Amphibienwanderung beginnt

Krötenwanderstrecken im Stadtgebiet ausgeschildert

Jedes Frühjahr beginnt in Heidelberg ein besonderes Naturschauspiel: Sobald die Temperaturen mild genug sind und die Witterung feucht, machen sich Tausende Amphibien auf den Weg zu ihren Laichgewässern. 

Hierzu zählen Kröten, Frösche, Salamander und Molche. Um die gefährdeten Tiere zu schützen, ergreift die Stadt in Zusammenarbeit mit dem NABU Heidelberg umfangreiche Maßnahmen. Durch angepasste Geschwindigkeit können auch Autofahrende einen Beitrag zum Amphibienschutz leisten. 

Zwei Kröten und Laich
Tausende Amphibien ziehen im gesamten Stadtgebiet zu ihren Laichplätzen. Um die Tiere zu schützen, bittet die Stadt Heidelberg um Rücksichtnahme. (Foto: Wilfried Münster)

Verkehrsbeeinträchtigungen

In Nächten mit einer verstärkten Wandertätigkeit der Amphibien sind in Schlierbach bestimmte Straßenabschnitte für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das betrifft die Straßen am Schlierbachhang, beim Rondell, an der Wolfsbrunnensteige und am Klingelhüttenweg entlang der Waldgrenze. Die Sperrungen sind in der Regel von 18 Uhr bis 6.30 Uhr bzw. mit dem Beginn der Sommerzeit ab dem 29. März von 19 Uhr bis 7.30 Uhr gültig. Umleitungen werden entsprechend ausgeschildert. An anderen Straßenabschnitten im Stadtgebiet gelten Tempolimits. Diese Maßnahmen dienen dazu, die Amphibien vor dem Straßenverkehr zu schützen. Das Umweltamt der Stadt bittet Autofahrerinnen und Autofahrer, besonders vorsichtig zu fahren. Ausgeschilderte Krötenwanderstrecken befinden sich in der Altstadt, im Emmertsgrund, in Kirchheim, Rohrbach, Schlierbach, in der Weststadt, in Wieblingen und in Ziegelhausen. 

Mit Beginn der Amphibienwanderung sind in den Abend- und Nachtstunden zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer entlang der Straßen unterwegs. Auch in diesem Jahr werden freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht. 

Kontakt für Interessierte
info@nabu-heidelberg.de
06221 7360671
Für Ziegelhausen: wildesheidelberg@gmx.de