammenstellung aller Angebote bieten die Kolleginnen und Kollegen vom Kulturförderpunkt Berlin unter folgendem Link an:
https://www.kulturfoerderpunkt-berlin.de/foerderprogramme/neustart-kultur/

Corona-Hotline der MFG Baden-Württemberg

Um Künstler*innen und Kreative in Baden-Württemberg in dieser sehr herausfordernden Situation zu unterstützen, hat die MFG Kreativ auf Initiative des Kunstministeriums eine Beratungshotline ins Leben gerufen. Ab sofort erhalten Künstler*innen und Kultur- und Kreativschaffende hierüber eine erste Beratung zu den bestehenden Corona-Hilfen, zur "Außerordentlichen Wirtschaftshilfe November", "Überbrückungshilfe III" und des Weiteren zu den Programmen von "Neustart Kultur". Unter der Hotline sind von Montag bis Freitag von 10-12 Uhr und von 14-16 Uhr Expertinnen und Experten erreichbar, die aktuelle Fragen rund um Unterstützungsleistungen während der Corona-Krise beantworten. Zu erreichen ist die Hotline unter der Festnetz-Nummer 0711 90715413.

Eine weiterführende Beratung für mittelfristige Anliegen und zu unternehmerischen Fragen erhalten Kreativschaffende weiterhin über die kostenlosen Orientierungsberatungen der MFG, die in Heidelberg in Kooperation mit der Stabsstelle Kultur- und Kreativwirtschaft durchgeführt werden. Am 18. März 2021, 15. Juli 2021 und 18. November 2021 sind die Orientierungsberatungen speziell für Kreative aus Heidelberg reserviert. Die einstündigen Beratungen finden unter den aktuellen Bedingungen per Zoom oder Telefon statt. Eine Anmeldung für einzelne Orientierungsberatungstage mit Expertin Steffi Hock ist unter orientierungsberatung@mfg.de erforderlich. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Neben den Beratungsleistungen bietet die MFG Baden-Württemberg zudem auf ihrer Website einen ausführlichen Überblick mit Informationen zur Unterstützung für Kultur- und Kreativschaffende während der Corona-Krise sowie branchenrelevante News: https://kreativ.mfg.de/service/corona-krise/

(Erstellt am 18. November 2020)