Im Gespräch mit den Biberberatern
Die Stadt bietet mit ihren ehrenamtlichen Biberberaterinnen und -beratern eine verlässliche Anlaufstelle für alle Anliegen rund um den streng geschützten Nager.
Herr Saghir, Frau Kugelmann, warum braucht Heidelberg Biberberater?
Nidal Saghir: Der Biber ist zurück am Neckar und an vielen Nebengewässern. Das freut uns – bringt aber auch Fragen mit sich. Wir sind da, wenn Bürgerinnen und Bürger unsicher sind oder Konflikte entstehen.
Marie-Christine Kugelmann: Oft lassen sich Probleme früh und unkompliziert lösen, bevor sie größer werden. Genau da setzen wir an.
Wobei helfen Sie konkret?
Kugelmann: Wir schauen uns die Situation vor Ort an, erklären das Verhalten der Tiere und beraten zu Schutzmaßnahmen – zum Beispiel, wie man einzelne Bäume sichern kann.
Saghir: In einigen Fällen geben wir auch kostenloses Material wie Draht zum Baumschutz aus. Wichtig ist: Bitte nicht selbst eingreifen, sondern zunächst Kontakt zu uns aufnehmen.
Der Biber ist streng geschützt – was heißt das für den Alltag?
Saghir: Biberburgen oder Dämme dürfen nicht beschädigt werden. Wer unsicher ist, meldet sich besser bei uns. Das schützt Mensch und Tier.
Kugelmann: Auch verletzte oder tote Tiere sollten gemeldet werden – das hilft uns bei der fachlichen Begleitung des Bestands.
Sie sind auch in der Umweltbildung aktiv?
Kugelmann: Ja, wir bieten Führungen und Exkursionen im Rahmen von „Natürlich Heidelberg“ an. Dabei vermitteln wir viel Wissenswertes über den Biber und seine Lebensweise und zeigen zum Beispiel typische Spuren der Tiere.
Saghir: Das Programm zeigt, wie spannend Natur mitten in der Stadt ist – für Erwachsene genauso wie für Familien.
Weitere Informationen unter www.heidelberg.de/biberberater
