Die Idee

Das Mark Twain Center für transatlantische Beziehungen (MTC) ist ein im Mai 2022 eröffnetes Kultur- und Bildungszentrum in der Heidelberger Südstadt. Gezeigt wird eine große multimediale Ausstellung, die auf neuartige Weise die gemeinsame Geschichte von Deutschen und US-Amerikanern lebendig werden lässt und zur Reflexion einlädt. Vor diesem historischen Hintergrund organisiert das Team des MTC wissenschaftliche Projekte sowie Kultur- und Bildungsangebote zu den Themen globale Sicherheit, Friedenspolitik und Menschenrechte.
 
Das MTC entsteht in einem Gebäude, das 1937 als Offizierskasino für ein Infanterieregiment der deutschen Wehrmacht errichtet wurde und markante bauliche Spuren aus diesem Teil seiner Geschichte zeigt. Nach dem 2. Weltkrieg diente es bis 2013 als Hauptquartier der US-Armee in Europa, von dem aus bis zu 250.000 Soldat*innen befehligt wurden.
 
Mit der Einrichtung des MTC erinnert die Stadt Heidelberg an die vielfältigen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und den Wandel der Beziehungen von Kriegsgegnern zu Partnern und Freunden in der Nachkriegszeit. Der Namensgeber Samuel L. Clemens alias Mark Twain hat drei Monate seines Lebens in Heidelberg verbracht und erweist sich mit seinem kritisch-reflektierenden Umgang mit Vorurteilen und Stereotypen als Impulsgeber für die Arbeit des MTC.

Räumlichkeiten des Mark Twain Centers (Foto: MTC)
Mitmachprogramm für Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi-Grundschule Heidelberg, Frühjahr 2022 (Foto: MTC)