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Baustart für den Europaplatz

Gebäude wachsen bald in die Höhe

Es ist ein Ort, der das Stadtbild Heidelbergs ganz aufs Neue prägen wird: der Europaplatz und seine Gebäude, die bald direkt am Hauptbahnhof in die Höhe wachsen. Ebenso wie der junge Stadtteil Bahnstadt, der seit 2009 vollständig in Passivhausbauweise entwickelt wird, bildet das moderne Entree einen Kontrast zur historischen Altstadt. Geplant ist ein vielseitiges urbanes Quartier mit verschiedenen Nutzungsarten, das völlig klimaneutral betrieben wird.

Gruppenfoto auf dem künftigen Europaplatz. (Foto: Rothe)
Kai Dreesbeimdiek (3. v. r.) und Simon Harfst (r.) von der Gustav Zech Stiftung erhalten die Baugenehmigung für die Gebäude am Europaplatz von der Stadt Heidelberg (von rechts): Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck, Gabriele Augsburger und Jörg Hornung (Amt für Baurecht und Denkmalschutz) sowie Gerald Dietz, Leiter der Geschäftsstelle Bahnstadt.

„Der Europaplatz drückt mit seinem Namen aus, was er nach Fertigstellung sein möchte: ein zentraler Treffpunkt als Auftaktort vom Hauptbahnhof in die Bahnstadt für Menschen aus aller Welt, die hier gemeinsam an neuen Ideen arbeiten“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck – auch mit Blick auf den Wissenschaftsstandort Bahnstadt und das geplante Konferenzzentrum, das ab 2020 in direkter Nachbarschaft errichtet wird. Vom Hauptbahnhof gelangen Besucher über einen Verbindungssteg direkt und barrierefrei zum Europaplatz und seinen neuen Gebäuden.

Gustav Zech Stiftung investiert 300 Millionen Euro

Entwickelt werden diese von der Gustav Zech Stiftung nach den Plänen des Berliner Büros Winking Froh Architekten sowie der POLA Landschaftsarchitekten, ebenfalls aus Berlin. Insgesamt werden etwa 300 Millionen Euro investiert, um ein städtebauliches Meisterstück mit fünf Gebäuden zu schaffen. Damit ist die Errichtung dieses Ensembles das vom Bauvolumen und den Baukosten weitaus größte Projekt überhaupt in der Bahnstadt. Die Baugenehmigung dafür hat Kai Dreesbeimdiek, Geschäftsführer der Gustav Zech Stiftung Management GmbH, nun von der Stadt Heidelberg in Empfang genommen.

Das Stadtentree besteht aus fünf Gebäuden. Diese bieten einen lebendigen Mix aus Wohnen und Arbeiten, beherbergen Geschäfte und Gastronomie sowie Büroräume. Ein Hingucker wird das markante, elfgeschossigen Vier-Sterne-Plus-Hotel mit etwa 310 Zimmern, das direkt gegenüber dem geplanten Konferenzzentrum liegt und von der ATLANTIC Hotels Management GmbH betrieben wird. Außerdem sind ein Wohngebäude mit Ladenlokalen auf Platzebene sowie drei weitere Gebäude für Büros, Dienstleistungen, Geschäfte und Gastronomie geplant. In das Gebäude auf dem Baufeld B 2.2 zieht die Sparkasse Heidelberg mit ihrer neuen Hauptstelle ein. Dazu entstehen 105 Mietwohnungen mit etwa 8.000 Quadratmeter Wohnfläche – knapp 20 Prozent der Wohnfläche werden als geförderte Wohnungen angeboten. Die Vermietung beginnt 2021.

Fahrrad-Parkhaus mit knapp 1.900 Stellplätzen

Seit Oktober laufen die Erdarbeiten auf den insgesamt rund 24.000 Quadratmeter großen Grundstücken. Dabei werden rund 45.000 Tonnen Erde bewegt, unter anderem für den Aushub der zweigeschossigen Tiefgarage – mit großem Fahrrad-Parkhaus. Dort finden knapp 1.900 Fahrräder Platz. Davon sind etwa 1.000 Stellplätze öffentlich und 870 Fahrradgaragen können angemietet werden. Das soll den Umstieg aufs Rad weiter fördern. Pendler können bequem vom Fernzug oder der Bahn aufs eigene Rad wechseln und den Arbeitsweg zügig fortsetzen. Für Autofahrer gibt es rund 750 Stellplätze. 160 Parkplätze können öffentlich genutzt werden. In der Tiefgarage sind Ladeplätze für Elektroautos geplant.

Die Gustav Zech Stiftung hat im Oktober 2019 auf der Grundlage einer Teilbaugenehmigung mit den Erdarbeiten auf dem Projektgrundstück „Europaplatz Heidelberg“ begonnen. Die Realisierung der Gebäude erfolgt von Osten nach Westen. Anfang 2020 wird dann mit den Rohbauarbeiten begonnen.

Bauzeit beträgt drei Jahre

Insgesamt plant die Gustav Zech Stiftung eine Bauzeit von etwa drei Jahren. Die Fertigstellung der ersten Gebäude ist im Frühjahr 2022 vorgesehen. Dann soll auch der direkte Übergang mit einem Verbindungssteg vom Querbahnsteig über den Max-Planck-Ring zum Europaplatz möglich sein, der einen bequemen und barrierefreien Weg zum Hauptbahnhof bietet.

Im Anschluss an die Bauarbeiten des Projektes der Gustav Zech Stiftung geht es an den Bau und die Gestaltung des Europaplatzes selbst, der über der Tiefgarage liegt und Zugänge zu dieser bietet. Diese Aufgabe übernimmt die Stadt Heidelberg. Der Europaplatz umfasst gemeinsam mit den weiteren Außenflächen des Quartiers rund 11.000 Quadratmeter. Das entspricht in etwa der doppelten Fläche des Universitätsplatzes. Geplant sind dort locker angeordnete Bäume auf Schmuckbeeten sowie eine attraktive Erdgeschosszone mit Außengastronomie, Sitzgelegenheiten und weiteren Aufenthaltsmöglichkeiten.

Bauarbeiten über Webcam verfolgen

Bilder von der Baustelle am Europaplatz liefern drei Webcams, zwei davon sind auf dem Wasserturm in der Bahnstadt befestigt. Zu finden unter www.heidelberg-bahnstadt.de

(Erstellt am 06. Dezember 2019)