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Pressemitteilungen 2012
Juni 2012
Kindertagesstätte Blumenstraße 24 nach Sanierung eingeweiht
Kindertagesstätte Blumenstraße 24 nach Sanierung eingeweiht
Die städtische Kindertagesstätte Blumenstraße 24 in Heidelberg-Weststadt hat die Stadt Heidelberg zwischen Mai und Dezember 2011 mit Kosten von knapp 1,1 Millionen Euro sanieren lassen. Bürgermeister Dr. Joachim Gerner weihte die neu gestalteten Räumlichkeiten am Freitag, 15. Juni 2012, gemeinsam mit Rita Kipphan, Leiterin der Kindertageseinrichtung, ein.
„Die Kindertageseinrichtung ist die erste Institution, in der Bildung und Erziehung in einer gesellschaftlich anerkannten Form vermittelt werden. Hier werden wesentliche gesellschaftliche und sozialpolitische Weichen gestellt und besondere Förderbedürfnisse frühzeitig erkannt. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Kinder und damit unserer Gesellschaft“, sagte Dr. Gerner. „Die Stadt Heidelberg hat das frühzeitig erkannt und liegt landesweit ganz vorn: Im kommenden Kindergartenjahr werden 47,3 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Heidelberg einen Betreuungsplatz finden, davon 39,9 Prozent in Einrichtungen und 7,4 Prozent in Tagespflege). Das bundespolitische Ziel, eine 35-prozentige Betreuungsquote für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 zu erreichen, haben wir damit bereits mehr als erfüllt und sind führend in Baden-Württemberg“, so der Dezernent für Familie, Soziales und Kultur.
Vollversorgung bei den Drei- bis Sechsjährigen
Die Stadt Heidelberg bietet in allen 21 – ab September 2012 mit der Kita Schwetzinger Terrasse in Heidelberg-Bahnstadt 22 – städtischen Kindertageseinrichtungen flexible Betreuungszeiten mit einem Betreuungsumfang zwischen sechs und zehn Stunden pro Tag an. „Im Rahmen der Familienoffensive ist das ein wichtiger Beitrag der Stadt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dass wir hiermit auf dem richtigen Weg sind, sehen wir an dem großen Bedarf auf Elternseite und der starken Nachfrage nach Plätzen in all unseren städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen“, betonte Dr. Gerner. Bei den Drei- bis Sechsjährigen hat Heidelberg bereits eine Vollversorgung erreicht.
Die Stadt Heidelberg wird im laufenden Haushaltsjahr voraussichtlich über 50 Millionen Euro für die Bereitstellung von Bildungs- und Betreuungsangeboten für Kinder vom Krippenalter bis zum Schuleintritt aufwenden. Doch nicht nur der quantitative Ausbau ist der Stadt ein wesentliches Anliegen, sondern auch die Fortbildung und Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen mit dem Projekt „QUASI – Heidelberg“.
„In der pädagogischen Arbeit unserer Einrichtungen halten wir es für besonders wichtig, die Kinder in ihrer ganzen Persönlichkeit zu bilden und zu stärken und dabei ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen. Denn ein positives Selbstwertgefühl und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten sind die wichtigsten Grundlagen für die künftige Lebensgestaltung aller Kinder und einer gelingenden Bildungsbiografie. So brauchen Kinder heute neben verlässlichen Beziehungen zu Erwachsenen auch vielfältige Angebote, die an ihre Erfahrungen anknüpfen, ihre Neugier wecken, ihre Fantasie anregen und ihre Kreativität herausfordern“, betonte Rita Kipphan, Leiterin der Kindertageseinrichtung.
Kita Blumenstraße 24 besteht seit 1986
Die Kindertageseinrichtung Blumenstraße wurde 1986 zunächst als Provisorium eröffnet. Anfangs wurden das Erdgeschoss und erste Obergeschoss für die Betreuung der Kinder genutzt. Nach und nach kamen die anderen Etagen hinzu, das Außengelände wurde neu gestaltet und eine Feuerleiter installiert.
Zwischen Mai und Dezember 2011 wurde die Kita vollständig saniert. Die Kinder waren ab März 2011 übergangsweise in der Pavillonanlage Römerstraße 87 untergebracht und sind im Januar 2012 mit großer Freude und Begeisterung in die neugestalteten Räumlichkeiten eingezogen.
Bauliche Maßnahmen
Die Dachdeckung sowie die Gauben wurden punktuell ausgebessert und in Teilbereichen wärmegedämmt. Die Fenster wurden in Abstimmung mit dem Landesdenkmalamt teilweise aufgearbeitet, mit wärmedämmenden Scheiben versehen und teilweise komplett erneuert. Im Erd- und den beiden Obergeschossen wurde die Raumaufteilung so geändert, dass jeweils eine Gruppe mit Gruppenraum, Intensiv- und Schlaf- oder Ruheraum in den jeweiligen Geschossen betreut werden kann.
Die beiden Küchen vom ersten und zweiten Obergeschoss wurden im Erdgeschoss zusammengelegt; die Versorgung der Gruppenebenen erfolgt über einen neu eingebauten Speiseaufzug. In den drei Geschossen wurden neue Sanitärräume entsprechend den Anforderungen an die jeweilige Nutzung eingerichtet. Sämtliche Boden-, Wand- und Deckenflächen wurden erneuert. Die Decken wurden mit Akustikelementen versehen und brandschutztechnisch ertüchtigt. Zusätzlich wurde die Einrichtung mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Das Gebäude wurde einschließlich der Flur- und Garderobenbereiche neu möbliert. Die Gesamtkosten der Sanierung betragen 1,083 Millionen Euro.
Bauherr war das Kinder- und Jugendamt der Stadt Heidelberg, die Projektsteuerung oblag dem städtischen Gebäudemanagement, mit Planung und Bauleitung war das Heidelberger Architekturbüro Herbstrieth und Schmidt beauftragt.
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