Heidelberg erhält Landespreis Radinfrastruktur

Brücke mit Spannseilen, im Hintergrund Luxorkino und Wohnhäuser am Langen Anger
Die Gneisenaubrücke (hier im Mai 2025) wird Ende des Jahres in Betrieb genommen. Sie ist eines der beiden Herzstücke der ausgezeichneten Radwegeachse. (Foto: Christian Buck)

Die Stadt Heidelberg ist beim Landespreis Radinfrastruktur Baden-Württemberg 2025 als Gewinnerkommune ausgezeichnet worden. 

Prämiert wurde die Radwegeachse Bahnstadt – Neuenheimer Feld als kommendes Schlüsselprojekt für den Rad- und Fußverkehr in Heidelberg sowie als Beispiel für innovative Radinfrastruktur im städtischen Umfeld. Herzstücke sind die Gneisenaubrücke (Arbeitstitel) und eine weitere geplante Rad- und Fußgängerbrücke über den Neckar. 

Mit der Auszeichnung würdigt das Land Heidelbergs konsequenten Einsatz für eine nachhaltige, klimafreundliche und zukunftsorientierte Mobilitätsgestaltung. Die Preisverleihung fand im Rahmen des Radkongresses Baden-Württemberg Anfang Oktober im Heidelberg Congress Center (HCC) statt.

Hervorragende Radprojekte

Mit dem Preis zeichnet das Land Kommunen und Landkreise aus, die beispielhafte Projekte im Radverkehr umsetzen. Prämiert werden Vorhaben, die sich durch hohe Planungs- und Bauqualität, innovative Ansätze und besondere Alltagstauglichkeit auszeichnen.

Achse mit zwei Herzstücken

„Das Fahrrad ist bereits heute das beliebteste Verkehrsmittel in Heidelberg – rund 33 Prozent aller Wege werden mit dem Rad zurückgelegt, im Stadtgebiet sogar 38 Prozent. Mit Projekten wie der Radachse Bahnstadt–Neuenheimer Feld, neuen Fahrradstraßen, dem Ausbau des Radnetzes und Fahrradparkhäusern am Europaplatz und Hauptbahnhof schaffen wir sichere, attraktive Angebote und stärken so die Radstadt Heidelberg. Zugleich binden wir uns in die Radschnellwege des Umlands ein“, sagt Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Zwei neue Brücken sind die Herzstücke der prämierten  Radwegeachse Bahnstadt – Neuenheimer Feld:

  • Die Gneisenaubrücke (Arbeitstitel), derzeit im Bau, wird Rad- und Fußverkehr getrennt führen, barrierefrei gestaltet und kostet rund 20 Millionen Euro, davon etwa 13,7 Millionen durch das Land gefördert.
  • Eine zweite Brücke als direkte Rad- und Fußverbindung über den Neckar zwischen Bergheim und Neuenheim befindet sich aktuell in Vorbereitung für das Planfeststellungs-
    verfahren. Auch hier ist Heidelberg bei der Finanzierung auf Landesunterstützung angewiesen.