Jahreshauptversammlung für 2025

Ziel 2026 - Resilienz weiter stärken

Im Schnitt alle 32 Stunden hat die Feuerwehr Heidelberg im Jahr 2025 eine Person aus einer lebensbedrohlichen Lage gerettet; insgesamt waren es 277 Menschen.
Mit dieser beeindruckenden Auswertung der Einsatzzahlen warf Feuerwehrkommandant Heiko Holler am Freitag, 6. Februar 2026 an der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Heidelberg mit dem Stadtbrandmeister Team einen gemeinsamen Blick auf das vergangene Jahr.

Steigerung der Einsatz- und der Mitgliederzahlen

Die Einsatzzahlen 2025

Zu 2.515 Einsätzen ist die Feuerwehr Heidelberg im Jahr 2025 ausgerückt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Brandeinsätze dabei um 25 Prozent auf 313 gestiegen.
Auch die Mitgliederzahlen der Feuerwehr Heidelberg sind mit 801 Angehörigen auf einem neuen Höchststand angekommen. Zur Steigerung haben hier vor allem die um 20% gewachsenen Mitgliederzahlen in der Kinder- und Jugendfeuerwehr beigetragen. Für Holler ist dies ein eindeutiges Zeichen, dass die Betreuer der Kinder- und Jugendgruppen nicht nur eine attraktive Jugendarbeit durchführen, sondern auch maßgebend dazu beitragen den künftigen Feuerwehrnachwuchs zu sichern.

Nach einem Überblick über die in 2025 durchgeführten Projekte, wie Indienststellung neuer Fahrzeuge, Errichtung einer Erweiterungshalle für die Berufsfeuerwehr, Ausbildungsmaßnahmen, Erneuerung der Technik und vielem mehr, gab Holler einen Ausblick auf die Herausforderungen im Jahr 2026.
Die lebensnotwendigen Einrichtungen der Kritischen Infrastruktur stehen aufgrund aktueller Entwicklungen im Bereich Klimawandel oder Sabotagen in einem besonderen Fokus. Daher ist es wichtig, dass sich die Feuerwehr gemeinsam mit der Stadtverwaltung und den anderen Hilfsorganisationen im Bevölkerungsschutz hier resilient aufstellt. Die Härtung der Kommunikationswege, die Fähigkeit mit parallelen Ereignissen umgehen zu können, aber auch durch bürgerschaftliches Engagement ein Gegenzeichen zur Sozialen Spaltung zu setzen sind Maßnahmen, die gemeinschaftlich angegangen werden müssen.
 
Dieser Einschätzung schloss sich Oberbürgermeister Prof. Dr. Würzner in seinen Grußworten ebenfalls an. Die Tatsache, dass diese Problemstellungen erkannt und angegangen werden, sind ein wichtiges Zeichen der Verlässlichkeit und des Engagements aller Akteure im Bevölkerungsschutz in Heidelberg. Dieses vor allem ehrenamtlich getragene Engagement gilt es anzuerkennen und zu stärken. Die jetzt eingeführte Ehrenamtskarte ist dabei ein wichtiges Zeichen der Würdigung dieses Engagements, worüber sich Würzner besonders freute.

Starkes, aber zeitintensives Engagement

Wie umfangreich das Engagement im Bereich der Freiwilligen Feuerwehr ist, griff das Stadtbrandmeister-Team um Alexander Stadler in seinem Resümee auf.
Dreh- und Angelpunkt ist die Ausbildung, damit die Feuerwehrangehörigen die an sie gestellten Anforderungen erfüllen können. So wurden im Jahr 2025 rund 220 mehrtägige- und rund 370 Tagesausbildungen durchgeführt. Unter Berücksichtigung der abteilungsinternen Ausbildungen ergeben sich somit über 8.000 Ausbildungsstunden, was einem ganzen Jahr reiner Ausbildungszeit in der Feuerwehr Heidelberg entspricht.
Sorgen bereitet dem Team nach wie vor der schwierige Wohnungsmarkt in Heidelberg. Viele gut ausgebildete Feuerwehrangehörige ziehen jedes Jahr von Heidelberg weg, weil sie keinen Wohnraum finden. Auch die Erneuerung der Mannschaftstransportwagen der Freiwilligen Feuerwehr müsse weitergehen. Diese sind auch für die wichtige Jugendarbeit unverzichtbar - jedoch stehen bei notwendigen Reparaturen teilweise keine Ersatzteile mehr zur Verfügung.

(Erstellt am 13. Februar 2026)
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