Aktuelle Projekte der Stadtplanung und Stadtentwicklung
Die Stadtentwicklung Heidelbergs orientiert sich am Stadtentwicklungsplan "Heidelberg 2015 - Leitlinien und Ziele" und dem Modell Räumliche Ordnung, das die Ziele des Stadtentwicklungsplanes räumlich konkretisiert. Nähere Informationen zu diesen übergeordneten Planungen finden Sie in der Linkliste rechts.
Die Bahnstadt. Ein neuer Stadtteil entsteht.
Mit 116 Hektar ist sie größer als die Altstadt. Und mit ihrer zentralen und verkehrsgünstigen Lage ein idealer Ort zum Wohnen und Arbeiten: Die Bahnstadt, südwestlich des Hauptbahnhofs gelegen, ist Heidelbergs Stadtteil der Zukunft. Herzstück ist der Campus II, neben Büro- und Gewerbeflächen entstehen Wohnungen für rund 5.000 Einwohner/innen.
Konversion US-Flächen
Im Juni 2010 kündigte die US Army an, ihre Standorte in Heidelberg bis 2015 aufzulösen. Aus dem Abzug ergeben sich interessante Perspektiven und Chancen, da mehr als 200 Hektar Fläche in Heidelberg neu entwickelt werden können - das entspricht in etwa der doppelten Größe der Heidelberger Altstadt. Die Stadt Heidelberg bezieht die Bürger über verschiedene Formate der Bürgerbeteiligung im Rahmen eines dialogischen Planungsprozesses in die Entwicklung der Flächen ein.
IBA Wissen-schafft-Stadt
Im Dezember 2011 beschloss der Heidelberger Gemeinderat die Durchführung einer Internationalen Bauausstellung (IBA) zur Umsetzung der Perspektive Wissen-schafft-Stadt. Unter diesem Motto arbeiten Stadt, Universität und weitere Partner aus den Bereichen Wissenschaft und Stadtentwicklung gemeinsam an einer Zukunftsvision, wie Heidelberg zu einer europäischen Modellstadt in der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts entwickelt werden kann. In Heidelberg wird somit nach der Weißenhofsiedlung 1927 in Stuttgart erstmals wieder eine Internationale Bauausstellung in Baden-Württemberg stattfinden.
Theatersanierung
Im November 2008 beschloss der Gemeinderat die Ausführungsgenehmigung zur Sanierung des Theaters nach dem optimierten Entwurf des Architekturbüros Waechter + Waechter zu erteilen. Möglich wurde diese Entscheidung durch das bundesweit einzigartige bürgerschaftliche Engagement im Umfang von 16.5 Millionen Euro. Die Arbeiten an dem mit 52,9 Millionen Euro veranschlagten Projekt laufen seit Sommer 2009 und sollen bis zur geplanten Eröffnung des Theaters im September 2012 dauern.
Konferenzzentrum für Heidelberg
Seit Jahren wird in Heidelberg über ein neues Konferenzzentrum intensiv debattiert. Auch wenn viele Bürgerinnen und Bürger überzeugt sind, dass für Heidelberg als Stadt der Wissenschaft ein Konferenzzentrum wichtig ist, herrscht bei der Frage des Standorts Uneinigkeit. Deshalb soll im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsprozesses geklärt werden, wie die Idee eines Konferenzzentrums in Heidelberg konkret weiterentwickelt werden kann.
Der Gemeinderat hat daher die Bürgerstiftung Heidelberg im Frühjahr 2011 gebeten, ein Beteiligungskonzept zur Standortsuche für ein Konferenzzentrum zu erarbeiten. Dieses Konzept, das die Bürgerstiftung Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner am 12. Dezember 2011 übergeben hat, geht zu Beginn des Jahres 2012 zur Diskussion in den Gemeinderat.
Mathematikon und Campus-Hotel
Der Heidelberger Gemeinderat hat am 10. November 2011 beschlossen, für die privaten Bauvorhaben „Mathematikon“ und „Campus-Hotel“ jeweils ein vorhabenbezogenes Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Die Gebäude sollen im Universitätsgebiet Neuenheimer Feld entlang der Berliner Straße entstehen. Die Planungen beruhen auf dem Entwicklungskonzept für die Berliner Straße, das der Gemeinderat 2008 einstimmig beschlossen hatte. Die neuen Gebäude entstehen auf der Westseite der Straße, die heute von Parkplätzen und Parkpaletten geprägt ist. Künftig wird der Bereich ein neues Gesicht erhalten.
Die Heidelberger Hauptstraße – Ideen für die Neugestaltung gesucht
Mit einer Länge von 1,3 Kilometern verläuft die Heidelberger Hauptstraße mitten durch die Altstadt. Die Fußgängerzone ist für Heidelberger, Besucher und Touristen Inbegriff der romantischen Altstadt und Geschäftszentrum zugleich. 33 Jahre nach der letzten Umgestaltung sind die Gestaltungselemente und die Stadtmöblierung allerdings abgenutzt und entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein attraktives Stadtzentrum. In den letzten Monaten waren die Bürgerinnen und Bürger ebenso wie die Heidelberg-Besucher aufgerufen, ihre Ideen für die künftige Gestaltung der Hauptstraße einzubringen. Ergebnisse werden in Kürze veröffentlicht.
Stadt an den Fluss
Mit dem Projekt "Stadt an den Fluss" plant Heidelberg die Altstadt an den Fluss zu bringen. Die B37 vom Karlstor bis zur Theodor-Heuss-Brücke soll untertunnelt und dieser Bereich als Uferpromenade gestaltet werden. Der Durchgangsverkehr in der Altstadt soll komplett unterirdisch verlaufen. Dadurch entstehen am Neckarufer Plätze zum Verweilen und Flanieren.
Kurfürsten-Anlage/Bahnhofstraße
Mit dem Neubau des Behördenzentrums des Landes Baden-Württemberg auf dem Gelände des früheren Finanzamtes hat die städtebauliche Aufwertung des von Bauten der Nachkriegszeit geprägten Quartiers zwischen der Kurfürsten-Anlage und der Bahnhofstraße begonnen. Die Grundlagen für die Neugestaltung haben die Stadt Heidelberg und das Land Baden-Württemberg im Jahr 2005 mit dem städtebaulichen Wettbewerb „Umgestaltung der Kurfürsten-Anlage zwischen Adenauerplatz und Römerkreis“ gelegt. Der erste Preis ging an das Stuttgarter Büro Pesch & Partner. Peschs Entwurf nimmt die Baustruktur der Weststadt auf und setzt sie bis zur Kurfürsten-Anlage fort. Der Bebauungsplan „Weststadt – Kurfürsten-Anlage“ ist seit 5. November 2008 in Kraft. Am 2. Dezember 2010 entschied der Heidelberger Gemeinderat, den geltenden Bebauungsplan zu ändern, um eine geringere Höhe der Bebauung zu erreichen. Gleichzeitig beschloss der Gemeinderat eine Veränderungssperre.
Neubaugebiet Kirchheim „Im Bieth“
Das Wohn- und Gewerbegebiet liegt zwischen der Speyerer Straße, dem Cuzaring, der Pleikartsförster Straße und der Straße „Im Hüttenbühl“. Es umfasst eine Fläche von 21,5 Hektar.
Neubaugebiet Wieblingen "Schollengewann Nord"
Das Wohngebiet „Schollengewann Nord“ mit einer Größe von fast sechs Hektar liegt im Stadtteil Wieblingen. Das Baugebiet ist optimal sowohl an das Straßennetz als auch über die OEG-Bahnlinie Heidelberg – Mannheim an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Neugestaltung der Handschuhsheimer Plätze
Der Marktplatz als beliebter Mittelpunkt des Stadtteils, auf dem auch außerhalb der Markttage reges Treiben herrscht: Was in der Altstadt und in Neuenheim Tradition hat, ist nun auch in Handschuhsheim Wirklichkeit. Statt Autos stehen Tische, Stühle und Sonnenschirme auf der Ostseite des Tiefburgplatzes und laden dazu ein, kulinarische Köstlichkeiten zu genießen. Bisher allerdings ist das nur ein Provisorium. Ob es dabei bleibt, darüber soll im Winter 2011/2012 entschieden werden. Unter anderem sind eine Infoveranstaltung und eine Bürgerbefragung geplant.
Der Rote Faden“: Ideen für das nördliche Neckarufer
Junge Architekten und Planer aus ganz Europa waren im Jahr 2009 aufgerufen, sich im Rahmen des Architektenwettbewerbs „Europan 10“ mit den aktuellen Problemen europäischer Städte auseinanderzusetzen, innovative Konzepte und neue Programme zu entwickeln und „urban sustainability“ Gestalt zu geben. Als erste baden-württembergische Stadt hat Heidelberg bei einem Europan-Wettbewerb mitgemacht; gesucht wurden Ideen für das nördliche Neckarufer zwischen Römerbad und Zoo. Gewinner des Wettbewerbs sind Martin Sobota, Büro Cityförster, Rotterdam, und Thomas Stellmach, Büro Uberbau, Berlin, mit dem Beitrag „Der Rote Faden“.
Vom Hallenbad zur Markthalle
Der Heidelberger Unternehmer Hans-Jörg Kraus hat das zwischen 1903 und 1906 erbaute Alte Hallenbad im Jahr 2008 von der Stadt Heidelberg erworben. Seit 1981 war das Hallenbad geschlossen. Kraus gestaltet das Baudenkmal zu einer Markthalle um. In der Poststraße, zwischen Hallenbad und Stadtresidenz am Park, entsteht ein attraktiver Platz, darunter eine zweigeschossige Tiefgarage mit 60 Plätzen. Die vorgelagerte Arkade nimmt den ursprünglichen Planungsgedanken des Hallenbad-Architekten Franz Sales Kuhn (1864 - 1938) einer halböffentlichen Säulenhalle wieder auf, als Bindeglied zwischen öffentlichem und nicht-öffentlichem Raum. Das Bebauungsplanverfahren „Vorplatz Altes Hallenbad“ wird derzeit durchgeführt.




Planen, Bauen, Wohnen