Hauptübung der Feuerwehr Heidelberg bei ABB im Pfaffengrund

Einsatzleitung wird aufgebaut (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)Am Samstag, 12. November 2011, hieß es für die Feuerwehr Heidelberg „Großalarm“. Bei ABB STOTZ-KONTAKT GmbH im Pfaffengrund kam es durch einen Defekt an einer Maschine in der Fabrikationshalle für Sicherungsautomaten zu einem Brand. Das Feuer griff schnell auf das danebenstehende Verpackungsmaterial über. Mitarbeiter der Firma versuchten erfolglos den Brand zu löschen und erlitten dadurch Rauchgasvergiftungen, sowie Verbrennungen. Durch die starke Rauchentwicklung in Richtung des Treppenraumes der Verwaltung, die sich in den Obergeschossen befindet, wurde den dort Beschäftigten der Fluchtweg ins Freie abgeschnitten.

Die Übung ist gestartet (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)Die Feuerwehr wurde mit allen acht Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr, sowie einer Abteilung der Berufsfeuerwehr, insgesamt 118 Feuerwehrangehörige, alarmiert. Die vom Brandrauch eingeschlossenen Mitarbeiter/-innen des Verwaltugstraktes wurden über eine Drehleiter und mit Fluchtrettungshauben über den Treppenraum gerettet. Die Produktionshalle wurde nach vermissten Mitarbeitern abgesucht. Alle geretteten Firmenangehörige wurden zu einem zentralen Platz auf dem Werksgelände gebracht, um betreut zu werden. Die Betreuung und den Transport zu umliegenden Krankenhäusern übernahm das Deutsche Rote Kreuz, das mit den Einsatzgruppen aus Heidelberg, Leimen, Nußloch und Eppelheim mit insgesamt 31 Helfern an der Übung teilnahm. Damit die Verletztendarsteller - 16 Firmenangehörige, die sich freiwillig zu der Übung am Wochenende gemeldet hatten - echt wirkten, wurden diese von der „Realistischen Notfalldarstellung“ des DRK Rhein-Neckar entsprechend ihrer angenommenen Verletzungen geschminkt.

Verletzte Person wird vom Angriffstrupp gerettet (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)Des Weiteren wurde in der Werkhalle über vier Zugänge eine Brandbekämpfung durch geführt und zu den angrenzenden Werkhallen eine Riegelstellung aufgebaut, um damit ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude auf dem Werksgelände der ABB zu verhindern. Koordiniert wurde der gesamte Einsatz von einer Führungsgruppe der Feuerwehr Heidelberg. Diese war in einem Abrollbhälter „Einsatzleitung“ direkt am Haupttor stationiert. Die Firma ABB setzte für die Übung einen Krisenstab ein, der die enge Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung der Feuerwehr gewährleistete und alle firmenrelevanten Aufgaben in diesem Unfallszenario abwickelte.

Die zahlreichen verletzte werden am Versorgungsplatz betreut (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)Sowohl der Ablauf der Übung selbst, als auch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Personen und Organisationen wurde zum Abschluss von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner, dem Leiter der Feuerwehr Heidelberg, Dr. Georg Belge, sowie der Einsatzleitung bei einem abschließenden Imbiss aller beteiligten Personen in der Kantine der ABB STOTZ-KONTAKT als voller Erfolg gewürdigt.

Angriffsweg über die Drehleiter in die oberen Stockwerke (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)

 

 

 

 

 

Einsatzende (Foto: Berufsfeuerwehr Heidelberg)

 

 

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