Erste Bilanz zur Meldestelle Antisemitismus

Meldungen helfen, gezielt zu handeln

Um antisemitische Vorfälle systematisch zu erfassen, Betroffene zu unterstützen und gezielte Gegenmaßnahmen zu entwickeln, hat die Stadt im November 2024 die landesweit erste kommunale Meldestelle Antisemitismus eingerichtet.

Nach rund 18 Monaten hat die Stadt nun eine erste Bilanz gezogen. 

Genaueres Bild gewinnen

„Jüdische Menschen müssen in Heidelberg sicher, sichtbar und selbstverständlich ihren Alltag leben können. Antisemitismus stellt dieses Recht infrage und verletzt die Menschenwürde der Betroffenen“, sagt Bürgermeisterin Stefanie Jansen.

Bundesweit haben antisemitische Straftaten in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

„Die Schilderungen der Betroffenen machen deutlich, dass die Attacken jüdische Menschen in Heidelberg nachhaltig verunsichern. Gleichzeitig helfen die Meldungen dabei, ein genaueres Bild der lokalen Situation zu gewinnen“, sagt Judith Blumberg von der Meldestelle Antisemitismus im Amt für Chancengleichheit.

Die Meldestelle dokumentiert Vorfälle, vermittelt an Beratungsstellen und, wenn erforderlich, an Strafverfolgungsbehörden weiter. Gleichzeitig unterstützt sie Einrichtungen vor Ort durch Beratung, Präventionsangebote und Fortbildungen zum Umgang mit Antisemitismus.