Abfallgebühren werden neu berechnet

Kosten richten sich künftig nach Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Donnerstag, 13. November, ein neues Abfallgebührensystem beschlossen. 

Künftig richtet sich die sogenannte Jahresgebühr – vergleichbar mit einer Grundgebühr – nicht mehr nach der Größe des Restabfallbehälters, sondern nach der Zahl der auf einem Grundstück gemeldeten Personen. Ziel ist eine faire Verteilung der Kosten und eine stabilere Gebührenentwicklung.

Einheitlicher Maßstab

Über die Jahresgebühr werden künftig die sogenannten Vorhaltekosten finanziert – also Ausgaben für Leistungen, die allen Haushalten zugutekommen. Dazu zählen die kostenfreie Sammlung von Papier-, Bio- und Grünschnittabfällen, der Betrieb der fünf Recyclinghöfe sowie die zweimal jährliche Sperrgutabholung. Die Gebühr ist so aufgebaut, dass der Betrag pro Kopf geringer ausfällt, je mehr Personen in einem Haushalt leben. Ab zehn Personen gilt ein einheitlich reduzierter Satz je weiterer Person.

Zwei Müllwerker leeren Restmüll
Auch künftig gilt: Wer konsequent Müll trennt und vermeidet, kann sparen. Die Leistungsgebühr bleibt wie bisher abhängig vom Entsorgungsverhalten. (Foto: Stadt Heidelberg)

Abfall vermeiden lohnt sich weiter

Unverändert bleibt die Leistungsgebühr: Sie richtet sich weiterhin nach der Größe und Leerungshäufigkeit der Restabfallbehälter. Wer konsequent trennt und vermeidet, kann also auch künftig sparen – das bewährte Anreizsystem zur Abfallvermeidung bleibt bestehen.

Zum Jahreswechsel 2025/26 steigen die Abfallgebühren über alle Gebührensätze hinweg um rund fünf Prozent. Grund sind gestiegene Kosten etwa für Personal, Energie und Entsorgung. Trotz der Anpassung bleibt Heidelberg mit 179 bis 191 Euro pro Jahr unter dem Landesdurchschnitt und günstiger als viele Nachbarstädte.

Weitere Informationen unter www.asz.heidelberg.de