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Neue Stadthalle Heidelberg
Fragen und Antworten zur neuen Stadthalle
Fragen und Antworten zur neuen Stadthalle
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Rund um die neue Stadthalle gibt es viele Fragen. Wie wichtig ist das Projekt für Heidelberg und was spricht für den Standort am Neckar – auf diese und weitere häufig gestellte Fragen wollen wir Ihnen an dieser Stelle Antworten geben. Wenn Sie darüber hinaus etwas wissen möchten, schreiben Sie uns: |
Warum soll die Stadthalle erweitert werden?
Heidelberg kann als Kongressstandort hervorragend punkten und sowohl von der Schönheit und Tradition der Neckarstadt profitieren als auch von ihrem Renommee als Wissenschaftsstadt.
Allerdings gibt es heute keine ausreichende Infrastruktur für Kongresse und Tagungen. Die Stadthalle ist zwar, was die Lage anbelangt, hoch attraktiv, aber den heutigen Anforderungen an ein modernes Kongresszentrum nicht mehr gewachsen. Die Stadthalle ist insgesamt zu klein und bietet kaum Ausstellungsflächen. Fakt ist, dass Heidelberg mehr und mehr den Anschluss im internationalen Tagungsgeschäft verliert. So ging die Belegung der Stadthalle im Bereich Tagungen und Kongresse seit 2001 um mehr als 40 Prozent zurück. Dieser Trend ist nur zu stoppen, wenn die Stadthalle erweitert wird.
Was spricht für den Standort Stadthalle?
Für den Standort am Neckar sprechen viele Fakten: Die Lage inmitten der weltbekannten, historischen Altstadt, direkt am Fluss mit Blick auf den Heiligenberg ist unverwechselbar und einmalig in Deutschland. Aufgrund des international hervorragenden Rufs von Heidelberg würden viele Veranstalter und Kongressteilnehmer nach Heidelberg kommen und gerne die Stadthalle buchen – wären Räumlichkeiten und Technik angemessen. Ein Argument, das klar für Heidelberg und die Stadthalle spricht – und ein Argument für die Gastfreundlichkeit der Stadt, die die Besucher gerne in ihr Herzstück einlädt.
Die Stadthalle liegt zentral – Hotels, Gastronomie, Einzelhandel und Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß gut erreichbar. Dadurch profitieren nicht nur die Kongressgäste, sondern insbesondere auch die mittelständische Wirtschaft in der Altstadt.
Auch finanziell spricht alles für die neue Stadthalle: Eine Erweiterung kostet deutlich weniger als der komplette Neubau eines Konferenzzentrums, der mit Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe zu Buche schlagen würde.
Wäre ein Kongresszentrum am Bahnhof nicht viel besser?
Heidelberg ist als Standort für Kongresse, Tagungen und Kulturveranstaltungen attraktiv und weltweit vermarktbar – aber nur dann, wenn die Stadt ihre Gäste im Herzen der Stadt willkommen heißt. Ein Standort am Bahnhof wäre austauschbar und deutlich weniger attraktiv.
Die Möglichkeit des Standorts Bahnhof wurde zudem umfassend geprüft, die Stadt führte mehrere Ausschreibungen durch. Dabei wurde klar, dass wirtschaftliche Gründe gegen den Standort Bahnhof sprechen:
- Es fand sich kein privater Investor, der ein Konferenzzentrum am Bahnhof ohne städtische Subventionen bauen und betreiben wollte.
- Die Stadt müsste Zuschüsse für ein Konferenzzentrum am Bahnhof finanzieren, und zwar zusätzlich zum laufenden Betrieb und der erforderlichen Sanierung der Stadthalle.
- Zudem würden sich die beiden Konferenzstandorte gegenseitig Konkurrenz machen, so dass die Wirtschaftlichkeit insgesamt leidet.
Was haben Stadt und Bürger von der Stadthallen-Erweiterung?
Mit der „neuen“ Stadthalle sollen mehr Kongressbesucher nach Heidelberg kommen. Davon profitieren viele, denn
- jeder Tagungsgast gibt im Schnitt rund 116 Euro in Heidelberg aus,
- mit Übernachtung sind es sogar fast 250 Euro.
- Zum Vergleich: Ein Tagestourist gibt im Durchschnitt nur 28 Euro aus.
Deshalb ist es wichtig, diese Branche mit ihrer kaufkräftigen Kundschaft zu stärken. Schon heute geben allein die Konferenzgäste, die die Stadthalle besuchen, fast 9 Millionen Euro in Heidelberg aus. Mit der neuen Stadthalle sind es Gutachten zufolge an die 22 Millionen Euro im Jahr. Insgesamt werden im Kongress- und Tagungsbereich in Heidelberg jedes Jahr über 100 Millionen Euro umgesetzt.
Geld, das vielen in der Stadt zu Gute kommt – von der Köchin und dem Kellner über die Hotelangestellte bis hin zum Friseur oder Kinobetreiber.
- In der Altstadt hängt fast jeder zweite Arbeitsplatz vom Tourismus ab.
- Allein im Gastgewerbe sind in Heidelberg rund 6.000 Menschen beschäftigt,
- die jedes Jahr fast 220 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften.
Das zeigt: Die neue Stadthalle und das Kongressgeschäft sind wichtig, um Arbeitsplätze und die wirtschaftliche Entwicklung vieler Betriebe zu sichern.
Und die neue Stadthalle bietet mehr Raum und bessere Möglichkeiten für kulturelle Veranstaltungen. Das Raumkonzept sieht vor, dass Kongresse und Kulturveranstaltungen parallel durch geführt werden und sich so gegenseitig ergänzen und befruchten können.
Wie hoch sind die Kosten der neuen Stadthalle und wie soll sie finanziert werden?
Als Kosten für die neue Stadthalle werden veranschlagt:
- Für die Erweiterung der Stadthalle: 19 Millionen Euro
- Für die Sanierung der bestehenden Stadthalle: 7 Millionen Euro (beides Nettoinvestitionen).
Im städtischen Haushalt (Finanzplanung) sind für dieses Vorhaben ab 2012 jährlich 1,5 Millionen Euro eingestellt. Hinzu kommt der derzeitige Betriebskostenzuschuss zur Stadthalle von jährlich etwa einer Millionen Euro. Zusammengenommen sind also jährlich 2,5 Millionen Euro zur Finanzierung der Stadthalle fest im Haushalt eingeplant. Damit ist eine Investition von insgesamt rund 26 Millionen Euro ausreichend gegenfinanziert.
Konkret soll die Umsetzung der Stadthallen-Erweiterung und -Sanierung über eine Stiftung erfolgen – ein Modell, das auch erfolgreich bei der Theatersanierung angewendet wird. Demnach wird die Stiftung die Umsetzung des Vorhabens finanzieren und die neue Stadthalle nach Fertigstellung kostendeckend an die Stadt verpachten. Die detaillierte Ausarbeitung des Finanzierungskonzepts wir im Laufe der weiteren Planungsschritte erfolgen.
Werden mit dem Erweiterungsbau nicht denkmalgeschützte Gebäude zerstört?
Bis auf die Stadthalle stehen keine Gebäude und Plätze unter Denkmalschutz, die von dem Erweiterungsbau betroffen sind.
- Damit Charakter und Erscheinungsbild der Stadthalle voll erhalten bleiben, entsteht zwischen Alt- und Neubau eine etwa vier Meter breite, transparente Verbindungsbrücke. Der Erweiterungsbau wird sich also nicht unmittelbar anschließen.
- Der Montpellierplatz steht nicht unter Denkmalschutz und wurde nicht im Zusammenhang mit der historischen Stadthalle angelegt, sondern erst 1979/80 bei der letzten Stadthallen-Sanierung unter dem damaligen Oberbürgermeister Reinhold Zundel.
- Das Wohngebäude der GGH, das dem Erweiterungsbau weichen muss, ist ebenfalls nicht historisch, sondern wurde unter OB Zundel 1980/81 gebaut.
- Der Jubiläumsplatz bleibt als Platz mit hoher Aufenthaltsqualität erhalten.
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