Scan-Fahrzeug effizient in der Parkraumkontrolle
Pilotprojekt lieferte wichtige Erkenntnisse
Der Einsatz eines Scan-Fahrzeugs in der Bahnstadt und der Altstadt zeigt deutliche Effizienzgewinne gegenüber der herkömmlichen Parkraumüberwachung.
Das Modellprojekt in Kooperation von Stadt und Land konnte die Praxistauglichkeit der digitalen Parkraumkontrolle untermauern. Im Zeitraum zwischen 17. Oktober und 2. November 2025 wurden in 33 Stunden insgesamt 2.886 ahndbare Parkverstöße festgestellt, darunter 383 Fälle von Falschparken. Dies entspricht einer Erkennungsrate von rund 1,5 Verstößen pro Minute. Pilotversuche in anderen Kommunen werden weitere Erkenntnisse liefern. Vor der Überführung in einen Echtbetrieb durch die Stadt Heidelberg sind noch technische, personalrechtliche, und wirtschaftliche Fragen detailliert zu klären.
Mobilitätsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain erklärte: „Es konnte die Auslastung einzelner Straßenabschnitte sowie sogenannte Falschparker-Hotspots ermittelt werden. Dadurch wird ein statistikbasiertes Verkehrsmanagement möglich. Genau solche Erkenntnisse sind der Mehrwert des Projekts: Sie zeigen, dass ein gezielter Einsatz der Technik dort sinnvoll sein kann, wo Sicherheit betroffen ist, etwa an Schulen oder Feuerwehrzufahrten. Über den konkreten Einsatz wird mit Augenmaß und im politischen Diskurs zu entscheiden sein.“