Aus der Sitzung des Jugendgemeinderat vom 26. Februar 2008
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Gegen Grillverbot am Neckar
Heidelberger Jugendliche wollen auch weiterhin auf der Neckarwiese grillen. Den von Bürgermeister Wolfgang Erichson eingebrachten Verwaltungsvorschlag, die im April 2006 probeweise eingerichteten Grillzonen aufzuheben, erteilte der Jugendgemeinderat auf seiner Sitzung am 26. Februar eine Absage.
Erst, wenn es alternativ eine größere, besser organisierte Grillzone auf der Neckarwiese zwischen Ernst-Walz-Brücke und Theodor-Heuss-Brücke gebe, so Jugendgemeinderatsvorsitzende Hannah, Eberle, wären die Jugendlichen mit einer Verlegung der beiden bisherigen Zonen einverstanden, um die Situation am Neckarvorland zu entspannen. Außerdem wünscht der Jugendgemeinderat bei der Planung zum Neckarvorland, für das Bürgermeister Wolfgang Erichson in seinem Dezernat ein Gesamtkonzept entwickeln will, frühzeitig eingebunden zu werden.
Die Verwaltung hatte mit Rücksicht auf Anwohnerbeschwerden, Konflikten zwischen Grillern und nichtgrillenden Erholungssuchenden und wegen der erheblichen Schäden, die vor allem durch Einmalgrills außerhalb der Grillzonen auf dem Rasen entstanden waren für eine Aufhebung der Zonen ausgesprochen. Selbst durch verschärfte Kontrollen sei das Problem auf Heidelbergs Naherholungsfläche Nummer eins nicht in den Griff zu bekommen gewesen.
Jetzt wollen die Jugendgemeinderäte bis spätestens Ende April bei einer Ortsbegehung mit Verwaltung und betroffenen Bürgern Alternativen zum Grillverbot suchen.
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Graffiti-Konzept
Auf dem Weg zu einem „Graffiti-Konzept“ für Heidelberg hat der Jugendgemeinderat am 26. Februar Tilman Glatz vom Heidelberger „Montana-Store“ als Experten angehört. Glatz, der in seinem Laden unter anderem Spraydosen verkauft und enge Kontakte zur Sprayer-Szene hat, wies auf das Beispiel Karlsruhe hin, wo eine Ausweitung legaler Flächen zum deutlichen Rückgang illegalen Sprühens geführt hätte. Für Heidelberg empfahl er außerdem eine Graffiti-Broschüre, mit der man die „Spielregeln“ für Graffiti in Heidelberg verbreitet könnte. Die Entfernung illegaler Graffiti kostet die Stadt Heidelberg jährlich 120.000 Euro. Die Jugendgemeinderäte wollen nun einen runden Tisch mit Sprayern, der Verwaltung und Tilman Glatz ins Leben rufen, um weiter an einem Graffiti-Konzept zu arbeiten.
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Rote Hände
Mehrheitlich hat der Jugendgemeinderat am 26. Februar beschlossen das Projekt „Red Hand Day“ des Schülerfriedensbüros mit 400 Euro zu unterstützen. Den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten („Red Hand Day“) gibt es seit 2002 jährlich am 12. Februar. Das Schülerfriedensbüro will für die Dauer eines Jahres die Aktion fortführen und an Schulen sowie am Bismarckplatz Handabdrücke und Unterschriften für die Aktion sammeln und zusammen mit einem Forderungskatalog an die UN nach New York schicken.
