Montpellierplatz an der Stadthalle: Mehr Grün und Freitreppe nach historischem Vorbild
Hohe Aufenthaltsqualität dank zusätzlicher Bänke / Sichtachse von Bienenstraße zum Neckar geöffnet
Mehr Grün, mehr Platz für Bäume, mehr Sitzgelegenheiten – kurzum: mehr Aufenthaltsqualität. Mit Sanierung des Konzerthauses Stadthalle Heidelberg ist auch der Montpellierplatz an der Ostseite neugestaltet worden. Entstanden ist eine attraktive Grünanlage mit einer großen Rasenfläche, neu angelegten Stauden- und Gehölzpflanzungen, einem weiteren Baum sowie zusätzlichen Bänken. Durch Wegfall des nichtdenkmalgeschützten, 1979/80 errichteten Rondells konnte der ursprüngliche Zustand der Ostfassade der Stadthalle wiederhergestellt werden. Vom Meriansaal der Stadthalle führt nun eine doppelläufige Freitreppe nach historischem Vorbild auf eine repräsentative kleine Platzfläche mit Sandsteinpflaster auf dem Montpellierplatz und die Grünanlage dahinter. Durch den Abbau des Rondells ist zudem eine neue Blickbeziehung von der Bienenstraße in Richtung Neckar entstanden.
Bäume blieben erhalten – mehr Platz dank Entsiegelung von über 200 Quadratmetern
Die großkronigen Bäume an allen drei Seiten des Montpellierplatzes blieben erhalten und erhielten durch Entsiegelungen mehr Platz zum Wachsen. Die Gehwege werden in das Innere der Grünanlage verlegt. Der Blauglockenbaum im Inneren der Anlage blieb – dank einer angepassten Planung der darunter liegenden Technikzentrale der Stadthalle – ebenso bestehen. Der Baum war der Stadt Heidelberg durch die französische Partnerstadt Montpellier geschenkt worden. Auf dem Montpellierplatz wächst nun ein Baum mehr als auf der vorherigen, vor 45 Jahren angelegten Freifläche. Dies wurde möglich durch die zusätzliche Entsiegelung einer Fläche von mehr als 200 Quadratmetern auf nun insgesamt über 1.000 Quadratmeter unbefestigte Fläche, ein Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz.
Verschiedene Blickbeziehungen für Besucherinnen und Besucher
Großzügige, lange Bänke an allen drei Seiten öffnen Besucherinnen und Besuchern des Montpellierplatzes verschiedene Blickbeziehungen. Das Sitzangebot wurde vergrößert und die Aufenthaltsqualität erhöht. Die Stadtwerke Heidelberg installierten eine neue Wegebeleuchtung. In der Freiraumgestaltung wurden Zu- und Ausgang der Lüftungsanlage für die Technikzentrale bestmöglich integriert, etwa durch Bepflanzung, die ab dem Frühjahr deutlicher sichtbar wird. In der Technikzentrale sind technische Anlagen der Stadthalle untergebracht, die in einem modernen Veranstaltungshaus erforderlich sind und nicht mehr im Keller der Stadthalle verortet werden konnten – vor allem die neue Lüftungsanlage, die für eine deutlich leisere und energieeffizientere Belüftung des Konzerthauses Stadthalle sorgt.
Das Freiraumkonzept zur Gestaltung des Montpellierplatzes hatte das Büro Bierbaum Aichele Landschaftsarchitekten aus Mainz entworfen. Die Arbeiten erfolgten unter Federführung des Landschafts- und Forstamtes und hatten im Juni 2025 begonnen. Zur Eröffnung der Stadthalle am 1. Februar 2026 war die Neugestaltung des Montpellierplatzes abgeschlossen. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte am 6. November 2024 einstimmig die Ausführungsgenehmigung zur Umsetzung des Freiraumkonzeptes erteilt. Die Kosten in Höhe von rund 970.000 Euro wurden über den Haushalt des Landschafts- und Forstamtes der Stadt Heidelberg gedeckt.
