Unsere moderne Gesellschaft braucht eine sichere Stromversorgung. Strom sorgt für Licht, Geräte und wichtige Dinge wie Krankenhäuser, Wasser, Verkehr, Kommunikation und Finanzen. Schon kurze Stromausfälle können viel Probleme machen: Ampeln, Mobilfunk, Computer-Server funktionieren nicht mehr. Tankstellen, Zugangskontrollen, Geldautomaten gehen nicht. Menschen, die auf elektrische Hilfsmittel angewiesen sind, sind besonders betroffen.
Trotzdem gilt das deutsche Stromnetz als sicher und stabil. Meist dauern Ausfälle nur wenige Minuten und betreffen nur kleine Bereiche. Eine großflächige und lange Stromlosigkeit (Blackout) ist laut der Bundesnetzagentur sehr unwahrscheinlich – aber nicht ganz auszuschließen. Deshalb gibt es Pläne: Politik, Netzbetreiber und Behörden arbeiten daran, das Netz stabiler zu machen, zum Beispiel durch mehr Leitungen und bessere Speichertechnologien. Für Bürger und Betriebe empfiehlt man, sich auf einen mehrtägigen Stromausfall vorzubereiten.
Im Folgenden geben wir Hinweise, wie man sich auf einen Blackout vorbereiten kann und wie man sich sicher verhält.
Vorbereiten
So können Sie sich vorbereiten und den Stromausfall überbrücken
Wichtig: Haben Sie ein batteriebetriebenes Radio? Damit erfahren Sie, wie die Lage ist. Ein Autoradio kann auch helfen.
Lege einen Vorrat an Lebensmitteln, Wasser und Medikamenten an. Wir empfehlen einen Notvorrat für mindestens drei Tage. Hinweise zum Anlegen eines Notvorrates finden Sie hier (7,8 MB).
Denke auch an Medikamente und Dinge, die besonders gebraucht werden, z. B. für Babys oder Haustiere.
Halte Kerze und Streichhölzer bereit. Achte aber auf Brandgefahr!
Halten Sie Bargeld bereit, weil Bankautomaten oft nicht funktionieren
Habe eine Taschenlampe und ganz wichtig Ersatzbatterien
Warme Kleidung und Decken sind wichtig
Verhalten
Wie verhalte ich mich während eines Blackouts?
Wichtig: Ruhe bewahren! Notrufnummern nur bei Notfällen anrufen. Bitte nicht anrufen und fragen was passiert ist!
Gehen Sie zum Arzt oder in Kliniken, wenn ein dringender Notfall ist
Benutzen Sie Campingkocher, Grills oder Stromerzeuger nur im Freien.
Kerzen geben Licht. Sie dürfen aber nur brennen, wenn jemand im Raum ist. Brandgefahr!
Stecken Sie elektrische Geräte, die Sie gerade benutzt haben, aus aus der Steckdose. Dies verhindert den unkontrollierten Betrieb der Geräte wenn der Strom wieder da ist.
Lassen Sie Kühl- und Gefriergeräte möglichst lange geschlossen. Speisen bleiben länger kalt und verderben langsamer.
Nach dem Stromausfall
Wenn der Strom wieder kommt
Schalten Sie nur Geräte ein, die Sie gerade wirklich brauchen. Machen Sie es nacheinander.So schonen Sie das Stromnetz und vermeiden einen neuen Stromausfall.
Stromerzeuger
Macht ein mobiler Stromerzeuger Sinn?
Mit einem mobilen Stromerzeuger können Sie kleinere Geräte betreiben. Das kann im Einzelfall sinnvoll sein. Das muss man beachten:
Betreiben Sie den Stromerzeuger wegen der giftigen Abgase niemals in der Wohnung / im Haus!
Werden die Stromkabel durch Fenster/Türen gelegt werden die Räume im Winter schneller kalt.
Nur ein Elektriker darf einen Stromerzeuger an die Hauselektrik anschließen. Niemals selber machen - Lebensgefahr!
Sie müssen Treibstoff vorrätig haben. Zu Hause dürfen Sie nur 20 Liter Benzin und 200 Liter Diesel lagern. Keller- oder Wohnräume eignen sich nicht zur Lagerung.
Schalten Sie den Stromerzeuger regelmäßig an. Wenn er lange nicht benutzt wird, kann er kaputt gehen.