Stimmen aus dem Gemeinderat

der Stadt Heidelberg

In der Rubrik „Stimmen aus dem Gemeinderat“ kommen Mitglieder des Gemeinderates zu Wort. Die Autorinnen und Autoren sind für den Inhalt ihrer Beiträge in vollem Umfang selbst verantwortlich, insbesondere auch in Bezug auf alle notwendigen Nutzungsrechte.

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Dr. Ursula Röper, Florian Kollmann

Bündnis 90 / Die Grünen

Deutliches Ergebnis für Windkraftanlagen auf dem Lammerskopf

Am Sonntag hat Heidelberg in einem Bürgerentscheid mit der klaren Mehrheit von 66,7 % dafür gestimmt, dass die Stadt das Gebiet Lammerskopf als Standort für Windkraftanlagen grundsätzlich entwickeln soll. Die Wahlbeteiligung lag mit 40,1 % erfreulich hoch. Heidelberg sagt damit JA zur Verantwortung für Klimaschutz, Versorgungssicherheit, regionaler Wertschöpfung und zu einer nachhaltigen Energieversorgung aus Bürgerhand. Heidelberg sagt auch JA zur Unabhängigkeit von fossilen Importen und zum Schutz vor den Preisschocks internationaler Krisen.

Windrad
Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist deutlich: Die Mehrheit der Heidelberger Bürger*innen befürwortet Windkraftanlagen auf dem Lammerskopf. (Foto: Alyekseyenko/Unsplash)

Wir Grüne haben uns schon lange generell für Windkraft und speziell für das Areal auf dem Lammerskopf starkgemacht. Deshalb freuen wir uns jetzt sehr, dass die Mehrheit der Heidelberger Bürger*innen unseren Einsatz für Erneuerbare Energien unterstützt. Ihre Entscheidung macht deutlich: Die Energiewende ist kein Randthema! Sie wird von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft unterstützt. Die Menschen wünschen sich eine saubere und zuverlässige Energieversorgung – und zwar direkt vor ihrer Haustür, nicht irgendwo in der Ferne.

Der Lammerskopf zählt zu den windstärksten Standorten im nördlichen Baden-Württemberg. Dort weht der Wind deutlich stärker und gleichmäßiger als in der Rheinebene. Damit wird ein Windpark an dieser Stelle zu einem Schlüsselprojekt für die lokale Energiewende, weil die klimaneutrale Energieversorgung gleichzeitig für eine Wertschöpfung vor Ort in Heidelberg sorgt. Wer heute Windräder ermöglicht, sichert damit morgen eine zuverlässige, saubere und bezahlbare Energieversorgung. Das geplante Entwicklungskonsortium besteht aus den Stadtwerken Heidelberg und drei regionalen Energiegenossenschaften – also Akteuren, die für kommunale Verantwortung und Bürgerbeteiligung stehen. Mit ihnen wird der Strom nicht von anonymen Großkonzernen produziert, sondern in der Region erzeugt und genutzt.

Und wichtig: Die Energiewende wird nicht auf Kosten der Natur vorangebracht. Schon im bisherigen Verlauf gab es umfassende Prüfungen zu geschützten Lebensräumen und gefährdeten Tierarten. Der Prozess wird nun weitergehen. Für jede einzelne Anlage werden weitere Genehmigungs- und Prüfverfahren aufgesetzt. Wir werden nicht müde zu betonen, dass die Klimakrise bereits heute Wälder, Artenvielfalt und Wasserhaushalt bedroht. Deshalb dürfen Klima- und Naturschutz nicht gegeneinander ausgespielt werden.

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Andrea Dittmar

CDU

HERZ-lichen Glückwunsch!

20 Jahre Heidelberg Marketing – das ist weit mehr als ein Jubiläum. Es ist die Erfolgsgeschichte einer Einrichtung, die Heidelberg seit zwei Jahrzehnten mit Ideen, Leidenschaft und Strahlkraft nach außen trägt. Sie hat dazu beigetragen, dass Heidelberg nicht nur als romantisches Postkartenmotiv mit Schloss und Alter Brücke wahrgenommen wird, sondern als weltoffene Stadt mit Wissenschaft, Kultur und Lebensfreude. Ein prägendes Gesicht dieser Entwicklung ist Mathias Schiemer. Mit Energie, Humor und seiner unverwechselbaren Art hat er Heidelberg Marketing geprägt. Er versteht es, Menschen für unsere Stadt zu begeistern – bei Projekten, Kontakten oder im täglichen Einsatz. Sein Marketing ist HERZ-lich, direkt und authentisch. Genau das passt zu Heidelberg. Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, ist das Ergebnis beharrlicher Arbeit: touristische Wahrnehmung, professionelle Formate, kreative Kampagnen und der immer wieder neue Blick auf die Besonderheiten Heidelbergs. Heidelberg Marketing hat gezeigt, dass Tradition und Zukunft kein Widerspruch sein müssen. Die Stadt kann Geschichte erzählen und modern auftreten.

Großes Lob verdient auch das Team, das im Hintergrund oft unsichtbar arbeitet und sichtbar viel bewegt. Ohne Engagement und Begeisterung wären viele Projekte nicht möglich gewesen. 20 Jahre Heidelberg Marketing stehen für Einsatz, Verlässlichkeit und die Kunst, eine Stadt immer wieder neu zum Leuchten zu bringen.

sind: Bei allem Respekt vor Sparsamkeit – ich würde mir wünschen, wenn es wieder eine dritte Schlossbeleuchtung in Heidelberg geben würde; schließlich hat Heidelberg so viel Strahlkraft, dass nur zwei Mal Glanz im Jahr schon unterlassene Romantik ist.

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Daniel Hauck

SPD

Zeit, dass sich was dreht!

Der Bürgerentscheid zur Windkraft am Lammerskopf ist ein starkes Signal für die Energiewende in Heidelberg. Mit einer Wahlbeteiligung von rund 40 Prozent und einer Zustimmung von zwei Dritteln der Abstimmenden wurde das erforderliche Quorum deutlich übertroffen. Die Heidelbergerinnen und Heidelberger haben damit klar zum Ausdruck gebracht, dass sie eine klimafreundliche, dezentrale und krisensichere Energieversorgung befürworten.

Wir als SPD-Fraktion haben die Initiative von Beginn an unterstützt und freuen uns über dieses hervorragende Ergebnis. Der Bürgerentscheid zeigt: Viele Menschen wünschen sich mehr Unabhängigkeit von Öl, Gas und Kohle sowie von Importen aus autoritär regierten Staaten. Erneuerbare Energien aus unserer Region sind ein wichtiger Baustein für Versorgungssicherheit und langfristig stabile Energiepreise.

Besonders erfreulich ist, dass der geplante Bürgerwindpark von einem regionalen Konsortium entwickelt wird. Neben den Stadtwerken Heidelberg sind hierfür eigens gegründete Energiegenossenschaften und weitere Partner aus der Region beteiligt. Die Wertschöpfung bleibt damit vor Ort und kommt den Menschen in Heidelberg und Umgebung zugute.

Das klare Votum ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung in Heidelberg – damit sich in unserer Stadt auch künftig etwas dreht.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer, Ihr Stadtrat Daniel Hauck

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Jochen Ricker

Die Heidelberger

Die Themen haben sich verändert, der Auftrag ist geblieben.

Vor 80 Jahren gründeten engagierte Heidelberger Bürger die Volkshochschule Heidelberg in einer Zeit des gesellschaftlichen Neuanfangs. Ihr Ziel war es, möglichst vielen Menschen den Zugang zu Bildung zu eröffnen und ihnen Orientierung für ein selbstbestimmtes Leben zu geben.

Heute gehören Digitalisierung und Künstliche Intelligenz ebenso zum vielfältigen Kursangebot wie Sprachen, Kultur, Gesundheit oder berufliche Weiterbildung. Die Themen haben sich verändert. Der Auftrag ist geblieben. Bildung endet nicht mit der Schulzeit oder dem Beruf. Sie begleitet uns ein Leben lang und hilft Menschen, Entwicklungen zu verstehen sowie sich in einer immer komplexeren Welt zu orientieren. Das Kursangebot zeigt, wie lebenslanges Lernen Menschen jeden Alters verbindet und neue Perspektiven eröffnet.

Wir gratulieren der Volkshochschule Heidelberg herzlich zum 80-jährigen Jubiläum und wünschen ihr, auch künftig Neugier zu wecken, Wissen zu vermitteln und Menschen dabei zu unterstützen, den gegenwärtigen wie künftigen Herausforderungen zu begegnen.

info@dieheidelberger.de

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Waseem Butt, Andreas Gottschalk

Fraktionsgemeinschaft HiB/Volt

Nach dem Bürgerentscheid wieder zusammenfinden

Über mehrere Wochen kämpften die Heidelberger Bürger:innen in Gesprächen, mit Plakaten, bei Veranstaltungen und Infoständen für Ihre Positionen im Bürgerentscheid um die Windenergie am Lammerskopf. Das war lebendige Demokratie. 

Seit Sonntag 12.7. steht das eindeutige Ergebnis fest: Das Quorum wurde mit 28.943 Stimmen deutlich überschritten. Mehr als zwei Drittel stimmten für eine Fortführung der Planungen am Lammerskopf. Trotz der deutlichen Mehrheit im gesamten Stadtgebiet ist festzuhalten, dass die Mehrheit der direkt betroffenen Bürger:innen in Ziegelhausen und Schlierbach nicht dafür gestimmt hat und auch zahlreiche Umweltschützer:innen sprachen sich gegen das Projekt aus.

In den kommenden Wochen ist es wichtig, dass wir in Heidelberg wieder aufeinander zugehen. Insbesondere für die Stadtverwaltung gilt, dass sie im künftigen Planungsprozess behutsam vorgehen und die Argumente der Gegner:innen ernst nehmen und transparent klären muss. Denn viel wichtiger als die „richtige“ Energiegewinnung und wo sie ihren Standort findet, ist der sich immer wieder erneuernde Beleg, dass unser Zusammenleben in der Demokratie auch unter schwierigen Bedingungen gelingt.

info@hib-volt.de

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Hildegard Stolz (Bunte Linke)

Fraktionsgemeinschaft Die Linke/Bunte Linke

Einladung zu Veranstaltungen PFAS und Bauturbo

Danke für die hohe Wahlbeteiligung beim Bürgerentscheid. Das Ergebnis beweist eine sehr hohe Zustimmung zur weiteren Planung, ich persönlich bin immer noch gegen Windräder im Wald, speziell am Lammerskopf. Die weitere Planung muss sehr kritisch begleitet werden, damit die Schutzgebiete möglichst nicht geschädigt werden. Heidelberg muss ganz generell sorgfältiger darauf achten, dass nicht Grundsätze und Satzungen immer weiter ausgehebelt werden. 

Wir laden ein zu zwei Veranstaltungen: „PFAS in Wasser und Umwelt“, Di, 21.07., 20 Uhr, und „Anwendung des Bauturbo in Heidelberg“, Di, 28.07., 19:30 Uhr, mit Jasmin Pies, Bundes-AG der Linken zum Bauturbo und Baubürgermeister Jürgen Odszuck. 
Bitte jeweils anmelden bei: 

buntelinke@gmx.de

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Karl Breer (FDP)

Fraktionsgemeinschaft FDP/FWV

2.000 Kinder warten

Heidelberg nennt sich gerne Sportstadt. Schade nur, dass viele Kinder davon vor allem die Warteliste kennenlernen. Mindestens 2.000 warten auf einen Platz im Verein, während die Hallen bereits zu rund 90 Prozent ausgelastet sind.

Heidelbergs Sportvereine wachsen, doch die Infrastruktur wächst nicht mit. Für uns ist klar: Begeisterung für Sport darf nicht an fehlenden Hallenzeiten, Trainern oder zu wenig Platz scheitern. Wer beim Sport spart, zahlt später gesellschaftlich drauf.

Heidelberg braucht zusätzliche, multifunktionale Sporthallen im Norden und Süden, den Erhalt der Patrick-Henry-Village-Hallen und pragmatische Lösungen wie Freilufthallen. Wer Kinder in Bewegung bringen will, muss ihnen auch Raum dafür geben.

info@fdpfwv.de

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Timethy Bartesch

AfD

Traurige Gegenwart und Lichtblicke der Zukunft

Schlierbach und Ziegelhausen haben mit Nein gestimmt. Leider hat es nicht gereicht. Sie wurden in den anderen Stadtteilen gnadenlos überstimmt und bekommen nun Industrieanlagen vor ihre Haustür, in ihre Heimat, in ihren Wald. Auf der Fahrt zurück vom Sommerfest des Antaios Verlags in Schnellroda, wo ich wieder sehr interessante politische Lektüre erworben habe, musste ich von der Autobahn aus viele hässliche Windindustriewüsten sehen. Andere Bundesländer sind schon weiter mit der Zerstörung der Natur. Das Ergebnis des Bürgerentscheids in Heidelberg ist noch die Gegenwart, die politische Zukunft haben wir in Schnellroda besprochen. Die Entwicklung und die Gespräche dort machen Hoffnung und Mut.

geschaeftsstelle@afd-fraktion-heidelberg.de

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Michael Pfeiffer

GAL

Quorum erreicht – Mehrheit stimmt mit Ja

Die Heidelberger Bevölkerung hat ein starkes Zeichen für Klimaschutz und Energiewende gesetzt. Mit Erreichen des Quorums stimmte die Mehrheit für die weitere Planung des Windparks am Lammerskopf. Das klare Ja ist ein Auftrag an die Stadt, den Ausbau erneuerbarer Energien entschlossen voranzutreiben und Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen. Danke an alle, die dieses klare Ergebnis ermöglicht haben. Es zeigt mir, wie wichtig Ihnen Klimaschutz ist.

mp-pfeiffer@gmx.net

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Dr. Gunter Frank

IDA

Heidelberg fehlt Geld. Warum wohl?

Migration, Energiewende und die Folgen der Corona-Politik. Doch HD macht munter weiter: explodierende Sozialkosten, stromverteuernde Windindustrie im Wald, keine Corona-Aufarbeitung. Ideologie statt Sachpolitik ...

info@ida-hd.de

Eine Übersicht aller Gemeinderatsmitglieder ist unter www.heidelberg.de/gemeinderatlive zu finden.