123 Jahre Stadthalle Heidelberg

Nachdem immer mehr Wünsche aus der Bürgerschaft nach einer Festhalle aufgekommen waren, wurde 1886 – an gleicher Stelle wie die spätere Stadthalle – ein Vorgängerbau zum 500. Jubiläum der Universität Heidelberg errichtet: eine provisorische Festhalle aus Holz, deutlich größer als die heutige Stadthalle.

Verzierte Fassade mit langem Anbau
Vorläuferin der Stadthalle: Festhalle von 1886 (Archivfoto: Stadtarchiv)

Die Rufe nach einer Stadthalle wurden in der Folge lauter. Ab 1901 baut schließlich die Stadt Heidelberg die Stadthalle in ihrer heute bekannten Form als Versammlungs- und Festgebäude für die Bürgerschaft. Der Bau der Stadthalle kostete die für diese Zeit große Summe von 1.025.000 Goldmark. Am 5. August 1903 wird die Stadthalle offiziell eröffnet.

Westfassade mit Eingang
Postkarte aus dem Eröffnungsjahr 1903 (Archivfoto: Stadtarchiv)

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente die Stadthalle als Kriegslazarett. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von der US Armee als Special Service Center genutzt – mit Jazzabenden, Filmvorführungen und Tanzabenden. Erst 1951 bekam Heidelberg seine „gute Stube“ zurück. 1979/80 wurde die Stadthalle renoviert.

Soldaten und Krankenschwestern an Krankenbetten
Großer Saal als Kriegslazarett 1914 (Archivoto: Stadtarchiv/Carl Knoblauch Verlag)