Wohnen in der Neuen Südstadt

Letztes Grundstück an gemeinschaftliches Wohnprojekt verkauft

Zwei historische Kasernen mit Fußweg und Bäumen dazwischen
Das verkaufte Gebäude (links) liegt zentral in der Nähe des Paradeplatzes und am Fußweg der Adelheid-Steinmann-Straße. (Foto: Entwicklungsgesellschaft Campbell Barracks mbH)

Die städtische Entwicklungsgesellschaft Campbell Barracks mbH hat das letzte Grundstück in der Neuen Südstadt verkauft. 

Das 1936/37 erbaute Gebäude an der Adelheid-Steinmann-Straße wird künftig die Heimat des gemeinschaftlichen Wohnprojekts paraSol. Auf dem rund 3.300 Quadratmeter großen Areal entsteht Wohnraum für etwa 30 bis 35 Erwachsene und 10 bis 20 Kinder – in vielfältigen Wohnformen: von Familienwohnungen über Wohngemeinschaften bis hin zu sogenannten Clusterwohnungen, in denen private Rückzugsräume mit gemeinschaftlichen Küchen und Aufenthaltsräumen kombiniert werden. Ergänzend entstehen Flächen für soziale, kulturelle und kreative Nutzungen – unter anderem für Vereine, Werkstätten und ein gemeinschaftlich betriebenes Café.

Familien sitzen am Rand des Paradeplatzes auf dem ein Flohmarkt stattfindet
Der Paradeplatz ist einer der zentralen Treffpunkte der Neuen Südstadt. In der Nähe hat die Stadt nun das letzte Grundstück der Konversionsfläche verkauft. (Foto: Christian Buck)

Von Kasernen zum bunten Stadtteil

Mit dem Verkauf des letzten Grundstücks geht die städtebauliche Entwicklung der Neuen Südstadt in die Endphase über. Seit der Übergabe der Flächen durch die US-Army vor zehn Jahren hat sich der Stadtteil zu einem lebendigen Quartier mit über 2.500 Einwohnerinnen und Einwohnern entwickelt. 53 Prozent sind aus anderen Heidelberger Stadtteilen zugezogen. Von 1.500 geplanten Wohneinheiten sind bereits 1.200 fertiggestellt. 70 Prozent davon werden gefördert oder preisgedämpft angeboten. Die Neue Südstadt ist eine Nachbarschaft der kurzen Wege: Hier finden sich ein Nahversorgungszentrum, Kultureinrichtungen sowie mehr als sieben Hektar Freiflächen für Spiel, Sport und Freizeit. 

Perspektivisch sollen hier rund 3.500 Menschen leben – mit kurzen Wegen, 525 Kinderbetreuungsplätzen und einem breiten kulturellen Angebot rund um Karlstorbahnhof, Chapel und Mark Twain Center. Die Neue Südstadt zeigt, wie Konversion gezielt zur nachhaltigen und sozialen Weiterentwicklung der Stadt beitragen kann.

Gemeinschaftlich wohnen

Die Offenheit für neue Wohnformen ist besonders prägend für die Südstadt: Sechs der zwölf gemeinschaftlichen Wohnprojekte Heidelbergs haben hier ihren Sitz. Mit paraSol kommt nun ein weiteres hinzu – ein Beispiel dafür, wie die Stadt Heidelberg durch die gezielte Vergabe städtischer Grundstücke neue Wege des Zusammenlebens fördert.

Wer sich für gemeinschaftliches Wohnen interessiert, ist eingeladen zum nächsten Austauschtreffen von Stadt und hd_vernetzt am Donnerstag, 27. November, um 18 Uhr im Rabatz, dem Veranstaltungsraum des Wohnprojekts Hagebutze, Rheinstraße 4. Um eine Anmeldung wird gebeten per E-Mail an wohnprojekte@heidelberg.de bis 23. November.

Weitere Informationen unter www.konversion.heidelberg.de